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Alt 19.10.2019, 15:34  
Otocinclus2
 
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720 Geschlechter!
Meine Fresse - ich habe nur eines, und fühle mich damit eigentlich ganz gut ausgelastet...

Aber es gibt noch viel mehr Erstaunliches über Blop zu berichten:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/...a-1292042.html

Zitat:
"Der Blob gehört zu den großen Mysterien der Natur", sagt Bruno David, Direktor des Pariser Naturkundemuseums. Am meisten fasziniert Forscher, dass die Einzeller Dinge lernen und an Artgenossen weitergeben können. "Wenn man zwei Blobs zusammenbringt, wird der eine sein Wissen an den anderen weitergeben", erklärt David.

Der Schleimpilz ist also lernfähig!
Es gibt aktuell den ein oder anderen Staatschef, der einen solchen Beweis noch schuldig ist...

Und dieser Einzeller mit einer Größe von wenigen Millimetern bis zu 10 m² weist sogar Anzeichen von Intelligenz auf:
https://www.welt.de/wissenschaft/art...telligenz.html

Zitat:
Schleimpilze lösen Probleme, die ursprünglich zum Nachweis künstlicher Intelligenz entwickelt wurden. Doch als Einzeller dürften sie die dazu nötigen Eigenschaften eigentlich gar nicht besitzen.

Ein gelber Schleim-Blob markiert Tokyo. Um ihn herum: Haferflocken, die genau die Position von Nachbarstädten der Millionenmetropole wiedergeben. So sah der Versuchsaufbau aus, mit dem japanische und britische Forscher ihre Frage beantworten wollten: Können Schleimpilze komplexe Systeme errichten? Und wie effizient sind sie dabei?
Zwei Tage dauerte es, dann hatte sich vom Zentrum aus ein feines Aderwerk gebildet, das nun den Blob mit Nährstoffen aus den Haferflocken versorgte. Das Netzwerk war alles andere als willkürlich: Verblüfft stellten die Forscher fest, dass der primitive Organismus mit seinen neugebildeten Ärmchen ziemlich genau das Schienennetz rund um Tokyo wiedergegeben hatte. Zwar konnte der Schleimpilz weder Gebirge noch Einwohnerzahlen berücksichtigen, doch schien seine Lösung in Teilen sogar effizienter zu sein als die existierenden Versorgungstrassen. Doch während der Organismus genüsslich seine Haferflocken verdaute, grübelten die Forscher: Wie war es möglich, dass ein Einzeller eine komplexe Aufgabe innerhalb von zwei Tagen lösen konnte, für die Menschen mehrere Jahrzehnte gebraucht hatten?

Und mittlerweile diskutieren Forscher allen Ernstes darüber, ob Schleimpilze auch so etwas wie Persönlichkeit besitzen!
https://www.swr.de/swr2/wissen/schle...exx/index.html

Zitat:
Ob bei Ameisen, Spinnen oder Hunden – so etwas wie Persönlichkeit bei Tieren zu entdecken, ist bei vielen Verhaltensforschern gerade groß in Mode. Während bei Säugetieren jeder so etwas kennt, haben viele Leute ihre Zweifel, wenn es um vermeintlich einfachere Wesen geht. Jetzt haben französische Biologen Anzeichen für so etwas wie Persönlichkeit bei einem Lebewesen gefunden, bei dem man es wirklich nicht vermuten würde: bei Schleimpilzen.

Die Blobs der verschiedenen Stämme verhalten sich jeder auf seine Weise. Deswegen habe sie sich gefragt, ob es nicht Persönlichkeitsunterschiede bei den Schleimpilzen gebe, sagt Audrey Dussutour: „Ich werde jetzt nicht vorschnell von Persönlichkeit sprechen, sonst raunzen mich alle Spezialisten auf diesem Gebiet an. Aber Persönlichkeit ist definiert als Verhaltensunterschiede, die über die Zeit stabil sind und sich unter verschiedenen Bedingungen reproduzieren lassen.“
Und dieser Definition werden die Beobachtungen gerecht, sagt die Biologin.

Und bei den Verhaltensweisen der verschiedenen Schleimpilzstämme gibt es ganz heftige Unterschiede!

Zitat:
Nicht jeder Blob verfolgt die gleichen Interessen
Doch offenbar verhalten sich die Schleimpilze Artgenossen gegenüber unterschiedlich, je nach ihrer Herkunft. In Audrey Dussutours Labor gibt es drei Stämme dieser Lebewesen: einen australischen, einen japanischen und einen amerikanischen.
„Den australischen Stamm nenne ich den »Kuschelbärenstamm«, weil er sehr sozial ist. Steht er vor der Wahl, sich zu einem Artgenossen oder zu Nahrung zu bewegen, wählt er immer den Artgenossen. Beim japanischen Stamm ist es ähnlich.“

Das klingt ja wirklich kuschelig!


„Nur der amerikanische Stamm ist anders, wir nennen ihn den asozialen Stamm.“

Och! Warum überrascht mich das jetzt so gar nicht?


„Der weicht Artgenossen grundsätzlich aus und wählt die Nahrung. Mit einer Ausnahme: Zu einem Blob des japanischen Stamms fühlt er sich hingezogen. Er frisst ihn auf.“


Da beschleicht mich jetzt ein ungutes Gefühl:
Kann es sein, dass asoziale gelbe Schleimpilze mit ihrer phänomenalen Wandlungsfähigkeit Menschengestalt annehmen und sich in’s Weiße Haus schleimen können...?


Tief besorgt,
Otocinclus2

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