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Alt 10.04.2021, 20:43  
Otocinclus2
 
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Standard aquaristik 3/2021

Die aquaristik 3/2021 ist erschienen.

Titelthema: Schnecken-Gesellschaft im Aquarium
Subtitelthemen: Prachtflossensauger, Zwergfadenfische und Regenbogenfische


Im Editorial auf Seite 3 teilt der Chefredakteur Michael J. Schönefeld uns mit, dass er eben dies nicht länger sein wird, sondern den Staffelstab an Oliver Mengedoht (den Lesern auch kein Unbekannter) weiterreicht.


Aus den Kurzmitteilungen auf den Seiten 6 - 9 möchte ich eine herausgreifen:

Es gibt eine Neue Variante des Rotmaulsalmlers (Petitella bleheri). Und zwar eine albinoitische. Die ist allerdings erfreulicherweise nicht farblos. Vor allem die rote Kopffärbung blieb erhalten. Die schwarze Schwanzzeichnung ist ins Weiße verkehrt und dadurch kaum weniger auffällig.
Kleine Anmerkung: Der deutsche Name Rotmaulsalmler hat sich eigentlich für Petitella rhodostomus eingebürgert, während Petitella bleheri als Rotkopfsalmer bezeichnet wird. Ich hab hier aber einfach die (insoweit also nicht ganz richtige) Überschrift aus dem Heft übernommen.


Auf den Seiten 10 und 11 finden wir dann – wie gewohnt – Ingos Fischecke. Ingo Seidel präsentiert uns wieder einmal Frische Fische fürs Aquarium.
Diesmal:
  • Schlanke Pferdekopfschmerle (Acantopsis ioa)
  • Tucano-Salmler (Tucanoichthys tucano)
  • Prashads Zwerghummelwels (Akysis prashadi)
  • Zweistreifen-Zwergbuntbarsch (Apistogramma bitaeniata)
  • Lujans Zwergschilderwels (Peckoltia lujani)
Den Tucano-Salmer möchte ich hier mal herausgreifen. Den kannte ich bislang gar nicht. Und dabei ist er ein richtig schmuckes Kerlchen, wie man z.B. auch hier sehen kann:
https://www.aqualog.de/blog/tucanoichthys-tucano/




So, nun geht es mit dem Titelthema los:

Alexandra Behrendt fragt: Wer passt zu wem? Schnecken im Gesellschaftsaquarium.
Auf 6 reich und attraktiv bebilderten Seiten stellt sie uns eine ganze Reihe von Schnecken vor, wie wir unfreiwillig (über Pflanzen) oder freiwillig (über teils teuren Erwerb) an sie geraten und vor allem auch, welche Schnecken eigentlich in welches Becken "passen".




Und sie macht dann gleich weiter mit dem Beitrag: Schneckenplage – Ungebetene Gäste im Aquarium (Seiten 18 - 20). Sie klärt uns auf, wann man überhaupt von einer Schneckenplage reden kann, was die Ursachen dafür sind und was man dagegen tun kann.



Und schon geht es zum ersten Subtitelhema des Heftes:
Gesellige Prachtflossensauger
Von Ingo Seidel erfahren wir, dass die attraktiven Schmerlenartigen der Gattung Sewellia durchaus auch für Anfänger geeignet sind. Und dass sie sich bei guten Haltungsbedingungen ganz von allein vermehren, und dass sogar produktiv. Jedenfalls dann, wenn keine Fressfeinde im Becken sind (zu denen die Elterntiere nicht gehören, die lassen ihre Jungen unbehelligt). 4 Seiten mit schönen Fotos – u-a. auch von den Lütten.



Auf der folgenden Doppelseite (26/27):
Ein wirklich beeindruckend schönes Foto von Hristo Hristov. Türkiser Prachtgrundkärpfling (Nothobranchius furzeri) Zwei Männchen im Imponierduell. So anrüchig ihr wissenschaftlicher Name auch klingen mag (), so prächtig sehen sie aus. Hier sieht man, woher der deutsche Name kommt.



Sodann stellt Harro Hieronimus die Frage, die sich wohl jeder hier wenn schon nicht täglich, so doch sicherlich immer wieder mal stellt:
Wasserwechsel – warum überhaupt?
Gleich zu Beginn stellt Hieronimus klar, dass es prinzipiell auch ohne Wasserwechsel geht (ohne dabei allerdings den Begriff "Altwasserquaristik" zu verwenden), wenn denn alles passt.

Sodann erklärt er, welchen Sinn regelmäßige (Teil-)Wasserwechsel machen, wie man die am besten durchführt, wann es zu viel des Guten sein kann...
Nur 2 Seiten, aber die haben es in sich!



Nicht ganz unpassend zum vorangegeangenen Thema, vor allem aber passend zur Jahreszeit, schließt sich Lou Herfurth mit seinem Beitrag Frühjahrsputz im Aquarium an.

Auf den Seiten 30 - 32 stellt er uns einige Geräte (vor allem Mulmglocken) vor, die uns den Frühjahrsputz erleichtern sollen. Und er weist darauf hin, dass man es mit dem Mulmsaugen nicht übertreiben soll, um das biologische Gleichgewicht nicht zu stören.



Jetzt kommt ein ganz wichtiger Beitrag der ausgewiesenen Pflanzenexpertin Maike Wilstermann-Hildebrand für alle Pflanzenfreunde, insbesondere die Freunde von Cryptocorynen: Mysterium Cryptocorynen-Fäule.
Auf den Seiten 34 - 37 lernen wir, dass es sich bei der von vielen zu Recht gefürchteten Cryptocorynen-Fäule nicht etwa um eine Krankheit handelt, und schon gar nicht um eine ansteckende Krankheit, obwohl das äußere Erscheinungsbild das nahelegen mag. Nein, es sind die Haltungsbedingungen, die immer wieder dazu führen können, dass ganze Bestände von Cryptocorynen innerhalb kurzer Zeit (manchmal nur wenige Stunden!) vernichtet werden.
Zu starke Änderungen in der Beleuchtung, zu viele Nährstoffe (Nitrat!), zu viel CO2, ein zu großzügiger Wasserwechsel... all dies kann dazu führen, dass ganze Bestände von Cryptocorynen absterben. Sie sehen aus, als würden sie verfaulen, aber es sind keine Krankheitserreger wie Bakterien, sondern die vorgenannten Gründe, die bewirken, dass die Zellen der Cryptocorynen platzen und die Blätter sich auflösen.
Ein Trost: Meist sind nur die Blätter betroffen. Die Rhizome überleben oft und treiben wieder neu aus.



Zu einem erquicklicheren Thema, eines für Ästheten: Unterwasser-Wasserfall im Aquarium
Hallo? Ein Wasserfall unter Wasser? Wie soll das denn gehen?
Nun ja, das Wasser ist in diesem Fall kein Wasser – sondern Sand. Und hier in diesem Fall Sansibar WHITE von JBL. Und das sieht richtig gut aus!

Michael "Michy" Richter zeigt uns in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung auf 4 Seiten mit vielen Bildern, wie es geht.

Wer zwei linke Hände hat und Linkshänder ist, der wird das wohl mit Links machen. () Aber bei der ausführlichen Anleitung dürfte es auch dem ein oder anderen Rechtshänder gelingen. ()



Jetzt kommt ein Wunderschöner Schaumnestbauer, nämlich Ein Pionier der Aquaristik: der Zwergfadenfisch
Hansjürgen Dieke berichtet auf den folgenden 4 Seiten über dieses Urgestein der Aquaristik. Wir erfahren alles, was wir wissen müssen, um diese herrlichen Tiere zu halten und zu vermehren.

Nur: Merkwürdigerweise verliert er kein Wort dazu, was in unserem Forum immer wieder Thema war: Die zunehmende Krankheitsanfälligkeit dieser Tiere, die wohl auf die Bedingungen der kommerziellen Vermehrung zurückzuführen ist.



Die Fans von Takashi Amano werden auf den Seiten 48 - 51 auch wieder bedient.



Die Rubrik Influencer überspringe ich jetzt ganz bewusst.

Begründung: Siehe meine vorangegangenen Rezensionen.



Johannes Graf stellt uns auf den Seiten 56 - 59 Kleine Regenbogenfische für Liebhaber vor.



Nun kommt ein recht umfangreicher (immerhin 8 Seiten) Beitrag, dem ich recht ambivalent gegenüberstehe. Michael J. Schönefeld versucht, uns Fancy-Goldfische im Aquarium näherzubringen. Bei mir gelingt ihm das nicht, auch wenn der Beitrag sicherlich fundiert ist.
Warum? Nun, es handelt sich vor allem um diese "kugelförmigen" Zuchtformen der Goldfische, die ich persönlich allesamt zumindest in den Grenzbereich zu den Qual-Zuchten verorten möchte. Aber da mag sich jeder sein eigenes Urteil bilden.



Dark Start, guter Start!
Sagt euch nichts? Mir bislang auch nicht.
Philip Schwarz erklärt uns auf den Seiten 68 - 70, wie die Einlaufphase eines neuen Beckens ohne Licht, ohne Pflanzen und ohne Tiere (außer ein paar Schnecken) zuverlässig gelingen kann.



Harro Hieronimus berichtet über einen alten Bekannten (den aber gerade deshalb viele neue Aquarianer gar nicht kennen): Der etwas andere Südamerikaner. Es handelt sich um den Keilfleckbuntbarsch (Uaru amphiacanthoides).


Fazit:
Ein wirklich gelungenes Heft. Klare Kaufempfehlung!

Vorschau auf das nächste Heft:
Titelthema: Kleine Fische für Nanaoaquarien
Subtitelthemen: Blaue Malawiseebuntbarsche, Proteine und Fette

Gruß
Otocinclus2

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