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Alt 10.12.2002, 23:53  
Gerd Kassebeer
 
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Standard Re: Tannin

Hallo Mark!

>>>>>>>ich habe wirklich keine Ahnung, wie die Schleimhaut von Fischen aufgebaut ist (Glycoproteine?), aber entspräche dieses "Härten", von dem Du sprichst, nicht einer Denaturierung , einer irreversiblen Veränderung von Quartär- oder Tertiärstruktur ? Dann wäre eine zu hohe Dosis doch massiv chleimhautschädigend ?
Also Überdosierung doch problematisch.

Ich werde da mal Literatur suchen glaube ich.

Zur antimikrobiellen Eigenschaften von Tanninen hätte ich eine ältere Übersichtsarbeit (Phytochemistry 1991), bezogen auf die toxische Wirkung auf Pilze, Hefen und Bakterien.
Kann ich per mail verschicken, falls es Dich interessiert. <<<<<<

Für die Zusendung von Tannin-Literatur wäre ich Dir dankbar!
Die Denaturierung stelle ich mir so vor, daß sich das Tannin auf der Schleimhaut festsetzt und eine feste Schicht bildet und aufsiedelnde Bakterien umbringt. Ich könnte mir vorstellen, daß der Fisch zur Neubildung der Schleimhaut angeregt wird.
Ich würde eine Überdosierung auch für problematisch ansehen. Befragte Züchter behaupten aber, daß die Dosierung unkritisch sei. Möglicherweise kommt das Tannin sehr langsam aus den Erlenzäpfchen.
Man kann es als Eisenkomplex recht gut messen, muß nur erst ansäuern und dann wieder neutralisieren z. B. mit NaHCO3. Es ergibt eine schwarze Tinte, die sich wahrscheinlich fotometrieren läßt.

Gruß Gerd
Gerd Kassebeer ist offline  
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