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Alt 17.11.2003, 23:36  
Kronkalonka
 
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Standard Naturnahe Beckengestaltung/ Tages-&Jahreszeitenrythmus ?

Hallo,
ich besitzte ein 650l Becken (180x60x60) mit 4 Pterophyllum scalare cf. altum 'Brazil' (waren mal 5, dann ist die Heizung ausgefallen...) sowie 1,1 Pt. scalare (dt. Nachzuchten, tippe auf F2-Generation). Ausser vielleicht noch ein paar überlebenden Guppys und (noch) 2 Ancistrus W sind keine weiteren Fische im Becken.
Die Temp liegt bei 28°C.
Bepflanzt ist das Becken mit 3 Amazonicus spec. (weiss nciht, welche Art genau, sind aber recht groß ) und Vallis. Bisschen Cabomba und div. anderes Zeug treibt an der Wasseroberfläche und bildet kleine 'Vegetationsinseln'. Als Einrichtung dient sonst nur ein wenig Wurzelholz.

Wasserwerte:
kH ~1,5° (dürfte mittlerweile etwas gefallen sein)
gH ~ 2° (müsste mittlerweile etwas gestiegen sein)
pH 7,0
War am Anfang bei 6,3.. ich weiss nicht, warum er nicht untenbleibt, will aber weder Torf noch HCl zum Einsatz bringen... ist es notwendig, den pH im saurem Bereich zu haben? Torf möchte ich nicht verwenden, da es mir die Filterschwämme zu schnell verkleben lässt; HCl müsste ich aber auch ständig reinkippen da der pH innerhalb von einer Woche merklich steigt (ca 0,3) und will ich deswegen auch nicht [ausserdem will ich nen Säuresturz wegen gar keiner Karbonathärte nicht provozieren, oder Puffert der Mulm hinreichend?]. CO2 mit pH-Controller kann ich mir nicht leisten und hab mich davon überzeugen lassen, dass CO2 nicht so günstig ist [da gabs doch mal ne Diskussion?] - mir fällt einfach keine Möglichkeit ein, den pH wunschmäßig zu beeinflussen.
NO2 n.n.
NO3 ~12,5 mg/l
Mehr Tests besitze ich z.Z. nicht.

Bisher wird das Becken mit reinem Osmosewasser betrieben. Aus div. Gründen kann ich so wöchentlich nur ca. 5-10% Wasserwechseln (also Altwasser-Becken).

Nun habe ich mir überlegt, dass ich im Sommer ja eine Regentonne in den Garten stellen könnte und das Wasser dort sammeln könnte und dann ca 50% Wasser pro Woche wechseln könnnte.
Also mal auf www.klimadiagramme.de geschaut und mal Manaus angeschaut (von dort in der Nähe dürften meine WF Skalare herkommen) und dort gibt es (wie immer in den Tropen), eine deutliche Regenzeit. Diese liegt aber in unserem Winter.
Nun hatte ich vor, den Jahresrythmus von Manaus so zu verschieben, dass das Niederschlagsmaxima (März/April) mit unserem (Juni/Juli) zusammenfällt.

Dadurch kann ich zumindest im Sommer größere Wasserwechel vornehmen, und zweitens (warum ich das hier poste) eine positive Auswirkung auf die Skalare.

Nun meine Fragen dazu:
Ist bei Skalaren die 'innere Uhr' so stark ausgeprägt, dass die Bemühungen umsonst wären, es naturnäher zu gestalten?
Gibt es irgendetwas bei der Verwendung von Regenwasser zu beachten? (Ich wollte das Regenwasser sowieso mal von einem Labor auf Schadstoffe testen lassen, ggf. mit aktiv Kohle vorfiltern)
Ist es für das Aq schlecht, wenn jährlich einmal (mit fließenden Übergängen) von Alt- zu Frischwasser gewechselt wird?
Stimmen meine Überlegungen überhaupt oder wirkt sich ein höhere Niederschlag anders auf das Wasser aus als häufige Wasserwechsel mit Regenwasser?

Wenn ich schon gerade dabei bin:
Jahreszeitlich gibt es ja kaum Temp-Schwankungen, im Durchschnitt kann etwa 27-28°C als konstanter Wert angenommen werden.
Aber wie sieht es mit tageszeitlichen Schwankungen aus? Kühlt das Wasser nachts merklich ab (dachte so an etwa 26°C) und steigt bis zum Mittag (da dachte ich etwa 31°C)? Da ich sowieso mehr Heizstäbe verwenden will (siehe oben), wäre es ja mit Zeitschaltuhren recht einfach, dafür zu sorgen, dass die Temperatur täglich in einem bestimmtem Rahmen steigt.

Und es kommt noch mehr:
Möchte Morgen- und Abenddämmerung mit links (am Morgen) und rechts (am Abend) aufgestellten Lampen, sowie eine leichte Vorbeleuchtung mit 'weissen' LEDs o.Ä. veranstalten. Ausserdem fand ich die Idee mit dem Mondlich einfach gut. Man könnte die gesamten LEDs ja auf einer Schaltung ansteuern. Das einzige Problem für das mir (und ein paar anderen) nichts halbwegs Preisgünstiges eingefallen ist, ist die zeitliche Schaltung der LEDs, ideal wäre natürlich ein langsamer Spannungsanstieg bis zum einschalten der Lampen (dann sollten die LEDs aber auch ausgehn) sowie ein Ablösen des Mondlichts vom Morgenlicht.
Gibts hier Elektriker, die mir helfen können/wollen? (Bauteile sollten noch im zahlbarem Bereich liegen, bin Schüler [daher wird die Umsetzung auch noch min. 6 Monate dauern {was die Elektrik angeht}])

Ist und wird wohl auch lange mein einziges und bisher größtes Becken bleiben, daher möchte ich es so naturnah wie möglich gestalten, auch wenn besonders der letzte Teil den Fischen relativ egal ist (vielleicht auch nicht).

Noch eine Ergänzung bzgl. des Besatzes: Ich hoffe, dass ich ein Gruppe Guppys im Pflanzen etabliert und so sporadisch für etwas Lebendfutter sorgt.

Gibt es noch andere Möglichkeiten, 'Lebendfutter' im Becken zu integrieren?

Da Macrobrachium meines Wissens sogar in dieser Gegend vorkommt und zu dem natürlichem Speiseplan der Skalare gehört, dachte ich mir, ca 15-20 ausgewachsene (dann sollten die Skalare diese Tiere ja nicht mehr fressen) Macrobrachium assamensis einsetzte. Deren Nachkommen wiederrum würden als Skalarfutter dienen können. Zusätzlich hätten die Garnelen eine Funktion als Futter- und Pflanzenrestverwerter. Des weiteren dachte ich, die Skalare sollten ein Gelege (hoffentlich laichen sie irgendwan mal) gegen die Garnelen besonders bei Einsatz des Nachtmondlichts verteidigen könnnen, die Garnelen aber wiederum zum Teil als Futter für die Jungenskalare aber auch zur Selektion schwächerer oder missgebildeter Tiere dienlich sein könnten. Auch hierzu wäre ich an Erfahrungen und Meinungen interessiert.

Ich würde mich über eine 'rege Diskussion' zu den Ideen freuen und bedankte mich jetzt schonmal für entstehende Mühen :-kiss

Gruß,
Severin
P.S. Rechtschreibfehler oder unklare Formulierungen ruhig melden, kann man ja ändern :roll:
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