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Alt 03.10.2013, 15:11  
Schneckinger
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Hi DBa,

mit dieser Kombi würde ich es an Deiner Stelle lieber nicht versuchen. P.vasquezae ist zwar noch die friedlichste und kleinste aller Procambarusarten (5-6cm) aber trotzdem nicht zu unterschätzen!

Um Die Welse würde ich mir da noch die wenigsten Sorgen machen. Die sind flink, relativ wehrhaft und auch im Dunkeln aktiv. Viel problematischer sehe ich da die Neons:
Tagsüber wird denen kaum etwas passieren, dazu sind sie zu flink. Aber Nachts schlafen gerade Neons meist in Bodennähe und sind dann praktisch im Koma. Kaum reaktions/fluchtfähig. Die ideale Beute für einen (vorwiegend) nachtaktiven Krebs. Für die Sternflecken dürfte das gleiche gelten und selbst Schwertträger "schlafen" manchmal in Bodennähe.

Insgesamt würde ich größere Krebse nur in sehr großen, sehr gut gegliederten Aquarien mit Fischen vergesellschaften. Und auch dann sollten es Fische sein, bei denen gelegentliche Verluste nicht zu sehr schmerzen.

Ich halte beispielsweise Procambarus clarki in 375l mit Endlerguppys, Platys und Braunen Antennenwelsen. Da wird schon mal ein Fisch verspeist, aber das gleichen alle drei Arten mit ihrer rasanten Vermehrung leicht aus.

Mit Nachwuchs bei den Krebsen kannst Du bei einer derartigen Vergesellschaftung auch nicht rechnen. Die winzigen Krebsbabys werden Dir widerum von den Salmlern vertilgt.

Als letztes solltest Du nicht vergessen das fast alle Krebse das Aquarium gern nach ihrem Geschmack umbauen und Pflanzen gern als Snack ansehen. Da wird ein liebevoll eingerichtetes Südamerikabecken schnell zum "Krebschaos".

Tschüß,
Schneckinger
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