Mahlzeit:
Und gleich noch einer.
Jetzt geht es um die "großen, bösen Schwestern" von p.brigdesii. Nämlich
Pomacea canaliculata und P. haustrum
-Lebens weise und -Form dieser Schnecken sind sehr ähnlich wie die von P.brigdesi.
-Allerdings werden sie
wesentlich größer (P.brigdesi max. tischtennisballgroß, P.Canaliculata u. P.haustrum bis knapp tennisballgroß).
-und sie sind alles andere als pflanzenfreundlich. Sie fressen buchstäblich ALLE Pflanzen mit Ausnahme der amerikanischen Wasserpest. Die schreddern sie nur und spucken sie dann wieder aus ;-)
-Selbst andere (deckellose) Schneckenarten und (besonders dumme) Garnelen werden nicht verschont.
-Diese beiden Arten sind noch anpassungsfähiger als P.brigdesi. Nur extrem weiches und saures Wasser macht wieder Probleme.
-Aktiv sind sie bei Temperaturen von 16-30°C. Vorübergehend überstehen sie auch noch deutlich kühlere Verhältnisse.
-von diesen Arten gibt es nicht so viele Farbzuchten. Die natürliche Farbe ist ein braunes-olivfarbenes Gehäuse mit einem schwarzen Fuß dazu. Nur sehr selten wurden weiße oder gelbe Exemplare angeboten.
-Diese beiden Arten sind der Grund für die EU-Verbote aller Pomacea-Arten.
-Faszinierende Tiere. Aber nur etwas für Spezialisten, die bereit sind für diese Schnecken auf sämtliche Pflanzen zu verzichten.
-P.canaliculata und p.haustrum sind selbst für Spezialisten nur sehr schwer zu unterscheiden. Am Besten lassen sich dazu die Gelege heranziehen: P.canaliculata setzt leuchtend himbeerote Gelege ab. P.haustrum blaßgrüne. Die von P.brigdesii dagegen sind eher weiß bis blassrosa/beige.
Subadulte P.canaliculata mit Maßstab
Junge P.canaliculata
Bunte Apfelschneckenmischung. Die ganz große in der Mitte P.canaliculata. der Rest P.brigdesii
Gelege von P.brigdesii an Abdeckscheibe. Die der großen Schwestern sehen genauso aus. Sind nur größer und anders gefärbt. Siehe oben.
Gelege von p.brigdesi an Seitenscheibe
Weitere Apfeleien werden folgen ;-)
Tschüß,
Schneckinger