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Alt 25.06.2014, 13:24  
Molchmotive
 
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Hallo

Was mir bei der Diskussion um die Bedeutung von Wasserwerten immer fehlt ist folgende Überlegung: Woraus setzen sich die Werte überhaupt zusammen? Ist es egal ob ich das Wasser mit Kohlensäure oder Erlenzäpfchen oder Tee oder Torf oder Salzsäure ansäuere, wenn es denn gewünscht ist? Auf keinen Fall, das sind ganz unterschiedliche Sachen. Schon daran sieht man dass Aussagen wie "pH 6,8 ist gut für diesen Fisch" keinen sehr hohen Informationsgehalt haben.
Es gibt wahrscheinlich großes Potential zum Verschlimmbessern mit Wasserpanscherei, obwohl die bloßen Werte angeblich optimal sind.

Eine andere Frage: Warum sind bestimmte Werte für manche Fische überhaupt von Vorteil. Wieder das Beispiel mit dem Senken des pH: Ist der Vorteil für Art XY nun die Senkung der Keimdichte (ließe sich auch anders bewerkstelligen) oder erfüllen die Säuren irgend eine andere Funktion?

Ansonsten hab ich wie so viele die Erfahrung gemacht, dass es sich bei manchen Fischen nicht lohnt, die empfohlenen Wasserwerte einzustellen weil es anders genauso geht.

Noch ein blödes Beispiel: Ein besonders fischreicher Fluss (völlig mit Potamogeton und Nuphar zugewachsen) praktisch vor meiner Haustür hat 45° gH und pH 8,7. Was steht in den einschlägigen Beschreibungen heimischer Süßwasserfische (z.B. Mergus) oft drin: 10-20° oder 10-15° gH und pH 7-7,8 oder so. Sinnvoll wäre die Aussage: "Egal, nur nicht extrem weich und sauer"

Gruß


Thomas

Geändert von Molchmotive (25.06.2014 um 13:34 Uhr)
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