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Alt 25.10.2001, 22:19  
Ralf Rombach
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Schlagi schrieb am 2001-10-25 16:05 :
Hallo, viele Fragen :wink:

> - Gibt es brauchbare Alternativen zur
> Osmoseanlage? Welche? Kosten?

Eigentlich nur noch Vollentsalzer, die sind aber nicht jedermanns Sache wegen des erforderliche Regeneriens mit Säuren und Laugen.

Als letzte Alternative bietet sich noch die Verwendung von kalkarmen Quellwasser aus reinen Laubwaldgebieten oder u.U. Regenwasser an. Je nachdem, wo man wohnt, können das Alternativen sein, aber schon in mittleren und größeren Städten wird es da sehr aufwendig.


> - Wie geht das mit der Osmoseanlage in der
> Praxis? Muss man da Wasser im voraus
> produzieren oder ist das dann wie ein
> Wasserhahn,

Du musst das Wasser vorher produzieren und in einem Behälter auffangen. Es geht zwar auch mit Durchlaufbecken, dazu müsstest Du aber die entsprechenden sanitären Installationen an das Becken führen oder dieses im Bad aufstellen :wink:


> mein Becken fasst 160 Liter, da bräuchte
> ich alle zwei Wochen ca. 25 Liter?)

Ne mehr, bei Deinem Ausgangswasser würde ich für Weichwasserfische 2:1 Osmose/Leitung verschneiden, dann noch solltest Du Dir angewöhnen, eher viel Wasserwechsel zu machen. Gehen wir mal von 50 % wöchentlich aus, also runden 80 l, dann bruachst Du 80:3=26,6667 l jede Woche, als einen 30 l Kanister voll.


> - Gibt es Anlagen die ähnlich wie ein
> Filter funktionnieren? Ich meine damit,
> dass ich Leitungswasser einfüllen kann und
> die Härtewerte dann im Becken angepasst
> werden?

Nur im Eigenbau, indem man die Osmoseanlage ans Becken im kreislauf anschließt. Dafür brauchts DU aber eine Druckerhöhungspumpe. Dürfte für Dich aber nicht sinnvoll sein.


> - Was wären die Folgen, wenn ich mein
> Wasser nicht behandeln würde und trotzdem
> Weichwasserfische einsetze? (Keine Angst,
> ich habe das nicht vor.

Nun ja, das ist etwas schwierig und kompliziert zu erklären. Im Prinzip nimmst der Fisch dann mehr Salz aus dem Wasser auf, als er eigentlich ausscheiden kann. Du salzt damit vereinfacht den Fisch auf. In gewissen Grenzen können die Tiere das kompensieren, es ist aber für sie mit Energieaufwand verbunden. meist jedoch werden die Weichwasserfische dann kümmern, im Wachstum zurückbleiben und die Lebenserwartung sinkt. In zu hartem Wasser musst Du aber bei extremen Weichwasserfischen mit regelrechten Erkrankungen wie Nephrocalcitose (Ausfällung von Kalziumphosphat in den Nierenkanälchen) rechnen, dies ist sowas wie Nierensteine. In der Folge kommt es dann zu Ausscheidungsproblemen, oftmals dann auch noch Sekundärerkrankungen. Das ist aber von Art zu Art der Weichwasserfische sehr unterschiedlich.


> Es nimmt mich einfach wunder. Vorallem
> wundert es mich, dass der Händler um die
> Ecke - der die lokalen Wasserwerte ja auch
> kennen sollte - mich auf diese Problematik
> nicht aufmerksamgemacht hat???)

Der will verkaufen, sonbst nichts. Davon lebt er.


> - Muss ich, falls ich eine Osmoseanlage
> anschaffe mit weiteren grösseren
> Folgekosten rechnen?

Nein.


> Z.B braucht es dann auch noch eine
> CO2-Anlage oder sonst etwas?

Nein, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.


> - Wenn jetzt noch jemand eine billige
> Variante kennt, wie man in der Schweiz an
> so ein Gerät kommt, wäre das super.

Schau mal bei ebay rein, dort werden solche Osmoseanlagen recht regelmäßig versteigert. Die üblichen Handelspreise liegen zwischen etwa 180 DM und DM 300 je nach Hersteller.
 
Sponsor Mitteilung 25.10.2001   #0 (permalink)
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