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Dennis Furmanek 08.12.2015 03:18

Hallo,

da gerade auch der Leidensbegriff im Tierschutzgesetz von Bedeutung ist, darf man sich mal überlegen, wer mehr leiden muss:

Der tote, gefrore Stint, der im Fischernetz von tausenden Artgenossen erdrückt wird oder ersticken muss, oder der Guppy, der ratzfatz aus dem Becken gekeschert wird und schon gefressen ist, bevor er weiß, was Sache ist?

Susanne2015 08.12.2015 09:32

Eigentlich wollte ich nichts schreiben, der Thread ist schon lang genug. ;)
Aber zu dem Thema verfüttern von toten Tieren an Beutegreifer....
man kann doch als Halter leicht simulieren, das die "Beute" sich bewegt und damit den Jagdinstinkt wecken. Bei Fischen halt die Nahrung vor den Filterstrom streuen. Oder anderweitig das Wasser (und damit das Futter) bewegen. Ich hab schon gesehen, wie Schlangen-oder Reptilienhalter das tote Futtertier an einem Faden bewegten oder durch anstupsen. Ein Beispiel ist die Seilbahn im Gepardengehege. Man muss dann halt etwas erfinderisch sein. Eine Hauskatze z.B. nimmt auch keinen Schaden, wenn sie das (Feucht)Futter im Napf bekommt, anstatt es durch die Gegend zu schießen :D Bei meiner Katze (die keinen Freigang hatte) habe ich das ausgeglichen, indem ich Trockenfutter-Bröckchen durch eine geöffnete Zimmertür in den Flur warf. Da hatte sie eine ordentliche Strecke zu rennen und das kleine Ding irgendwo hervorzukramen. Dann wartete ich, bis sie wieder zu mir kam und warf das nächste. Das war ein sehr beliebtes Simulationsspiel. Sowas ähnliches kann man auch bei anderen Tieren machen. Denke ich jedenfalls. :)

NebelGeîst 08.12.2015 10:36

Es ging ja aber auch weniger darum, was wir als besser empfinden, als viel mehr darum, wie es rechtlich aussieht.
Hätte ich moralische Bedenken, lebende Fische zu verfüttern? Oder an eine Schlange Mäuse, Ratten oder andere der Größe angepasste Nager? Nein.
Aus meiner Zeit im NK-Museum kann ich sagen, die Pfleger hätten diese ebenso wenig, füttern tun sie, außer eben in den begründeten Ausnahmefällen, trotzdem Totfutter und keine lebenden Wirbeltiere, trotz vorhandener Futtertierzucht. Man macht sich die Mühe nicht umsonst, sondern eben weil das Argument der artgerechten Haltung/Ernährung eher heikel ist. Man kann selbst noch so sehr davon überzeugt sein, dass lebende Nahrung die sinnvollste ist. Im Ernstfall (so unwahrscheinlich es ist, dass dieser eintreten würde) entscheidet der Richter und dessen Ansichten müssen nicht die gleichen sein.

Rejoin 08.12.2015 13:30

Hallo,

wie Dana schon richtig geschrieben hatte ging es vor "Urzeiten" in dem Beitrag um das "eindämmen" vom Guppy Nachwuchs (oder sei es auch eine andere Art, völlig Wurst).
Wenn ich Tiere mit in das Becken setze welche dem Nachwuchs nachstellen, dann verfüttere ich ja nicht gezielt.
Wenn das jetzt wer anders sieht, dann müßte ja jeder verklagt werden bei dem die Elterntiere ihren eigenen Nachwuchs fressen (egal ob sie das absichtlich, versehentlich oder aus was weiß ich für einen Grund machen).

Es kann doch keiner von einem Halter verlangen, das dieser 24 Std. vor der Scheibe hockt, nur damit ja nicht ein einziges Jungtier gefressen wird!

Hier wird das Gesetz viel zu genau genommen, und jeder interpretiert es sich so zurecht wie es sein eigenes Gewissen zulässt.

Danilight 08.12.2015 13:55

Zitat:

Zitat von Rejoin (Beitrag 827665)
Wenn ich Tiere mit in das Becken setze welche dem Nachwuchs nachstellen, dann verfüttere ich ja nicht gezielt.

Hallo Carsten,

das ist völlig richtig. Zuletzt wurde ja eher über eine gezielte Lebendfütterung diskutiert, und wie da die Rechtslage ist. Wenn in einem Gesellschaftsbecken Nachwuchs den Größeren zum Opfer fällt, ist das auch schwer zu verhindern.

Mir persönlich artet diese Diskussion jetzt aber auch zu sehr aus. Wenn wir jetzt über Hospitalismus oder die Frage, ob eingefrorene Fische mehr leiden als lebend verspeiste, diskutieren, hat das mit dem eigentlichen Gedanken des Tierschutzgesetzes eh nicht mehr viel zu tun.

Rejoin 08.12.2015 14:19

Hi,
Ich würde die ganze Diskussion sowieso damit abkürzen das jedem bewusst sein sollte wie das ganze gemeint ist.

Jeder der eine Katze hat und diese als Freigänger hält weiß das es sehr wahrscheinlich ist das eines Tages ein Geschenk vor der Tür liegt.
Mit etwas Pech lebt dieses noch irgendwie ein klein wenig.
Wer geht denn jetzt bitte zur Polizei und zeigt sich selbst an weil seine Katze ein anderes Tier qualvoll umgebracht hat?

Es sollte doch jedem klar sein was verboten ist!
Natürlich mache ich mich strafbar wenn ich draußen einer Katze den Schwanz raus reiße, wenn ich den Käfig mit Heu drin anzünde und zusehe wie das darin lebende Haustier verbrennt.

Jetzt muss man doch nicht aus jedem gefressenen Tier eine Straftat machen und jedes noch so erdenkliche Szenario als Beispiel für die eigene Argumentation heranziehen.

Ich halte keinen Zoo, bei mir leben keine Bären, Löwen oder sonstiges. Bei mir gibt es nur Aquarien, 2 Katzen, evtl. hier und da ein unerwünschtes Tier in Form einer Spinne oder sonstigem und das war es.
Von daher interessiert mich auch nicht wie der Löwe gefüttert wird und ob es strafbar ist, denn ich muss keinen füttern.

Champsochromis 08.12.2015 16:18

Hi,

mal ne ganz doofe Frage

wenn ich eine neue Gruppe Salmler/Barben aus dem Laden ins Becken einsetze und Tage später ist ein Teil davon verschwunden wärend meine braven Kongosalmler mit dicker Plauze in der Ecke stehen, unter was fällt das denn dann? Lebendverfütterung oder fehlgeschlagene Vergesellschaftung?

ersteres wäre ja nach einigen hier ja absolut verboten, das andere ja net da ja größerer Besatz nur kleineren Besatz gefressen hat (weil der ja net wissentlich als Futter "verfüttert" wurde)

MfG Frank

Rejoin 08.12.2015 16:45

Zitat:

Zitat von Champsochromis (Beitrag 827682)
Hi,

mal ne ganz doofe Frage

wenn ich eine neue Gruppe Salmler/Barben aus dem Laden ins Becken einsetze und Tage später ist ein Teil davon verschwunden wärend meine braven Kongosalmler mit dicker Plauze in der Ecke stehen, unter was fällt das denn dann? Lebendverfütterung oder fehlgeschlagene Vergesellschaftung?

ersteres wäre ja nach einigen hier ja absolut verboten, das andere ja net da ja größerer Besatz nur kleineren Besatz gefressen hat (weil der ja net wissentlich als Futter "verfüttert" wurde)

MfG Frank

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, also gehe nicht über Los, gehe direkt ins Gefängnis und ziehe keine 4000 DM äh 2000 Euro ein!

Danilight 08.12.2015 17:55

Hallo,

ich finde dieses "hätte, wäre, wenn" jetzt etwas überspitzt. In dem Fall handelt es sich doch ganz klar um eine schief gelaufene Vergesellschaftung. Man muss es jetzt aber auch nicht übertreiben. Das hat nichts mit zb. einer Guppyzucht zur Lebendfütterung zu tun.

friedel 60 08.12.2015 21:21

Hallo Dani da drehen wir uns im Kreis wenn ich eine Gruppe Guppys in ein Becken setze dann weiß ich das sie ein teil ihrer junge als Futter betrachten und fressen handele ich dann
gegen das Tierschutzgesetz. Da beißt sich def hund in den schwanz.
Mfg friedel


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