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Alt 15.02.2020, 21:29  
Otocinclus2
 
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Standard aquaristik 02/2020 Platys

Die aquaristik 02/2020 ist erschienen.


Titelthema: Platys – Faszinierende Farbenpracht im Aquarium


Subtitelthemen:Brasilien – Fisch-Paradies in Flammen
und Luftheber im Test




Auf Seite 6 des Heftes werden einige Kurzmitteilungen präsentiert. Eine davon ist besonders interessant, nämlich: Fischhaut als Pflasterersatz.
Lou Herrfurth berichtet, dass Tilapia-Haut sowohl in der Tier- als auch in der Humanmedizin eingesetzt wird und damit bemerkenswerte Erfolge bei der Behandlung von chronischen Wunden erzielt wurden.


Aber nun zur Aquaristik:


Wie gewohnt, kommt zunächst einmal Ingos Fischecke – Frische Fische fürs Aquarium (Seiten 10 und 11).
Ingo Seidel stellt uns diesmal vor:
  • Zebra-Netzschmerle (Botia striata x lohachata)
  • MetallblauerGuppy (Poecilia reticulata)
  • Vielfleck-Maulbrüter (Nimbochromis polystigma)
  • Kleine Segelflossenbarbe (Oreeichthys parvus)
  • Flaggenschwanz-Federsalmler (Argonectus longiceps)




Dann beginnt ab Seite 12 das Titelthema des Heftes mit dem Beitrag: Farbige Vielfalt – Platys im Aquarium
Auf 6 Seiten stellt uns Harro Hieronimus zahlreiche Zuchtformen mit den unterschiedlichsten Färbungen und Flossenformen vor.




Und er macht gleich weiter: Überraschung in Rot – Die Geschichte der Platys in der Aquaristik (Seiten 20 – 22)
Wir lernen, dass schon die Naturform des Platys eine sehr große innerartliche Variabilität aufweist. Und dass aufgrund der Vielzahl und Häufigkeit der Kreuzungen und Rückkreuzungen des Platys mit Schwertträgern vermutlich bei den heute im Handel erhältlichen Tieren die Gene von beiden vorhanden sind.




Ingo Seidel war in Israel und fand dort Jede Menge Platys. Auf den Seiten 23 und 24 berichtet er über die Professionelle Zucht in Israel.




Auf Seite 26 wird (ohne Nennung eines Autors) die Echinodorus „Reni“ vorgestellt – mit Angabe der erforderlichen Kriterien für eine erfolgreiche Haltung und Vermehrung dieser attraktiven Schwertpflanze.




So, genug von Platys. Von Lennard Lorenzen wird uns nun auf den folgenden 3 Seiten Der Blaue Neon vorgestellt. Paracheirodon simulans wird dabei auch seinen beiden Verwandten Paracheirodon innesi und Paracheirodon axelrodi gegenübergestellt.




Nun kommen die Schneckenliebhaber auf ihre Kosten:
Ein Aquarium für Schnecken.
Alexandra Behrendt zeigt uns auf den Seiten 30 – 33, wie's geht. Und zwar so, dass selbst Anfänger in der Lage sei sollten, ein solches Becken nur für Schnecken einzurichten und zu pflegen.
Mit einer bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitung werden die hierzu erforderlichen Kenntnisse vermittelt.
In einer Tabelle werden die Kosten für ein Standartaquarium mit 84 Litern incl. Heizer, Filter und Beleuchtung und Erstbesatz mit Pflanzen und Schnecken (hier: 7 Tylomelania „orange“ - herrliche Tiere, die sich auch vermehren lassen) durchkalkuliert und wir erfahren, dass sich die Investition innerhalb eines Rahmens von 215,00 € bis 275,00 € bewegt.




Auch unschöne Themen werden angesprochen. Wie die aktuelle Situation in vielen Regenwaldgebieten: Regenwälder in Flammen (Seiten 36 – 40).
Der Bericht aus dem Amazonasbecken stammt vom Rettet den Regenwald e.V., und es wird nicht nur über die insgesamt wohl eher deprimierende Entwicklung vor Ort berichtet. Vielmehr wird auch verdeutlicht, dass jeder Aquarianer, der Wildfänge aus dem Amazonasbecken kauft, damit auch einen aktiven Beitrag zum Waldschutz leistet. Denn die Menschen, die vom Fischfang leben, haben ein Interesse, den Wald zu schützen.




Aus dem Amazonasbecken stammt auch Eine Gattung ohne Grenzen – L-Welse der Gattung Hypancistrus.
Und nein, diesmal ist es nicht der Wels-Experte Ingo Seidel, sondern Daniel Konn-Vetterlein, der uns auf den Seiten 42 – 45 einiges sowohl über die Naturformen, als auch die Zuchtformen dieser Gattung zu berichten weiß.




Habt ihr schon eure nächste Urlaubsreise gebucht?
Wenn nicht, dann wäre eine Kreuzfahrt vielleicht nicht die beste Empfehlung. Zwei Wochen Quarantäne auf der „MS Corona of the Seas“ vermitteln vermutlich nur begrenzte Urlaubsfreude.
Stattdessen sollte man besser Heiko Blessins Traumziele für Aquarianer ins Auge fassen.
Diesmal empfiehlt er uns Costa Rica – Biologische Artenvielfalt zwischen Pazifik und Karibik (Seiten 46 – 48).




Auf den folgenden 2 Seiten referiert Michael J. Schönefeld über Ernährung von Fischen – Haupt- und Ergänzungsfutter für Zierfische.
Hmm... Ich muss sagen, von diesem Beitrag bin ich schon etwas enttäuscht. Denn er ist doch sehr oberflächlich.
Dass es unterschiedliche Futtermittel wie Flocken, Granulat, Frost- und Lebendfutter gibt, wird selbst jeder Anfänger schnell bemerken. Aber wenn Schönefeld z.B. ausführt: „Bei Frostfutter ist sehr auf die Qualität zu achten, da es hier zu großen Unterschieden (herstellerabhängig) kommen kann.“, dann sollte er auch wenigstens ansatzweise andeuten, wie man das (vor allem als Anfänger ohne viel Erfahrung) denn bewerkstelligen kann. Tut er aber leider nicht.
Der praktische Nutzen dieses Beitrags tendiert m.E. gegen Null.
Schade! Diese 2 Seiten hätte man besser und für die Leser (und Käufer des Heftes!) gewinnbringender verwenden können.




Oliver Mengedoht will auf der Messe „Fisch & Reptil“ in Sindelfingen einen Aufschwung in der Aquaristik bemerkt haben (Seiten 52 und 53). Wollen wir mal hoffen, dass er Recht behält..


In der Rubrik Influencer stellt sich Thomas Lönnig von ZOOBOX vor (Seiten 54 – 57).
Ich muss sagen: Mit diesem Artikel kann ich absolut gar nichts anfangen – außer dass er mich verärgert.
Immerhin 4 Seiten (!), auf denen allerdings nichts an konkretem aquaristischem Wissen vermittelt wird. Stattdessen wird da ein YouTube-Kanal sowie Auftritte bei Instagram, facebook und Konsorten beworben mit Formulierungen wie: „ZOOBOX – ein Begriff, der für Spaß, Witz, Power, fette Aquarien, geile Fische, krasse Hardscape und vieles mehr steht“ - und von „hart umkämpften Aquabattles“ (was immer das sein mag...) ist da die Rede.
Und das ganze ist nicht als Anzeige deklariert, aber trotzdem nur Werbung.
Mag ja sein, dass ich schon allein altersbedingt mit dieser fetten, geilen und krassen Sprache der Influencer nicht viel anfangen kann (und auch nicht mag!). Aber ich möchte mal behaupten, dass diese YouTuber, Instagrammer und Konsorten wohl kaum das Printmedium aquaristik kaufen.
Ich tu es (noch), und als zahlender Kunde, der für ein Heft immerhin aktuell 6,30 € berappt, erwarte ich schon, dass ich außer der wirklich ohne weiteres als solche erkennbaren Werbung (die ja wohl hoffentlich nur von den Werbenden bezahlt wird) fachliche Informationen erhalte. Und nicht auf 4 (!) Seiten vorgeblichem Fachbeitrag die Aufforderung, ich möge mich doch bitteschön ins Internet auf die dort beworbene Seite begeben.
Da schwillt mir jetzt wirklich der Kamm!
Zudem:
Wenn ein Printmedium mit einem derartig umfangreichen Aufwand Verweise aufs Internet betreibt, kann und sollte es sich doch gleich besser selbst abschaffen!




So. Jetzt erstmal genug Dampf abgelassen.
Es gibt doch noch auch erbauliche Beiträge. Wie z.B. der Luftheber im Härtetest.
Wolfgang Kochssiek hat hier insgesamt 5 Luftheber getestet – sowohl mit einem ganz simplen praktischen Test (Eimer leerpumpen), als auch mit von ihm teilweise selbst entwickelten Computersimulationen. Das hat echten Gebrauchswert!




Nun kommt Monika Rademacher.
Auf den Seiten 62 – 69 vermittelt sie uns (mit Fotos von Oliver Mengedoht), wie man erfolgreich Geosesarama-Krabben hält. Und hier speziell die Vampirkrabbe Geosesarama dennerle.
Auch hier:
Eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Haltungsempfehlungen und Ernährungstipps. Dazu weiterführende Buchtipps. Und auch eine Kalkulation, wonach man mit knapp 100,00 € schon starten kann.




Fazit:
Trotz der ärgerlichen „Einsprengsel“, bei denen ich oben etwas Dampf abgelassen habe, ein insgesamt empfehlenswertes Heft.




Vorschau:
Zwerggarnelen und Algen im Aquarium






Gruß
Otocinclus2

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