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Alt 13.12.2002, 11:11  
Nikolai Frederik Slomma
 
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Hallo Gerd,
Zitat:
Zitat von Gerd Kassebeer
Ich vergleiche hier HMF mit Filterlos, und meine Strömungspumpe setzt sich mehrmals täglich zu! Was mache ich da bloß? Hinter der Matte passierte das nicht! Eine gute technische Lösung des Problems ist mir noch nicht eingefallen! Vielleicht eine Schaumstoffplatte vorm Filter? (- Oder eine kräftigere Pumpe? Was ist denn so üblich zum Umrühren?
ich habe doch glatt bis jetzt das Forum übersehen. :-?

Da wir ja entgegengesetzte Ansätze haben, geh ich das "Problem" der Filterung genau andersherum an. Bei einem Becken, von dem ich weiß, dass es filterlos funktionierte, habe ich trotzdem einen Mattenfilter eingebaut. Mich interessiert, ob man mit dem Teil überhaupt etwas kaputtmachen kann. Bei der Topf(-über-)filterung scheint es mir so. Das Becken ist ein 300l Standardbecken mit 6cm Sand (Andreas hat mir für das Becken von seinem Bodendünger testweise was überlassen), MF und mit 4 x 54 W T5-LL üppig Licht. Drei 5-Banden-LL und hinten eine 3-Banden-LL. Geregeltes CO2 auf geringem Niveau ist notwendig. Wenig Fisch (20 M. praecox und ein Paar C. japonica, mich interessiert nebenbei auch noch ein selbsterhaltender(/-regulierender) Fischbesatz).

Die Umwälzung im Becken - ohne zusätzlichem Angebot an künstlicher Bakteriensiedelungsfläche, fürderhin kurz "filterlos" genannt - ist neben einer der organischen Belastung adäquaten Blattmasse - das zielt auf die verfügbare Oberfläche ab - ein wichtiger Punkt.

In meinem Paludarium erreiche ich einen wartungsarmen Versorgungskreislauf (Strömung, CO2, Rieselwasser für den Pflanzenteil), indem ich auf der Ansaugseite zwei grobe Filterschwämmchen von den kleinen E*eim-Innenfiltern auf das tüchtig gelöcherte Rohr aufschiebe. Das hält Monate und hat nebenbei den Effekt, dass es die sonst auftauchenden grünen Punktalgen verhindert.
Die beiden Schwämmchen haben eineneindeutig zuordenbaren Effekt bei 230/180 (brutto/netto) Liter Beckenwasser. Es ist also nicht völlig filterlos! Eine messbare Veränderung wegen der Schwämmchen ergab sich leider nicht.

Umrühren würde ich "filterlos" trotzdem mit irgendeiner mittelprächtigen Pumpe mit gelöchertem Ansaugrohr und erwähntem groben Schwämmchen oder vergleichbarem. Die angegebene Umwälzleistung der Pumpe sollte der Pflanzen wegen eher dem einfachen als dem doppelten Beckeninhalt entsprechen. Ich rühre so tüchtig wie möglich um, bei gering zu haltender Oberflächenbewegung (CO2-Verluste). Bei der filterlos-Geschichte spielen die Optimierungen der Pflanzenbedingungen eine Rolle, vor allem des Sauerstoffs wegen. Dann kann ich auch die hohen BSB5-Werte akzeptieren. Die kommen bei mir nicht durchs Futter. Die Pflanzen bruzzeln durch vergehende Pflanzenmasse im eigenen Saft. Bei filterlos spielt Licht und abhängige Faktoren eine größere Rolle.

NH4 kann ich in dem Becken nicht (noch nie) nachweisen.
Bodengrund als "Filtersubstrat" spielt nur eine vernachlässigbare, mir nicht messbare Rolle. Das an allen Wänden bewachsene Paludarium habe ich vor 3,5 Jahren von 1-2mm Kies auf Sand umgestellt. Trotz Kontrolle der möglicherweise betroffenen Stoffe ergab sich nicht einmal die Spur einer Veränderung.

Gruß, Nik
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