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Alt 01.05.2017, 00:38  
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Hallo Schneckinger,

danke für die gute Zusammenfassung auch mit Nennung der Gründe. Bei den allermeisten Dingen würde ich Dir zustimmen, aber auch ein paar Einschränkungen machen.

Ich erinnere mich noch gut an meinen Einstieg in die Aquaristik mit einem 60cm Becken und M. ramirezi nebst Coryduras julii Das endete genauso tragisch wie der dann folgende Versuch mit Apistogrammas.

Der Vorschlag mit M. altispinosa als Alternative kam ja auch schon von mir selbst. Meiner ist jetzt gut 4 Jahre alt und definitiv alles andere als gestresst von den 9 C. sterbaii. Das Becken ist mit 130x50x50 natürlich etwas größer und die Beckenstruktur wird, so denke ich, durchaus beiden Arten gerecht. Allerdings lebt er ohne Dame und verzichtet von daher vielleicht auf Revieransprüche. Das klappte vorher in einem 1m Becken aber ebenso gut. Bzgl. Strömung: Ich betreibe alle meine Becken (Ausnahme Nanos) mit einer Strömungspumpe. Für die Corys gut und für die meisten anderen Südamerikaner auch nicht schlecht. Selbst in langsamen Fließgewässern, die die Heimat der meisten südamarikanischen Buntbarsche sind, herrschen immer noch höhere Fließgeschwindigkeiten, als ich mit einer Tunze 6045 in einem 130cm Becken erzeuge. Von daher würde ich schon sagen, dass sich in einem ausreichend großen Becken (ab 1m) durchaus die Ansprüche unter einen Hut bringen lassen.

Bei den mittelgroßen Cichliden könnte ich mir vielleicht Andinoacara Pulcher als Vergesellschaftung vorstellen. Die dürften sich wohl kaum von den Corys stressen lassen und auch wohl nicht versuchen größere Panzerwelse fressen zu wollen. Ich habe aber selbst keine Erfahrung mit dieser Konstellation.

Von dem Problem mit größeren Cichliden kann ich auch ein Lied singen. Vor dem Proxima hatte ich ein Rio 450 und habe mich an Geophagus Tapjos versucht. Meine Frau konnte sich auf die Dauer nicht mit dem Rio anfreunden und ich und die Stromrechnung nicht mit den Geophagen. OT: Unter 28°C gings sofort los mit Löchern.

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Sowas passiert natürlich, wenn man im Urlaub ist. Der Geophagus hatte wohl versucht sich einen Panzerwels einzuverleiben und der Stachel am Kiemendeckel des Welses hatte sich durch die Oberlippe gebohrt, Der andere Stachel steckte schon im Schlund. Ich weiß nicht wie viel Tage der Fisch schon mit dem Wels im Maul herumschwamm, aber er sah schon ziemlich mitgenommen aus. Ein paar Tage mehr und der Geophagus hätte das wohl nicht überlebt.
Ich habe den Geophagus rausgefangen, in ein nasses Handtuch gewickelt und den schon halbverwesten Panzerwels mit einer Spitzzange rausoperiert. Fast so wie ein Fisch der beim Angeln den Haken halb verschluckt hat. Ich musste den Schädel des Welses mit der Zange knacken und die Bruchstücke penibel entfernen, anders war das nicht mehr heraus zu bekommen.

Der Fisch hatte danach eine Maulsperre und konnte das Maul nicht mehr schließen und hatte zudem ein deutlich sichtbares Loch in der Oberlippe. Nach 2 Tagen bekam er das Maul aber wieder zu und fraß auch wieder und nach 3 Wochen war auch das Loch wieder zugewachsen und der Fisch hat keine bleibenden Schäden davon getragen.
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