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Alt 26.09.2019, 04:25   #11
Mattenpaule
 
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Hallo, liebe Leser,

während ich beim Wechsel des Filtermediums von Substrat Pro (Eheim) auf Siporax (Sera) keinerlei sichtbare Veränderung in der allgemeinen Aquariumbiologie feststellen konnte, schien der freigesetzte Sauerstoff des Oxydators besonders die Neon anfangs irgendwie "zu beleben". Danach flachte diese Wirkung jedoch zunehmend ab.
Mehr löste dieses sicherlich grundsätzlich sinnvolle Gerät in meinem Falle nicht aus.

Als ich den Oxydator wieder herausnahm, zeigte sich in der Folge weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung.

Ich muß vielleicht noch einmal darauf hinweisen, daß mein Blaualgenaufkommen im Zeitraum, um den es hier geht, immer nur punktuell und noch relativ schwach war. Aber eben hartnäckig! Und gerade Blaualgen sollte man, egal in welchem Umfeld, nie unterschätzen.

Was mir beim Kampf gegen die Blaualgen wirklich einen kleinen, aber doch wesentlichen Schritt weiterhalf, war die Umstellung meiner Flüssigdüngung.
Ein alter Bekannter aus dem Aquaristikhandel brachte mich im Gespräch erst auf diese Idee.

Als ich ihm unter der Angabe, welche Pflanzenarten ich im einzelnen pflegte, erzählte, wie ich konkret beleuchtete (phasenweise mit einem LED-Beleuchtungsbalken, phasenweise mit zwei) und düngte, gab er mir einen entscheidenden Hinweis.

Bis dahin hatte ich im dicht bepflanzen Becken bei ständig laufender CO2-Versorgung in lockerer Folge wenige Male pro Woche den Volldünger Profito von Easy-Life gegeben, aber nur sehr sporadisch mit Eisen und Kalium zugedüngt.
Jener Bekannte empfahl mir, die Eisen- und Kaliumgaben mengenmäßig 1 zu 1 an die des Profito anzupassen. Zudem sollte ich konsequent nur mit einem der beiden vorhandenen LED-Balken beleuchten.

Die Boden- und Aufsitzerpflanzen, die in jener Zeit eher verhalten wuchsen, und gerade der Froschbiß, der da stets regelrecht zu "zerfallen" schien und schwerpunktmäßig von den Blaualgen befallen wurde, legten allesamt einen sichtbaren Wachstumsschub hin.
Der (relative) Grad der Neubildung von Blaualgen reduzierte sich sichtbar, aber noch nicht voll befriedigend.

Ein in Betrieb genommener Oberflächenskimmer, den ich ursprünglich mal zur Vermeidung der Bildung einer Kahmhaut gekauft hatte, half mir gleichzeitig, die stets nur millimetergroßen Kleinstteppiche von Blaualgen von der Oberfläche abzusaugen.

Es versteht sich, zumindest für mich, von selbst, daß ich, wenn es mir mit dem Algenbefall ganz allgemein wieder mal zuviel wurde, stark befallene Pflanzen und Pflanzenteile einfach kurzerhand entfernte.

Verschweigen will ich Euch nicht, daß ich von der Verwendung von Easy Carbo einfach nicht loskomme.
Bei genauerer Beobachtung seiner Wirkung auf die Aquariumbiologie über einen längeren Zeitraum scheint es mir unter'm Strich eher zu nutzen, als zu schaden (verzögert zumindest mit die Neubildung von Blaualgen; unterstützt das Wachstum der höheren Wasserpflanzen).
Auch die tierischen Nutzer des Bakterienrasens im Becken, vor allem die Otocinclus, scheinen von ihrer sichtbaren körperlichen Verfassung her nicht unter den Folgen der Easy Carbo-Gaben zu leiden.

Ich weiß, daß ich in punkto angestrebte, allgemeine Verbesserung der Aquariumbiologie noch längst nicht "am Ende des Weges" angekommen bin.
Vieles ist noch nicht (ausreichend gut) erkannt und verstanden. Oder nur vorläufig und "provisorisch". Auf jeden Fall aber noch unvollständig und unzureichend.

Meine Suche und die Berichterstattung darüber geht weiter.

Seid gegrüßt
Frank

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Alt 26.09.2019, 05:27   #12
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Moin Frank.

Ich finde diese Entwicklung in deinem Becken schon bedenklich, um nicht zu sagen sch....!

Da bin ich mit meinen paar Fadenalgen, die ich durch Schwarzwasser sehr gut im Griff habe, ja mit einem kleinen Problemchen gesegnet.

Bin aber schon gespannt wie die Entwicklung weitergeht.
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Alt 26.09.2019, 07:59   #13
radlhans
 
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Hallo Frank,

was mich gerade etwas verwundert: dass du zusätzlich zum ProFito noch Eisen und Kalium dazudüngst.
Das ist m.E. zuviel! Es gibt zwar keine Angaben der Zusammensetzung beim ProFito, aber bei Flowgrow sind Werte gesammelt. Und daraus ergibt sich, dass u.a. Eisen hoch konzentriert und auch Kalium in hoher Menge (11,3 mg/l) enthalten sind!
Du magst zwar eine (vermeintliche?) Verbesserung bemerkt haben, aber an anderer Stelle kann's eine Verschlechterung bewirken: nämlich bei den Algen. Pinselalgenbefall ist u.a. auf hohe Eisen-Konzentration zurückzuführen. Insbesondere scheint ein Übershcuss an Mikronährstoffen (Fe & Mineralien) eine Ursache für das Auftreten von Pinselalgen zu sein. Sobald Eisen per Tropfentest nachweisbar ist, können es schon zuviel Mikronährstoffe sein, so dass folglich zuerst Bart- und dann Pinselalgen auftreten.
Dies denke ich aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen zu können.
Seit meinem Beginn mit der Aquaristik hatte ich einige Jahre lang mit Pinselalgen in meinem Becken zu kämpfen. Was habe ich nicht schon alles versucht. Bin schon fast daran verzweifelt. Seit ca. 2 Jahren sind sie nun weg. Woran es nun genau lag, kann ich nicht sagen. Ich hab' mich mittlerweile damit abgefunden, keine eindeutige Erklärung dafür herausfinden zu können.
Anscheinend habe ich nun ein "glückliches" Setup gefunden. Das von Oto angesprochene Siporax mag einen ANteil daran haben. Ist aber nur ein Aspekt von ganz vielen.

Du siehst auch hier, dass es im AQ komplexe (Wechsel-)Beziehungen gibt. Das Ganze muss sich in einem gewissen Gleichgewicht befinden. Und dieses zu finden, ist nicht einfach und auch mit einer gewissen Portion Glück zu erreichen.

Gruß,
Gerd

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Alt 26.09.2019, 08:15   #14
dumdi65
 
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Da kannst du verdammt recht haben Gerd.

Wenn man bedenkt das der bräunliche Schleim im Filter in erster Linie vom Eisen kommt, und dieser bildet sich ja in jedem Filter, sollte man die Sache ielleicht einmal von einer anderen Seite betarchten.

Ich werde demnächst sowieso einen Versuch starten. Es wird ein Becken eingerichtet mit Sand, Wurzeln, Laub und Steinen. Pflanzen bleiben draußen. Befüllt wird es nur mit getorftem Osmosewasser. Als Lebewesen kommen nur Rädertierchen und so ins Becken. Gefiltert wird mit Lufthebefilter. Ich möchte einfach mal sehen wie sich der Filter und die Wasserwerte auf Dauer entwickeln.
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Alt 26.09.2019, 10:52   #15
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Vielen Dank für Deine wichtigen Hinweise, Gerd!

Ich werde darum versuchen, nur mit Profito, oder mit insgesamt Weniger des zusätzlich verabreichten Eisen und Kalium zu düngen.
Und dann beobachten...

Seitdem ich verstärkt Eisen und Kalium gebe, hat sich in Bezug auf die Bart-/Pinselalgen (und auch sonst) nichts zum noch Negativeren hin verändert.

Hach, ist das alles undurchsichtig und komplex!
Es bleibt mir letztlich aber nichts anderes übrig, als weiter "am Ball zu bleiben".

Grüße
Frank

Geändert von Mattenpaule (26.09.2019 um 12:53 Uhr)
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Alt 26.09.2019, 10:56   #16
Mattenpaule
 
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P. S.:
Ich dünge, außer CO2, allerdings nicht täglich. Das variiert innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite.

Auch das Easy Carbo verwende ich nicht täglich.

Geändert von Mattenpaule (26.09.2019 um 11:07 Uhr)
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Alt 28.09.2019, 08:53   #17
Mattenpaule
 
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Hallo, allerseits,

im Moment bin ich dabei, meine aktuelle Düngepraxis kritisch zu überprüfen, und habe begonnen, bei Flowgrow themenbezogen nachzulesen.
Zum gegebenen Zeitpunkt schreibe ich dann darüber, was das in der Folge verändern wird.

Grüße
Frank

Geändert von Mattenpaule (28.09.2019 um 10:20 Uhr)
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