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Alt 03.06.2017, 11:18  
Öhrchen
 
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Hallo Annette/Yugara,

du hast ja schon super Antworten bekommen. Solche Praxiserfahrungen sind Gold, und oft auch € , wert. Man erstpart sich Frust und unnötige Kosten.
Ich möchte noch etwas zu den Pflanzen ergänzen.
Fast alle Stängelpflanzen nehmen ihre Nährstoffe aus dem Wasser auf. Da liegst du also richtig, daß du düngen mußt. "Eisen"dünger, der in Wirklichkeit Mikrodünger ist und außer Eisen noch Mangan, Magnesium, Kalium, und Spurenelemente enthält, ist nicht gefährlich für Garnelen. Allerdings neigen gerade Anfänger dazu, es damit zu übertreiben, was zu unschönen Algenerfahrungen führt. Mein Tip: Bleib an der unteren Grenze der angegebenen Dosirung. Hol dir ruhig ein paar Schwimmpflanzen, das sind gute Eisen(mangel)anzeiger. Du mußt sie halt regelmäßig ausdünnen, damit unten genug Licht ankommt.
Wenn das Aquarium dann läuft, du die passende Futtermenge und Besatz gefunden hast, schau nach dem Nitrat-und Phosphatwert. Wichtige Pflanzennährstoffe, die in einem normal besetzten und gefütterten Becken oft "von selber" vorhanden sind (bzw, dein Leitungswasser bringt praktischer Weise 10mg/l Nitrat mit). Wenn nicht, müssen sie mit Dünger angehoben werden.
CO2 Anlage ist kein Muß, macht aber vieles einfacher. Kannst du dir später überlegen, für den Anfang brauchst du keine.
Vergiss das Perlkraut (HCC) als Bodendecker, das braucht wirklich starke Beleuchtung. Da gibt es andere Pflanzen, die sich eignen. Rote Pflanzen - mit dem Papageienblatt und der Ludwigia kannst du es auf jeden Fall probieren, wenn sie schön im Licht sitzen, werden sie zumindest im oberen Bereich rot.
Süßwassertang wächst übrigens ganz gut an Wurzeln und Steinen fest, wie Moos. Da ist dann ein feines Versteck für Garnelen, oder Laichmaterial für freilaichende Fische. Leider fliegt der nicht festgewachsenen Tang auch gerne im Aquarium rum, muß man schauen, ob man das mag.

Oxydator, ja, finde ich eine sinnvolle Anschaffung (den großen, Söll Oxydator A ist das glaube ich).

Garnelenröhren und Co brauchst du nicht, Neocaridina nutzen sie nicht mehr oder weniger, als alle anderen Verstecke.

Und lass die Finger vom pH Erstens stellt der sich im Aquarium meist anders ein, als im Leitungswasser. Zweitens machst du dir und dem Besatz mit dem Einsatz von pH Minus nur Stress, der überhaupt nicht nötig ist. Du mischst das Wechselwasser passend an, gibst es ins Aquarium, wo der pH inzwischen wahrscheinlich wieder gestiegen ist, alles vermischt sich, pH schwankt rum...
Saure pH Werte sind für die allermeisten "Standardfische" höchstens zur Vermehrung interessant. Viel wichtiger ist, daß sie anfangs langsam an den neuen pH eingewöhnt werden, und es später keine starken Schwankungen gibt.

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Geändert von Öhrchen (03.06.2017 um 11:22 Uhr)
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