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RobertChaca 08.12.2015 22:06

Hi,

ich pflege nun einen "Asterophysus batrachus"...in den Weiten des Internets als Altum-Fresser bekannt geworden (soll in der Natur Altums fressen). Nun hab ich mal das Jagdverhalten dokumentieren wollen per Video.

Also ab in Baumarkt, 1 Goldfisch gekauft und eingesetzt...der Wels wurde aktiv, scannte die Umgebung nach dem Fisch ab, setzte Attacken an und irgendwann war es so weit und er packte den Goldfisch und fraß ihn lebend.

Dann musste ich einen Messerfisch "erlösen" (er fraß nichts mehr, hatte dicke Augen). Habe den Messerfisch ins Becken zum "Asterophysus batrachus" gesetzt und keine 5 Minuten später war auch der Messerfisch gefressen.

Alternativ verfüttere ich auch aufgetaute Stinte, Plötzen (Rotaugen) eingefroren und dann aufgetaut aus dem Angelladen, Pangasius-Filet, geschälte und aufgetaute Garnelenschwänze.

Ist es nun so verwerflich, wenn ich hin und wieder mal einen lebenden Fisch verfüttere? Schließlich will ich dem Fisch nicht nur das Futter vor das Maul werfen.

Ich könnte ja auch nebenbei sich schnell vermehrende Buntbarsche pflegen und entsprechend große Nachzuchttiere verfüttern.

LG

Rejoin 08.12.2015 22:18

Zitat:

Zitat von RobertChaca (Beitrag 827694)
Hi,

ich pflege nun einen "Asterophysus batrachus"...in den weiten des Internets als Altum-Fresser bekannt geworden (soll in der Natur Altums fressen). Nun hab ich mal das Jagdverhalten dokumentieren wollen per Video.

Also ab in Baumarkt, 1 Goldfisch gekauft und eingesetzt...der Wels wurde aktiv, scannte die Umgebung nach dem Fisch ab, setzte Attacken an und irgendwann war es so weit und er packte den Goldfisch und fraß ihn lebend.


LG

Also ich finde es auf jeden Fall mutig dieses hier zuzugeben. (Ich werde es nicht verurteilen )

Bin mal auf die Reaktionen gespannt.

Schneewitchen 08.12.2015 22:26

Guten Abend,

In der Natur wird der Fisch wohl auch andere Fische lebend fressen, nur ist ein Aquarium halt nicht mit der Natur zu vergleichen.
Hier hat das Beutetier mal absolut keine Chance... Mir persönlich wäre das zu krass einen lebenden Goldfisch zu verfüttern und würde mir allein aus diesem Grund schon gar nicht so einen Wels zulegen.

Allerdings kann ich den Hintergrund Gedanken gut nachvollziehen, ja man möchte seinem Tier möglichst nichts vorenthalten (und hier spricht die die seit 15 Jahren kein Fleisch mehr gegessen hat).

Danilight 08.12.2015 22:27

Hallo Friedel,

wenn die Guppys ihre Jungen fressen, handelst du nicht gegen das Tierschutzgesetz. Wieso auch? Das kommt vor. Auch das Guppybabys im Gesellschaftsbecken gefressen werden können passiert. Das hab ich allerdings auch schon mal geschrieben.

Meine Pandas produzieren grad Eier am laufenden Band, die meisten werden gefressen. Wenn aber eins übersehen wird, ein Panda schlüpft und dann gefressen wird, ist das leider so. Ich kann das gar nicht verhindern.

Wenn ich aber gezielt Pandas züchte, um sie an die anderen Fische zu verfüttern, ist das doch etwas völlig anderes. Aber egal, ICH verfüttere nicht gezielt Fische, so wie ICH das Tierschutzgesetz verstehe ist es auch nicht erlaubt, und was andere machen, ist deren Entscheidung!

Ansaj 08.12.2015 23:12

Hallo,
auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, zu wiederholen, was längst gesagt wurde:
Meine persönliche Meinung ist, dass Geburtenkontrolle durch Fressfeinde (manchmal rein durch die Elterntiere) im Aqaurium oder Teich nicht verkehrt ist. Da die meisten Fische nun man r-Strategen sind, also viele, viele Nachkommen produzieren, bei denen selbst unter besten Bedingungen und ohne Fressfeinde nur ein Bruchteil das Erwachsenenalter erreichen, ist es recht natürlich, wenn hier und da eine Fischlarve, die wahrscheinlich eh zu schwach war, von den Eltern oder dem Beibesatz verspeist wird. Das Prinzip der Natur lautet nunmal: natürliche Selektion. Mehr noch es kann sogar sinnvoll sein, den Bestand so auf "natürliche" Weise einzudämmen. Besonders bei Goldfischen im Teich kenne ich persönlich das Problem, dass man innerhalb kürzester Zeit eine Überbevölkerung erreichen wird! Hier wird oft ganz ungeniert zum Sonnenbarsch geraten, der helfen kann den Goldfisch-Nachwuchs einzudämmen. Denn eine Überbevölkerung ist ja auch nicht im Sinne der Fische. Der Teich / das Aquarium sind nunmal keine natürlichen Gewässer, in denen sich ein ökologisches Gleichgewicht aufgrund der Umweltparameter einstellen wird.

Etwas ganz anderes ist es meiner Meinung nach gesunde, erwachsene Tiere nur aus dem Grund der Fütterung eines Raubfisches in ein Becken zu setzen, wo im Vornherein keine Überlebenschance für den Beutefisch besteht.
Muss ich denn wirklich einen Raubfisch halten, der lebende Beutefische braucht oder bevorzugt? Gibt es nicht zig andere Fische, die ich viel artgerechter halten kann und ohne in den Zoohandel rennen zu müssen und dann und wann ein Futtergoldfisch mitzubringen???

RobertChaca 08.12.2015 23:45

Zitat:

Zitat von Rejoin (Beitrag 827697)
Also ich finde es auf jeden Fall mutig dieses hier zuzugeben. (Ich werde es nicht verurteilen )

Bin mal auf die Reaktionen gespannt.

Ich hab kein Problem das zuzugeben...

Video Goldfisch (komplette Länge)



Video Goldfisch (kurz und knapp)



Video Goldfisch (in Zeitlupe)



Video Messerfisch



Zu was der Fisch in der Lage ist (nicht mein Video und das Becken ist auch wirklich winzig, da kann kein Futterfisch solchen Räubern wirklich ausweichen)



Warum sollte man so etwas den Leuten vorenthalten?

Zitat:

Zitat von Ansaj (Beitrag 827702)
Etwas ganz anderes ist es meiner Meinung nach gesunde, erwachsene Tiere nur aus dem Grund der Fütterung eines Raubfisches in ein Becken zu setzen, wo im Vornherein keine Überlebenschance für den Beutefisch besteht.
Muss ich denn wirklich einen Raubfisch halten, der lebende Beutefische braucht oder bevorzugt? Gibt es nicht zig andere Fische, die ich viel artgerechter halten kann und ohne in den Zoohandel rennen zu müssen und dann und wann ein Futtergoldfisch mitzubringen???

Meine Futteralternativen hast du ja gelesen oder? ;)

LG

Ansaj 09.12.2015 00:46

Zitat:

Meine Futteralternativen hast du ja gelesen oder? ;)
Hi Robert,
ja, das habe ich gelesen. Deshalb habe ich meinen Beitrag eher allgemein gehalten und nur indirekt auf dich bezogen. Denn du kannst deinen Fisch anscheinend auch anders als durch lebende Beutefische ernähren. Warum du dennoch zu lebenden Goldfischen greifst (oder zumindest einmal gegriffen hast - den kranken Messerfisch lassen wir mal hervor), kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Dann wären wir wieder bei der Diskussion über Enrichment. Und wenn du jetzt glaubwürdig bezeugen kannst, dass dein Raubfisch nur "glücklich" ist, wenn er ab und zu einen lebenden Fisch jagen kann, dann wäre auch hier meine Meinung, dass man so einen Fisch nicht halten muss/sollte und sich andere Alternativen suchen kann.

RobertChaca 09.12.2015 05:42

Zitat:

Zitat von Ansaj (Beitrag 827706)
Hi Robert,
ja, das habe ich gelesen. Deshalb habe ich meinen Beitrag eher allgemein gehalten und nur indirekt auf dich bezogen. Denn du kannst deinen Fisch anscheinend auch anders als durch lebende Beutefische ernähren. Warum du dennoch zu lebenden Goldfischen greifst (oder zumindest einmal gegriffen hast - den kranken Messerfisch lassen wir mal hervor), kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Dann wären wir wieder bei der Diskussion über Enrichment. Und wenn du jetzt glaubwürdig bezeugen kannst, dass dein Raubfisch nur "glücklich" ist, wenn er ab und zu einen lebenden Fisch jagen kann, dann wäre auch hier meine Meinung, dass man so einen Fisch nicht halten muss/sollte und sich andere Alternativen suchen kann.

Ich schrieb ja, ich wollte das Jagdverhalten dokumentieren. Das hab ich 2x getan anhand von 1 Goldfisch und 1 kranken Messerfisch.

Ich renne ja nun nicht jede Woche in den Baumarkt (Teichfischsaison ist eh vorbei und nen Fachgeschäft haben wir hier nicht) und kaufe nen lebenden Goldfisch.

Ist halt ein heikles Thema...

LG

Sonnentänzerin 09.12.2015 09:15

Guten Morgen

Zitat:

Der tote, gefrore Stint, der im Fischernetz von tausenden Artgenossen erdrückt wird oder ersticken muss, oder der Guppy, der ratzfatz aus dem Becken gekeschert wird und schon gefressen ist, bevor er weiß, was Sache ist?
Danke Dennis, so habe ich das noch nie gesehen.
Es ist gut, auch darüber einmal nachzudenken.

Ich verschließe da ziemlich gern die Augen.
Dass ein großer Raubfisch auch gelegentlich einmal erbeuten möchte, erscheint mir logisch, auch wenn ich selbst nicht danebensitzen möchte.

Genauso gehe ich für einige Stunden von unserem 300l Becken weg, wenn es wieder Platy-Junge gibt.
Denn ich weiß, dass meine extra dafür eingesetzten Kampffischweibchen ihre Aufgabe erledigen. Ich möchte dabei nicht zusehen, andererseits kommen immer die Stärksten auch durch.
Diese Selektion könnte ich selber nicht, ich würde immer die Schwächsten beschützen wollen, damit aber auf Dauer meine Tiere schwächen.

Ich denke auch daran, dass ich meinen Lebendgebärenden Nachwuchs auch immer sehr gut unterbringe. Habe extra ein eigenes Becken, um die Tiere groß zu ziehen und leben zu lassen, die im Großen zu viel sind.

Eine gewisse Menge bringe ich immer gut unter.
Was ist dann besser: Nur einen Teil durchkommen zu lassen, lieber einige sofort nach der Geburt, wenn am leichtesten zu erbeuten, fressen zu lassen?
Als auf den Tieren sitzen zu bleiben.

Da überlege ich so: ein Platy ist fast nur zu erbeuten, wenn er direkt auf die Welt kommt, also seine Schwimmblase noch nicht richtig aktiviert ist.
Dann dauert der Vorgang des Gefressenwerden eine Sekunde.
Dafür bleibt durch diese Selektion mein ganzer Platystamm immer sehr lebensfähig, große, gesunde, schicke Tiere.
Diese wiederum sehen dann so gut aus, dass sie sogar diverse Zooläden annehmen. Was ich aber selten in Anspruch nehmen muss, da solche Tiere auch privat gut angenommen werden.

Mein Becken ist so dicht bepflanzt, ohne meine Kampffischweibchen würde JEDES Platykind überleben.
Was das bedeutet alle 4 Wochen, brauch ich wohl nicht aufzuzählen.
Und es hilft niemandem, wenn noch mehr dieser verzwergten, schlechten Platys überall auftauchen.

Gruß Sonne

Champsochromis 09.12.2015 11:07

Hi Carsten,

das meine ich auch.:D

heiße dann allerdings aber auch das jeder der net der 24h vor seinen Becken sitzt und verhindert das andere Fische oder gar die eigenen Eltern den im Becken enstehenden Nachwuchs fressen das ja auch wissentlich in Kauf nehmen tut. Somit wäre das fressen lassen der Jungtiere eindeutig eine "gewollte" Verfütterung von Wirbeltieren (und net wie weiter vorne von manchen geschrieben "fressen lassen ist keine Verfütterung")

ich muß gerade mal draußen im Teich nachschauen ob ich net schon wieder ein paar meiner Fische ungesehen lebend an die Nachbarskatzen, den Eisvogel oder Reiher verfüttert hab da ich ja auch billigend in Kauf nehme das die sich in meinen 130qm2 "Freßnapf" bedienen:eek: weil ich meinen dicken 13 Jahre alten Cocker ja auch net auf se hetzen darf wenn sie auf mein Grundstück kommen (aber was mach ich mal wenn der kleine Waller im Teich mal groß geworden ist und sich womöglich eine der illegal angelnden Katzen schnappt - ich hab se dann ja net verfüttert, soll ich dann den Nachbarn anzeigen;)

MfG Frank


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