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Alt 11.12.2002, 09:28  
Nikolai Frederik Slomma
 
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Hi Edi,
Zitat:
Zitat von ediman
warum sagen dann viele, dass man die t8er nach einem jahr auswechseln soll?
ganz einfach, zwei Dinge:
- der relativ hohe Einfluss von intensiver Werbung für Aquaristik-LL. Deren Informationsgehalt geht, wenn man sich mal mit brauchbaren Quellen auseinandergesetzt hat, gegen NULL. Das ist jetzt böse, manche Anbieter bemühen sich und schreiben immerhin nichts falsches. So ein Werbetexter kann thematisch einfach nicht so in die Tiefe gehen. Auf den Punkt gebracht wird ein Aqu.-LL-Vertreiber von sich aus nichts unternehmen um das umsatzdienliche Märchen vom Lampenverschleiß zu korrigieren.
- die "Wahrheit" eines solch hohen Lampenverschleißes lässt sich nur zurückführen auf LL mit Standardleuchtstoffen. Früher - heute auch nicht mehr - ließen die tatsächlich erheblich in der Lichtstärke nach, aber selbst da erscheinen 50 % Lichtverlust im ersten Jahr mir zu hoch. Ich weiß es nicht genau, es ist mind. bei den bekannten Herstellern/Verwendern von Standardleuchtstoffen auch kein Thema mehr.
Kommt ja noch hinzu, dass LL mit Standard-Leuchtstoffen in der Aquaristik schon aufgrund ihrer grottenschlechten Farbwiedergabe und mäßigen Wirtschaftlichkeit eine schlechte Wahl sind.
Bei LL geht es also nur um 3- und 5-Bandenlampen und einige wenige mit dunkelroten Anteilen (z.B. ATI Natur )

@ Robert
Kleiner Einwurf, fällt mir gerade ein. Wegen eines zu operierenden und gut überstandenen Bandscheibenvorfalls habe ich Muße ein bisschen zu lesen. Zum Thema UV-A/-B fand ich einen Text zur relativ hohen Durchlässigkeit im _klaren_ Wasser und dass es Wirkungen auf Pflanzen hat. Ohne meine weitere Wertung ist es dann aquaristisch relevant. Dazu schrieb Prof. Dr. Hugo Scheer vom botanischen Institut München in "Photosynthese", herausgegeben von Prof.Dr. Donat-P. Häder.

Mit einer Ausnahme! Bei den "Gro-Lux"-Leuchtphosphoren fand ich nichts konkretes zum Lichtstromverlust. Früher waren das die LL, auf die die Aussage einer relativ kurzen Lebensdauer zugetroffen hat. Inzwischen haben die Standardleuchtstoffe über die Lebensdauer auch nur noch einen Rückgang auf etwa 80%, sodass es naheliegend ist, dass diese Verbesserung der Leuchtphosphore auch bei den "Gro-Lux" Eingang gefunden hat. Gro-Lux benutze ich übrigens als im engeren Sinne unzulässige Verallgemeinerung der "Pflanzenlampen".

Und da fällt mir noch etwas ein: aquaristische Literatur heranzuziehen, um ein Becken angemessen zu beleuchten, da braucht man schon einiges Glück. In der Regel ist es ein stiefmütterlich behandeltes Thema in dem häufig der eine vom anderen abschreibt und das dünne Geschreibsel in neuen Publikationen dann wieder scheinbare Aktualität erhält.
Ich weiß kein wirklich gutes aqu. Buch zum Thema, da kann man sich bei Osram, Philips, etc. besser informieren. Bei deren Kunden beschäftigen sich auch Profis mit Beleuchtung. Die Hersteller können sich eine so emotionale Werbung wie die Aqu.-Anbieter überhaupt nicht erlauben, das interessiert da keine Sau! Und wenn man sich für die Lichtansprüche von Pflanzen interessiert, für die man ja den ganzen Kokolores veranstaltet, dann landet man auch zwangsweise bei wissenschaftlicher/komerzieller Nischen- Literatur. Was Fische an Licht brauchen, ist sowieso try and error, die können im Zweifelsfall auch dahin, wo es ihnen am ehesten zusagt. Und damit Fische schön anzusehen sind, das Thema ist in wenigen Sätzen erledigt.

Gruß, Nik
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