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Alt 25.02.2003, 07:02  
HPKrug
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Hallo Vanessa!

Zitat:
Zitat von Gumbo
* Der Nitritpeak hat mein Becken in eisernem Griff, seit letztem Mittwoch ergibt jede Messung ein kirschrotes Ergebnis. Mittlerweile habe ich Nitrittests von JBL und Sera – beide sagen das Gleiche aus: der Nitritgehalt liegt weit oberhalb des maximalen Wertes.
Diese Entwicklung ist völlig normal, und kein Grund zur Besorgnis, da sich ja noch keine Lebewesen in Deinem Aquarium befinden (die Schnecks mal außen vor).
Der Nitritwert wird im weiteren Verlauf ganz sicher zurückgehen.
Den Filter bitte _unbedingt_ völlig in Ruhe lassen!

Zitat:
Nach heutigem Wasserwechseln:
Nitrat ca. 30 mg/l
Hohe Nitrat- und Phosphatwerte begünstigen Algenwachstum sehr.
Der Nitratwert sollte deutlich unter 20 mg/l liegen, und der Phosphatwert nur bis zu 0,25 mg/l ausmachen.

Zitat:
* Ebenfalls letzten Mittwoch habe ich die erste Schnecke aus dem Becken gepflückt. Sie ist im ausgestreckten, kriechenden Zustand etwa ½ Zentimeter lang und sieht am ehesten aus wie eine Schlammschnecke im Mergus. Sie hat ein rundliches, zu einer Seite weggedrehtes Häuschen, das durchsichtig, aber schwarz gemustert ist und leicht spitz zuläuft.
Dieser Beschreibung nach wohl am ehesten eine Quellblasenschnecke ( http://www.wirbellose.de/arten.cgi?a...show&artNo=114 ). Vergreift sich _nicht_ an lebenden Pflanzen und gilt als guter Algenvertilger. Ich habe diese Schneckenart in allen meinen Becken.
Man schleppt sie sich in der Tat meist mit neuen Pflanzen ein.

Zitat:
Ich habe übrigens Löcher in einigen Blättern meiner Echinodorus parviflorus-Pflanzen gefunden, waren das die kleinen kriechenden Kerlchen? :-?
Glaube ich eher nicht. Wahrscheinlich müssen sich die E. parviflorus erst auf submerse Kultur umstellen (werden meist emers gezogen), und da kommt's mitunter zu mehr oder minder ausgeprägten Blattverlusten bei den Echis. Ist aber nicht besorgniserregend, da die Pflanzen in aller Regel wieder kräftig frisch austreiben.

Zitat:
Am Abend desselben Tages öffnet sich das Blatt. Im Lauf der nächsten Tage entsteht dann ein Riesenblatt, das deutlich heller ist als die schon vorhandenen. Scheinbar wird hier Quantität (Blattmasse) über Qualität (Chlorophyll-Anteil) gestellt.
Auch dies ist für Echis typisch. Die neuen (helleren) Blätter dunkeln aber zumeist noch deutlich nach ;-).

Zitat:
Jetzt habe ich folgendes Beleuchtungsprogramm neu eingestellt, in der Hoffnung, den Algen damit schwer zu schaden: Licht von 5:30-6:30 (dann kann ich beim Frühstück ins Becken gucken), Licht von 10:00-13:00, Licht von 15:00-20:30 (dann kann ich nach der Arbeit reingucken).
Bei solchen "Intervallschaltungen" bitte immer bedenken, daß die kürzeste Schaltzeit mind. 5! Stunden (am Stück) betragen sollte, damit die Kulturpflanzen _effektiv_ Photosynthese betreiben können. Alles darunter schadet IMHO eher als es nutzt.
Bei den Beleuchtungspausen sollten mind. 3 Stunden (am Stück) eingestellt werden, damit es den Algen wirklich schadet.

Zitat:
Da meine Nitrit- und Nitratwerte recht hoch sind, denke ich, dass insgesamt das Nährstoffangebot in meinem Wasser zu hoch ist, was in meinen Augen Algenwachstum fördert. Daher habe ich in das System mit den beiden Wasserwechseln eingegriffen. Denkt Ihr, das ist sinnvoll?
Das halte ich auch in der Einfahrphase für sehr sinnvoll, gerade auch um ein Mineralstoffüberangebot zu reduzieren. Dies ist auch ein Stück weit Algenprävention.

Zitat:
Desweiteren frage ich mich, ab wann ich bei meinen Wasserwerten einige Amano-Garnelen als Algen-Vertilger einsetzen könnte. Kennt sich jemand mit Garnelen aus?
Garnelen reagieren noch empfindlicher als Fische auf hohe Nitritwerte und Belastungen mit Schwermetallen.
Bereits NO2 ab 0,2 mg/l kann die Garnelen in's Jenseits befördern!
Ein Besatz ist daher erst sinnvoll, wenn der Nitritpeak ausgestanden ist.

Zitat:
Ebenfalls frage ich mich, ob ich nicht einen gestreiften Ohrgitter-Harnischwels (Otocinclus affinis), angebliche Maximalgröße 4cm, sehr verträglich, hinzufügen sollte.
Otos bitte immer in kleinen Gruppen (von mind. 6 Tieren) halten; sind gesellige Fische.
Habe in meinem 112er Becken sogar 8 Stück von einer Sorte. Einer Vergesellschaftung mit Corys steht nix im Wege, da der Otocinclus ein absolut friedlicher Fisch ist.

Zitat:
Hier noch eine Frage direkt an HP Krug: Hättest Du vielleicht Echinodorus schlueteri leopard übrig, auf dass ich mir ein Pröbchen davon möglicherweise, eventuell, ganz unverbindlich angefragt, abholen könnte? Da ich selbst aus der Region Gießen/Marburg/Frankfurt komme, wird das natürlich nicht ganz einfach.
Würde Dir da gerne helfen, aber meine E. schlueteri "Leopard" hat noch keine Ableger gebildet. Derzeit blühen bei mir nur E. argentinensis (wird aber noch ein wenig größer als E. parviflorus) und E. parviflorus "Tropica".
Die "Leopard" habe ich beim Alexander Dörfler für EUR 4,10 bekommen. Eventuell bestellste Dir da einfach mal ein schönes Exemplar.

Gruß, HP
 
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