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Alt 28.09.2019, 17:56   #1
Otocinclus2
 
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Standard Zeitschriften - AF Aquaristik Fachmagazin

Gestern habe ich mir nach längerer Zeit mal wieder ein Heft der Zeitschrift Aquaristik Fachmagazin gekauft, nämlich die Nr. 268 August/September 2019.
Warum nach längerer Zeit? Nun, abonniert habe ich sie nicht, also konnte ich sie nur dann kaufen, wenn ich sie im Zeitschriftenhandel vorfand. Und das war nun mal nach längerer Zeit erst jetzt mal wieder der Fall.

Ein paar grundsätzliche Anmerkungen zu dieser Zeitschrift, die ja vielleicht nicht alle hier kennen:

Die Zeitschrift erscheint im Tetra-Verlag. Der ist allerdings mit der Firma Terta nicht (mehr) verbunden, nachdem er von dem Biologen Dr. Hans-Joachim Herrmann übernommen wurde. Der Zusatz zum Zeitschriftentitel, nämlich: Aqua Terra Teich zeigt an, dass sich diese Zeitschrift nicht nur mit der Aquaristik, sondern auch mit der Terraristik und der Teichhaltung befasst.
Eine kleine Übersicht über die Entstehung dieser Zeitschrift findet man hier:

https://my-fish.org/die-plattform/pa...a-verlag-gmbh/

Zitat:

"Die Tetra Verlag GmbH ist ein eigenständiger Fachverlag für vivaristische Literatur mit Sitz in Velten an der nördlichen Stadtgrenze Berlins.
Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Sachbüchern und Ratgeberliteratur über Aquaristik (Süß- und Meerwasser), Terraristik (Amphibien und Reptilien) und Teichkultur sowie auf Zeitschriften und Kalender, die sowohl von Zoo- und Buchhändlern als auch von Privatkunden bezogen werden.
Die Verlagsanfänge reichen bis in die 1960er Jahre zurück. Erste Bücher wurden unter der Feder von Dr. Ulrich Baensch (Gründer der Tetra Werke, Melle) und Hans Frey veröffentlicht. Damals hieß der Vorreiter der Zeitschrift „TI“, des heutigen „Aquaristik-Fachmagazins“, „Wasserflohpost“. In den Folgejahren wuchs auch der Verlag mit seinen Druckerzeugnissen. Unter der Schirmherrschaft von Tetra entstanden mehr als 100 Bücher in zwölf Sprachen, das „TI-Magazin“ erschien seither in mehreren Lizenzen. Zudem wurden Kalender mit großer Auflage produziert.
Seit Dezember 1997 hat die Tetra Verlag GmbH eine neue Entwicklung eingeschlagen. Sie ist eine von dem Biologen Dr. Hans-Joachim Herrmann allein geführte, unabhängig vom ehemaligen Eigentümer agierende GmbH, die sämtliche Buchtitel, Kalender und natürlich auch das „Aquaristik-Fachmagazin“ mit allen Rechten übernommen hat.

Durch die Übernahme der Zeitschrift „Aquarium heute“ (damals Aquadocumenta Verlag / Dupla Aquaristik) im Jahre 2001 wurde das „Aquaristik-Fachmagazin“ mit aktuell 128 Seiten je Ausgabe zum seitenstärksten AquaTerra-Journal im deutschsprachigen Raum. Seit August 2011 ist das „Aquaristik-Fachmagazin“ die einzige Hobbyzeitschrift mit Themen zur Süßwasser-, und Meerwasseraquaristik, Terraristik und Teichkultur in Deutschland.
Seit 1968 sind mehr als 200 Zeitschriftenausgaben veröffentlicht worden. Mit dem 45. Jahrgang ist das Magazin die zweitälteste vivaristische Zeitschrift in Deutschland."

Generell ist auch noch anzumerken, dass das Aquaristik Fachmagazin sowohl vom Umfang als auch vom Inhalt „gehaltvoller“ ist, als die anderen Fachzeitschriften am Markt. Die Texte sind viel umfangreicher und tiefgründiger, was aber leider auch durch eine relativ kleine Schrifttype „erkauft“ wird, und dadurch leidet die Lesbarkeit zumindest für ältere Semester wie mich schon etwas. Genug gemeckert!

Das aktuelle Heft hat den Themenschwerpunkt: Ausschlag gebend für Sex

Und da wird sich so manch geneigter Leser jetzt denken: Aha! Nur deshalb hat sich der lüsterne Zausel dieses Heft gekauft!
Was ich jetzt natürlich auf das Heftigste dementieren muss! Also mitnichten! (Nicht mit Neffen...)


Aber der Reihe nach:

Prof. Dr. Hartmut Greven präsentiert das Titelthema Laichausschlag auf immerhin 16 (!) reich bebilderten Seiten mit nicht minder (eben wegen der kleinen Schrifttype) reichlichem erläuternden Text.

Das ist also der Ausschlag, der mit dem Sex zu tun haben soll.
Und in der Tat. Da lernen wir, dass dieser Laichausschlag (der nicht selten einer Ichthyo-Infektion täuschend ähnlich sieht) hormonell bedingt ist und vor allem bei den Männchen einer Reihe von Fischarten während der Fortpflanzungszeit auftritt.
Auf den zahlreichen Fotos des 16-seitigen Artikels werden eine ganze Reihe von Arten mit Laichausschlag abgebildet, und so lernen wir, dass darunter auch viele „altbekannte“ Arten sind, wie etwa:
· Moderlieschen (Leucaspius delineatus)
· Elritze (Poxinus phoxinus)
· Bitterling (Rhodeus amarus)
· Glühkohlenbarbe (Haludaria fasciata)
und auch zumindest einige Zuchtformen der Goldfische.

Auch wenn es sich bei den meisten Fischen, bei denen Laichausschlag zu beobachten ist, um Kaltwasserfische handelt - er kommt auch bei einigen Warmwasserfischen vor. Und da muss man halt schon aufpassen, dass man ihn nicht mit Ichthyophthirius multifiliis verwechselt und mit der Chemiekeule draufhaut, nur weil sich einige männliche Pfleglinge - der Natur gehorchend - auf Freiersfüße respektive -flossen begeben.

Mit einem kleinen Schlenker lässt Greven uns auch noch wissen, dass es auch bei uns Menschen im weitesten Sinne so etwas wie hormonell bedingten Laichausschlag gibt - nämlich Akne vulgaris. Dieser menschliche „Laichausschlag“ wird auf Seite 6 mit einem Foto dokumentiert, das zwar glücklicherweise relativ kleinformatig, aber gleichwohl derart heftig unappetitlich ist, dass manche zartbesaitete Gemüter wohl am liebsten den Notarzt rufen würden.



Prof. Dr. Hartmut Greven hat wohl eine Vorliebe für sexuell-hormonbedingte Veränderungen des Aussehens. Denn auf den Seiten 22 - 32 referiert er über „Brunftschwielen“ bei Fröschen während der Paarungszeit. Bei vielen Fröschen schwellen die Daumen/Finger oder auch ganze Arme an, wenn sie sich anschicken, zur Fortpflanzung zu schreiten.
Hmmm...bei mir schwillt bei solchen Gelegenheiten...aber das gehört wohl nicht hierher...



Manuel John berichtet auf den Seiten 38 und 39 über das Comeback des Gabelschwanz-Schachbrettbuntbarsch Dicrossus filamentosus.


Über Plattschmerlen & Co. - unter Wasser in Sabah erfahren wir von Jens Kühne auf 7 Seiten mit vielen Fotos viel Interessantes.


Nun etwas für Freunde afrikanischer Buntbarsche: Seltene Schönheiten aus Afrika: Benitochromis. Steffen Rothe bringt uns diese Tiere auf den Seiten 48 und 49 etwas näher.


Ein Aquarium für Vögel? Eine Schnapsidee? Nein, das gibt’s tatsächlich (wenn auch nicht in jedem Zoogeschäft).
Bruno Dittrich hat Ein Aquarium für Eisvögel gebaut. Warum (und wie) er das gemacht hat, erzählt er uns auf den Seiten 50 - 54. Er wollte Eisvögel beim Beutefang fotografieren. Unter Wasser. Und dafür baute er ein Aquarium, das er in einen Teich einsetzte, mit Beutefischen besetzt. Und das hat funktioniert! Einige der spektakulären Fotos, die dabei herauskamen, bekommen wir hier zu sehen.


Markéta Rejlková und Libor Balnar erklären uns dann auf den Seiten 56 - 59, warum die Erhaltungszucht nördlicher Platys für engagierte Aquarianer eine sinnvolle Aufgabe ist. Die in diesem Artikel abgebildeten bedrohten Wildformen des Platys sehen ganz anders aus, als die nicht selten quietschbunten Zuchtformen, die wir aus dem Zooladen kennen. Aber gleichwohl nicht weniger attraktiv!

Altbekannt und doch so fremd: Wasserflöhe . Roland Schreiber erläutert uns auf 6 Seiten im 2. Teil seines Artikels (der 1. Teil wurde also offenbar im vorangegangenen Heft veröffentlicht), wie man Wasserflöhe als Lebendfutter züchtet.

Das Gwisdek-Aquarium ist eine Serie von Gabriela Gwisdek, die uns hier den 3. Teil mit der Ankündigung von Fortsetzungen auf den Seiten 68 - 71 präsentiert. Hier wird die Entwicklung eines Scaper-Beckens mit Garnelen und Kardinälchen (die Gwisdek m. E. zurecht als schöner als Neons bezeichnet) dargestellt.

Es schließt sich der 20. Teil einer Serie an, in der Dr. Axel Zarske über Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie berichtet - in dieser Folge über Johann Jacob Heckel ( 23.01.1790 bis 1.03.1857).

Der Korallendrachenkopf Sebastapistes cyanostigma wird uns sodann von André Luty auf den Seiten 74 und 75 vorgestellt.


Auf weiteren 2 Seiten stellt uns Christopher Alcala Ein Korallenfingerterrarium vor - und demonstriert uns mit entsprechenden Bildern die Farbwechsel der darin lebenden Frösche zwischen Tag und Nacht.

Nun etwas für Pflanzenfreunde: Das absonderliche Virginia-Pfeilblatt Peltandra virginica wird uns von Dr. Hans-Joachim Herrmann auf den Seiten 78 - 81 in Wort und Bild vorgestellt.


In der Rubrik Linkes Labyrinthfische wird uns auf den Seiten 104 und 105 Parosphromenus sp. Sentang vorgestellt. Ein wirklich prächtiger Fisch, wie man auch hier sehen kann:
http://www.seriouslyfish.com/species...us-sp-sentang/
https://www.parosphromenus-project.org/en/sentang
https://www.youtube.com/watch?v=st6E9KPl4aM
Die Fische sind in ihren natürlichen Habitaten (soweit es die noch gibt) aus den bekannten Gründen (Rodung - Palmölplantagen) stark bedroht. Die Nachzucht in Aquarienhaltung gelingt allerdings bereits regelmäßig.




So. Das soll erst mal reichen. Der aufmerksame Leser wird an den Lücken in der angegebenen Paginierung unschwer erkannt haben, dass ich hier nicht jeden Artikel explizit angesprochen habe, diese Rezension vielmehr gewissermaßen nur ein „Schweinsgalopp“ durchs Heft ist. Aber auch so werden zumindest die meisten hoffentlich erkannt haben, dass es sich lohnt, dieses Heft zu kaufen.


Vorschau aufs nächste Heft: Schwerpunktthema ist die Xipho-Zucht.


Gruß
Otocinclus2

Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 29.09.2019, 11:02   #2
David Teichfloh
 
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Hi,

ja habe die Zeitschrift auch gekauft. Inhalt gut - aber die kleine Schriftart stört mich persönlich sehr, ist schwer zu lesen. Zudem "stinkt" die Zeitschrift zuerst....
David Teichfloh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2019, 20:11   #3
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Zitat:
Zitat von David Teichfloh Beitrag anzeigen
- aber die kleine Schriftart stört mich persönlich sehr,
Mich auch - ist mühsam!
Zitat:
Zitat von David Teichfloh Beitrag anzeigen
Zudem "stinkt" die Zeitschrift zuerst....
Stimmt.
Das sind wohl die restlichen Lösungsmittel der Druckfarben, die erst noch ausdünsten müssen.
Alle Zeitschriften mit hochwertigen Fotodrucken haben diesen Geruch mehr oder weniger stark.
Also: Erstmal zum Lüften auf die Leine hängen...


Gruß
Otocinclus2
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Alt 05.10.2019, 19:53   #4
Otocinclus2
 
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Standard AF Nr. 269 Oktober/November 2019

Das AF Nr. 269 ist erschienen.

Im Vorwort dieses Heftes wagt der Herausgeber Dr. Hans-Joachim Herrmann etwas, was wohl nicht bei Jedem gut ankommen mag: Nämlich Greta Thunberg und die Fridays for Future-Bewegung zu kritisieren bzw. die mehr oder weniger allgemein übernommene Haltung dazu - mit m.E. durchaus beachtlichen Argumenten. Wobei er aber auch sagt, wie man es seiner Meinung nach besser machen kann.

Das will ich hier aber nicht weiter kommentieren. Das sollte sich besser jeder selbst durchlesen - und sich dann seine eigene Meinung dazu bilden.


Nun zum rein fachlichen Teil des Heftes. Das Titel-Thema lautet: „Xipho-Zucht“

Dieses Thema wird zwar nicht, wie man es erwarten könnte, mit mehreren Artikeln von ggf. verschiedenen Autoren abgehandelt, sondern nur mit einem einzigen Beitrag von Dr. Dieter Gentzsch: Die Geschichte der Xiphophorus-Zuchtformen und ihr Standard.

Aber dieser Artikel hat es in sich - nicht nur vom Umfang (immerhin 27 Seiten !), sondern auch vom Inhalt. Mit insgesamt 58 Fotos werden vorwiegend Zuchtformen aber ganz vereinzelt auch Naturformen von Schwertträgern und Platys präsentiert, von denen ich einige noch nie gesehen habe. Und das, obwohl ich bei Gelegenheit immer wieder mal in Zoohandlungen auch ohne jede Kaufabsicht alle Aquarien anschaue, nur um mal wieder zu sehen, was überhaupt alles im Angebot ist.

Wegen der relativ kleinen (und deshalb für ältere Semester schon etwas mühsam lesbare) Schrifttype ließ sich eine Menge Text auf diese 27 Seiten pressen. Und der geht wirklich sehr in die Tiefe. Hier ist einmal mehr erkennbar, dass das AF (dessen Herausgeber ja immerhin ein promovierter Biologe ist) den Anspruch erhebt, über einen „nur“ populärwissenschaftlichen Ansatz hinauszugehen.

Auf den Seiten 38 und 39 berichtet Manuel John über ein Comeback, nämlich über das vom Rotschwanz-Ährenfisch Bedotia madagascariensis. Wer schon jetzt wissen möchte, um wen es sich da handelt, kann auch schon mal hier nachschauen:
http://www.aquarium-ratgeber.com/fis...hrenfisch.html
http://www.aquarium-guide.de/rotschwanz-aehrenfisch.htm

Die Flora und Fauna des Bubang River, Panay Island, Philippinen bringt uns dann Dr. Maren Gaulke auf den Seiten 40 - 47 näher. Da sehen wir Einiges, was sich bereits in unseren Aquarien etabliert hat, aber auch manch Neues - einschließlich Amphibien.

Dann kommt etwas, was sich in unseren Aquarien wohl so nie etablieren kann, aber gleichwohl sehr interessant ist: Caridina spongicola - über eine höchst ungewöhnliche Lebensgemeinschaft im Towuti-See berichtet Werner Klotz auf 4 Seiten mit Bildern, wie man sie eher aus einem Korallenriff erwarten würde. Diese Garnele lebt streng gebunden in einer Lebensgemeinschaft mit einem wissenschaftlich noch unbeschriebenen Schwamm, der allerdings auch wieder anders aussieht, wie man es von Süßwasserschwämmen gewohnt ist.

Immerhin: Eine ähnlich aussehende Garnele (nämlich die Harlekin-Garnele Caridina cf. spongicola) lässt sich in unseren Aquarien schon halten, wie man hier sehen kann:
http://www.aquarium-guide.de/gar_caridina_spongicola.htm


Die Hechtbuntbarsche der Gattung Crenicichla sind ja in der Aquaristik schon seit Jahrzehnten bekannt. Etwas weniger geläufig sind die kleiner bleibenden Vertreter der Gattung Teleocichla. Über zwei von ihnen, nämlich Teleocichla preta und Teleocichla sp. „Tocantins“ berichtet Prof. Dr. Jörg Albering auf den Seiten 52 - 58.


Nun kommt ein Panzerwels, den ich auch noch nicht kannte: Das Fabelwesen unter den Panzerwelsen: Corydoras gryphus. Erik Schiller erzählt uns auf den Seiten 60 und 61 etwas über diesen außergewöhnlichen Fisch. Ein schmuckes Kerlchen mit einer extrem hohen Rückenflosse, wie ich sie vorher bei keinem Cory gesehen habe.
Erfreulich: Die Tiere, die es eher kühl mögen (18-23°) lassen sich zumindest von halbwegs ambitionierten Aquarianern offenbar leicht vermehren.


Auf den nächsten 4 Seiten wird dann die Serie von Gabriela Gwisdek: Das Gwisdek-Aquarium mit der Folge 4 fortgesetzt. Und dort lernen wir u.a., dass ein nach längerer Abwesenheit völlig veralgt vorgefundenes Aquarium zwar (gemessen am eigenen Ästhetikanspruch) schäbig aussieht, aber die Fische und sonstigen Bewohner in ihrem Wohlbefinden nicht im Geringsten beeinträchtigt, eher im Gegenteil.
Was lernen wir daraus? Weniger dem eigenen eitlen Ideal hinterherhecheln - mehr auf das Wohlbefinden der Tiere achten!


Wie man Westafrika im Gästezimmer haben kann, erzählt uns Tim Stenzel auf den Seiten 66 und 67 im 1.Teil, dem noch Fortsetzungen folgen sollen.


Dann wird von Dr. Axel Zarske die Reihe Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie mit dem 21. Teil fortgesetzt. Diesmal referiert er über Georg Marggraf (29.09.1610 bis 07/08 1644).


Jetzt etwas für Urlauber in Fernost, die auch dort ihre aquaristischen Neigungen ausleben wollen: In seiner Reihe SchauAQUARIENSchau stellt uns Benjamin Harink das Shanghai Ocean Aquarium auf den Seiten 70 - 73 vor. Sehenswert!


Die Aqua-Terrianer unter uns bekommen auch was zu sehen und lesen: Thailändische Blindwühlen, Ichthyophis. Jens Kühne bringt uns diese bizarren Tiere auf den Seiten 74 - 77 etwas näher.
Wer mit Blindwühlen überhaupt nichts anfangen kann, mag vielleicht hier mal nachschaun:
https://www.br.de/themen/wissen/amph...ilidae110.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Schleichenlurche
https://www.das-tierlexikon.de/blindwuehle/


Es folgt auf den Seiten 78 - 80 ein Beitrag von Dr. Hans-Joachim Herrmann über 20 Jahre Easy Life International BV. Gefolgt (welch Zufall? ) von einer ganzseitigen Anzeige dieser Firma.

Von diesem Artikel bin ich schon einigermaßen enttäuscht. Denn er liest sich wie eine völlig unkritische Werbeanzeige. Und das ist schon etwas überraschend für mich. Denn von dem Herausgeber des AF hatte ich in all den Jahren, in denen ich immer wieder mal Ausgaben des AF gelesen habe, den Eindruck gewonnen, dass er den Dingen kritisch (und auch durchaus selbstkritisch) auf den Grund gehen will und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt und vor allem auch niemandem nach dem Mund reden will (siehe z.B. seine kritischen Anmerkungen im Vorwort). Und dann dieser stromlinienförmige Werbetext aus seiner Feder! Das klingt für mich wie Lobhudelei für einen jahrelang treuen Inserenten.

Kein Wort davon, dass Easy Life ums Verrecken nicht verraten will, woraus ihre Produkte bestehen, kein Wort darüber, dass in Easycarbo Glutaraldehyd, also ein Desinfektionsmittel (und eben kein Kohlenstoffdünger) enthalten ist.
Ich denke, ich werde ihn mal anschreiben - und dann berichten.


Aber nun weiter im Heft, denn natürlich gibt es dort noch wirklich Lesenswertes (und dank guter Fotos Sehenswertes): Wie z.B. Linkes Labyrinthfische.
Horst Linke stellt uns in seiner Rubrik diesmal Betta roja Tan & Ng mit 2 Seiten Text und 8 Fotos vor. Ein auf den ersten Blick zwar nicht farbenprächtiger, aber gleichwohl attraktiver Vertreter seiner Gattung. Ein Maulbrüter, den man durchaus bei passenden Wasserwerten (weich, mineralarm, sauer mit Huminstoffen) nicht nur halten, sondern auch vermehren kann.


Es gibt noch weitere lesens- und sehenswerte Seiten mit eine Fülle von interessanten Themen.

Fazit:
Klare Kaufempfehlung!

Vorschau auf’s nächste Heft:
Das Titelthema wird Diskuszucht sein.



Gruß
Otocinclus2

Danke: (2)
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.12.2019, 19:54   #5
Otocinclus2
 
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Standard AF Nr. 270 Dezember 2019 / Januar 2020

Das Aquaristik Fachmagazin Nr. 270 ist erhältlich.

Wieder mit 128 reich bebilderten Seiten. Das AF nimmt ja für sich in Anspruch, das vom Umfang her "stärkste" aquaristische Fachmagazin in Deutschland zu sein. Was ja auch stimmt. Aber auch inhaltlich gehen die Artikel meist mehr ins Detail und in die Tiefe, als bei den anderen bekannten Zeitschriften. Der Umfang wird also in jeder Hinsicht genutzt.

Titelthema der aktuellen Ausgabe: Diskuszucht.
Und dieses Thema wird sehr umfangreich "abgearbeitet".

Horst Linke ist ja vielen eher als ein Spezialist für Labyrinther bekannt. Hier beweist er, dass er auch auf anderen Gebieten Expertise aufweisen kann und berichtet auf den Seiten 6 - 21, dass die Diskuszucht im Aufschwung begriffen ist.
Um das zu belegen, hat er zahlreiche Züchter besucht. Und dabei ist er außerordentlich umtriebig gewesen und hat mehrere Kontinente abgeklappert. Die Züchter und natürlich vor allem die zahlreichen Zuchtformen werden in Wort und Bild vorgestellt.


Dass Diskusfische häufig von Parasiten, insbesondere von Kiemenwürmern und Darmflagelaten geplagt werden (und nicht selten daran sterben), ist sogar vielen Aquarianern geläufig, die selbst noch nie Diskusfische gehalten haben. Wie man Parasitenfreie Diskus bekommen kann, will uns Tim Stenzel auf den Seiten 22 - 25 näher bringen.
Er berichtet hier über die Diskuszucht von Dieter Bachmann in Marl und beschreibt, was dieser alles unternimmt, um diese Fische parasitenfrei zu züchten.
Durchaus interessant. Aber eines ist mir dabei unangenehm aufgestoßen: Da ist u.a. von "besonders zusammengestelltem Futter" die Rede. Und dass dieses Hauptfutter auf Putenherzbasis beruht.
Nun sollte es sich ja mittlerweile selbst in "Amateur-Aquarianerkreisen" herumgesprochen haben, dass Warmblüterfleisch in der Fischfütterung (außer vielleicht bei Piranhas) nichts zu suchen hat, weil es für die Fische nur bei ständiger Haltung bei unnatürlich hohen Temperaturen um die 30° überhaupt ansatzweise verdaulich ist.
Das das hier in einem Fachmagazin, dass einen gewissen wissenschaftlichen Anspruch für sich reklamiert, einfach so berichtet wird, ohne es kritisch zu hinterfragen, stimmt mich schon etwas nachdenklich.


Mit der Krankheitsanfälligkeit von Diskusfischen hat auch der nachfolgende Artikel zu tun. Udo Thrän meint, dass man Keine Angst vor der Diskusseuche zu haben braucht. Damit sind die verschiedensten multiresistenten Keime gemeint, die viele Diskus-Stämme, die jahrzehntelang unter permanenter Anwendung von Antibiotika gezüchtet wurden, mit sich herumschleppen. Die zwar selber nicht mehr daran erkranken, aber eben Diskusfische anderer Stämme, zu denen sie gesetzt werden - und dann wirkt bei denen oft kein Medikament mehr.
Hier wird ein von einer deutschen Firma aus Menden (Sauerland) hergestelltes Mittel (Discus Protector) zur "Schnell-Quarantäne" vorgestellt. Dieses Mittel soll innerhalb der 15-minütigen Anwendung dafür sorgen, dass die eingesetzten Neuzugänge den Altbestand eines Aquariums nicht mit multiresistenten oder sonstigen "unverträglichen" Keimen anstecken. Wie das tatsächlich funktionieren soll, wird nicht wirklich verraten, auch nicht auf der Homepage dieser Firma:
http://www.discusfood.com/de/fish-pr...ck-quarantine/

Da werden große Versprechungen gemacht, ohne dass verraten wird, was da drin ist. Immerhin: von einer Anwendung bei Wirbellosen wird abgeraten.

Was mich auch hier stört: Vollmundige Versprechungen ohne Angabe der Inhaltsstoffe werden nicht hinterfragt. Das passt einfach nicht zu dem wissenschaftlichen Anspruch, den das AF für sich reklamiert. Schade!


Aber nun Schluss mit dem Gemecker! Zu etwas Neuem. Oder Altem - je nachdem, wie man’s sieht.
In der Rubrik Comeback berichtet Manuel John über die Fünfgürtelbarbe (Desmopuntius pentazona). Zwar "nur" auf 2 Seiten mit 2 schönen Fotos, aber wegen der kleinen Schrifttype ist der Text doch recht inhaltsreich; Hinweise zur Haltung und Zucht sind keineswegs zu kurz gehalten.


Und jetzt wieder etwas für die Freunde der Labyrinther unter uns. Jetzt geht es um einen eher selten gehaltenen Fisch, obwohl der gar nicht mal soo schwer zu halten und zu züchten ist, jedenfalls wenn man Hansjürgen Dieke glauben kann, der uns auf den Seiten 38 - 41 über Zuchterfahrungen mit dem Orange-Buschfisch, Microctenopoma ansorgii berichtet.
Wenn man sich den Burschen so anschaut, fragt man sich unwillkürlich, warum er in unserem Hobby nicht weiter verbreitet ist:
http://www.aquariumguide.de/lab_orange-buschfisch.htm
https://www.seerose-frechen.de/Aqua_..._ansorgii.html


Erik Schiller berichtet sodann über Ein Panzerwels aus den Klarwasserbächen Brasiliens (Seiten 42 und 43).


Mit einem wenig erbaulichen Thema befasst sich der ausgewiesene Cichliden-Kenner Dr. Wolfgang Staeck auf den folgenden 7 Seiten: Viktoriasee-Buntbarsche: Die Vernichtung ihrer Artenvielfalt. Hier wird beschrieben, was vor allem die von den Menschen aus kurzsichtigem Profitstreben veranlasste Einsetzung des Nilbarsches im Viktoriasee unter den dort endemischen Arten angerichtet hat.


Gedanken zur Brutpflege bei Aquarienfischen macht sich dann Steffen Rothe auf den Seiten 52 - 56. Es sind vor allem Skalare, Schmetterlingsbuntbarsche, Afrikanische Schmetterlingsbuntbarsche und Tüpfelbuntbarsche, über die er nachdenkt. Und mit 5 Fotos und reichlich Text lässt er uns an seinen Gedanken teilhaben.


Tim Stenzel setzt seine im letzten Heft begonnene Reihe Westafrika im Gästezimmer mit dem 2. Teil fort (Seiten 58 und 59).


Palim! Palim! Dieter Hallervorden wird Aquarianer. Kein Witz! Sondern Realität.
Auf den folgenden 4 Seiten erfahren wir im 1. Teil der - nun ja, ich nenn’s jetzt mal Doku-Soap - wie ein immerhin 84 Lenze junger Komiker (allerdings: er ist wohl mehr als nur das) zu unserem Hobby findet. Kein geringerer als der Verlagsinhaber und Chefredakteur Dr. Hans-Joachim Herrmann berichtet darüber.
Dass das Ganze ein wenig wie Werbung für die Firma JUWEL ausschaut, die das Aquarium geliefert hat, sei nur am Rande bemerkt. Gute Aquarien bauen die ja wirklich.
Mal schauen, wie’s weitergeht.


Für Meerwasser-Aquarianer gibt es auch was. Werner Fiedler weiß etwas über Die Fortpflanzung von Bennetts Spitzkopfkugelfisch zu erzählen (Seiten 64 - 67).


Dr. Axel Zarske setzt auf den Seiten 68 und 69 seine Reihe Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie fort. Der 22. Teil befasst sich mit Rudolf Ignatius Kner ( 24.8.1810 bis 27.10.1869).


Jetzt zückt der Chefredakteur Dr. Hans-Joachim Herrmann wieder seine Feder. Den Amphibien gilt sein besonderes Interesse. Dass es sich bei Wendehälse im Terrarium nicht um politische Opportunisten, sondern um Frösche handelt, bringt er uns auf den Seiten 70 - 73 näher.


Ohne Benennung eines Autors, aber auch ohne Kennzeichnung als Anzeige, wird auf den Seiten 78 - 81 über 70 Jahre EHEIM - Technik fürs Hobby berichtet. Es ist also nicht erkennbar, ob es sich um einen redaktionellen Beitrag oder um Werbung handelt.
Auch wenn es durchaus interessant ist, mir missfällt das schon ein wenig. Es sollte für jeden Leser sofort ohne Weiteres erkennbar sein, wer für den Inhalt verantwortlich ist - und ob es sich um einen (unabhängigen) Beitrag eines Autors oder der Redaktion oder schlicht um Werbung handelt.


Passend zur Jahreszeit:
Eckhard Grell-Herrmann stellt auf den folgenden 3 Seiten Weihnachtskugeln für Vivarianer vor. 18 Exponate in Form von Fischen, einem Oktopus, einigen Reptilien, einer Schnecke und einem Käfer...nun ja, wer’s mag...


Zur "redaktionell getarnten Werbung" würde ich auch die Rubrik Mit dem AF bei... zählen, die ich deshalb bei den vorangegangenen Rezensionen auch übersprungen habe. Aber jetzt will ich mal eine Ausnahme machen, denn es sind zwei sehr interessante Beiträge dabei.

Zum einen wird auf Seite 94 die Umkehrosmoseanlage Glamorca von Aquarioom vorgestellt.
Unsere Osmose-Experten können sich das Teil ja mal anschauen und berichten, was sie davon halten...
https://www.korallenriff.de/artikel/...se_Anlage.html#

Zum anderen wird über die Firma Quellarium und ihr Aquaponik-System berichtet, mit dem man schon mit einem 60cm-Becken ganz seriös Aquaponik betreiben können soll. Mit dem Ergebnis, dass man nicht nur stets z.B. frische Küchenkräuter hat, sondern auch Wasserwechsel einsparen können soll. So soll bei einem 60-Liter-Becken mit angeschlossenem Quellarium seit 1 Jahr kein einziger Wasserwechsel gemacht worden sein - und die Nitrat- und Phosphatwerte sollen mit 12 mg/l und 0,5 mg/l ausgezeichnet sein.
Ob was dran ist? Schaut mal z.B. hier:
https://www.ardmediathek.de/br/playe...DVlNmJlZDI0Ng/
https://www.quellarium.de/


Aber nun wieder zu den Fischen, und zwar wieder zu Labyrinthern. In seiner Rubrik Linkes Labyrinthfische stellt Horst Linke uns diesmal Parosphromenus tweediei auf den Seiten 104 und 105 vor. Ein wirklich schmucker Geselle, wie man auch hier sehen kann:
https://www.parosphromenus-project.org/de/tweediei
https://www.youtube.com/watch?v=ew1kmfAbed0



Das Heft enthält noch einiges mehr. Aber schreibfaul, wie ich nun mal bin, soll das reichen, um Appetit zu machen. Denn auch wenn ich an einigen Stellen wegen unzureichender Abgrenzung zwischen echten rdaktionellen Beiträgen und Werbung und auch zu anderen Punkten etwas zu meckern hatte - das Heft lohnt sich!


Gruß
Otocinclus2

Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2020, 17:33   #6
Otocinclus2
 
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Abgegebene Danke: 502
Erhielt: 1.557 Danke in 866 Beiträgen
Standard AF Nr. 271 Februar/März 2020

Das Aquaristik Fachmagazin Nr. 271 ist da.

Das Titelthema - nämlich Unken & Co. - richtet sich diesmal weniger an Aquarianer, als vielmehr an Terrarianer. Ich hab mir das Heft trotzdem geholt. Denn auf den insgesamt 128 Seiten werden natürlich auch aquaristische Beiträge präsentiert.


Aber zuerst legt Markus Harzdorf los: Unken, Bombina _ Biologie, Pflege und Zucht. 19 (!) Seiten mit viel Text und vielen, oft sehr farbenprächtigen Fotos. Ich muss zugeben, dass ich diesen umfangreichen Artikel bis jetzt noch gar nicht ganz gelesen habe, zumal er nicht unbedingt mein Kerninteresse anspricht.


Der Herausgeber Dr. Hans-Joachim Herrmann führt das Titelthema dann weiter: Unken wir ein bisschen herum? fragt er auf den Seiten 26 und 27. Ein Artikel, der sich allerdings weniger mit den Tieren selbst befasst, als vielmehr mit ihrer Rolle in unserer Kulur - also in Märchen, Literatur, Redensarten...


Wirklich fachlich wird es dann aber auf den nächsten beiden Seiten. Denn hier berichtet Dr. Hans-Joachim Herrmann über Lungenlose Flussunken, Barbourula kalimantanensis. Wir erfahren u.a., dass es eine ganze Reihe von Amphibien gibt, die als adulte Tiere ohne Lungen auskommen, weil sie über die Haut atmen. Wie eben auch die vorgenannten Unken.


Dr. Maren Gaulke schließt das Titelthema dieses Heftes dann mit ihrem Beitrag Flussunken & Co. bei den Kuyawyaw Falls, Palawan, Philippinen ab (Seiten 30 - 33).


So. Ab jetzt kommen die Aquarianer auf ihre Kosten.

In der Rubrik Drunter & Drüber vermittelt uns Werner Fiedler auf 2 Seiten, dass die Nase (Chondrostoma nasus), die ein früher hierzulande häufiger Speisefisch war, mittlerweile zumindest regional im Bestand gefährdet ist.


In der Rubrik Comeback wird regelmäßig über Fische berichtet, die unter den Aquarianern früher populär und entsprechend weit verbreitet waren, dann aber irgendwie in Vergessenheit gerieten. Der Diskussalmler Brachychalcinus orbicularis ist ein solcher Kandidat, der wieder etwas mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht, wozu Manuel John auf den Seiten 40 und 41 seinen Teil beiträgt.


Nun kommt Ingo Seidel. Es wird wohl kaum überraschen, dass er über Welse berichtet, nämlich Die Nadelwelse der Gattung Farlowella. Auf 4 gut bebilderten Seiten schreibt er über das natürliche Vorkommen, die Lebensweise, Ernährung, die Pflegeansprüche im Aquarium einschließlich der Vermehrung und Aufzucht der Jungfische.


Dr. Anton Lamboi berichtet sodann auf den folgenden 7 Seiten über Fischkundliche Aufsammlungen in Gabun.
Und da kommen Vertreter so gut wie aller Fischarten in Afrika vor: Von Cichliden über Barben, Buschhfische, Welse, Killifische bis hin zu Exoten wie Nilhechte...


Jens Kühne war im Norden von Borneo. Und als Ergebnis dieser Reise bringt er uns seinen Beitrag Karpfenfische, Grundeln & Co. - unter Wasser in Sabah mit (Seiten 54 - 59).


Tim Stenzel setzt auf den nächsten beiden Seiten seine Reihe Westafrika im Gästezimmer mit dem 3. Teil fort.


Und da wir schon mal bei Fortsetzungen sind:
Dieter Hallervorden wird Aquarianer 2. Teil wird uns vom Herausgeber Dr. Hans-Joachim Herrmann auf den Seiten 66 - 69 präsentiert.


Nun ein Artikel für Meerwasser-Aquarianer:
Die kommerzielle Zucht der Wächtergrundel, Cryptocentrus cinctus mit neuen Fütterungsmethoden. Daniel Hötzel und Dr. Hanno Bährs zeigen den Interessierten (so sie denn in unserem Forum vertreten sein sollten), wie es geht (Seiten 70 - 75).


In der Rubrik Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie stellt Dr. Axel Zarske uns diesmal auf 2 Seiten Edward Drinker Cope (28.07.1840 bis 12.04.1897) vor.


In Linkes Labyrinthfische stellt uns Horst Linke diesmal den zu den Maulbrütern gehörenden Betta pinguis vor (Seiten 104 und 105). Den kann man sich auch hier mal anschauen:

https://www.ibcbettas.org/about-bett...ecies/pinguis/

Auf den Fotos in Linkes Beitrag kommt er allerdings etwas atraktiver rüber.
Leider müssen wir erfahren, dass dieser Fisch in seinem natürlichen Bestand gefährdet ist, wie uns auch hier vermittelt wird:

https://www.iucnredlist.org/species/169568/91308499


Erfreulicherweise erfahren wir von Horst Linke aber auch, dass sich Betta pinguis im Aquarium vermehren lässt, sofern man ihm dort weiches Schwarzwasser und Lebendfutter bieten kann.


Es gibt dann noch einige kurze Berichte über diverse Fische und Pflanzen, deren Aufzählung ich mir hier aber mal spare.


Vorschau:
Das nächste Heft ist für April 2020 angekündigt.
Titelthema: Koi - Fische mit Vergangenheit


Gruß
Otocinclus2

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Alt 01.02.2020, 19:43   #7
Vanjimmy
 
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Zitat:
Zitat von Otocinclus2 Beitrag anzeigen
Das Aquaristik Fachmagazin Nr. 271 ist da.

Das Titelthema - nämlich Unken & Co. - richtet sich diesmal weniger an Aquarianer, als vielmehr an Terrarianer. Ich hab mir das Heft trotzdem geholt. Denn auf den insgesamt 128 Seiten werden natürlich auch aquaristische Beiträge präsentiert.


Aber zuerst legt Markus Harzdorf los: Unken, Bombina _ Biologie, Pflege und Zucht. 19 (!) Seiten mit viel Text und vielen, oft sehr farbenprächtigen Fotos. Ich muss zugeben, dass ich diesen umfangreichen Artikel bis jetzt noch gar nicht ganz gelesen habe, zumal er nicht unbedingt mein Kerninteresse anspricht.


Der Herausgeber Dr. Hans-Joachim Herrmann führt das Titelthema dann weiter: Unken wir ein bisschen herum? fragt er auf den Seiten 26 und 27. Ein Artikel, der sich allerdings weniger mit den Tieren selbst befasst, als vielmehr mit ihrer Rolle in unserer Kulur - also in Märchen, Literatur, Redensarten...


Wirklich fachlich wird es dann aber auf den nächsten beiden Seiten. Denn hier berichtet Dr. Hans-Joachim Herrmann über Lungenlose Flussunken, Barbourula kalimantanensis. Wir erfahren u.a., dass es eine ganze Reihe von Amphibien gibt, die als adulte Tiere ohne Lungen auskommen, weil sie über die Haut atmen. Wie eben auch die vorgenannten Unken.


Dr. Maren Gaulke schließt das Titelthema dieses Heftes dann mit ihrem Beitrag Flussunken & Co. bei den Kuyawyaw Falls, Palawan, Philippinen ab (Seiten 30 - 33).


So. Ab jetzt kommen die Aquarianer auf ihre Kosten.

In der Rubrik Drunter & Drüber vermittelt uns Werner Fiedler auf 2 Seiten, dass die Nase (Chondrostoma nasus), die ein früher hierzulande häufiger Speisefisch war, mittlerweile zumindest regional im Bestand gefährdet ist.


In der Rubrik Comeback wird regelmäßig über Fische berichtet, die unter den Aquarianern früher populär und entsprechend weit verbreitet waren, dann aber irgendwie in Vergessenheit gerieten. Der Diskussalmler Brachychalcinus orbicularis ist ein solcher Kandidat, der wieder etwas mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht, wozu Manuel John auf den Seiten 40 und 41 seinen Teil beiträgt.


Nun kommt Ingo Seidel. Es wird wohl kaum überraschen, dass er über Welse berichtet, nämlich Die Nadelwelse der Gattung Farlowella. Auf 4 gut bebilderten Seiten schreibt er über das natürliche Vorkommen, die Lebensweise, Ernährung, die Pflegeansprüche im Aquarium einschließlich der Vermehrung und Aufzucht der Jungfische.


Dr. Anton Lamboi berichtet sodann auf den folgenden 7 Seiten über Fischkundliche Aufsammlungen in Gabun.
Und da kommen Vertreter so gut wie aller Fischarten in Afrika vor: Von Cichliden über Barben, Buschhfische, Welse, Killifische bis hin zu Exoten wie Nilhechte...


Jens Kühne war im Norden von Borneo. Und als Ergebnis dieser Reise bringt er uns seinen Beitrag Karpfenfische, Grundeln & Co. - unter Wasser in Sabah mit (Seiten 54 - 59).


Tim Stenzel setzt auf den nächsten beiden Seiten seine Reihe Westafrika im Gästezimmer mit dem 3. Teil fort.


Und da wir schon mal bei Fortsetzungen sind:
Dieter Hallervorden wird Aquarianer 2. Teil wird uns vom Herausgeber Dr. Hans-Joachim Herrmann auf den Seiten 66 - 69 präsentiert.


Nun ein Artikel für Meerwasser-Aquarianer:
Die kommerzielle Zucht der Wächtergrundel, Cryptocentrus cinctus mit neuen Fütterungsmethoden. Daniel Hötzel und Dr. Hanno Bährs zeigen den Interessierten (so sie denn in unserem Forum vertreten sein sollten), wie es geht (Seiten 70 - 75).


In der Rubrik Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie stellt Dr. Axel Zarske uns diesmal auf 2 Seiten Edward Drinker Cope (28.07.1840 bis 12.04.1897) vor.


In Linkes Labyrinthfische stellt uns Horst Linke diesmal den zu den Maulbrütern gehörenden Betta pinguis vor (Seiten 104 und 105). Den kann man sich auch hier mal anschauen:

https://www.ibcbettas.org/about-bett...ecies/pinguis/

Auf den Fotos in Linkes Beitrag kommt er allerdings etwas atraktiver rüber.
Leider müssen wir erfahren, dass dieser Fisch in seinem natürlichen Bestand gefährdet ist, wie uns auch hier vermittelt wird:

https://www.iucnredlist.org/species/169568/91308499


Erfreulicherweise erfahren wir von Horst Linke aber auch, dass sich Betta pinguis im Aquarium vermehren lässt, sofern man ihm dort weiches Schwarzwasser und Lebendfutter bieten kann.


Es gibt dann noch einige kurze Berichte über diverse Fische und Pflanzen, deren Aufzählung ich mir hier aber mal spare.


Vorschau:
Das nächste Heft ist für April 2020 angekündigt.
Titelthema: Koi - Fische mit Vergangenheit


Gruß
Otocinclus2

Moin

Danke für die Zusammenfassung. Leider wieder ein Heft das an meinen Interessen vorbei geht, ergo bleibt es wohl wieder im Regal stehen.
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Alt 28.03.2020, 22:15   #8
Otocinclus2
 
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Standard AF Nr. 272 April/Mai 2020

Das Heft AF Nr. 272 ist erschienen.
Titelthema: Koi - Fische mit Vergangenheit

Subtitelthemen:
  • Rotrückenmakropoden
  • Die Balz der Teufelsfische
  • Pterophyllum scalare „Santa Isabel“
Die ersten Seiten eines jeden Heftes (incl. Inhaltsverzeichnis) überspringe ich für gewöhnlich. Diesmal nicht.

Warum? Nun, weil der Tetra-Verlag auf Seite 3 (also noch vor dem Inhaltsverzeichnis) eine Werbung in eigener Sache geschaltet hat, die passender ist, als ihm dabei wohl selbst bewusst war - sonst hätte er es marketingmäßig wohl besser ausgeschlachtet.
Da wird treffend darauf hingewiesen, dass die Teichsaison wieder beginnt, und frohlockt: „Endlich ist der Klassiker zur Teichsaison 2020 wieder lieferbar!“
Beworben wird das Buch: Goldfische in aller Welt
Von wem geschrieben? Von Bernhard Teichfischer ! Na, wenn das nicht passt!

Aber nun weiter. Das Titelthema ruft!

Es beginnt auf Seite 6 mit dem Beitrag von Manuel Thiele: Koi - Fische mit Vergangenheit
Mit insgesamt 20 (!) Seiten nicht nur ein sehr umfangreicher, sondern auch sehr gehaltvoller Artikel, der die Geschichte der Haltung von Kois vor allem auch in Europa (die schon im 19. Jahrhundert begann!) sehr detailliert vermittelt.
Aber auch über die Kois hinaus erfahren wir einiges, und da ist dieser Artikel gerade auch für Nostalgiker und Antiquariat-Interessierte eine Fundgrube. Denn es werden dort zahlreiche Annoncen der damals großen Anbieter abgedruckt. Und da sehen wir z.B., dass Paul Matte in Lankwitz bei Berlin im Jahr 1905 Zuchtpaare von Danio rerio zu Preisen von 30,00 und 40,00 Mark anbot (Seite 17). Wenn man bedenkt, dass das Jahreseinkommen eines Arbeitnehmers zu dieser Zeit durchschnittlich rund 700,00 Mark betrug, kann man ermessen, dass die Aquaristik damals nichts für „kleine Leute“ war. Zumindest nicht, wenn man tropische Fische halten wollte - auch wenn es einige durchaus preiswertere gab, z.B. junge Cichlasoma nigrofasciatum für 1,00 Mark das Stück. Immerhin auch ein halber Tagesverdienst für einen Fisch. Da sollten wir uns über die heutigen Preise nicht beschweren.

„Klassisch“ geht es auch weiter.
In der Rubrik Comeback berichtet Manuel John auf den Seiten 36 und 37 über den Koboldkärpfling Gambusia affinis.

Simon Forkel meint, dass Pterophyllum scalare „Santa Isabel“ - eine bestechende Schönheit sei.
Nun ja, der Meinung kann man sein. Wer sich da schon vor dem Kauf des Heftes ein eigenes Bild machen möchte, kann hier mal nachschauen:
https://www.aquariumglaser.de/fischa...-santa-isabel/

Nun kommen die Liebhaber der Labyrinther auf ihre Kosten:
Rotrückenmakropoden. Mathias Teucke stellt uns Macropodus erythropterus auf den Seiten 42 bis 45 vor - einschließlich einer ausführlichen Beschreibung der Haltung und Zucht dieses attraktiven Fisches.

Für unseren Hans T könnte es auch einen Grund geben, sich dieses Heft zu kaufen:
Über die Süßwassernadeln auf der Halbinsel Malaysia berichtet Jens Kühne auf den Seiten 46 - 49.
Und da lernen wir u.a., dass dort Süßwassernadeln auf den Märkten als Speisefische angeboten werden!
Das mag uns auf dem ersten Blick erschrecken, aber bei Malawi- und Tanganjika-Cichliden ist es ja auch nicht anders - lange bevor Europäer und Amerikaner diese herrlichen Fische als attraktive Aquarienfische entdeckten, waren sie vor Ort schon seit Generationen ein Leckerbissen.

Und mit Buntbarschen geht’s dann auch weiter.
Die Nachzucht von Benitochromis riomuniensis beschreibt uns Steffen Rothe auf den Seiten 50 - 53 nicht nur mit informativem Text, sondern auch mit eindrucksvollen Bildern.

Die Serie Westafrika im Wohnzimmer von Tim Stenzel wird auf den nächsten zwei Seiten mit dem 4. Teil fortgesetzt.

Dieter Hallervorden wird Aquarianer - 3. Teil
Dass der Herausgeber und Chefredakteur Dr. Hans-Joachim Herrmann 3 Seiten seines Magazins für die Fortsetzung dieser erkennbar von aqua global, EASY LIFE und JUWEL werbefinanzierten Doku-Soap hergibt, lässt mich vermuten, dass entweder eine persönliche Beziehung zu „Didi“ und/oder unzureichende Einnahmen durch Abonnements und Einzelverkauf der Hefte der Grund für diese Serie sind.
Wirklich gewinnbringend ist diese Berichterstattung jedenfalls weder für Anfänger noch für „gestandene“ Aquarianer.

Nun aber ein wirklich interessanter Artikel:
Drogenmanipulierte Fische
Die Grenze zwischen Genuss und Sucht ist fließend.
Das kennen wir. Selbstbestimmt genießen, oder zwanghaft konsumieren. Das können wir (nun ja - zumindest theoretisch - so weit die Willenskraft reicht) selbst bestimmen.
Viele Fische können das nicht. Weil sie ungefragt „bedröhnt“ werden. Nämlich durch die Abwässer, die (wenn auch aufbereitet) in die Habitate der Fische gelangen. Weil eben nicht alle Stoffe herausgefiltert werden, wie z.B. Psychopharmaka, Antibiotika, Hormone etc..
Schon seit Jahren haben Wissenschaftler festgestellt, dass Medikamentenrückstände im Abwasser sind. Und die werden mit den gängigen Klärverfahren nicht beseitigt. Fazit: Medikamente gelangen auch in vermeintlich „natürliche“ Gewässer. Die sorgen dann nicht nur für multiresistente Keime, sondern auch für Änderungen im Verhalten von Fischen, wie uns André Luty auf den Seiten 60 und 61 vermittelt.

Die Balz der Totenfische (Seiten 62 - 66 von Werner Fiedler) ist dann was für Meeres-Aquarianer, die allerdings zumindest in unserem Forum (trotz einer entsprechenden Abteilung) nicht wirklich präsent sind.

Es folgen Beiträge, die Terrarianer ansprechen, die spare ich mal aus.

Horst Linke beschreibt dann auf den Seiten 104 - 105 den Knurrenden Gurami Tropsis sp. „Hua Hin“ - eine offenbar nur lokal begrenzt vorkommende Art, die allerdings schon 1993 von Alfred Waser in diesem Gebiet nachgewiesen wurde.

Es gibt noch weitere interessante Beiträge - aber schreibfaul, wie ich bekanntermaßen bin - lest einfach selber nach! Empfehlenswert ist das Heft allemal.

Gruß
Otocinclus2

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Alt 06.06.2020, 18:08   #9
Otocinclus2
 
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Standard AF Nr. 273 Juni/Juli 2020

Das Heft des AF Nr. 273 ist erschienen.

Titelthema: Piranhas
Subtitelthemen: Gewächshausfrösche und Neue Zuchterfolge bei Brochis-Arten


Das Titelthema beginnt auf Seite 6.
Dass Piranhas, Pirayas oder Sägesalmler noch heute rätselhaft sind, weiß Dr. Axel Zarske dort zu berichten. Und er weiß viel zu erzählen! Nicht weniger als 26 (!) reich bebildete Seiten, auf denen er nicht nur die zahlreichen verschiedenen (und zum Teil ausgesprochen farbenprächtigen) Arten in Wort und Bild vorstellt. Auch auf die Lebensweise geht er sehr detailliert ein. So werden z.B. auf Seite 8 mit 4 Zeichnungen die Angriffstaktiken einiger Serrasalmus-Arten dargestellt und beschrieben. Dort lernen wir, dass sie in der Regel von hinten angreifen. Und dass sie bei aufmerksamen Fischen ganz harmlos tun können, gerade so, als führten sie nichts Böses im Schilde - um dann ganz plötzlich anzugreifen.

Dieser Artikel hat durchaus wissenschaftlichen Tiefgang, was allerdings aufgrund des Umfanges und des Autors auch nicht überrascht.
Wie gesagt: Dr. Zarske hat viel über Piranhas zu erzählen. So viel, dass er mit den 26 Seiten gar nicht ausgekommen ist. Und deshalb werden auf Seite 31 für die nächsten AF-Ausgaben weitere Teile des Beitrages angekündigt, in denen nicht nur weitere, hier noch nicht besprochene Serrasalmus-Arten beschrieben werden sollen, sondern auch aquaristische Details (also offenbar Haltung und Zucht im Aquarium etc.).


In der Rubrik Drunter & Drüber (Seiten 34 - 38) werden verschiedene Themen angesprochen. Eines davon möchte ich hier herausgreifen, nämlich die Wirkung von Blitzlicht auf Aquarienfische.
Bislang gab es dazu 2 Thesen: Die Einen behaupteten, Blitzlicht würde den Fischen schaden, die Anderen meinten, dies sei nicht der Fall. Beide Meinungen standen sich bislang unversöhnlich gegenüber. Und keine von beiden war bislang bewiesen oder widerlegt. Was wohl schlicht und einfach daran liegt, dass sich bisher noch Niemand die Mühe gemacht hat, dies mit einem wissenschaftlichen Ansprüchen entsprechenden Aufwand zu untersuchen.
Wie der Cichliden-Experte Dr. Wolfgang Staeck auf Seite 34 zu berichten weiß, haben dies nun einige Wissenschaftler nachgeholt.
Da Versuchskaninchen für aquatische Tests eher ungeeignet sind, wurde der Schmetterlingsbuntbarsch Mikrogeophagus ramirezi dafür genommen. Es wurden zwei Versuchsgruppen gebildet - die eine wurde „beblitzt“, die andere nicht. Als Stressindikatoren wurden bei beiden Gruppen die Cortisol- und die Glukosewerte gemessen. Überraschendes Ergebnis: Die dem Blitzlicht ausgesetzte Gruppe zeigte niedrigere Werte. Diese Tiere zeigten sogar weniger intraspezifische aggressive Interaktionen.

Ob das für alle Fische gleichermaßen gilt, ist noch offen. Es mag also durchaus Arten geben, die anders reagieren.

Zu diesem Thema ist hier auch noch etwas nachzulesen:

https://www.igb-berlin.de/news/manch...zlichtgewitter




In der Rubrik Comeback wird auf den Seiten 38 und 39 von Manuel John der Drachenfisch Zacco platypus in Wort und Bild vorgestellt.
Man kann ihn sich auch hier schon mal anschauen:

https://www.aquapro2000.de/drachenfi...-platypus.html



Panzerwelse der Gattung Corydoras kennt wohl jeder Aquarianer. Daneben gibt es aber auch noch weitere Gattungen von Panzerwelsen, z.B. Brochis - die kleine Gattung der großen Panzerwelse.
Erik Schiller bringt sie uns auf den Seiten 40 bis 43 näher. Und er liefert einige ausführliche Zuchtberichte/-anleitungen.
Übrigens: Der bekannte Smaragdpanzerwels wurde früher der Gattung Corydoras zugeordnet (Corydoras splendens) wird aber mittlerweile zur Gattung Brochis gezählt (Brochis splendens).


Nun kommen die Liebhaber von eher selten gepflegten lebendgebärenden Zahnkarpfen auf ihre Kosten: Anja Katzschmann und Norman Behr berichten auf den folgenden 4 Seiten über Rosenkärpflinge, Brachyraphis roseni, in der Natur und im Aquarium. Wirklich attraktive Tiere, die allerdings ihren eigenen Jungen sehr nachstellen, so dass nur in stark verkrauteten (Javamoos, schwimmender Hornfarn...) Elternbecken einige Junge durchkommen können.


Auch für Buntbarschfreunde gibt’s ein Schmankerl:
Uwe Werner stellt uns auf den Seiten 48 - 53 Crenicichla sp. „Guandu“ aus Südostbrasilien ausführlich vor.


An den Scapern unter den Auarianern kommt mittlerweile wohl keine Fachzeitschrift mehr ganz vorbei. Jedenfalls werden auch die hier ein wenig bespaßt.
„Japanese Aquascaping Nights“, erlebt in Esthers Garden - ein Bericht von Steffen und Gabriel Rothe (Seiten 54 - 57).


Auf Seite 58 startet dann eine neue Reihe:
Biotop-Aquarien - eine Hommage an die Natur. Der erste Teil von Tim Stenzel umfasst zwar nur 2 Seiten, aber mal schauen, was da noch so alles kommt.


Daniel Heerz stellt uns auf den Seiten 60 - 63 das S.E.A. Aquarium Singapur vor.
Das größte Becken ist 36 m lang und 8,30 m hoch mit einem Volumen von 18 Millionen Litern. Also schon ein wenig größer, als das typische Starter-Set aus dem Baumarkt.


In der Rubrik Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie berichtet Dr. Axel Zarske diesmal über Heinrich Kuhl (17.09.1797 bis 14.09.1821) und Johan Coenrad van Hasselt (24.06.1797 bis 08.09.1823).
Die beiden miteinander befreundeten Pioniere starben recht jung und hatten daher keine Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer umfangreichen Forschungsreisen selbst zu publizieren (Seiten 64 - 66).


Der Chefredakteur Dr. Hans-Joachim Herrmann ist Spezialist für Reptilien und Amphibien.
In seinem Beitrag Gewächshausfrösche - eine besondere Kulturfolge durch Eleutherodactylus planirostrisbringt er uns diese kleinen Fröschlein auf 4 Seiten näher.


Der Beitrag 25 Jahre Söll GmbH - sie machen unser Wasser besser auf den folgenden 4 Seiten wird keinem namentlich benannten Autor zugeschrieben, aber auch nicht als Anzeige gekennzeichnet. Es ist also nicht erkennbar, ob es sich um einen (objektiven) redaktionellen Beitrag handelt, oder um eine Eigendarstellung (= Werbung) des Unternehmens.
Nun ja - Ähnliches hatte ich schon in der vorangegangenen Rezension kritisch kommentiert...


Aber es gibt auch weiterhin uneingeschränkt Erfreuliches:
Dr. Hans-Joachim Herrmann stellt uns die Bunte Zuchtform vom Eidechsenschwanz, Houttuynia cordata „Chamäleon“ vor. Eine sehr attraktive Teichpflanze mit ausgesprochen buntem Blattwerk (Seiten 84 - 86).


In der Rubrik Aquaristische Seltenheiten bringt uns Oliver Lucanus den Zwergbuntbarsch Apistogramma guttata in Erinnerung. Seltsamerweise gehört er nicht zum Standardsortiment, obwohl er nicht nur attraktiv, sondern auch leicht zu halten und auch durchaus zu züchten ist. Schaut auch mal hier:

https://www.aqualog.de/en/lexikon/ap...mma-guttata-2/
https://www.aquarium-dietzenbach.de/?c=480042



Horst Linke befasst sich in Linkes Labyrinthfische diesmal mit der Bestimmung schaumnestbauender Kampffische aus Thailand.

Dies sind:

  • Betta splendens
  • Betta smaragdina
  • Betta siamorientalis
  • Betta imbellis
  • Betta mahachaiensis
Zu jedem der vorgenannten Tiere ist ein Foto beigefügt. Alles durchweg prächtige (kurzflossige) Tiere!


Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Artikel in diesem Heft zu entdecken, auf die ich jetzt mal nicht näher eingehe.
Klare Kaufempfehlung!


Vorschau:
Das Titelthema des nächsten Heftes: Tanganjikasee


Gruß
Otocinclus2

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Alt 01.08.2020, 18:22   #10
Otocinclus2
 
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Standard AF Nr. 274 August / September 2020

Das AF Nr. 274 ist da.

Titelthema: Tanganjikasee

Subtitelthemen: Guppysuche in Surinam, Aenigmachanna gollum und Koi-Betta - Merkmale und Zucht


Der bekannte Cichliden-Experte Dr. Wolfgang Staeck startet mit dem Titelthema. Er berichtet auf den Seiten 6 - 9 über die Erforschung, aquaristische Geschichte und Gefährdung des Tanganjikasees.


Und er macht gleich weiter. Auf den nächsten 10 Seiten stellt er die Substratbrüter des Tanganjikasees in Wort und Bild vor.

Etwa die Hälfte der im Tanganjikasee lebenden Cichliden gehört zu den Substratbrütern. Und bei vielen betreiben nicht nur die Elterntiere die Brutpflege, sondern auch die heranwachsenden Jungen der vorangegangenen Bruten, wie etwa bei Neolamprologus brichardi oder Julidochromis marksmithi.


Und da Staeck gerade mal dabei ist, berichtet er auch noch über Die maulbrütenden Cichliden des Tanganjikasees (Seiten 20 - 29). Und da lernen wir, dass es ganz unterschiedliche Brutpflegestrategien gibt. Denn im Gegensatz zu den Maulbrütern im Malawisee, die alle zum Typus der maternen Maulbrüter gehören (also wo nur das Muttertier die Eier und Larven im Maul betreut), gibt es im Tanganjikasee verschiedene Formen der Brutpflege im Maul.

So gibt es viele biparentale Maulbrüter, wo die Elterntiere sich abwechseln. Und auch unter denen gibt es Unterschiede. Die simultanen biparentalen Maulbrüter teilen sich die Brut auf und betreuen sie gleichzeitig im Maul. Bei der alternierenden biparentalen Maulbrutpflege wechseln sich die Elterntiere ab. Das kann dann auch wiederholt passieren.

Und dann gibt es noch die konsekutive biparentale Maulbrutpflege. Dabei löst das Männchen das Weibchen nach einer längeren Phase der Betreuung nur ein einziges Mal ab und betreut dann die Jungen im Maul bis zum Freischwimmen.


In der Rubrik Comeback berichtet Manuel John auf zwei Seiten über einen alten Bekannten, nämlich den Agassiz-Zwergbuntbarsch Apistogramma agassizii.
Von dem gibt es nicht nur die durchaus schon attraktive Naturform, sondern mittlerweile auch einige Zuchtformen, wie z.B. den Fire Red, der - wie der Name schon vermuten lässt - mit einer kräftigen Rotfärbung des Körpers und der Flossen aufwartet.


Nun darf Horst Linke einmal ran. Auf den Seiten 38 - 42 bringt er uns Koi-Betta - ein Kaleidoskop der Farben näher. Und der Titel verspricht nicht zu viel. Mit 21 Fotos stellt er uns diese relativ kurzflossigen Tiere vor. Eines prächtiger als das andere, mit völlig unterschiedlichen Farben und Mustern. Keines gleicht dem anderen, so dass man annehmen darf, dass es keine zwei Tiere mit identischer Farbe/Musterung gibt.


Michael Kempkes ist Auf der Suche nach Guppys und „Sumpfguppys“ in Surinam (Seiten 44 - 47).


Und Dr. Axel Zarske liefert auf nächsten 6 Seiten den 2. Teil seines Beitrags Piranhas, Pirayas oder Sägesalmler, noch heute rätselhaft.


Dass Aenigmachanna gollum - ein seltener Schlangenkopf ist, erfahren wir von Nikhil Sood auf den Seiten 54 und 55.


Schnorcheln im Riff - dann kamen die Haie. Heiko Blessin ist ja vielen Aquarianern kein Unbekannter. Im Urlaub mag er es wohl etwas prickelnder. Und sein Bericht über Tauchen im Korallenriff in Begleitung von Haien ist durchaus nicht uninteressant, allerdings unter aquaristischen Gesichtspunkten nicht wirklich ergiebig. Die immerhin 5 Seiten des Magazins, die sein Bericht in Anspruch nimmt, hätte man m.E. für Aquarianer werthaltiger verwenden können. Aber da kann man vielleicht auch geteilter Meinung sein.


Nun wirklich zurück zur Aquaristik. Tim Stenzel setzt seinen Beitrag Biotop-Aaquarien - eine Hommage an die Natur mit dem 2. Teil fort (Seiten 62 und 63).


Eine weitere Fortsetzungsgeschichte (und diesmal Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes): Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie. Dr. Axel Zarske berichtet uns im 26. Teil dieser Reihe über das Leben und Wirken von August Kappler (10. oder 11.11.1815 bis 20.10.1887).


Erik Schiller hat ein 200-Liter-Aquarium in seinem Wohnzimmer zum Terrarium umgewandelt. Eines, in dem vor allem Pflanzen dominieren. Da er aber auch etwas tierischen Leben darin haben wollte, hat er es auch damit bevölkert. Und zwar neben einigen Asseln und Springschwänzen vor allem mit Centrobolis splendidus, der kleine Rote aus Mosambik.
Der Name sagt uns allen natürlich sofort etwas, nicht wahr? Nun, es ist ein Tausendfüßer. Und er ist tatsächlich ganz hübsch anzuschauen, wie man auf den Seiten 66 - 69 sehen kann. Außer vielleicht für diejenigen, die so ein „Krabbelzeug“ partout nicht mögen.



Nun kommt etwas für die Teich-Freunde unter uns: Die Hohe Schule der Seerosenzucht - zu Besuch bei einem Weltmeister.
Steffen Rothe hat Vasu Manickam besucht. Und was der so alles „drauf hat“, kann man nicht nur in diesem Artikel sehen, sondern auch in seinem Onlineshop:

https://traumseerose.de/


Hans Joachim Herrmann stellt dann auf den Seiten 74 - 76 einen Teichinnenfilter von Oase im Test vor.



Daran schließt sich ein Bericht von Tanja Geisler an: 60 Jahre TUNZE Aquarientechnik (Seiten 78 - 81).



Auf den folgenden 4 Seiten werden Produktneuheiten 2020 vorgestellt. Durchaus interessant.



Horst Linke meldet sich mit seiner Rubrik Linkes Labyrinthfische auch wieder zu Wort. Auf den Seiten 104 und 105 beschreibt er Betta miniopinna, einen sehr schlanken, kurzflossigen, rötlich gefärbten Kampffisch aus der Betta-coccina-Gruppe. Nicht unbedingt ein Fisch für „Normal-Aquarianer“, da er schon einige besondere Ansprüche an die Haltungsbedingungen hat. Er kommt in Schwarzwasser-Habitaten mit relativ saurem, huminstoffreichem Wasser vor. Die Gewässer sind oft klein und flach und meist ohne Strömung.


Es gibt noch eine Reihe weiterer, meist kurze Beiträge. Immerhin hat das Heft wieder einen Umfang von 128 Seiten. Aber ich bin über die Tipperei hier wieder ein wenig schreibfaul geworden. Schaut einfach selber nach! Das Heft lohnt sich!


Vorschau auf das nächste Heft:

Das Titelthema soll Neue Heilmethoden für Fischkrankheiten sein.
Da bin ich wirklich gespannt.


Gruß
Otocinclus2

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