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Alt 12.03.2019, 14:17  
DEUMB
 
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Zitat:
Zitat von Leeki Beitrag anzeigen
Schon mal danke für die Antworten. Bietet ein Artenbecken deutliche Vorteile für die Tiere oder spiel es keine Rolle solang der Besatz „kompatibel“ ist ? Also fühlen sich zB die Barsche viel wohler alleine unter sich?
Ein Artenbecken bietet grundsätzlich immer diesen einen Vorteil:
Das Aquarium kann ganz auf die Bedürfnisse dieser einen Art ausgerichtet werden ohne in irgendeiner Art und Weise Kompromisse eingehen zu müssen.

Zwergbuntbarsche(ZBB) fühlen sich nicht per se alleine wohler. Aber Du darfst nicht vergessen, dass Schmetterlingsbuntbarsche/ Mikrogeophagus ramirezi (SBB) in (D)einem 54er Becken kaum Ausweichmöglichkeiten haben und trotzdem Reviere beanspruchen, vor allem während der Balzerei und wenn Gelege und Junge da sind. Das bedeutet dass sie ihr Revier unter Umständen gegen alle und jeden verteidigen. Damit hat sowohl der Beibesatz aber auch die SBB Dauerstress, was wie beim Menschen irgendwann tödlich endet und es kommt natürlich auch zu Verletzungen.

Weiterhin möchte ich Dich darauf hinweisen (falls Du es nicht schon weißt) dass SBB durchaus auch wählerisch in der Wahl ihrer Partner sein können, also nicht jedes vom Aquarianer angedachte Paar sich auch so findet. Und dann hetzt das dominante Tier das unterlegene Tier bis zum bitteren Ende. Du solltest also entweder ein Ausweichbecken haben, noch besser aber vor dem Kauf der Tiere eine Rückgabe-/Tauschmöglichkeit für die SBB mit Deinem Händler/ Züchter vereinbaren.

Sehr wichtig ist für SBB auch dass Du möglichst keimarmes Wasser im Becken hast, was wiederum durch den geringen Besatz eines Artbeckens mit einem Paar SBB recht gut zu realisieren ist. SBB sind zwar in der Masse nicht die Mimosen als die sie oft dargestellt werden, aber sie sind auch nicht unbedingt die Anfängerfische. Allerdings haben spezielle Farbzüchtungen wie z.B. "electric blue" oder "orange" einen sogenannten "genetischen Flaschenhals" und sind dadurch anfälliger für Erkrankungen usw. als die naturfarbende Form.

Wichtig ist auch eine passende Beckengestaltung mit entsprechenden Rückzugsmöglichkeiten (keine Höhlen, denn SBB sind Offenbrüter). Dazu kannst Du Dich aber auch sehr gut belesen.

Ich würde Dir bei einem 54 Literaquarium zu einem Artenbecken raten.

Nachtrag
Zitat:
Zitat von Mattenpaule Beitrag anzeigen
Sollten sich die Ramirez unter solchen Bedingungen jedoch z. B. als zu schreckhaft/zu scheu erweisen, könnte man immer noch gut und gerne eine kleinbleibende, passende friedliche Art dazusetzen.
Nach meinen Erfahrungen sind schreckhafte/ scheue SBB fast immer auf eine falsche Beckeneinrichtung/ -struktur zurückzuführen. Das Hinzusetzen weiterer Arten verschärft das Problem nach meinem Dafürhalten eigentlich nur, weil die SBB weitere Unruheherde haben ohne sich zurückziehen zu können. Aber das sind nur meine Erfahrungen, ich erhebe mit meiner Darstellung natürlich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Geholfen hat Beibesatz aber bei Apistogrammoides pucallpaensis/ Pucallpa-Zwergbuntbarschen in meinem Fall mit Feuertetras/ Hyphessobrycon amandae oder beim Züchter mit Endlerguppys vom Rio Tefe/ Poecilia wingei rio tefe.


Geändert von DEUMB (12.03.2019 um 14:41 Uhr) Grund: Nachtrag
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