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Alt 15.08.2020, 20:33  
Otocinclus2
 
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Standard aquaristik 5/2020

Die aquaristik 5/2020 liegt bei den Zeitschriftenhändlern aus und wartet auf Käufer. Und Eines vorab: Der Kauf lohnt sich.

Titelthema: Prachtschmerlen
Subtitelthemen: Das pflegeleichte Aquarium und Zwergkrallenfrösche


Nach dem Inhaltsverzeichnis und einigen Kurznachrichten präsentiert uns Ingo Seidel wieder einmal Frische Fische fürs Aquarium.
Diesmal präsentiert er uns auf den Seiten 10 und 11 insgesamt 5 Fische, nämlich:
  • den Rosenkärpfling (Brachyrhaphis roseni)
  • den Ninja-Tatia (Tatia musaica), einen wirklich interessanten Wels, der auch ausgesprochen attraktiv ist, wie man z.B. hier sehen kann: https://my-fish.org/fishothek/zierfi...a-ninja-tatia/ , https://www.aquariumglaser.de/fischa...ia_musaica_de/
  • den Borneo-Leuchtaugenbärbling (Brevibora exilis)
  • den Augenfleck-Flossensauger (Hemimyzon nanensis)
  • und die Blaubauch-Klettergrundel (Lentipes ikeae) - wobei ich mal trotz des lateinischen Namens dieses Fisches vermute, dass man ihn nicht selbst mit einem ohnehin nie vorhandenen Imbus-Schlüssel zusammenschrauben muss.
Frank Schäfer startet dann mit dem Hauptthema:
Prachtschmerlen - Die wichtigsten Arten fürs Aquarium und ihre Pflege
Auf 6 reich bebilderten Seiten stellt er uns so gut wie alle im Handel erhältlichen Prachtschmerlenarten vor. Natürlich einschließlich wertvoller Tipps zur Haltung.


Und da er mal gerade dabei ist, berichtet er auf den folgenden 2 Seiten noch über Die eigentliche Prachtschmerle. Nämlich Chromobotia macracanthus.
Und er weist zurecht darauf hin, dass dieser Fisch wegen seiner Farbenpracht zwar oft von Anfängern gekauft wird, er aber partout kein Anfängerfisch ist.

Hans-Georg Evers zeigt uns dann auf den Seiten 20 bis 23 Die Lebensräume der Prachtschmerlen. Damit endet das Titelthema in diesem Heft.


Ulli Bauer befasst sich nun mit Fischen und Wirbellosen, die Rückzugsmöglichkeiten im Becken benötigen. Und auf 4 Seiten mit etlichen Beispielfotos zeigt sie uns, welche Verstecke im Aquarium im Handel angeboten werden. Da wird auch manch Bastler Anregungen finden, solche Verstecke selbst zu fertigen.

Und Ulli Bauer macht gleich weiter.
Unterstützt mit Fotos von Chris Lukhaup referiert sie auf den Seiten 28 bis 31 darüber, wie man Garnelenkrankheiten vorbeugen kann. Dabei hebt sie u.a. den Einsatz von Huminstoffen hervor, und zwar sowohl in „natürlicher“ Form wie Blättern, als auch in Form von fertigen Huminstoffpräparaten, die sich leichter und sicherer dosieren lassen.


Arterhaltung im Zooaquarium ist das nächste Thema.
Prof. Dr. Thomas Ziegler vom Kölner Zoo berichtet auf 2 Seiten über die Erste europäische Nachzucht von Loiselles Buntbarsch.
Ich meine: Kaum ein anderer Barsch hat die Bezeichnung Buntbarsch so wenig verdient, wie dieser. Aber schaut selbst:
https://www.koelner.de/2020/04/02/hochseltener-fisch/


Dann wird die Frage Artenschutz oder Tierschutz? gestellt. Und zwar von Harro Hieronimus auf den Seiten 34 bis 36.
Wobei wir lernen, dass Artenschutz sich auf eine ganze Art bezieht und hier vor allem auf den Schutz des natürlichen Biotops, wohingegen sich der Tierschutz darauf bezieht, dass einzelne, individuelle Tiere artgerecht gehalten werden.


Auf den folgenden 4 Seiten wird ein Naturaquarium nach Takashi Amano vorgestellt. Und zwar Ein Flussbett-Layout mit Branch Wood.
Die Firma ADA präsentiert hier wie gewohnt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit jeder dieses oder zumindest ein sehr ähnliches Layout selber reproduzieren kann.


Und jetzt gibt es eine Jubiläumsfeier: 60 Jahre JBL
Der Chefredakteur schildert auf den Seiten 42 und 43 den Werdegang dieser Firma, die wohl jeder hier kennt. Da bleibt natürlich auch nicht unerwähnt, dass Joachim Böhme (der Vater des heutigen Inhabers) im Jahr 1968 das erste Medikament gegen Ichthyophthirius multifiliis entwickelt hat, und damit wohl das erste Medikament für Zierfische überhaupt.


Bernd Kaufmann präsentiert den 3. Teil seiner Reihe Algen im Aquarium.
Heute berichtet er über Hartnäckige Plagegeister, nämlich Rotalgen. Die bekanntesten dieser Rotalgen sind die Pinselalgen und die Bartalgen.
Aber er stellt auch einige neue, bislang in den Becken eher seltene Rotalgen vor, von denen einige sogar ausgenommen hübsch aussehen, wie z.B. Thorea hispida, wie man auch hier sehen kann:
https://www.garnelenhaus.de/wiki/rotalge-thorea-hispida
https://www.aquamax.de/index.php/neue-rotalgen.html

Einen Satz dieses Artikels möchte ich besonders hervorheben:
Algen sind, wenn überhaupt, nur ein optisches Problem. Sie leisten durch ihr Wachstum biologisch mindestens soviel wie höhere Wasserpflanzen.
Recht hat er!


Auf den Seiten 48 bis 51 schließt sich die (für mich durchaus verzichtbare) Rubrik Influencer an. Diesmal wird Sascha Hoyer vorgestellt.


Ist Das pflegeleichte Aquarium Wunschtraum oder Wirklichkeit? Harro Hieronimus geht auf 2 Seiten dieser Frage nach und stellt allerlei technischen Schnickschnack vor, einschließlich automatische Fütterung, automatisierter Wasserwechsel...

Meine Meinung: So hilfreich da so Manches auch sein mag, aber wer sich zu sehr auf Technik verlässt, verliert das Gefühl für das Biotop Aquarium (oder gewinnt es gar nicht erst).


Monika Rademacher erzählt uns nun (unterstützt durch Fotos von Oliver Mengedoht) auf den Seiten 56 bis 63 viel Interessantes und Wissenswertes über Zwergkrallenfrösche (Hymenochirus bottgeri).

Da erfährt man wirklich alles, was man zur Haltung und auch zur Zucht dieser Amphibien wissen muss. Rademacher führt zur Ernährung aus, dass Lebendfutter und Frostfutter gereicht werden kann. Ich kann mich allerdings noch sehr gut daran erinnern, dass meine Frösche (ich habe sie vor mehr als 40 Jahren mal gehalten) auch ganz anstandslos Flockenfutter fraßen.


Heiko Blessins Traumziele für Aquarianer wirken in diesen Corona-Zeiten schon geradezu doppelt exotisch - wo Urlaubsreisen kaum noch möglich sind. Ich vermute, dass er den Artikel wohl noch vor Corona zu Papier gebracht hat. Seis drum. Er berichtet auf den Seiten 64 bis 67 über Malaysia - ein Land, viele Inseln.


Auf Seite 68 stellt uns Harro Hieronimus in einem kurzen Steckbrief den Rautenflecksalmler (Hyphessobrycon anisitsi) vor. Ein hübscher Fisch, allerdings mit einer unsympathischen Unart: Zarte Pflanzen hat er zum Fressen gern!


Auf den Seiten 72 und 73 gibt sich Michael J. Schönefeld optimistisch:
Dortmunder Aqua EXPO Tage finden statt. Nun ja, als Veranstalter dieser Messe (02. - 04.10.2020) muss er wohl Optimismus zeigen. Ob es aber auch trotz wieder steigender Infektionszahlen wirklich klappt, muss man abwarten.


Nun meldet sich Ingo Seidel noch einmal zu Wort. In seinem Beitrag Geschlossene Gesellschaft berichtet er über größere Salmler aus Südamerika, die nicht alle gesellschaftstauglich sind (Seiten 76 - 79).


So, das wars.
Alles in Allem ein rundum gelungenes Heft. Klare Kaufempfehlung.

Vorschau auf das nächste Heft:
Mittelgroße südamerikanische Buntbarsche


Gruß
Otocinclus2

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