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Alt 04.06.2004, 10:36  
ej64
 
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Hallo Martina,

ein Quarantäne-Becken kann man aus verschiedenen Gründen betreiben, davon würde ich auch die Art der Technik/Einrichtung abhängig machen:

1. Quarantäne nach Zukauf von Fischen: Das sollte IMO ein möglichst komplettes, eingefahrenes Aq. sein. Immerhin müssen die Tiere mehrere Wochen dort zubringen, ohne dass ihnen eine schiefe Beckenbiologie (z.B. Nitrit-Peak) den Garaus macht. Dazu braucht es dann auch Pflanzen und damit eine Beleuchtung. Hier würde ich zu einem nicht zu kleinen Komplettset raten (je größer desto stabiler in der Biologie und umso weniger Stress für die "Neuen"). Dieses Becken kann dann bei Bedarf auch als Zucht- und Aufzucht-Aq. dienen.
2. Quarantäne bei Krankheit: Da hier oft Medikamente eingesetzt werden, würde ich ein "nacktes" Becken bevorzugen. Je nach Art mit oder ohne Bodengrund (für z.B. Corys dann mit). Das Becken ist dann schnell wieder von Medikamentenresten befreit, wird allerdings eine wakelige Biologie haben was regelmäßige (mindestens tägliche!) Kontrolle bedeutet und u.U. häufigen Wasserwechsel. So ein Becken kann schnell in Betrieb genommen werden, u.U. ist ein kleiner Filter sinnvoll, der schon vorher im Hauptbecken mitgelaufen ist (wenn man Antibiotika oder andere Bakterien killende Medikamente einsetzt, kann man drauf verzichten -- bringt dann eh nix). Dieses Becken kann klein sein, was auch den Medikamenten-Einsatz reduziert. Eine Zusatzbeleuchtung (wenn es nicht zu dunkel steht) ist nicht nötig -- viele Fische mögen es eh etwas schummriger. Hat das Becken keinen Filter (auch das geht, wenn man nicht gerade 10 kranke Sumatrabarben in 20 l unterbringt) ist zumindest ein Luftsprudler sinnvoll, der für viel Sauerstoff im Wasser sorgt. Hier würde ich ein kleines Becken kaufen, eine (kleine und leise) Membranpumpe und einen Luftheberfilter mit Schaumstoffpatrone. Die Schaumstoffpatrone kann leicht angeströmt im Hauptbecken eine Filterbiologie entwickeln solange sie nicht im Quarantäne-Becken gebraucht wird.
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