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Alt 10.08.2017, 23:27  
Blup
 
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Standard "Ach herrje!" - Welsnachwuchs bei den L38

Hallo zusammen,

heute am späten Nachmittag kam ich die Treppe herunter und sah plötzlich im Vorbeigehen eine Bewegung an der Scheibe. "Ach herrje!" lautete meine spontane Äußerung. Es gab schon im ersten Moment keinen Zweifel: Unsere L38 (Peckoltia Sp.) haben Nachwuchs bekommen.

Eigentlich ein wunderbares Ereignis, aber die Äußerung macht wohl schon einen gewissen Zwiespalt deutlich: Eigentlich wollten wir nicht noch einmal L38 Nachwuchs bekommen.
Im Juli 2012 haben wir zum ersten und bisher einzigen Mal Nachwuchs von diesen wunderbaren Fischen bekommen und uns damals riesig gefreut. (Siehe: Riesengroße Freude: Kleine Peckoltia-Welse.) Wir hatten unheimlich viel Freude mit den Kleinen, haben sie liebevoll und mit viel Einsatz groß gezogen und vier davon leben heute noch in unserem Becken. Die anderen 15 haben wir in gute Zuhause vermittelt, was auch gar nicht immer so einfach war. Unsere Welse waren damals richtig in Stimmung und wollten immer weiter machen, aber eben auf Grund der Arbeit, die sie machten (wir wollten sie ja auch wirklich vernünftig aufziehen), dem Problem des Herausfangens und vor allem der Schwierigkeit mit der Suche nach einem neuen Heim wollten wir das Ganze lieber nicht noch einmal erleben. Deswegen haben wir damals kurzerhand alle einseitig geschlossenen schmalen Tonröhren entfernt (es gab aber reichlich andere Verstecke). Unser Plan ging soweit auf: 5 Jahre gab es keinen Nachwuchs.

Dann haben wir vor zwei Monaten unser 500l-Becken endlich mal wieder schön gestaltet und im Zuge dessen - ihr könnt es euch sicher denken - doch einmal wieder einseitig geschlossene Tonröhren ins Becken gelegt. Wir dachten uns, dass es schon sehr unwahrscheinlich ist, dass die L38 noch einmal Nachwuchs bekommen. Außer einem Männchen sind die damaligen Erwachsenen leider nicht mehr am Leben und die Wasserwerte sind im Moment wirklich alles andere als günstig für die Welszucht: gH 15-17, kH 7, pH 7,5 und Temperatur: 26,5°. (Gleichzeitig allerdings war im Hinterkopf: Und falls es doch passiert, nun ja, wir haben ja zur Zeit nicht mehr so viele Welse im Becken, dann könnte man ja schon einige behalten und sonst sind Welsjunge ja schon wahnsinnig süß...)

Tja, und dann heute das: "Ach herrje!". Die Peckoltia haben offensichtlich keine zwei Monate gebraucht, um zu der Feststellung zu kommen, dass man - äh, fisch - jetzt endlich wieder Junge großziehen könnte.
Wir haben noch keine Ahnung, wie viele es sind. Gesehen habe ich bisher nur zwei lebende Jungfische, aber das Becken ist natürlich auch groß und es könnte natürlich auch sein, dass noch nicht alle Jungfische aus Papas Höhle geschwommen sind.

Jedenfalls haben wir jetzt zwar ein bisschen zwiespältige Gefühle, aber im zweiten Moment überwiegt die Freude doch ganz eindeutig. Die Bedingungen für Jungwelse sind jetzt so günstig wie schon lange nicht mehr: Wir können, wenn wir wollen, viele von ihnen behalten, es sind kaum mehr fressgierige Barben im Becken, die es Jungfischen sehr schwer machen würden, uns ist seit einer Woche aber immerhin ein Schwarm Rotkopfsalmler eingezogen, der letztlich dafür sorgt, dass wir überhaupt regelmäßig eine etwas größere Menge Futter ins Becken streuen können (das war in den letzten Wochen nämlich mit fast nur noch Welsen im Becken schon schwieriger). Wir hoffen noch, dass es kein allzu großer Wurf ist und werden uns diesmal etwas weniger Extramühe machen als vor 5 Jahren.
Aber so können wir uns über die Kleinen sehr freuen!

Liebe Grüße,
Kerstin
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