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Alt 05.02.2016, 23:10  
merlins
 
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Hi Sina,

Bachbewohner allgemein sind sowieso etwas anspruchsvoller was Wasserqualität, Sauerstoffgehalt, Strömung und gewisser Weise auch Beckeneinrichtung angeht, das ist aber alles nur halb so wild. Die meisten verfügbaren Stiphodon sind da noch einen Tack anspruchsvoller, da sie mit Vorliebe Wasserfälle und Stromschnellen bewohnen und Futterspezialisten sind.

Normalerweise sollen sie sich ausschliesslich von Aufwuchs und Algen ernähren.
Mit ein bisschen Glück, kann man sie auch an Futtertabletten gewöhnen und sie nehmen auch Frofu an. Allerdings, wenn sie zu oft, oder zu viel Frofu fressen, kriegen sie Verdauungsprobleme und werden krank.

Auf vielen Seiten wird die Lebenserwartung als recht kurz angegeben, z.Bsp.: S. semoni- angeblich nur 2 Jahre.

Ich hatte eine nicht sonderlich günstig zusammengestellte Gruppe S. semoni (5 Männchen und nur 3-5 Weibchen, oder so ähnlich), zusammen mit Sewellia sp. spotted und Aborichthys elongatus. Das erste Jahr war kaum um, als die Stiphodon nach und nach, in Abstand von 1-2 Monaten, lautlos zum Fischhimmel geschwommen sind. Nach knapp 2 Jahren war so die ganze Gruppe restlos hinüber.

Ob sie tatsächlich an Altersschwäche, oder aus sonstigen Gründen gestorben sind, kann ich natürlich nicht 100% sagen, zumal man bei Wildfängen nicht wissen kann, wie alt sie bei der Anschaffung waren, vieles spricht aber dafür.
Jedenfalls, die Sewellia haben sich während der ganzen Zeit verdammt munter vermehrt, die Aborichthys waren auch 100% fit und die Stiphodon schienen auch nicht richtig krank zu sein, sondern sahen in den letzten Wochen vor dem Tod nur ein bischen magerer aus.

Dominante Männchen sehen tatsächlich einfach nur wunderschön aus, das muß man ihnen lassen. Allerdings haben bei mir hauptsächlich (oder fast nur) die beiden dominanten Männchen richtig kräftige Farben gezeigt.
Die 3 anderen Männchen wurden ziemlich grob vertrieben, mussten sich hauptsächlich im Hintergrund, oder mindestens außerhalb der Sichtweite der beiden Chefs aufhalten und durften natürlich nicht zu sehr auffallen.

War sehr schön sie mal gehabt zu haben, so schnell werde ich mir aber keine weiteren Stiphodon holen.
Wenn´s um Verhalten geht, dann finde ich Rhinogobiusarten wesentlich interessanter (das mag jetzt subjektiv sein) und jedenfall viel pflegeleichter (das lässt sich nicht leugnen).

Gruß,
Dana

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