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Alt 23.03.2016, 18:45   #1
Algerich
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Standard Kinderzimmeraquaristik

Hallo,

durch ein Thema aus dem Besatz-Bereich bin ich darauf gekommen, dass die Kinderzimmeraquaristik vielleicht einer grundsätzlicheren Betrachtung würdig ist.

Das Thema kann, soweit ich bis jetzt sehe, in zwei Komplexen auftreten:

Variante 1: Es gibt noch kein Aquarium in der Familie und das Kind des Hauses verlangt nach einer Beckenanschaffung, möglichst zum Geburtstag oder so.

Variante 2: Mindestens ein erwachsenes Familienmitglied ist vom Aquaristik-Virus befallen und der Nachwuchs beginnt, sich anzustecken, so dass ein weiteres Becken im Kinderzimmer aufgestellt werden soll.

I. Selbstverständlichkeiten
In beiden Fällen ist klar, dass die Erwachsenen die Verantwortung für die von ihnen angeschafften Tiere haben. Das leidige Thema "Tiere als Geschenk" ist oftmals diskutiert worden und ich denke, als Liebhaber haben wir hierzu eine einhellige Meinung.

Ebenso sind wir uns schnell einig, dass der Fall, wo der Erwachsene die Möglichkeit nutzt, das neue Becken nunmehr mit dem Kinderwunsch zu rechtfertigen und endlich seinen eigenen Traum von einem Artbecken für xy verwirklicht mit Kinderzimmeraquaristik nichts zu tun hat.

II. Eigentliche Fragestellung
In der Sache geht es vielmehr darum, wie ich einen kindgerechten Besatz in einem meist recht kleinen Becken schaffe, der es ermöglicht, das Kind an die Aquaristik heranzuführen ohne es abzuschrecken oder zu überfordern.

III. Gedankliche Ansatzpunkte
Beim ersten Nachdenken scheint mir folgendes zu beachten:

1. Arbeit am Aquarium
Auch wenn natürlich wir die Verantwortung für das Becken haben, kann es nichts schaden, das Kind an dessen Pflege zu beteiligen. Konkret bin ich deshalb dazu übergegangen:

- einfache Filtersysteme zu verwenden, so dass auch das Kind die Reinigungsarbeit ausführen kann. (Für meine Tochter ist das Ausdrücken eines möglichst zugesetzten Filterschwammes tatsächlich eher Vergnügen als Pflicht).

- den Wasserwechsel zu modifizieren: Der große Teilwasserwechsel am Wochenende gehört auch für Kinder zu den eher lästigen Pflichten der Aquaristik. Ich selbst mache für 54-Liter-Becken die Vorgabe, zwei Messbecher von 1,5 Liter täglich zu wechseln. Meines Erachtens eine zumutbare Belastung, die zu einer täglichen Befassung mit dem Becken führt. Natürlich wird das gelegentlich vergessen, aber ich habe ja ein Auge darauf und kann am Wochenende mit einem "echten" Teilwasserwechsel nachhelfen, wenn Bedarf besteht.

- Fütterungskonzepte zu erläutern. Die Gefahr der Überfütterung ist bei kindlichen Aquarienbesitzern womöglich noch größer als bei anderen. Für mich gilt hier, wenn das Füttern nicht zur Elternsache erklärt werden soll, dass ein genauer Futterplan erstellt werden kann. Trotzdem halte ich das Korrektiv einer Schneckenpopulation für ausgesprochen sinnvoll.

2. Besatz
Natürlich müssen wir unseren Kindern erklären, dass nicht alles geht, was gefällt. Meine Tochter (7) hält mich für ausgesprochen unsensibel, weil ich für 54 Lite weder Black Mollys noch Corydoras sterbai erlaube - die hierüber geführten Diskussionen könnten einen Vorgeschmack auf das abgeben, was die Pubertät noch so bringt.

Im Rahmen des Möglichen aber müssen wir uns überlegen, an welchen Tieren Kinder für gewöhnlich dauerhaft Interesse haben. Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, weil Individuen eben individuell sind. Vielleicht hilft aber ein Erfahrungsaustausch.

Ich selbst würde an folgende Gedanken anknüpfen:

a) Ein Gruppenfisch (Neon, Keilfleckbarbe etc.) ist hübsch, wird aber schnell langweilig, Verhaltensbeobachtungen erfordern ziemlich viel Geduld und Aufmerksamkeit und die Tiere lassen sich, wenn sie keine körperlichen Auffälligkeiten haben, nicht individualisieren. Der Neon, der gestern in der Schwimmpflanze verschwunden ist, kann morgen nicht wiederentdeckt werden, weil sich aus Sicht der Kinder die 12 Neons nicht unterscheiden lassen. Der "Fadenfischmann" ist dagegen immer derselbe und es lassen sich Geschichten entwickeln, was der gestern und vorgestern so gemacht hat, allgemein gern macht und so weiter, so dass der Fisch für das Kind eine Persönlichkeit entwickelt.

b) Charakter setzt sich durch. Ein Fisch, der nur schwimmt und "schön" aussieht, erschöpft das kindliche Interesse relativ schnell. Ein Tier, das sein Revier absteckt und verteidigt, gewinnt an Attraktivität. Unter diesem Gesichtspunkt halte ich Buntbarsche oder Zwergflusskrebse für "kindgerechte" Aquarienbewohner.

c) Erfolge sprechen an. Der sichtbarste Erfolg im Aquarium ist aber die Aufzucht von Nachwuchs. Vermehrbare Tiere verdienen unter diesem Aspekt den Vorzug vor anderen - natürlich nur, wenn ich ein Konzept dafür habe, was mit dem Nachwuchs geschieht.

IV. Weitere Überlegungen
An dieser Stelle würde ich mich freuen, wenn vielleicht andere ihre Überlegungen zu "Kinder und Aquarium" ergänzen wollten. Vielleicht führt das ja zu einer interesssanten Diskussion - wenn nicht entschuldige ich mich dafür, Euch gelangweilt zu haben und hoffe auf ein gnädiges Versinken des Themas in den Tiefen des Forumsarchivs.

Gruß!

Algerich

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Alt 23.03.2016, 19:25   #2
Aristo
 
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Zitat:
Zitat von Algerich Beitrag anzeigen
Hallo,

durch ein Thema aus dem Besatz-Bereich bin ich darauf gekommen, dass die Kinderzimmeraquaristik vielleicht einer grundsätzlicheren Betrachtung würdig ist.

Das Thema kann, soweit ich bis jetzt sehe, in zwei Komplexen auftreten:

Variante 1: Es gibt noch kein Aquarium in der Familie und das Kind des Hauses verlangt nach einer Beckenanschaffung, möglichst zum Geburtstag oder so.

Variante 2: Mindestens ein erwachsenes Familienmitglied ist vom Aquaristik-Virus befallen und der Nachwuchs beginnt, sich anzustecken, so dass ein weiteres Becken im Kinderzimmer aufgestellt werden soll.

I. Selbstverständlichkeiten
In beiden Fällen ist klar, dass die Erwachsenen die Verantwortung für die von ihnen angeschafften Tiere haben. Das leidige Thema "Tiere als Geschenk" ist oftmals diskutiert worden und ich denke, als Liebhaber haben wir hierzu eine einhellige Meinung.

Ebenso sind wir uns schnell einig, dass der Fall, wo der Erwachsene die Möglichkeit nutzt, das neue Becken nunmehr mit dem Kinderwunsch zu rechtfertigen und endlich seinen eigenen Traum von einem Artbecken für xy verwirklicht mit Kinderzimmeraquaristik nichts zu tun hat.

II. Eigentliche Fragestellung
In der Sache geht es vielmehr darum, wie ich einen kindgerechten Besatz in einem meist recht kleinen Becken schaffe, der es ermöglicht, das Kind an die Aquaristik heranzuführen ohne es abzuschrecken oder zu überfordern.

III. Gedankliche Ansatzpunkte
Beim ersten Nachdenken scheint mir folgendes zu beachten:

1. Arbeit am Aquarium
Auch wenn natürlich wir die Verantwortung für das Becken haben, kann es nichts schaden, das Kind an dessen Pflege zu beteiligen. Konkret bin ich deshalb dazu übergegangen:

- einfache Filtersysteme zu verwenden, so dass auch das Kind die Reinigungsarbeit ausführen kann. (Für meine Tochter ist das Ausdrücken eines möglichst zugesetzten Filterschwammes tatsächlich eher Vergnügen als Pflicht).

- den Wasserwechsel zu modifizieren: Der große Teilwasserwechsel am Wochenende gehört auch für Kinder zu den eher lästigen Pflichten der Aquaristik. Ich selbst mache für 54-Liter-Becken die Vorgabe, zwei Messbecher von 1,5 Liter täglich zu wechseln. Meines Erachtens eine zumutbare Belastung, die zu einer täglichen Befassung mit dem Becken führt. Natürlich wird das gelegentlich vergessen, aber ich habe ja ein Auge darauf und kann am Wochenende mit einem "echten" Teilwasserwechsel nachhelfen, wenn Bedarf besteht.

- Fütterungskonzepte zu erläutern. Die Gefahr der Überfütterung ist bei kindlichen Aquarienbesitzern womöglich noch größer als bei anderen. Für mich gilt hier, wenn das Füttern nicht zur Elternsache erklärt werden soll, dass ein genauer Futterplan erstellt werden kann. Trotzdem halte ich das Korrektiv einer Schneckenpopulation für ausgesprochen sinnvoll.

2. Besatz
Natürlich müssen wir unseren Kindern erklären, dass nicht alles geht, was gefällt. Meine Tochter (7) hält mich für ausgesprochen unsensibel, weil ich für 54 Lite weder Black Mollys noch Corydoras sterbai erlaube - die hierüber geführten Diskussionen könnten einen Vorgeschmack auf das abgeben, was die Pubertät noch so bringt.

Im Rahmen des Möglichen aber müssen wir uns überlegen, an welchen Tieren Kinder für gewöhnlich dauerhaft Interesse haben. Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, weil Individuen eben individuell sind. Vielleicht hilft aber ein Erfahrungsaustausch.

Ich selbst würde an folgende Gedanken anknüpfen:

a) Ein Gruppenfisch (Neon, Keilfleckbarbe etc.) ist hübsch, wird aber schnell langweilig, Verhaltensbeobachtungen erfordern ziemlich viel Geduld und Aufmerksamkeit und die Tiere lassen sich, wenn sie keine körperlichen Auffälligkeiten haben, nicht individualisieren. Der Neon, der gestern in der Schwimmpflanze verschwunden ist, kann morgen nicht wiederentdeckt werden, weil sich aus Sicht der Kinder die 12 Neons nicht unterscheiden lassen. Der "Fadenfischmann" ist dagegen immer derselbe und es lassen sich Geschichten entwickeln, was der gestern und vorgestern so gemacht hat, allgemein gern macht und so weiter, so dass der Fisch für das Kind eine Persönlichkeit entwickelt.

b) Charakter setzt sich durch. Ein Fisch, der nur schwimmt und "schön" aussieht, erschöpft das kindliche Interesse relativ schnell. Ein Tier, das sein Revier absteckt und verteidigt, gewinnt an Attraktivität. Unter diesem Gesichtspunkt halte ich Buntbarsche oder Zwergflusskrebse für "kindgerechte" Aquarienbewohner.

c) Erfolge sprechen an. Der sichtbarste Erfolg im Aquarium ist aber die Aufzucht von Nachwuchs. Vermehrbare Tiere verdienen unter diesem Aspekt den Vorzug vor anderen - natürlich nur, wenn ich ein Konzept dafür habe, was mit dem Nachwuchs geschieht.

IV. Weitere Überlegungen
An dieser Stelle würde ich mich freuen, wenn vielleicht andere ihre Überlegungen zu "Kinder und Aquarium" ergänzen wollten. Vielleicht führt das ja zu einer interesssanten Diskussion - wenn nicht entschuldige ich mich dafür, Euch gelangweilt zu haben und hoffe auf ein gnädiges Versinken des Themas in den Tiefen des Forumsarchivs.

Gruß!

Algerich
Wir haben eine Mischung aus Variante 1 und 2 würde ich sagen. Erst wurde das größere Becken, welches immer noch ein Einsteigerbecken ist, angeschafft. Wir verbringen beide gerade am Morgen sehr viel zeit zusammen vor dem Becken und beobachten die Fische beim Fressen.

Juniors morgendliche Pflicht ist das Füttern. Damit nicht zu viel Futter im Becken landet portioniere ich vor und Junior gibt es dann ins Becken. Ähnlich würde es dann auch bei dem Kinderzimmerbecken laufen.

Ins Kinderzimmerbecken sollten nach Möglichkeit keine Fische die sich leicht vermehren. Das übernehmen bereits die Guppys. Und ja ich habe mich bewusst für die Haltung beider Geschlechter entschieden.
Aristo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2016, 22:12   #3
Katrin17
 
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Hallo,

Meine Tochter hat im Kindergarten- Freundebuch auf die Frage "mein größter Traum: " so geantwortet:
"Ein eigenes Aquarium "
Wow oder? Mit gerade 4 Jahren.

Sie hat über ein halbes Jahr darüber gesprochen. Sie hat es sich zum Geburtstag gewünscht, aber das war am Anfang der Überlegungen.
Wir haben dann ein ernstes Gespräch geführt, dass sie helfen muss, immer füttern, etc. Jaa, macht sie alles. (Klar, sagen die Kinder ja immer)

Wir haben dann ein Juwel Lido (60x40x50) in Stuttgart gefunden, ihr gefiel es, also haben wir es abgeholt. (Ne halbe Stunde davor bei Jürgen 5 Rüsselbarben abgeholt)
Alle Tiere in ein Quarantänebecken, das war im November 2013.

Am 24.12. haben wir dann ein paar Platys von Sonnentänzerin geholt, die bis zum nächsten Morgen im Eimer blieben (Abends etwas neues Wasser dazu).
Sonne hatte zu dem Zeitpunkt reine Korallenplatys, die sind so unglaublich dick, bin richtig erschrocken, als ich sie gesehen habe, aber meine Tochter war total begeistert.
Die Tiere waren fast rot, dunkelorange, DAS war die Bedingung, sie wollte orangene Tiere. Und den letzten reinen Korallenplatymann liebt sie bis jetzt am Meisten. (Wir haben eine hellorange Dame dazu gesetzt, die hat bestimmt auch Schwertträger- Blut und ist riesig)

Es war also ihr Wunsch und sie hatte genaue Vorstellungen. Und wir haben nicht sofort nachgegeben.

Grüße Katrin
Katrin17 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2016, 22:53   #4
Rinkikäfer
 
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Hallo,

unsere Tochter hat schon beim KindergartenAQ immer eifrig mitgemacht. als sie sieben Jahre alt wurde hat sie sich ein Aquarium gewünscht und hat sich fast ein halbes Jahr lang Übungsaquarien mit Plastikfischen aufgebaut. Das Aquarium gab es dann zu Weihnachten, weil wir so eine große Anschaffung für die Kinder nicht einfach so zwischendurch machen würden.

Trotz einiger anfänglicher Probleme hat sie bis jetzt nicht ihren Spaß daran verloren.

Liebe Grüße
Annette

Gesendet von meinem GT-I8190 mit Tapatalk
Rinkikäfer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2016, 09:33   #5
Hugolinchen
 
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Hallo, bei mir Zuhause war es damals Variante eins. Mein Papa hatte ein 110 Liter Aquarium.
Ich bekam ein 54 Liter Aquarium mit Guppys und Co. Vor kurzem habe ich erst ein Aquariumfoto gefunden ... typisch Kinderaquarium. Nur warum, wieso, weshalb dann nicht mehr weiß ich nicht.
Da meine Eltern schon eins hatten wusste ich zumindest das nicht viel füttern die devise ist. Ano dazumal gab es leider nur ein Aquaristikgeschäft ... und das konnte man doch eher vergessen. Wasserwechsel war damals auch noch nicht weit verbreitet .. heut zu Tage kenne ich schon 4 jährige die mit Taplets spielen. Kein Handy hatte damals Internetzugang.
Habe das Foto gefunden. Ich habs wohl zu Weihnachten bekommen, Bepflanzung und Einrichtung war nicht schlecht. Ich seh einen männlichen Guppy, paar Neonfische und eine mir unbekannte Barbe ok google weiß alles ... Messingbarbe. Das Foto ist 12 Jahre her. Ich weiß das Nachwuchs bei den Guppys das größste war. Typisch für Kind im Netzkasten groß werden hätten sollen ... Schnecken gabs damals noch nicht zum kaufen.
Filter war einfach, musste aber recht leise sein. Nach dem aufstehen gleich schaun wie es den Fischen geht und sobald man Heim kommt das selbige.

Als ich vor einem Jahr meiner Mama sagte ''Ich hab ein Aquarium geschenkt bekommen und gleich eingerichtet und so schauts nun aus'' wär sie mir fast von Stuhl gefallen.
Mittlerweile ist das Aquariumvirus bei meinem Mann und mir ausgebrochen und es sind .. 6-7 Aquas.
Papa ist ja leider nicht mehr unter uns. Aber Mama hat das Virus voll übernommen. Sie lässt sich auch gerne was erklären. Nimmt mittlerweile auch Schnecken an, beim ersten mal zeigen war ihr Blick sehr amüsant.
Ihr Besatz ist moderat und das ein Kampffisch nix bei Moosbarben zu suchen hat akzeptiert sie auch.
Also momentan ist es eher so ich erziehe sie in der Aquaristik. Das Gerücht der Fisch passt sich der Beckengröße an, ist in der Generation noch weit verbreitet, leider.

Wenn ich Kinder habe, mache ichs natürlich so wie ihr. Und Algerichs Ansprache ist ein guter Leitfaden.
Wobei ich hier ein Becken mit 80 cm Kantenlänge besser als Kinderaquarium halten würde. Es läuft auch stabiler und die Fischauswahl ist größer.
Lg
Hugolinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2016, 13:11   #6
Bifi
 
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Hallo Algerich,

ich finde Deinen Beitrag sehr interessant.

Bei uns ist es Variante 1 mit anschließendem "jetzt ist mindestens 1 erwachsenes Familienmitglied vom AQ-Virus befallen" .

Sohnemann hat 2013 (mit 7 Jahren) angefangen, sich für Krabbel- und Wassertiere zu interessieren. Zunächst sollte es eine Vogelspinne sein, aber da haben wir gemeinsam herausgefunden, dass dies wahrscheinlich auf Dauer für Kinder uninteressant ist.

Also wurde das Thema Wasser etwas konkreter. Der Wunsch war sehr stark und hielt viele Monate an. Ich habe mich absolut nicht getraut, da ich selbst überhaupt keine Ahnung hatte und nur Horrorstories von Bekannten kannte ("Fische leben nicht lange - ich kaufe nur noch im Baumarkt, sind billig, dann kommt halt immer wieder was neues her" - "die Guppies produzieren massenhaft Nachwuchs, den kippen wir regelmäßig ins Klo" - allein die Vorstellung!!).

Mitte 2013 habe ich mich dann gaaaanz laaaangsam an das Thema rangetraut, wir haben so einen Triops-Experimentierkasten gekauft. Überall kann man lesen "das ist idiotensicher". Wir haben es einfach nicht hinbekommen - und das Geheule bei Sohnemann, wenn wir über winzige zuckende Nauplien nicht hinausgekommen sind höre ich jetzt noch .

Die Idee war - wir üben das mit den "idiotensicheren" Triops und wenn wir das hinbekommen, trauen wir uns an Fische ... also, wir haben es nicht hinbekommen, sind wahrscheinlich keine Idioten .

Der Wunsch wurde aber immer größer, wir haben dann ein Anfänger-Aquarienbuch für Kinder gekauft. Es rauf und runter gelesen, erste Besatzvorstellungen erarbeitet. Und sind auch recht schnell vom 54l-Einsteigerset weggegangen und haben ein 80cm-Becken angeschafft.

Jej, als das endlich soweit war (Nov 2013) - natürlich war ich mit Sohnemann zusammen einkaufen. Hauptgrund für das 80cm-Becken war übrigens, dass als absolute Wunschfische Antennenwelse feststanden.

Und es ist genau so wie Du sagst, Algerich - diese Charaktertiere, die sich auch noch voneinander unterscheiden (wir haben 2 Weibchen), sind bis heute die absoluten Lieblingsfische meines Sohnes. Es hätte tatsächlich gar keine anderen Fische gebraucht - Mein Sohn wäre nur mit den beiden Welsen im Aquarium zufrieden gewesen. Aber Mama meint natürlich, kann ja nicht sein ...

Die Platys kamen dann dazu und ein Schwarm Rotflossensalmler. Die Salmler sind recht schnell ausgestorben - ein Drama, das hätte meinem Sohn fast die Lust an der Aquaristik verhagelt. Und diese Fische wollte er nichtmal, die wollte ich ...

Platys sind weiterhin ok für ihn, es ist tatsächlich schön, immer wieder Jungfische zu entdecken. Die Platys wollte er und ich hatte lange Angst wegen dem Nachwuchs - habe ich nicht mehr, was zu viel ist wird verschenkt, kommt aber selten vor. Inzwischen sind die Platys nicht mehr so interessant - toll war der erste Nachwuchs, den hatte er auch an der Zeichnung unterscheiden können. Aber nachdem der erste im Becken geborene Platy an Altersschwäche starb hat er sich von ihnen gefühlsmäßig etwas distanziert. Es wird gar nicht mehr versucht, die Platys auseinanderzuhalten - ok, das Männchen ist eindeutig, aber sonst ...

Oh je, langes Geschwafel, kenne ich gar nicht von mir . Was ich sagen wollte - Sohn hat zwar damit angefangen, aber Mama hat der Virus voll gepackt, evtl. zum Leidwesen des Sohnes. Weil die Mama immer alles besser weiß, das Füttern lieber selbst übernimmt, es nicht sehen kann, wenn der Wasserwechsel zu lange rausgeschoben wird ...

Beim AQ fürs nächste Kind (davon gibt's noch 2) mache ich es besser .
Bifi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2016, 13:42   #7
Algerich
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Hallo Bianca,

vielleicht kannst Du den Eifer Deines Sohnes wieder anfachen, wenn statt Platys Antennenwelse gezüchtet werden?

Ich weiß, dass es hier immer heißt, den Nachwuchs werde man nicht los, aber es kostet nichts, sich vorher im Zoohandel zu erkundigen: mir wurden Ancistrus-Welse sogar abgekauft, wenn ich sie bis zur Handelsgröße aufgezogen hatte.

Die Zucht selbst ist ja denkbar einfach: Unverzichtbar ist das Einsetzen eines Tieres des anderen Geschlechts (hier: Männchen) und hilfreich das Einbringen einer Bruthöhle. Der Rest ist Natur.

Gruß!

Algerich
Algerich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2016, 13:58   #8
Bifi
 
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Hi Algerich,

na Du bringst uns auf Ideen. Aber klar, das ist wieder etwas, wo ich mich spontan gar nicht rantrauen würde. Im Forum rauf und runter liest man "niemals ein Pärchen Antennenwelse einsetzen, den Nachwuchs wird man niemals los". So würde ich niemals auf diese Idee kommen.

Aber Du hast recht, inzwischen kenne ich ein paar Zooläden, könnte fragen ... die Idee werde ich mal reifen lassen.
Bifi ist offline   Mit Zitat antworten
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