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Alt 29.09.2009, 19:11   #1 (permalink)
 
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Standard Wiedereinstieg: Einige Fragen (Wasser, Beleuchtung, usw.)

Ich möchte mir nach einigen Jahren ohne Fische nun mal wieder ein Aquarium anlegen.

Da ich zZ nicht so viel Platz und Geld habe mein 160l Becken zu "reaktivieren", werde ich mir wohl ein Einsteigerset für 40€, sprich ein Becken 60x30x30cm zulegen.

Als Besatz habe ich mir dafür vorgestellt:

12xNeonsalmler
1 Pärchen Südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsche

Von der Vergesellschaftung sollte es da doch eigentlich nicht zu Problemen kommen, oder?

Die Wasserwerte die bei mir aus der Leitung kommen sind die folgenden: Wasserwerke Paderborn GmbH

Das heißt also das Wasser kommt viel zu hart aus der Leitung, und der pH - Wert ist auch zu hoch.

Daher möchte ich mir gerne eine Torfkanone basteln (hab bis gestern noch nie davon gehört gehabt). Ein anderer User der hier aus der Nähe kommt, bekommt damit auch sehr gute Werte hin, wenn er das "Torfwasser" dann noch mit Leitungswasser schneidet.

Meine erste Frage ist: Gibt es bei den obigen Wasserwerten sonst noch etwas das ich beachten sollte?

Meine zweite Frage: Da durch die Torffilterung das Wasser ja bräunlich wird, reicht die Leuchtstoffröhre mit 15W aus dem Einsteigerset, oder brauche ich etwas stärkeres, und wenn ja, welche Stärke?

Ich freu mich schon auf eure Antworten!

Liebe Grüße,

Steffen
moneyfan1 ist offline  
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Alt 29.09.2009, 20:35   #2 (permalink)
 
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Hallo,

vergiss mal die Wasserwerte wie GH, KH, PH darum brauchst du dich mit den 08/15 Fischen nicht zu kümmern. Schau das die Fische eine gute Qualität haben wenn du sie kaufst das die Temp stimmt (etwa 25°) und das du gut un abwechslungsreich fütterst.

Die 15W reichen normal auch wenn du Pflanzen nimmst die keine so hohen Lichtansprüche haben.

Übrigens die Barsche haben in einem 60er Becken nichts zu suchen.
K-town ist offline  
Alt 29.09.2009, 21:40   #3 (permalink)
 
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Hey K-Town,

danke für die Antwort.

Klar sind Neonsalmler "08/15" Fische, aber das muss mich ja nicht davon abhalten möglichst ideale Bedingungen schaffen zu wollen

Ich hab eigentlich die meiste Zeit meines Lebens Fische gehabt, schon seit ich 6 bin. Leider muss ich aber zugeben das ich früher die Fische und Einrichtung eher nach dem Prinzip "den Fisch find ich aber hübsch" gekauft hab, anstatt nach Gesichtspunkten der optimalen Hälterungsbedingung.

Später und mit mehr Verständnis habe ich dann natürlich schon versucht die Fische möglichst optimal zu halten, und hab daher dann das normale Leitungswasser mit destiliertem Wasser verschnitten.

Die letzten 5 Jahre hatte ich dann wg. Studium kein Aquarium mehr, und seit zwei Wochen recherchiere ich nun wieder, weil mir ein Aquarium doch sehr fehlt.
Und die Idee mit der Torfkanone gefiehl mir sehr gut, weil es erstens mal sehr gute Ergebnisse zu liefern scheint, und zweitens auch gar nicht teuer ist.

Nun gut, langer Rede kurzer Sinn: Ich werds auf jeden Fall mal ausprobieren, logischerweise bevor die Fische im Wasser sind

Wegen den Schmetterlingsbuntbarschen: Da hatte ich mich am Mergus orientiert. Aber im Forum hab ich gelesen das du sie mal gezüchtet hast, daher glaub ich dir das 60cm zu klein sind für sie.

Was könnte ich denn ausser den Neons sonst gut dazusetzen?

Ich bevorzuge eher geringeren Besatz, daher hatte ich mir einen kleinen Schwarm Neons und eben ein Pärchen schöner "Solitärfische" vorgestellt.
moneyfan1 ist offline  
Alt 29.09.2009, 21:42   #4 (permalink)
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Hallo,

ich sehe das etwas anders wie K-town. Gerade bei den Wildfängen sind die Wasserwerte wichtiger als bei Nachzuchten. Da sich der Neon etwas schlechter züchten lässt, sind es meist Wildfänge.
Allerdings kann der Neon auch in hartem Wasser gehalten werden, ist in weichem aber agiler.
Tetraodon08 ist offline  
Alt 29.09.2009, 22:00   #5 (permalink)
 
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Hallo,

ich knall dir jetzt einfach mal ein paar Links um die Ohren bezüglich Fische und Wasserwerte dann wirst du sehen die sind nicht so wichtig wie immer behauptet wird:

Schwarzwasser – aus der Sicht der Fische - Datz

Falsche Wasserwerte !?

Osmose, Osmolarität und osmotischer Druck

Welche Wasserhärte für welchen Fisch? - die Diskussion | blub und weg

Bei 54l hast du nicht gerade die große Auswahl aber hier mal ein Vorschlag von einem Fisch der nicht jeder hat:

Aphyosemion australe
K-town ist offline  
Alt 29.09.2009, 22:10   #6 (permalink)
 
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Hallo Tetra,

Zitat:
Da sich der Neon etwas schlechter züchten lässt, sind es meist Wildfänge.
ist ein Gerücht das sich hartnäckig hält aber etwa 80% und mehr kommen aus Zuchtanlagen.
K-town ist offline  
Alt 29.09.2009, 23:02   #7 (permalink)
 
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Danke für die Links, das war wirklich eine interessante Lektüre.

Was ich daraus jetzt mitgenommen habe ist (unter Berücksichtigung der Uhrzeit ):

-die Wasserchemie im Fanggebiet eines Zierfisches kann saisonalen Schwankungen unterliegen und muss daher nicht den Optimalwert angeben
-die Literaturangaben beruhen oftmals nur auf Schätzungen, nicht auf praktischer Erfahrung

und entscheidender:

-das natürliche Vorkommen eines Fisches im Weichwasser muss nicht notwendigerweise bedeuten das dieses Wasser für ihn optimal ist, sondern es kann auch Ausdruck eines Ausweichens auf diesen Lebensraum wegen Konkurrenzdrucks sein -> ökologische Nieschensuche
(Indiz: sog. Weichwasserfische passen sich sehr schnell an härteres Wasser an, lassen sich evtl. auch darin nachzüchten)

-ein großer Vorteil von Weichwasser liegt in der weitgehenden Keimfreiheit

-es gibt Fische die tatsächlich auf Weichwasser angewiesen sind, aber auch Fische die zwar in Weichwasser vorkommen, aber auch, oder sogar besser, in härterem Wasser leben können

-die beste Antwort auf die Frage nach der Wasserbeschaffenheit gibt der Zuchterfolg, da Laich und Jungfische weniger Anpassungsfähig sind als adulte Tiere

das bedeutet für mich als Aquarianer:

-eine Annäherung an die natürlichen Wasserwerte schadet nicht und eine Vermeidung von extremenen Ausprägungen in beide Richtungen (hart/weich, sauer/alkalisch) ist auch (ausser in Spezialfällen) angebracht, allerdings ist eine perfekte Nachahmung der natürlichen Verhältnisse nicht möglich und auch nicht sinnvoll,

-stattdessen ist mehr zu gewinnen durch allgemein gute Wasserqualität (Schadstofffreiheit, Keimfreiheit), abwechslungsreiche Fütterung, gute Besatzwahl, Einrichtung etc.

Da war noch deutlich mehr in den Texten enthalten, aber mir fallen gleich die Augen zu

Gute Nacht!
moneyfan1 ist offline  
Alt 30.09.2009, 01:38   #8 (permalink)
 
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Standard kirchen voll

Zitat:
Zitat von K-town Beitrag anzeigen
Hallo Tetra,



ist ein Gerücht das sich hartnäckig hält aber etwa 80% und mehr kommen aus Zuchtanlagen.
wirklich voll sind die kirchen ja nicht mehr :-))
robertmoh ist offline  
Alt 30.09.2009, 10:07   #9 (permalink)
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Zitat:
Zitat von K-town Beitrag anzeigen
Hallo Tetra,



ist ein Gerücht das sich hartnäckig hält aber etwa 80% und mehr kommen aus Zuchtanlagen.
Hallo,

also meine Informationen sind eben anders. Nachfrage bei den Händlern und Großhändlern ergibt, dass es sich um Wildfänge handelt oder aus Zuchtfarmen. Da herschen aber auch die natürlichen Wasserwerte.
So meine Infos. Wäre aber zu begrüßen, wenn es Nachzuchten wären.

Sehr interessante Links. Aber wie es eben immer so ist, gibt es immer zwei Meinungen.
Jedenfalls kann es nichts schaden, auf die natürlichen Wasserwerte zu achten. Auch wenn es Vertreter gibt, die es nicht unbedingt für erforderlich halten.
Nochmals es ist ein Kann und kein Muss.

Geändert von Tetraodon08 (30.09.2009 um 10:10 Uhr)
Tetraodon08 ist offline  
Alt 03.10.2009, 10:09   #10 (permalink)
 
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Hi!

Ich dachte ich halte euch mal auf dem Laufenden.

Ich hab mir jetzt doch ein Herz gefasst und gestern mein 160l Becken aus dem Keller hochgekramt, nachdem ich mir die 60cm Becken nochmals angesehen hatte und sie mir einfach zu klein erschienen um es den Fischen schön zu machen.

Die Abdeckung des Beckens war leider kaputt, wird aber gerade repariert.

Als Filter möchte ich mir einen Hamburger Mattenfilter als Eckfilter einbauen. Nach den Berechnung auf einer hier sehr bekannten Seite zu dem Thema kam ich zu dem Ergebnis das die Mattengröße ca. 715cm2 betragen sollte.

Wenn nun die Filtermatte bis auf den Boden reicht, und in eine Höhe von 38cm, und ich die Eckverklebungen bei 23cm Abstand anbringe, dann komme ich ja bei Abzug der Hälfte der Mattendicke von 5cm auf einen effektiven Radius von 21,5cm.
Damit hätte die Matte dann eine Fläche von 21,5cm*38cm=817cm2.

Als Mattenbreite bräuchte ich somit etwa 1/4*2*pi*23=36,5cm.

Ist meine Berechnung so in Ordnung? Wäre nett wenn da mal jemand drüberschauen könnte ob ich keinen Denkfehler drin habe.

Als Pumpe hatte ich mir die Eheim compact 600 ausgedacht.

Dann bräuchte ich ja noch einen Heizstab von 150W - 200W in etwa, und zwei Leuchtstoffröhren.

Als Leuchtstoffröhren hatte ich an sowas wie Daywhite oder Warm White aus dem Baumarkt gedacht, hat damit jemand Erfahrung?
Den Tipp habe ich von einer anderen Internetseite, ich weiß nicht ob ich die hier verlinken darf? Keine kommerzielle so scheint mir.

Und dann fehlen mir noch die Wassertest: Nitrit, PH, GH, KH, sonst noch was wichtiges?

Als Besatz, in einigen Wochen erst versteht sich, hatte ich gedacht an

25 Neonsalmler ODER 20 Rote von Rio
6-10 Exemplare einer Corydoras Art.
Einige Turmdeckelschnecken

Falls jemand Pflanzen abzugeben hat kann er sich gern an mich wenden.

Ich bin für alle Tipps und Hinweise offen, insbesondere wenn ich bei meinen Überlegungen etwas übersehen haben sollte.

Liebe Grüße

EDIT: Ich merke grad das ich nen totalen Denkfehler in der Mattenberechnung habe....nach der obigen Formel wäre die Fläche ja
36,5cm * 38cm = 1387cm2....

Ich bräuchte wie gesagt ca 715cm2. Geteilt durch die Beckenhöhe wären das 715cm2 / 38cm = 19cm Mattenbreite.
Damit komme ich auf einen notwendigen Radius der Beklebung von
19=0.25*2*pi*Radius <=> Radius = 12,5 cm.

Bei einer Mattendicke von 5cm wäre die Halterung (Kabelkanal) also bei etwa 15cm einzukleben.

Jetzt stimmt es aber, oder?

Geändert von moneyfan1 (03.10.2009 um 10:35 Uhr)
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