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Alt 28.03.2003, 23:13  
alberlie
 
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Hallo Ralf:
Zitat:
Sind sie im Grundsatz nicht. Ein Fußballrobotor zwappelt nicht, wenn ich ihn in den Reifen zwicke. Ein Fisch schon, eine Mücke auch. Und nu ?
Nix unnu! Er wurde darauf nicht programmiert. Simple as that. Eine Mücke fängt auch nicht an, zu zittern, wenn ich sie anschreie, oder ihr mit der Faust drohe. Eine Mücke versucht sich auch nicht, einen roten Ball zu schnappen und in ein gegnerisches Tor zu bugsieren. Der Roboter schon. Und nu?
Zitat:
Nimm Dir ein belibiges gutes Biologibuch,
gemeiner Schachzug, mit eigenem Wissen zu geizen :wink:
Zitat:
Ne habe ich nicht, da

1) bisher keinerlei Lebensnachweis auf Siliziumbasis existent ist und Du auch keinen bringen kannst,

2) Silizium neben Kohlenstoff das einzige Element ist, das zu langkettigen System herangezogen werden kann.

3) Silizium dann aber zu schwer ist und Kristallformationen annimmt, die Lebensfunktionen, z.B. Stoffwechsel oder Informationsfluß oder Stofftransport so verlangsamen in Gänze, das Leben auf dieses Basis nicht existieren kann.

4) Wenn Vorgestern Biochemie Konzepte von vorgestern sind, wo sind denn dann die aktuellen, derzeit allgemein gültigen. Interessant ist nur, daß ich in meiner Vorlesung durchaus offene Ohren bei den Studenten höre, wenn ich mit Schnee von gestern Stoff anfange.
ad 4: Ja, Studentenohren sind geduldig. :lol:
Aber ich denke mal, du hast mich falsch verstanden. Mit "Leben auf Siliziumbasis" meinte ich Computer. Damit sind 1-4 eher keine Argumente, denn es geht mir gerade nicht um irgenwas biologisches, was Luft, Sonne und Wasser braucht. Data braucht keinen Raumanzug. Hat Kaplan da auch was zu zu sagen?
Zitat:
A:aber nicht der Reiz tut weh, sondern der Schmerz.
R:Nein, nicht der Schmerz, sondern die Reizinterpretation in einem Neuronenbereich.
sorry, das ist ein lautes "Ähem". Was ist eine solche Interpretation? Wie wird sie bewußt? Und warum überhaupt? Geht doch auch ohne (->Reflexe)! Du versuchst, mit dem Unbekannten zu argumentieren, auf der äußerst dünnen Basis, dass wir bisher nach ein paar Jahren immer klüger waren als vorher. Das ist aber bei der Bewußtseinsforschung gerade nicht so. Was Bewußtsein ist, und vor allem wie es entsteht, ist noch genauso schleierhaft, wie vor 50 Jahren.
Zitat:
A:Und da ist Bewußtsein immer mit dabei.
R:nein, ist es nicht.
Nenn mir einen wehtue-Schmerz, der dir nciht bewußt war... Das ist schon rein semantisch Blödsinn.
Zitat:
A:wenn du Schmerz und Leid getrennt behandelst, nimmst du die Luft aus dem Begriff und machst die Frage steril und vollkommen uninteressant.
R:Mag sein, aber sachlich sauberer arbeiten läßt sich damit.
Ist wohl immer der Fall, wenn man Konzepte analytisch aufbläht... Interessant wäre ja mal eine synthetische Erkenntnis.
Zitat:
Alles natürlich nur graduelle Abstufungen des ein und desselben taktilen Reizes wirst Du nun sagen.
Nein. Alles nur verschiedene Wege des Betriebsystems, mit äußeren Reizen fertig zu werden.
Zitat:
Mag sein, noch nicht, aber von Leben schaffen aus dem Nichtleben, ist Gottlob die biologische Wissenschaft noch sehr weit entfernt.
Und? Die technischen Details sind zwar interessant, aber letztlich für die Disku irrelevant. Solange es MÖGLICH ist (und irgendwann werden wir soweit sein), ist das alles, was ich für meine Argumentation brauche. Irgendwann werden wir ein Bakterium "basteln" können (Viren haben wir ja schon geschafft :wink: ), später einen "Regenwurm", einen "Fisch", und auch einen "Menschen". Sicherlich wird der Regenwurm und der Fisch untergehen, denn es wird wohl keiner einen Roboterfisch bauen wollen, sondern eher einen Portier oder so, aber all das ist nur das Kleingedruckte.
Zitat:
Einen Data gibt es nur in Science Fiction als Brent Spiner - und das ist immer noch ein Mensch, wenn ich nicht irre.
du verstehst genau, was ich meine...
Zitat:
weil Du bei Trennung von Leid und Schmerzempfinden keine Diskussionsgrundlage siehst
Was ist ein Empfinden, was nicht empfunden wird? Was ist ein GEfühl, was ich nicht fühle? Kann ich etwas fühlen, ohne mir bewußt zu sein, dass ich es fühle?

Übrigens: Einigung schon längst erreicht: Die obige Frage lautet: Haben Fische Schmerzen. Du hast mir längst zugegeben, dass deine Verwendung des Terminus "Schmerz" nicht dem Allgemeingebrauch entspricht. Also wirst du die Frage erstmal in deine Terminologie übersetzen müssen. Dann lautet die Frage: "Fühlen Fische Leid?" Und dies würden wir beide verneinen. Unsere Kabbelei dreht sich schon lange nicht mehr um die Ursprungsfrage, sondern darum, ob es angemessen ist, überhaupt die Trennung von Schmerzen in Schmerzen und Leid zu vollziehen. Ich lehne das schon aus rein methdologischen Erwägungen ab, um welche mir auszureden du dich bisher gekonnt gedrückt hast... :wink:

"Ich muss nun leider weiter lernen" :lol:
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