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Alt 17.12.2008, 06:51   #1
Prydwynn
 
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Standard

1. Wasserqualität und Becken

Wasserqualität:
Temp: 24 - 30 Grad Celsius ( im Mittel 26 Grad)
Ph 5 - 7
GH 5 - 15
(Angaben sind die Maximalwerte, die ich in der Literatur gefunden habe)

Beckengröße:
Ab 60 cm (54l)
Häufig wird auch die Haltung in einem Kleinbecken (30l) beschrieben. Die erfahrenen Züchter wissen auch schon viel länger, dass die Hochzuchten in kleineren Becken sich meist wohler fühlen und eine längere Lebenserwartung haben (unter der Voraussetzung einer guten Pflege).Das Tierschutzgesetz macht keinen Unterschied zwischen Hochzuchten und Wildformen. Die Wildformen kann man sicherlich auch im Trio halten und dies sogar auch in kleineren Becken, da sie wesentlich weniger aggressiv sind als die Zuchtformen.

Jedoch muß erwähnt werden, dass laut einem Tierschutz-Gutachten (1998) die Mindestgröße der Becken für eine dauerhafte Haltung die oben genannten 60 cm nicht unterschritten werden darf. Ob dies artgerecht ist, sei dahingestellt. Jedenfalls sollte dieses Gutachten noch einmal von der Regierungsstelle überarbeitet und angepasst werden.
(In der Quellenangabe befindet sich der Link zu dem erwähnten Gutachten)

Beckeneinrichtung:
Empfohlen wird feiner Kies, der nicht zu hell sein sollte. Desweiteren sollten viele Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Das Becken sollte recht üppig bepflanzt sein und ein Teil der Oberfläche darf mit Schwimmpflanzen bedeckt sein. Trotz der üppigen Bepflanzung sollte aber auch noch genügend freier Schwimmraum zur Verfügung stehen.

Allgemeines:
Das Becken soll unbedingt abgedeckt sein und der Abstand zwichen Wasseroberfläche und Abdeckung etwas größer sein, als normalerweies üblich. Grund: Kampffische gehören zu den Labyrinthfischen und schwimmen an die Oberfläche um zu atmen. Daher sollte die Luft direkt über dem Wasser angewärmt sein. (Was durch die Beleuchtung automatisch der Fall ist). Aus diesem Grund sollte auch nur ein Teil des Beckens mit Schwimmpflanzen ausgestattet sein.
Keine zu helle Beleuchtung wählen, da Kampffische lieber etwas abgedunkeltere Becken bevorzugen.

2. Haltung allgemein

Hier sollten wir unterscheiden, dass es hier eine Wildform gibt und eine Hochzucht.

Die Wildform kann man sicherlich auch in einem Artbecken halten, sogar in Triohaltung, ab ca. 54 Liter ist es möglich, aber nicht wirklich sinnvoll. Auch bei 54 Liter und nur 3 Betta (1M + 2W) kommt es zu extremen Stress für die Fische. Wir Menschen bemerken dies kaum, erst wenn es zu spät ist, denn dann ist ein Betta tot. Die Lebenserwartung des Betta splendens schwindet extrem wenn sie unter ständigem Stress sitzen. Selten werden sie älter als 1,5 Jahre.

Aber die Wildform des Betta splendens ist nicht so aggressiv wie die Hochzucht, wird aber auch in einem Aquarium aggressiver als in der Natur. In der Natur kommt es nur selten zu Toten, da mehr als genügend Ausweichmöglichkeiten für die Fische bestehen. Im Aquarium ist das anders.

Dass die Hochzucht so aggressiv ist liegt an den jahrelangen Zuchten der Thailänder. Die Betta splendens wurden schon für über 100 Jahren für Show- und Wettkämpfe auf Aggressivität gezüchtet. Noch heute wird dies praktiziert.

Auch wurden Wildarten aus dem selben Formenkreis eingekreuzt, um die Fische noch aggressiver zu machen.

Noch heute ist teilweise diese extreme Aggressivität in den Hochzuchtbetta enthalten. Eine Triohaltung, wie sie vom Gesetzgeber leider sogar empfohlen wird, ist also weder bei der Wildform und erst recht nicht bei der Hochzucht zu empfehlen, auch wenn es in seltenen Fällen, bei entsprechend großen Aquarien und dichter Bepflanzung möglich sein kann(Ausnahmen bestätigen aber immer die Regel).

Kampffische sind in einem Artenbecken in Einzelhaltung durchaus für Anfänger geeignet.

Schon lange vor 1998 war den erfahren Bettahaltern und Züchtern bekannt, dass man Betta splendens nicht auf Dauer in Haarem (Triohaltung) pflegen sollte, jedenfalls nicht die Hochzuchten. Die Hochzuchten haben bedingt durch Selektion und Tradition eine höhere Aggressivität als die Wildform des Betta splendens, weswegen es in Paar- oder Triohaltung immer wieder zu viel Stress, Krankheiten und zum Tode der Betta kommt.

Es dürfen keinesfalls mehrere Männchen in einem Becken (egal wie groß das Becken ist ) gehalten werden.
Auch Weibchen werden, außer zur Paarungszeit, kaum bzw. nicht geduldet und sollten nach dem laichen wieder aus dem Becken entfernt werden.

Der Kampffisch hat seinen Namen nicht von ungefähr. Er ist äußerst revierbildend und je nach Temperament des einzelnen Tieres reagiert er äußerst aggressiv auf Eindringlinge.
Männliche Rivalen werden sprichwörtlich bekämpft bis zum Tod. Weibchen (vor allem einzelne) können durch sein heftiges Balzverhalten so in Stress geraten, dass sie ebenfalls sterben.


3. Vergesellschaftung

Geeignete Fische:
Corydoras- und Ancistrusarten

Ungeeignete Fische:
Absolut ungeeignet sind alle Fischarten, die:
- zu klein sind (werden gefressen)
- Revierverhalten zeigen z.B. Barscharten
- größere Flossen haben (werden als Rivalen angesehen) z.B. Guppys
- "Flossenzupfer" z.B. Schmerlen, Barben
- lebhafte, schwimmfreudige Fische (verursachen Streß) z.B. Bärblinge

4. Futter

Der Kafi bevorzugt Lebend- bzw Frostfutter. Auch an Gemüse nuckelt er gerne mal rum (z.B. Gurke, Zuccini, gekochte Möhren und Kartoffeln, Erbsen).
Die Fütterung mit Flockenfutter ist ebenfalls möglich.

5. Balzverhalten undZucht

Zitat:
Zitat von Christian79
Betta splendens ist ein schaumnestbauender Kampffisch. Das Männchen baut ein Schaumnest unter einer Schwimmpflanze oder zwischen Gegenständen die an der Wasseroberfläche schwimmen. Wenn das Weibchen in die Nähe des Nestes kommt wird es sofort vom Männchen verjagt.
Das Weibchen wird erst am Nest geduldet, wenn das Männchen das Nest fertiggestellt hat. Ist das Nest fertiggestellt schwimmt das Männchen herum und sucht ein Weibchen das sich in seinem Revier befindet. Hat er eines gefunden fängt er an es anzubalzen. Ist das Weibchen in Laichstimmung (dies ist erkennbar an der Querstreifung und nicht wie immer gesagt die Längsstreifen des Körpers) so wird es dem Männchen zum Nest folgen.
Das Männchen schwimmt voraus zum Nest und hält unterwegs öfters an um zu schauen ob das Weibchen ihm folgt. Ist das Weibchen unter dem Nest, beginnt die Paarung.

Es werden manchmal mehrere Scheinpaarungen unter dem Nest gemacht bis die richtige Paarung stattfindet. Bei der Paarung umschlingt das Männchen das Weibchen. Während des Umschlingens fällt das Weibchen in eine Art Leichenstarre. Das Männchen löst die Umschlingung und das Weibchen bleibt für einige Sekunden nach dem Lösen des Männchens noch immer in der Leichenstarre. Findet eine richtige Paarung statt, also keine Scheinpaarung, so sinken die Eier nach dem Lösen der Umschlingung nach unten.

Das Männchen sammelt so gut es geht die Eier auf und spuckt sie in das Schaumnest. Hierbei ist dringenst zu beachten das der Wasserstand im Zuchtaquarium nicht mehr als 15cm beträgt. Es werden mehrere Paarungen gemacht wobei bei jedem Akt mehrere Eier vom Weibchen abgelöst werden.

Nach dem Paarungsakt wird das Weibchen aus dem Revier vertrieben und sollte jetzt unbedingt aus dem Becken entfernt werden, da sie sonst durch die Fluchtversuche das Nest zerstören kann. Etwa 24 - 48 Std. (je nach Wassertemperatur) nach der Paarung schlüpfen die Jungen aus den Eiern. Die Jungen bleiben noch für etwa 2 Tage am Schaumnest hängen. Etwa 3-4 Tage nach der Paarung schwimmen die Jungen frei. Jetzt ist der Zeitpunkt wo die Larven ihren Dottersack verbrauchen und nach weiteren 2 Tagen sollte jetzt zugefüttert werden. Hierbei gibt es mehrere Futtermöglichkeiten.
  1. Artemia Nauplien
  2. Essigälgchen
  3. Cyclops
  4. Flüssigfutter
  5. Mikrowürmchen
  6. Staubfutter
Nach etwa 8 Wochen müssen die jungen Bocke getrennt und separiert werden. Hierbei ist es wichtig das immer der Bock als erstes separiert wird der am dominantesten ist, damit der nächste Bock sich entwickeln kann .

Es ist darauf zu achten, das ein gutes Paar bis zu 300 Eier ablegen kann. Auch von 500 Eiern ist in Züchterkreisen schon die Rede gewesen. Selbst wenn aber nur 100 durchkommen muss man sich folgende Fragen stellen!!!
  1. Bin ich in der Lage / Habe ich den Platz eventuell bis zu 50 Böcke aber auch zusätzlich Weibchen einzeln zu halten.
  2. Habe ich genügend Abnehmer für den Nachwuchs ?
  3. Habe ich die Zeit einen Wasserwechsel alle 3-4 Tage in den Boxen zu machen, der je nach Anzahl der Boxen bis zu 1,5 - 2 Std zusätzlich zur Aquariumarbeit ansteht .
  4. Habe ich die nötigen Mittel alle Boxen auf minimum 24C zu halten . (Man achte auf die Stromkosten).
So sollte jetzt noch irgendwas fehlen oder nicht ganz klar sein, wie immer einfach nur melden...!!!

Quellen
BMELV Übersichtsseite Tierschutzgutachten
Grundlegendes in der Haltung von Hochzucht Betta Splendens
Aqua-Aquaristik. Online Aquaristik Portal rund um die Süsswasseraquaristik.Jeden Monat aktuell umfangreiche Datenbank, Shopping und mehr. Für Fragen steht ein eigenes Forum zur Verfügung
Willkommen auf Kampffisch-zucht.de
Kampffische - Tierlexikon ´World of Animals´
BettaSplendens.de - Haltung

Danke: (1)
Prydwynn ist offline  
Alt 03.01.2010, 14:19   #2
Christian79
Standard Haltung des Betta splendens ( Anfängerhilfe )

Hallo zusammen , da ich mich nun seit ca. 10 Jahren mit der Zucht des Betta splendens beschäftige und es trotz dieser doch recht langen Zeit immernoch einer der interessantesten Fische für mich ist . Möchte ich hier mal einen Bericht über den Betta splendens ( Zuchtform ) schreiben um vielleicht dem einen oder anderen Anfänger den Start in die Bettapflege zu erleichtern .

Was ist überhaupt ein Betta ? Ja in erster linie ein Fisch der zur Gruppe der Labyrinther (Anabantoidei) gehört der Aufgrund eines besonderen Organ im Kopf, das Labyrinthorgan ( nicht zu verwechseln mit dem Labyrinth des Ohres (Innenohr), welches bei allen Wirbeltieren zu finden ist und bei Fischen das Gleichgewichtsorgan (Statolithenorgan) beherbergt ,
ermöglicht es ihnen, auch in sehr sauerstoffarmen Gewässern zu überleben. Sie atmen Luft! Im Labyrinthorgan wird ihr dann ähnlich wie in einer Lunge der Sauerstoff entzogen.
Sie sind in ihrer Wildform rotblaue Fische mit kurzen Flossen, kommen aber in der Hochzuchtvariante in allen möglichen Farben und Flossenformen vor.
Ihr ursprünglicher Lebensraum befindet sich in asiatischen Ländern, wie Thailand, Indonesien, Kambodscha, Vietnam und Malaysien, wo sie in stehenden kleinen Gewässern, z.B.: Tümpeln, Reisfeldern, Sumpf- und Moorwäldern leben.

Ihr Sozialverhalten ist innerartlich äußerst aggressiv ( Hier ist zu beachten das man Unterschiede zwischen den Wildformen und den Hochzuchten machen muss , denn einige Wildformen lassen sich wunderbar in Trio's halten ) und stark revierbildend. Männchen sind strikte Einzelgänger und beanspruchen ein durchschnittlich 40-50cm großes Revier für sich alleine. Weibchen hingegen haben kleinere Reviere, in etwa 20-30cm und sind zumeist ebenfalls Einzelgängerinnen. Manchmal hingegen kommt es vor, dass sich Weibchen zu Kleinstgruppen zusammenschließen. Innerhalb dieser Gruppen gibt es eine strenge Hierarchie, die mitunter auch sehr kämpferisch festgelegt wird. Ein dauerhaftes Zusammenleben von Männchen und Weibchen kommt beim Betta im natürlichen Lebensraum so gut wie nicht vor . Männchen und Weibchen dulden sich ausschließlich zur Paarung sowie zumeist in den ersten Tagen der Nestpflege/Aufzucht. Hier verteidigt das Männchen den zentralen Raum um das Nest, während das Weibchen die Außenverteidigung übernimmt. Danach löst sich die temporäre Gemeinschaft wieder auf. Eine gemeinsame Dauerhaltung bedeutet für die Tiere eigentlich Dauerstress und kann somit zu etwaigen Krankheiten und sogar verkürzter Lebensdauer führen. deswegen rate ich von einer Harem bzw. Triohaltung ab , wo ich aber später mehr zu schreiben möchte .
Die Vergesellschaftung von Betta Splendens ist nicht ganz einfach. Grundsätzlich der Betta erstmal gegenüber allen anderen Fischen friedlich. Je ähnlicher ein Fisch einem Betta ist, desto eher wird agressiv reagiert, da in dem Fall einfach eine Verwechselung vorliegt. Besonders Fische mit großen Flossen und entsprechender Größe wie zum Beispiel Guppys oder Segelkärpflinge sind nicht zu empfehlen,ebenso Mollies, Platys, Fadenfischen und Macropoden.Idealerweise sollte man direkt in ihre Reviere, die vor allem eher an der Wasseroberfläche fixiert sind, keine zusätzlichen Fische einsetzen.
Insofern bieten sich hauptsächlich friedliche, am Boden lebende Fische an, wie z.B. Corydoras, Ancistren oder auch Dornaugen als Beifische an .
Aber auch friedliche Wirbellose wie Schnecken und Amanogarnelen (sofern sie ausgewachsen sind, ansonsten besteht die Gefahr, dass sie zu Lebendfutter für den Betta werden). Generell ist in der Vergesellschaftung Stress, Hektik oder gar physische Gefährdung für den Betta zu vermeiden. Ein Betta selbst wird Beifische kaum angreifen, es sei denn die physische Erscheinung gleicht einem männlichen Rivalen z.B. die viel zitierten langflossigen Formen der Guppys.
Viel größer ist die Gefahr, dass andere Fische sich agressiv gegenüber dem Betta zeigen. Betta sind wie bereits oben geschrieben sehr ruhige Fische die äußerst empfindlich auf Dauerstreß reagieren. Lebhafte Fischarten, insbesondere Schwarmfische, stellen eine Belastung für den Betta dar. Besonders problematisch sind hierbei der Neons (Neonsalmer, Roter Neo, schwarzer Neon etc.. Neons vergreifen sich gerne an den Flossen vom Betta. Da die kleinen Schwarmfische aber keine Angriffsreaktion beim Betta hervorrufen, kann der Fisch sich quasi nicht wehren. Ein Schwarm Neons kann innerhalb kürzester Zeit die Flossen eines Betta komplett abfressen. Auch wenn die Tiere lange friedlich zusammengelebt haben, kann dieses Verhalten spontan und heftig auftreten. Dieses kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen .

Selbstverständlich eigenen sich auch keinen größeren räuberischen Fische zu Vergesellschaftung wie zum Beispiel alle größeren Barscharten. Selbst kleine Barsche können dem Betta durch wiederholtes attackieren schwer zusetzen. Dringend abzuraten ist zum Beispiel von Schmetterlingsbuntbarsch, Kakadubuntbarsch (und ähnlichen), aber auch von Raubfischen wie dem Oscar oder dem Channa. Auch eine Vergesellschaftung mit Kugelfischen ist nicht möglich.

Nun möchte ich das Thema mit der Haremshaltung nocheinmal aufgreifen .

Leider erhält man in Zooläden immer wieder die Empfehlung, Betta Splendens in Trios zu halten. Als Begründung wird häufig angegeben, dass sich so "die Agression des Männchens besser auf die beiden Weibchen verteilt". Alleine diese Aussage zeigt bereits, dass die Haltung in einer Gruppe für Bettas nicht natürlich sein kann, da ansonsten das Männchen keine so starke Agression aufbauen würde, dass Weibchen wirklich zu gefährden.

Das dauerhafte Paarhaltung von Betta Splendens auf beschränktem Raum und inbesondere die Trio- oder sogar Haremshaltung entsprechen nicht dem natürlichen Paarungsverhalten des Betta .

Das natürliche Verhalten sieht so aus, dass die Männchen sich Nester bauen und vorbeiziehende Weibchen anbalzen. Vorbeiziehen heißt hier aber nicht "eine Runde im 20 l Becken drehen", sondern ist eher im Sinne von "wandern" zu verstehen. Entscheided sich ein Weibchen für ein Männchen, wird das Revier um das Nest heftig gegenüber Eindringlingen verteidigt. Das Revier hat dabei einen Durchmesser von ca. 40-60 cm. ( Auch hier ist wieder ein Unterschied zwischen der Wildform und der Hochzucht zu machen ) Nach der Paarung vertreibt das Männchen das Weibchen aus dem unmittelbaren Nestbereich. Das Weibchen hält allerdings außerhalbe des Bereichs weiterhin Wache und vertreibt Eindringlinge. Sie ist auch in der Lage, die Jungenaufzucht zu übernehmen, sollte das Männchen versterben . Männchen und Weibchen können zusammen ein Revier verteidigen, dass deutlich über einen Durchmesser von 60 cm hinausgeht.
Wenn man jetzt ein zweites Weibchen hinzusetzt, dann fügt man einen permanenten Eindringlich in den Revierbereich ein. Gerade das dominante Weibchen wird äußerst aggressive reagieren, da ja sie sich mit dem Männchen paaren will. Da bei den Bettas die Männchen die Brutpflege betreiben, müssen hier die Weibchen sicherstellen, dass sie die einzigen sind, die ihre Eier in "sein" Nest legen und dass er sich zu 100% um ihre Jungen kümmert , nicht auch um die Eier einer anderen. Daher wird jedes Weibchen erbittert gegen eine Mitbewerbering kämpfen. In der Regel ist ein Weib unterlegen und zieht sich zurück , manchmal sind beiden Weiber fast gleich stark. Dann arrangieren sie sich etwa, indem sich beide paaren oder sie kämpfen bis zum Tode. Beides stellt kein natürliches Verhalten dar, da normalerweise immer ein Weib fliehen würde. Und dieses kann ich auch aus meiner eigenen Zeit als Betta Züchter bestätigen . Bei einer Trio bzw. Haremshaltung besteht die Gefahr des Dauerleichens und dies ist alles andere als förderlich für das Wohlbefinden eines Betta .

Zusätzlich zu meinem hier geschriebenem Text empfehle ich den von PRYDWYNN ausgearbeiteten Text den ihr hier sehen könnt : Information zur Haltung von Kampffischen (Betta splendens)

Geändert von GiJoe (06.02.2010 um 22:07 Uhr) Grund: unterste Link geändert
Christian79 ist offline  
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Alt 03.01.2010, 18:09   #3
DarkPanther
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Moin
Ich Pin das teil mal oben fest.

Ergänzungen oder Änderungen per PN an mich oder einen anderen Mod.

Geändert von DarkPanther (01.02.2010 um 14:15 Uhr)
DarkPanther ist offline  
Alt 23.02.2012, 13:55   #4
Prydwynn
 
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hallo

ich habe hierzu noch eine info erhalten :

Zitat:
Zitat von NebelGeîst
Hallo,

hätte ein kleines Anliegen bezüglich einer Anpassung des angepinnten Beitrags. Es geht um diesen Punkt:


Zitat:
Zitat:
4. Futter

Der Kafi bevorzugt Lebend- bzw Frostfutter. Auch an Gemüse nuckelt er gerne mal rum (z.B. Gurke, Zuccini, gekochte Möhren und Kartoffeln, Erbsen).
Die Fütterung mit Flockenfutter ist ebenfalls möglich.
Kampffische sind carnivor. Sie sind zwar extrem verfressen und gehen darum auch oft an Welstabs, Grünfutter un Gemüse, wenn sie nicht alleine gehalten werden und die Beifische oder Wirbellosen getrennt gefüttert werden müssen, aber es ist alles andere als gut für sie. Es kann zu schweren Verdauungsproblemen fürhen, bis hin zum Tode, wenn sie dauerhaft falsch gefüttert werden. Daher bitte ich, den Zusatz mit dem Gemüse zu streichen, auch wenn sie es teilweise tatsächlich fressen.

Zudem ist die Fütterung mit Flockenfutter ganz schlecht. Selbst spezielle 'Betta-Flocken' werden meist nicht gut gefressen. Ein weiterer Punkt, der gegen Flocken spräche: nach meinen Informationen wird Flockenfutter (besondere entwickelte Verfahren von sehr hochwertigen Futtermittelherstellern [wozu ich JBL, Tetra, Tropical, etc nicht zähle] bei höheren Temperaturen hergestellt und enthält deutlich mehr Mehl/Getreideprodukte. Und die allermeisten Flocken sind für omnivore oder überwiegend herbivore Fische gedacht.
Granulate für carnivore Fische sind hier besser und werden auch leichter gefressen. Wobei das auch wieder nicht ganz einfach ist, denn es gibt spezielle 'Betta-Granulate' am Markt, die aber einen sehr hohen Gehalt an pflanzlichen Zutaten besitzen, und mit denen diverse Halter schon Probleme hatten (darauf angeschrieben zeigt sich die Herstellerfirma aber nicht einsichtig. Man gibt an, dass im Verdauungstrakt der Beutetiere in der Natur ja schließlich auch pflanzliche Nahrung vorliege, die mitgefressen würde. Man möchte diesem Umstand Rechnung tragen.
Dass das aber dann weder 50+% der Masse des Futtertieres ausmacht, und zudem das ganze teilweise schon vorverdaut, mit Enzymen versetzt, etc ist, scheint uninteressant).
Also wäre meine Empfehlung Flockenfutter durch Granulatfutter für Carnivoren (und nicht durch betta-Granulat) zu ersetzen.
Prydwynn ist offline  
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