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Alt 26.12.2016, 01:50  
Otocinclus2
 
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Nachtragend, wie ich bin...

Die Wirkungsweise von Zeolith hat Petra Olbort in einem Artilel im OAM 11/2010 recht anschaulich beschrieben, einschließlich der Regenerierung durch Salzlösung und Erhitzen im Backofen.

Ist hier nachzulesen:
http://www.oammagazin.de/index.php/c...-2010?Itemid=0

In einem Punkt ist mir derArtikel aber etwas zu unkritisch geraten, nämlich hinsichtlich der potenziellen Nebenwirkungen. Durch Zugabe von Salz in das Becken zur Krankeitsbekämpfung oder Verwendung salzhaltiger Medikamente kann es zur "unbeabsichtigten" Regenerieung und damit zur Freigabe zuvor gebundener Stoffe kommen.

Es darf nicht übersehen werden, dass Zeolith sich nicht wie andere Substrate für Bakterien/Biofilme rein passiv verhält; es ist vielmehr je nach Veränderung des Wasserchemismus interaktiv und kann durchaus zuvor gebundene Stoffe wie z.B. Schwermetalle (Kupfer!) auch auf einen Schlag oder zumindest kurzfristig wieder freigeben - mit möglicherweise fatalen (nämlich letalen) Folgen für zumindest empfindlichere Aquarienbewohner, allen voran Garnelen.

Zur Klarstellung: ich selbst habe vor etlichen Jahren Zeolith, als es als "modernes" Filtermedium aufkam und für den Dauereinsatz (vor allem auch zur Algenprophylaxe) probagiert wurde, im Dauereinsatz im Filter gehabt. Das muss keine negativen Folgen haben (außer, dass teurer Flüssigdünger sinnlos verbraten, weil absorbiert wird), kann es aber.

Also nochmals: Zeolith sollte immer mit Bedacht und gezielt eingesetzt werden mit der Option, es jederzeit wieder vollständig aus dem Filterkreislauf entfernen zu können. Und das ist bei der "flüssigen Form" von Zeolith wie bei EasyLife, Clynol oder andere kaum möglich, sondern nur bei Verwendung der "festen" Form.


Gruß
Otocinclus2


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