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Alt 10.12.2017, 12:32   #1
carpenoctemtom
 
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Standard Frostfutter die ewige Diskussion

Da wir das Thema scheinbar noch nicht haben, mal hier ein paar Gedanken von mir.

1. Qualität ist wichtig, daher nur beim Händler des Vertrauens kaufen.

2. Herstelleremfehlung geb ich nicht ab. Siehe 1

3. Kühlkette einhalten.

4. Fütterrung

Fische langsam an Frostfuttergewöhnen.

Abwechslungsreich und sparsam füttern (verschiedene Sorten im Wechsel)

Und schon sind wir bei der ewigen Diskussion aufgetaut oder pur?

Ich persönlich mache das von Fischen und Becken abhängig. Meine dafodil bekommen die Würfel unaufgetaut, dito kleine Salmler und andere, die zupfen sich das schon zu recht. Große Barsche (die verschlucken schonmal einen Würfel) aufgetaut aus dem Teesieb.
Bei starker Filterung und gut eingefahrenen Becken sehe ich kurzfristige Nitrat/Phosphor Anstiege nicht so kritisch (aber auch hier hängt es von Becken und Besatz ab).
Kleine afrikanische Barsche bekommen einmal am Tag einen Würfel, neben dem normalen Futter. Salmler, etc. eher nur 2x pro Woche.
Kleinere Becken dito aufgetaut aus dem Teesieb.

Ich persönlich würde nicht langsam im Glas auftauen, sondern unter fließendem lauwarmen Wasser eher schnell. Ist aber Geschmackssache. Diese Diskussion über Verlust von Nährstoffen finde ich schon bei Menschenfutter sehr müßig, da es eher von der Produktqualität abhängt...

5. Generell

Daher gilt eh immer, Frostfutter ersetzt kein Frischfutter. Wenn ich Lebendfutter füttere, gibts kein Frostfutter. Und ich persönlich mische auch die Futtersorten nicht. Nur Gemüse oder Trockenfutter oder ...

Frostfutter natürlich nicht morgens auftauen und abends verfüttern. 1-2 Stunden fördern aber noch keine Keimbildung, solange keine Luft an das Futter kommt.

Teeeier sind auch super zum auftauen, aber Siebe sind mir lieber.


Da ich aber weiss, das die Meinungen teilweise (zurecht) auseinandergehen, gerne andere Meinungen und Tips. Viele Einwände gegen meine Vorgehensweise sind berechtigt, und je breiter hier argumentiert wird, um so besser kann sich jeder seine eigene Meinung und Vorgehensweise bilden und probieren.

Wie bei vielen aquaristischen Themen gilt, es gibt nicht nur einen der Weisheit richtigen Schluß...

Geändert von carpenoctemtom (10.12.2017 um 12:36 Uhr)
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Alt 10.12.2017, 13:43   #2
Schneewitchen
 
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Hallo Tom!

Kann mir grade garnicht vorstellen das wir noch nie über das Thema diskutiert haben, irgendwie hat ja jeder ne andere Meinung und das regt zur Diskussion an.

Ich handhabe das ganz einfach, ich mach mir da nicht viel Kopf drum. Bei mir gibt es regelmäßig Frostfutter und da ich nur kleine Fische habe, die so nen Würfel eh nie komplett schlucken könnten, kommt es auch schon mal unaufgetaut rein - allerdings nur wenn ich nen faulen Tag habe. Denn prinzipiell finde ich es schöner das Futter über komplette Becken verteilen zu können, da ich halt viele Darios drinhabe die sonst zu kurz kommen würden, wenn sich Funkensalmler und Co alle draufstürzen (das ist denen dann zu hektisch).

Da ich fast immer Cyclops + eine weitere Sorte verfüttere macht bei mir ein Sieb, Kecher etc keinen Sinn und ich lasse es 5 min in nem Glas mit Wasser auftauen (Zimmertemperatur). Dann kommt alles mit dem Wasser ins Becken (ansonsten würde der Großteil der Cyclops verloren gehen). Da meine Becken stabil laufen passiert da nichts.
Schneewitchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2017, 14:33   #3
Öhrchen
 
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Hallo,

ich taue Frostfutter immer in einem Sieb auf und spüle es auch kurz ab. In einem kleinen (60 L) Becken hatte ich ohne abspülen einen messbaren Phosphatanstieg.
Füttern tue ich meistens drei Sorten, da ist für jede Fisch-Größe/Art was dabei: Daphnien, Artemia, und weiße Mückenlarven.
Die weißen MüLas schwimmen oben, das ist praktisch für die Barben. Die suchen an der Oberfläche, und die anderen können unten den Rest aufsammeln
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Alt 10.12.2017, 15:20   #4
Schneckinger
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Hallo allerseits,

grundsätzlich ist die Verfütterungsart: gefroren-augetaut-gespült in meinen Augen fast schon Geschmackssache.

Nur einer Aussage von Tom möchte ich wiedersprechen:
Aufgetautes Frostfutter verliert durchaus auch schon in 1-2h bei Zimmertemperatur dramatisch an Qualität.

1. Jedes (auch sehr gutes) Frostfutter hat von Haus aus schon einen recht hohen Keim- (=Bakterien-)Besatz. Bei Zimmertemperatur verdoppeln sich die Population bei vielen Bakterienarten alle 10-20Min. Kann sich jeder selber ausrechnen, was da in 2h passieren kann

2. Die zu verfütternden Tiere enthalten eine Vielzahl körpereigener Verdauungsenzyme. Beim Einfrieren und Auftauen werden Zell- und Darmwände zerstört und diese Enzyme gelangen in das Körperwasser und die Muskulatur. Es setzt sehr schnell eine Gewebszersetzung ein.

Nach zwei Stunden bei Zimmertemperatur kann man mit einer halbwegs empfindlichen Nase durchaus schon riechen, dass da etwas "gammelt"

Daher:
-Frostfutter direkt ins Becken:
Völlig in Ordnung, wenn die Beckenbiologie den kleinen Phosphatschub verkraftet (spart Dünger) und kein Fisch im Becken ist, der den ganzen Frostwürfel auf einmal verschluckt.

-Frostfutter auftauen und samt Wasser sofort ins Becken:
Auch in Ordnung. Biologie s.oben.

-Frostfutter auftauen, abspülen und dann direkt ins Becken:
Ebenfalls ok. Das Wasser wird weniger belastet. Aber man spült auch eine Menge Nährstoffe aus.

Also ist die Antwort 100%ig eindeutig:
Alles geht. Die "beste" Methode ist immer vom Becken, den Fischen und den sonstigen Fütterungsgewohnheiten abhängig

Tschüß und guten Appetit,
Schneckinger

Schneckinger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2017, 22:21   #5
Zwergpanzerwels2002
 
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Hallo,

Ich spüle gefrorene Mülas und Artemia auch immer im Teesieb und die Cyclops in einem Artemiasieb durch.

Aber ich hätte gerne eure Meinungen/Erfahrungen zur Verfütterung von roten und weißen Mückenlarven an Südamerikanische Zwergbuntbarsche. Schwarze Mülas und Artemia verfüttere ich an meine Nannacaras sorgenlos, aber bei roten und weißen bin ich mir unsicher wegen der vielen Mythen.
Die Roten seien stark belastet (kann ja sein, aber ist das schlecht genug, um lieber garkeine zu Verfüttern?) und die Weißen hätten "tödlich scharfes" Mundwerkzeug.

Was haltet ihr von der ganzen Sache?
Habt ihr schon irgendwelche schlechten Erfahrungen gemacht?

LG Leo
Zwergpanzerwels2002 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.12.2017, 06:57   #6
Schneckinger
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Hi Leo,

bei weißen Mückenlarven habe ich überhaupt keine Bedenken. Die haben auch meine diversen Zwergbuntbarsche und auch die Tanganjikas immer bekommen. Null Probleme.

Bei roten Mückenlarven bin ich -aufgrund der von Dir erwähnten Legenden- etwas vorsichtiger. Die habe ich aus dem Tanganjikabecken lieber "raus gelassen". Wobei ich die früher (als Schüler) immer an meine Zwergbuntbarsche verfüttert habe. Sowohl gekauft/gefroren als auch lebend/getümpelt. Probleme gab es da eigentlich auch nie...

Tschüß,
Schneckinger

Danke: (1)
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Alt 14.12.2017, 08:06   #7
Snausen
 
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Moin,

meine Erfahrungen mit Frostfutter: Ob ich es auftaue und abspüle oder nicht, sobald ich Frostfutter regelmäßig verfüttere, gibt es ständig eine Kahmhaut im Becken. Das stört mich, auch wenn es wahrscheinlich nicht schlimm ist. Egal wie sorgfältig ich bei der Entnahme bin, es bildet sich sehr schnell Schneegriesel in den restlichen Portionskammern. Das stört mich auch. TK-Wasserflöhe werden von meinen Fischen nicht so gern gefressen. Cyclops nehmen alle gern.

Ciao, Susanne
Snausen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.12.2017, 09:46   #8
DEUMB
 
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Zitat:
Zitat von Zwergpanzerwels2002 Beitrag anzeigen
Aber ich hätte gerne eure Meinungen/Erfahrungen zur Verfütterung von roten und weißen Mückenlarven an Südamerikanische Zwergbuntbarsche.
Hallo Leo,

rote Mückenlarven haben mich 2x ein Paar SBB (M. ramirezi) gekostet. Beide Paare waren putzmunter und kerngesund, wurden jeweils mal mit roten MüLa gefüttert und waren 2 -3 Stunden später tot. Dabei sahen sie selbst als Tote noch supergesund aus, der Tod muss sie also sehr schnell ereilt haben. Wäre nicht die eigenartige Haltung der SBB gewesen, wäre mir nicht aufgefallen das sie schon tot sind - sie hatten immer noch volle kräftige Farben usw.. Und da jeweils nicht Anderes geschehen ist/ sich verändert hat, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass rote MüLa für SBB zumindest nicht ungefährlich sind. Nach Nachfragen bei Züchtern habe ich erfahren, dass die roten MüLa wohl öfter tödliche Darmprobleme verursachen, die sehr schnell zu Tod der Tiere führen können. Ein Züchter erzählte mir auch von einem Widerhaken an den roten MüLa der sich angeblich im Darm der SBB verhaken und dadurch zum Tod führen sollen. Ob das stimmt weiß ich nicht, halte ich aber zumindest für unwahrscheinlich bei der "Sterbegeschwindigkeit". Was nun auch immer konkret zum Tod der Tiere geführt hat, es hing mit den roten MüLa zusammen und war defintiv kein Mythos.

Mit weißen MüLa habe ich keine derart negativen Erfahrungen gesammelt.

Danke: (1)
DEUMB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.12.2017, 12:53   #9
Öhrchen
 
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Hi,
da ich auch schon mehrfach von Problemen mit roten Mückenlarven gehört habe, verfüttere ich diese von Anfang an gar nicht. Ich nehme nur weiße Mückenlarven, und mit denen gab es hier nie Schwierigkeiten.
Öhrchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.12.2017, 19:49   #10
JonnyB
 
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Hi.

Rote Mückenlarven sind das einzige Frostfutter, das zuverlässig auch von solchen Arten genommen wird, die eigentlich als absolute Futterspezialisten gelten (z.B. Badis, Dario, Elassoma). Es ist in manchen Perioden beinahe unverzichtbar.

Danke: (1)
JonnyB ist offline   Mit Zitat antworten
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