Thema: Fischwachstum
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Alt 21.08.2012, 09:53  
Blup
 
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Hallo Andi,

was die Barben angeht: So schlecht ist die Größe doch gar nicht. Als Maximalgröße habe ich gerade 6-7 cm nachgelesen. Dass sie nicht alle die Größe erreichen, ist durchaus normal. Wenn die meisten deiner Tiere schon 5-6 cm haben und nur wenige kleiner sind, würde ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen. Wenn natürlich die meisten deutlich kleiner sind, ist es schon sehr seltsam, dass sie nicht wachsen, und du hast recht, nach der Ursache zu suchen.
Beckengröße und Temperatur müssten für das Wachstum der Tiere gut sein. Deinen Fertigfutterhersteller kenne ich nicht, aber dass das Futter zu schlecht sein soll zum Wachsen finde ich auch eher unwahrscheinlich.
Das einzige, was mir zum Fertigfutter einfällt: Warum fütterst du ab und zu Flocken? Flocken sind eigentlich besser für Fische, die weiter oben fressen. Alle deine Bewohner fressen aber lieber in Bodennähe. Davon abgesehen sinken die Flocken wahrscheinlich noch langsamer als alles andere zu Boden und außer den Barben bekommt bestimmt niemand mehr etwas davon.

Ursprünglich hätte ich genau wie sanwi erwartet, dass dein Problem darin besteht, dass alle außer den Moosbarben nicht wachsen. Wenn auch die Moosbarben nicht wachsen, dann finde ich es ehrlich gesagt die einzig einleuchtende Erklärung, dass du generell zu wenig fütterst. Wie sieht es denn mit Schnecken in dem Becken aus? Die sind ja auch immer ein guter Indikator für die Futtermenge.
Grundsätzlich wäre mehr füttern wahrscheinlich die beste Möglichkeit, die Fische ein bisschen runder und größer zu bekommen. Aber du hast natürlich Recht mit der Wasserbelastung. Da wäre dann eben der häufigere Wasserwechsel, den magdeburger genannt hat, die Maßnahme, um dennoch keine Probleme zu bekommen.

Tja, die Schwierigkeit mit Barben und Bodenbewohnern...
Auch wie halten Rubinbarben. Als wir uns damals vor Anschaffung als blutiger Anfänger in allen Foren erkundigten, hat uns auch niemand von der Vergesellschaftung von Barben und Welsen abgeraten. Wir selbst haben dann die Schwierigkeiten, die sanwi auch nennt, schnell entdeckt.
Wir füttern deswegen vor allem größere Mengen auf einmal, weil dann die Bodenbewohner zumindest einiges abbekommen. Deswegen nehmen wir vor allem Frostfutter und wenig Fertigfutter, weil größere Mengen Fertigfutter das Wasser viel stärker belasten als Frostfutter. Das Frostfutter entlassen wir im Wasser auch möglichst weit unten, damit es schnell zu Boden sinkt. Auch beim Frostfutter gibt es übrigens unterschiedlich gehaltvolles. Unsere bekommen z.B. Lobster, Cyclobs, Schwarze Mückenlarven und Bosmiden. Wenn wir doch Fertigfutter füttern, dann Tabletten oder Granulat, was beides deutlich schneller unten ist als Flocken. Natürlich bekommen die Barben dabei immer noch deutlich mehr als die Bodenbewohner und sind dadurch eher ein bisschen zu dick, aber das erscheint mir immer noch besser als wenn die Bodenbewohner viel zu dünn sind. Den pflanzenfressenden Bodenbewohnern kann man darüber hinaus sehr gut Gemüse anbieten, denn davon naschen die Barben meist du nur wenig.
Wie gut die Mitbewohner damit zurecht kommen, ist allerdings immer noch Typsache. Wir haben inzwischen vier Antennenwelsweibchen bei den Barben. Das vierte ist noch ziemlich neu, da vermag ich nichts zu sagen. Bei den anderen drei ist eines sehr geschickt beim Fressen. Wenn es Tablettenstückchen gibt, sucht sie sich eines, stülpt ihr Maul darüber und gut ist, die Barben können es ihr nicht einfach wieder wegnehmen. Die anderen zwei aber sind sehr zögerlich, was Fressen angeht. Sogar wenn keine Barben in der Nähe sind, schaffen sie es nicht, die Tablette zielgerichtet zu fressen. Sie lutschen einmal daran, dann lassen sie wieder ab und suchen in der Umgebung der Tablette nach Kleinteilen im Wasser. Manchmal schwimmen sie sogar einfach ganz woanders hin. Die beim Fressen geschickte hat inzwischen eine gute Größe erreicht, die anderen beiden sind leider bisher relativ klein geblieben (gewachsen natürlich auch, aber eben nicht so stark). Sie haben schon gesund aussehende Bäuche, aber ich vermute, das Futter ist eben so wenig, dass sie nicht besonders schnell und stark wachsen.
Es ist und bleibt leider eine schwierige Sache mit Barben und Bodenbewohnern.

Liebe Grüße,
Kerstin
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