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Alt 03.08.2019, 21:29   #41
Volker1986
 
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Zitat:
Zitat von Otocinclus2 Beitrag anzeigen


Gerade für die Frischwassermethode hat Mundt festgestellt:
"Durch die fehlenden organischen Verbindungen entstehen weniger reduktive Prozesse im Bodengrund, wodurch die Pflanzen weniger gut wachsen."
(Verlinkte Seite, 6. Absatz letzter Satz)


Nun, "weniger gut" ist ja relativ. Ich schneide jede Woche und reichlich. Wächst wie verrückt das Grün...

Zitat:
Zitat von Otocinclus2 Beitrag anzeigen

Folgendes kurz umrissene Experiment wäre mal interessant:

Man legt sich 2 technisch identische Becken zu, richtet diese mit Bodengrund, Bepflanzung und (maßvollem) Besatz identisch ein. Am besten beide im gleichen Raum, damit auch die äußeren Bedingungen (z.B. von außen einfallendes Licht, Außentemperatur etc.) identisch sind. Und dann betreibt man das eine Becken als Altwasserbecken und das andere als Frischwasserbecken. Und schaut, wie sich beide entwickeln...
Stimmt. Vermutlich würde die Theorie des Artikels bestätigt...

Irgendwie drängt sich mir bei Altwasser immer das Bild eines Beckens ohne Pflanzen auf kein Plan warum...
Volker1986 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 03.08.2019, 22:18   #42
dumdi65
 
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Aber hier gabs eine "zufällige" Ausnahme: als bei uns die Energiezähler gegen "digitale" Zähler (nein, keine smarten Zähler!) ausgetauscht wurden, verbrauchte ich plötzlich gut 1/4 weniger Strom!

David, die alten Drehstromzähler haben einen gewissen Anteil Eigenverbrauch, der entfällt bei den digitalen weitestgehend.
dumdi65 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2019, 12:20   #43
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Moin Moin,

ohne einen Klimawandel mit möglichen Folgen in irgendeiner Weise verneinen zu wollen, kommen mir die hier geäußerten Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen auf die Aquaristik etwas "hysterisch" vor.

Wasserknappheit

Mal angenommen, es kommt zu einer Wasserverknappung und damit einhergehend zu höheren Wasserpreisen.

Der durchschnittliche Pro-Kopf-Wasserverbrauch in DE pro Tag liegt bei ca. 125L. Statistisch gesehen kommt auf ca. jeden 40. Einwohner ein Aquarium. Wenn man mal als durchschnittliche Größe eines Aquariums 250L annimmt und weiter annimmt, das jedes Aquarium pro Woche einen 50% Wasserwechsel bekommt (was beides sehr hoch angesetzt ist), dann gehen von den 125L Tagesverbrauch nur 0,4 Liter auf die Kappe von Aquarien.

Für den Aquarianer selbst sieht das natürlich etwas anders aus. Auf die 125L pro Kopf/Tag Verbrauch kommen dann beim angesetzen 250L Aquarium mit wöchtentlichen 50% TWW nochmal 18L pro Tag oben drauf.
Der Anteil des Aquariums am Gesamtwasserverbrauch beträgt damit 18 / (18 + 125) = 12,6%.

Wenn ich mal meinen eigenen Haushalt nehme, der bzgl. Wasservolumen der Aquarien über dem Mittel liegen dürfte, dann machen die Aquarien in der Summe auch nur einen kleinen Teil des Wasserverbrauchs aus.
2 Personen, insgesamt ca. 900 Liter in Aquarien. 50% TWW pro Woche, macht ca. 64L WW pro Tag. 64 / (64 + 250) = 20%.

Da geht nicht mit rein, dass das Wechselwasser zum Bewässern genutzt wird, was ja sonst auch anfallen würde.

Zur Zeit kostet der Liter Wasser inklusive Abwasser ca. 0,4 Cent. Macht also ca. 25 Cent Pro Tag für die Aquarien. Unser sonstiger Wasserverbrauch macht pro Tag dann 1€ aus.

Wenn das Wasser in Zukunft teurer und knapper wird, dann werde ich mir lange bevor ich mir die Aquarien nicht mehr leisten kann, das Duschen und Zähneputzen nicht mehr leisten können.


Die Auswirkungen auf die Aquaristik dürften also in Zukunft unser kleinstes Problem sein. Wenn das zu einem Problem geworden ist, dann haben wir an anderer Stelle vorher schon Probleme, die deutlich schmerzhafter sein dürften.

Strom

Die Stromkosten für den Betrieb eines Aquariums sind in etwa doppelt so hoch wie die Wasserkosten. Der Anteil am Gesamtstromverbrauch liegt aber zumindest bei mir mit ca. 15% auf einem geringeren Anteil als der Wasserverbrauch.

Sich jetzt Gedanken darüber zu machen, dass der Stromverbrauch durch notwendige Kühlaggregate steigen könnte, halte ich auch für weit hergeholt. Ob ich das Wasser jetzt ausgehend von 20° Raumtemperatur auf 25° aufheize, oder von 30° Raumtemperatur auf 25° herunterkühle, macht jetzt keinen so großen Unterschied aus. (Ja, ich weiß: Kühlen ist etwas Energie-aufwändiger und die Wassertemperatur wird durch die Beleuchtung eh schon etwas angehoben, das macht den Kohl aber nicht fett).

Viel interessanter ist aber, dass ich selbst es bei 30° Raumtemperatur nicht mehr aushalten würde. Selbst 25° wären mit schon deutlich zu warm und da würde ich dann ja Strom sparen, weil der Heizer ja dann überflüssig ist.
Wenn es so warm wird, dann brauche ich eine Klimaanlage für meine Wohnung und die wird deutlich mehr Strom fressen, als die Kühlung für die Aquarien.

Auch hier: Lange bevor die Aquarien zum Problem werden, habe ich ganz andere viel gravierendere Probleme.


Vorbeugung

Der Planet und das Leben werden den Klimawandel überleben, ziemlich egal wie schlimm es kommt. Die Menschheit wahrscheinlich auch, es wird halt für viele etwas ungemütlicher werden. Keiner kann heute aber sagen, wie ungemütlich es wann werden wird, nur dass es ungemütlicher werden wird.

Aber vielleicht hat die Evolution ja dafür auch etwas in Petto. Schließlich war auch eine Klimaveränderungen dafür verantwortlich, dass die Affen von den Bäumen gekommen sind.

Es ist sicherlich richtig, dass man sich darüber Gedanken machen kann, ob das Ganze überhaupt noch aufzuhalten ist und welchen Sinn es macht, CO2 hierzulande einsparen zu wollen, wenn es woanders nicht gemacht wird.
Unter dem Strich macht es auch keinen Unterschied, ob nun der Mensch ganz, zum Teil, oder gar nicht für den Klimawandel verantwortlich ist, die Auswirkungen werden die gleichen sein.

Nur sollte man dann vielleicht auch überlegen, ob es sinnvoll ist, noch mehr Öl ins schon brennende Feuer zu gießen.

Eine Reduzierung der Ursachendes Klimawandels auf den CO2 Ausstoss ist eh nur die Spitze des Eisbergs und lediglich ein Symptom eines anderen Umstands.
Wenn alle Menschen auf diesem Planeten den gleichen Lebensstandard und den damit einhergehenden Resourcen-Verbrauch pflegen würden/könnten, dann müsste man nach aktuellen Berechnungen 3 Erden haben.

Und die Menschheit wächst weiter, zumindest zur Zeit exponentiell. Da der Planet aber ein geschlossenes System ist, kann es schon theoretisch kein andauerndes stetiges Wachstum geben, eine Stagnation ist irgendwann zwangsläufig. Nur könnte dieses "Irgendwann" apokalyptisch werden.

Sich es dann hierzulande gut gehen zu lassen, zu wissen das es gar nicht funktionieren würde, wenn es dem größere anderen Teil der Menschheit ebenfalls so gut geht und gleichzeitig hofft, dass doch all die "Wirtschaftsflüchtlinge" bitte da bleiben sollen, wo sie sind, ist schon ziemlich dekadent.
Es geht kein Weg daran vorbei: Weniger Menschen und/oder eine Umverteilung, die zwangsläufig "Teilen" und "Veränderung" bedeutet.
Klimabedingte Völkerwanderungen haben schon Weltreiche zu Fall gebracht, das wäre nichts Neues.

Sich darauf zurück zu ziehen, dass der eigene Beitrag keinen Unterschied macht, ist nur eine schlechte Ausrede. Dann bräuchte man auch nicht wählen gehen etc. Ich würde es da eher so sehen, wie die Friedensbewegung in den 80ern: "Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin".

Man kann eine ganze Menge machen und wenn es jeder macht, hat das Auswirkungen. Nicht damit anzufangen und statdessen darauf zu warten, dass die Politk etwas vorschreibt, ist auch nur eine Ausrede.
  • Mit dem Fahrrad, statt mit dem Auto zu Arbeit fahren
  • Müssen Kreuzfahrten wirklich sein?
  • Muss ich wirklich von Hamburg nach Düsseldorf fliegen, weil das Flugticket billiger ist als mit der Bahn zu fahren?
  • Muss ich wirklich im Sommer mit Holzkohle grillen, oder wäre Elektro oder Gas nicht auch eine Möglichkeit?
  • Es ist so schön bequem, bei Zal**do, Am**on und Co mir Dinge liefern zu lassen und hin und her zu schicken, wenn es nicht gefällt. Kostet ja nichts. Oder kostet es vielleicht doch?
  • Kann ich ohne Erdbeeren im Winter überleben?
  • und, und, und....


Geändert von Hero (04.08.2019 um 12:22 Uhr)
Hero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2019, 12:26   #44
David Teichfloh
 
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Hi,

oh - die "neuen" Zähler haben ebenfalls einen Eigenverbrauch von ca. 5 Watt, die Smart-Zähler sollen bis zu 15 Watt verbrauchen...

Ich glaube nicht, dass das 1/4 des Verbrauches ausmachte....

@Hannes: gut geschrieben!
Vielleicht sollte man aber noch einen Punkt einbeziehen: die Sonne. Sie ist unsere EINZIGE Energiequelle. Alles Leben hängt von ihr ab. Und: die können wir nun wirklich nicht beeinflussen.
Wenn:
die Sonne 1% weniger Energie als heute abgibt, dann erfriert die Erde
die Sonne 1% mehr Energie abgibt als heute, werden wir gekocht
Derzeit haben unsere Wissenschaftler arge Problem mit der Sonne. Sie verstehen nicht, was da passiert! Das Maß der Energieabgabe "sind" die Sonnenflecken. Viele Sonnenflecken = viel Energieabgabe; wenige Sonnenflecken = weniger Energieabgabe. Aber im Moment stimmt das nicht mehr. Die Sonne hat fast keine Sonnenflecken - und gibt mehr Energie als sonst ab. Und: die Energie, die wir auf der Sonnenoberfläche sehen, wurden vor mehr als 20000 Jahren im Innerem der Sonne erzeugt - wir schauen in die energetische Vergangenheit der Sonne!
Was da wohl noch auf uns zukommt?
Mars (kalt) oder Venus (heiß)?

Danke: (1)

Geändert von David Teichfloh (04.08.2019 um 14:09 Uhr) Grund: schlechtReibung .. oder so
David Teichfloh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2019, 14:04   #45
dumdi65
 
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Hi.

Hut ab Hannes. Richtig David.

Das einzige was als gesichert gilt, ist doch die Pure Tatsache das es solch ein globales Phänomen nur zu Zeiten der Dinosaurier gab, die globale Erderwärmung vor der größten Eiszeit. Die Dinosaurier sind dabei bekanntlich ausgestorben.

Trotzdem ist es nicht von der Hand zu weisen das wir Menschen mit unserem Verhalten einen sehr hohen Prozentsatz zur Situation beitragen.

Danke: (1)
dumdi65 ist offline   Mit Zitat antworten
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