Thema: Sonstige Elassoma okefenokee
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Alt 09.12.2019, 21:53  
Hans T
 
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Hallo zusammen,

nachdem ich das zweite Knäuel Süßwassertang ins Becken getan habe, sind unglaublich viele Fische geschlüpft, im Laufe der Tage wurden es immer mehr. Ich habe also intensiv gefüttert und um die Wasserwerte relativ stabil zu halten, habe ich angefangen neben dem Entfernen der Schmutzansammlungen auf dem Boden auch Teilwasserwechsel vorzunehmen, ungefähr die Hälfte. Das lief ein paar Tage so, aber dann kam ein Einbruch und ich konnte täglich Tote vom Boden absaugen.

Ich bin dann dazu übergegangen, nur noch kleine Wasserwechsel zu machen um die Wasserwerte wieder auf 300 µs abzusenken. Anfangs habe ich oft die Hälfte des Wassers gebraucht um den Boden vernünftig abzusaugen. Das Wasser habe ich dann mechanisch gefiltert (Siebchen runter bis auf 20 µm), eventuell noch verdünnt um die Werte zu verbessern und wieder ins Becken gegeben. Mit dem Heranwachsen der Fische habe ich dann die Wasserwechsel wieder vergrößert.

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Direkt nach dem Reinigen kann man die Fische schön sehen, jedenfalls die paar, die sich nicht verdrückt haben

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In diesem kleinen Nachzuchtbecken sind 10-15 Fische, die einen stabilen Eindruck machen, übrig geblieben. Aber es kommt immer wieder vor, dass ich einen noch sehr kleinen Fisch finde, da ich vorsichtshalber das abgesaugte Wasser auf dem Lichttisch kontrolliere, bevor ich es durchsiebe oder wegschütte. Am 24.10. habe ich das letzte Mal ein Knäuel Süßwassertang ins Becken getan, trotzdem habe ich vor ungefähr einer Woche im abgesaugten Wasser einen 3-4 mm kleinen Fisch gefunden, den habe ich in ein anderes Becken zu größenmäßig besser passenden Fischchen getan.



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Eins der zwei neuen Jungfischbecken

Das Fensterbankbecken habe ich vier, fünf Wochen lang nur gefüttert und sich selbst überlassen, bis ich eigentlich nur noch das dicke Weibchen sehen konnte und auch das nur bei genauem Hinsehen. Als ich es dann endlich in Angriff genommen habe, musste ich zwei Becken aufstellen um die Menge an Fischen, die ich abgesaugt habe, nach zwei Größen halbwegs sortiert zu verteilen. Es ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo ich das wohl in den nächsten Tagen wiederholen werde.



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Es gibt jetzt noch ein zweites Zuchtbecken, in dem auch ein Männchen mit zwei Weibchen sitzt


Aus dem Fensterbankbecken habe ich aber auch noch vor 6 Tagen ein großes Knäuel von ihrer Lieblingsstelle entnommen und in eine kleine Dose mit dem original veralgten Wasser gegeben. Gleichzeitig habe ich eine gleiche Dose noch einmal mit klarem Wasser bereitgestellt. Dann habe ich das Knäuel dahin umgesetzt, weil ich hier eine Chance habe zu sehen, was sich dort entwickelt. Nach dem Umsetzen schossen aber schon einige Tiere aus dem Knäuel, obwohl ich durch meine Beobachtungen der Meinung war, dass es mindestens noch einen Tag dauern würde. In dem veralgten Wasser habe ich dann auch noch einige Tiere gefunden, die ich dazu gesetzt habe. Erreichen wollte ich, dass die Fischchen beim Schlüpfen in möglichst nitratfreiem Wasser sind, damit ich die Wasserwechsel möglichst lange hinauszögern kann. Bis jetzt habe ich bei täglicher Kontrolle keine Toten gefunden. Außerdem füttere ich dreimal täglich in allen vier Ecken der Dose.

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Nachts versammelt sich das Futter im Licht, man kann so auch gut die Futterdichte erkennen. Durch die Beleuchtung mit einer Taschenlampe haben die Fischchen die Möglichkeit auch nachts zu fressen.


Ich glaube, man braucht unter anderem deswegen sehr viel Futter, weil es schwierig ist junge, also sehr kleine Rettichtierchen zur Verfügung zu haben ohne dabei auch das stark verschmutzte Wasser zu verfüttern. Wenn ich mir die Rettichtierchen und die nur wenige Tage alten Fischchen betrachte, kommt es mir vor, als seien ausgewachsene Rettichtierchen zu groß um von den Fischchen gefressen zu werden.

Da ich große Mengen benutze, werden sie erst mal gesiebt und dann in Frischwasser gesetzt, wo ich sie mit Selco s. presso anreichere. Dieses Wasser wird dann natürlich auch wieder über Siebe entfernt, bevor ich die Rettichtierchen mit reinem Wasser verfüttere (ähnlich mache ich es bei den größeren Fischen auch mit Mikrowürmchen). Die kleinsten Rettichtierchen schlüpfen aber leider durch das feinste Sieb. Ich habe den Verdacht, dass sich nach dem Aussieben erst wieder neue entwickeln müssen, die klein genug sind, damit die nur wenige Tage alten Fische sie fressen können. Den tatsächlichen Entwicklungszyklus der Rettichtierchen konnte ich nicht recherchieren.

Es gibt noch ein kleines Glasbecken in dem ich auch einen abgefischten Tang gesetzt hatte. In diesem Becken sind nur vier Tierchen geschlüpft. Nach einigen Wochen sind sie alle noch da, aber es sind auch nicht mehr geworden.

Am ertragsreichsten scheint die Zucht im großen Becken mit dem Zuchtpärchen zu sein, weil dort die besten Bedingungen herrschen, auch weil ich mir sicher bin, dass die Elterntiere den Nachwuchs nicht verspeisen. Es waren immerhin ca 40 bis 50 Tiere, die ich dort rausgeholt habe. Wenn man aber kontrolliert nur einen bestimmten Wurf groß ziehen möchte, funktioniert auch die Aufzucht in einem separaten kleinen Becken mit guten Ergebnissen, so dass man nicht nur die Art erhalten, sondern sie darüber hinaus vielleicht auch verbreiten kann.

Bis zum nächsten Mal
Hans

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