zierfischforum.info

Zurück   zierfischforum.info > >

Hinweise

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 20.07.2016, 11:07   #1
Katrin17
Moderator
 
Registriert seit: 24.09.2010
Ort: Schwäbisch Hall
Beiträge: 3.096
Abgegebene Danke: 356
Erhielt: 279 Danke in 192 Beiträgen
Standard Mehrere Aquarien: Wasser "mischen" oder isolieren?

Hallo!

Ich habe mehrere Aquarien daheim. Ich passe beim Umpflanzen nicht auf, aus welchem Aquarium die Pflanzen sind, die Kescher werden reihum verwendet, das gleiche Siebchen mit Frostfutter mal in jedes Becken getaucht etc.
Wenn ich Garnele umsetze, kippe ich sie mitsamt dem Wasser ins Becken (nach Eingewöhnung).
Ich müsste also annähernd eine ähnliche Keim-Bakterien-sonstwas-Population in allen Aquarien haben.

Macht das Sinn?
Vorteil sehe ich darin, dass ich ohne viel Quarantäne die Tiere umsetzen kann, wenn es mal nötig ist.
Auch denke ich (denke ich richtig oder ist ein Fehler in meiner Überlegung?), dass die Fische einen Neuzugang besser verkraften können, weil sie mehr verschiedene Keime gewöhnt sind. (Mal davon abgesehen kommt sowie fast wöchentlich eine Pflanzenlieferung bei uns an, die nach grobem Abspülen ins Aquarium kommt)

Ist es ein Risiko?
Verschleppung von Scheibenwürmern, Planarien, Krankheiten...?
Bisher hatten wir in den letzten 8 Jahren nur einmal ein Glotzauge und einmal Pünktchen (von mir verschuldet durch Stress im Ablaichkasten). Kann ich daraus schließen, dass es nichts aus macht?

Wie seht ihr das?
Was ist "besser"?

Hier noch eine kleine Lektüre zum Thema: http://www.zierfischforum.info/krank...arantaene.html

Grüße Katrin
Katrin17 ist offline   Mit Zitat antworten
Sponsor Mitteilung 20.07.2016   #1 (permalink)
Mister Ad
Verbraucherinformant
 
Registriert seit: 21.08.2005
Beiträge: 4682
Abgegebene Danke: 46
Erhielt 456 Danke für 893 Beiträge

Alt 20.07.2016, 11:35   #2
Öhrchen
 
Registriert seit: 17.02.2013
Beiträge: 3.538
Abgegebene Danke: 693
Erhielt: 793 Danke in 494 Beiträgen
Standard

Hallo,
so ganz genau nehme ich es auch nicht mit der Trennung der Aquarien. Ich mische zumindest nach "Gruppen" - für die Becken im Arbeitszimmer benutze ich einen Kescher, für die im Wohnzimmer einen anderen.
Allerdings spüle ich alles kurz ab, bevor es die Aquarien wechselt. Kescher, Wasserwechselschlauch, Pflanzen.
Trotzdem haben es die leicht nervigen Mützenschnecken inzwischen in alle Aquarien geschafft, denn die lassen sich natürlich nicht so leicht abspülen.
Und das ist genau das Problem - hat man in einem Aquarium unerwünschte Bewohner, hat man sie dann schlechtestenfalls in allen...
Dafür ist die Sache mit der Keimanpassung auch ein Argument, so kann man tatsächlich auch mal fix was umsetzen.

Eine Einschränkung gibt es bei meinen Aquarien allerdings immer - das Sulawesibecken hat komplett eigenes Equipment, da passe ich auf. Erstens sind die Kardinalsgarnelen ziemlich empfindlich, was Keimbelastung betrifft. Und zweitens hat das Becken ja speziell angepasstes Wasser, da kommt man auch gar nicht weiter in Versuchung, etwas auszutauschen.
Öhrchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2016, 11:36   #3
Schneckinger
Teilzeitmoderator
 
Registriert seit: 08.10.2012
Ort: 86641 Rain
Beiträge: 5.141
Abgegebene Danke: 304
Erhielt: 1.467 Danke in 640 Beiträgen
Standard

Mahlzeit Katrin,

ich gehöre eher zu der "Mischen"-Fraktion.

ich verwende auch (fast) alle Gerätschaften in allen Becken reihum. Pflanzen. Schnecken, teilweise Jungfische hüpfen auch von Becken zu Becken ;-)
Wenn es einmal eine Zeitlang keinen Austausch zwischen den Becken gibt, kippe ich sogar bewusst mal ein paar eimer Wasser hin und her, damit sich die verschiedenen Keimfloren nicht zu sehr auseinander entwickeln ;-)

Daher behandele ich alle meine "normalen" Becken keimmässig als 1 Biotop. Ausnahmen sind natürlich Quarantäne/Aufzuchtbecken und (glücklicherweise seltene) Krankheitsfälle.

Der Hauptvorteil dieser "Methode" ist in meinen Augen wirklich die "Austauschbarkeit" aller Bewohner, Einrichtungen und Geräte zwischen allen Becken.

Auch die Einrichtung und das "Einfahren" neuer Becken ist so viel einfacher:
Ein bischen Bodengrund aus dem einen Becken, die Pflanzen aus dem anderen und ein bischen Filtermatte aus dem dritten. Und schon startet das neue mit einer relativ stabilen Keimflora. Nitrit"Peaks" kenne ich schon seit Jahren nicht mehr.

So brauche ich auch keine Angst vor einer unabsichtlichen "Keimverschleppung" zwischen den Becken haben. Bei grundsätzlich voneinander isolierten Becken kann ja schon ein einmalig vergessenes Händewaschen zu Problemen führen.

Ausnahmen sind natürlich Becken mit Krankheiten oder Neubesatz. Hier verwende ich grundsätzlich nur neue/desinfizierte Gerätschaften. An derartigen Becken wird auch möglichst als letztes am jeweiligen Tag gearbeitet um nicht doch aus Versehen etwas zu verschleppen. Aber wie schon gesagt:
Das war jetzt längere Zeit nicht mehr nötig ;-)

Tschüß,
Schneckinger

Anders schaut es natürlich
Schneckinger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2016, 15:38   #4
GuppyFadenfisch
 
Registriert seit: 25.02.2015
Beiträge: 1.448
Abgegebene Danke: 681
Erhielt: 156 Danke in 109 Beiträgen
Standard

Moin
Ich veruche es aber ich gehöre wohl auch ehr zu den Mischern, wenn man überlegt muss man Entwerder alles x mal haben (Pinzetten und co) oder alles abkochen oder so.
Wenn in einem Becken aber eine Krankheit ist ist es natürlich anders.
Lg
GuppyFadenfisch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2016, 16:03   #5
Sonnentänzerin
 
Registriert seit: 08.06.2013
Beiträge: 3.591
Abgegebene Danke: 199
Erhielt: 850 Danke in 424 Beiträgen
Standard

Hi

Kokzidien in allen 8 Becken hätte mir gerade noch gefehlt gehabt.

Es war schlimm genug, dass mein 300l Becken mit betroffen war, da dort auch Tiere leben, die bereits mit Standart-Medikamenten in den Sarg wandern können.
So war es ein Wunder, dass sie Baycox überlebten und ich bin vorsichtig.

Meine ältesten Kampffische in ihren Kleinbecken müssen sicher nicht die Keime eines Platyaufzuchtbeckens abbekommen,
weshalb ich ggfs Pflanzen für 2 Wochen in einer Glasvase mit täglich Leitungswasser wässern würde.
Und Netz und anderes immer mit kochendem Wasser übergieße und danach der Sonne aussetze. (Winter Frost)

Schleppt man sich in EIN Becken durch etwas Hydra ein, hätte man sie in ALLEN anderen Becken auch bald...
Dasselbe mit den nicht ganz so erwünschten Schnecken, und Wasserlinsen.

Manche Becken stehen also auch bei mir in Verbindung, kommen aber nicht mit anderen zusammen.

Das Hauptbecken ist am isoliertesten, wegen der medikamentenempfindlichen Bewohner.

Meine Tiere und Pflanzen verlassen mich über ein Auswärtsquarantänebecken, damit ich in fremde Becken ebenfalls nur geringe Keimflora überbringe.

Auch bei mir werden Tiere umgesetzt, z.B wegen Selektion, aber niemals geschwächte.

Ich hasse, es, wenn ich hier oft lesen darf,
oh, und weil der so komisch im Eck hing, habe ich mir gedacht, ich versuchs mal innem anneren Aqua,
und da hab ich gleich mal wieder umdekoriert, naja, dann hab ich zwei von ihnen in Becken drei gesetzt, weil sie mir da lieber sind,
usw...

Ein klein wenig Hygiene und Aufpassen schadet nicht.
Vor allem, wenn man bedenkt, wie Fische heute gezogen werden,
für die kann sogenannte Abhärtung auch den Tod bedeuten.

Gruß Sonne
Sonnentänzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2016, 18:33   #6
Familion
 
Registriert seit: 03.04.2014
Beiträge: 572
Abgegebene Danke: 72
Erhielt: 74 Danke in 53 Beiträgen
Standard

Moin

Ich bin mit Sicherheit auch der "Mischer". Und ich möchte behaupten, dass bestimmt 95% der Aquarianer ebenfalls zu dieser Gruppe gehört - und in jedem Fall die, die noch nie darüber nachgedacht haben. Denn um die Aquarien wirklich zu trennen, braucht es auf jeden Fall bewusste Anstrengung. Prinzipiell reichen ja schon Tropfmengen, um potentiell unerwünschte Keime o.ä. zu verschleppen, das wird sich in vielen Fällen ohne sehr gewissenhafte Gegenmaßnahmen kaum vermeiden lassen.

Im Normalfall hat dies zudem den angenehmen Nebeneffekt, dass man nicht aus Versehen doch mal was verschleppt und die Fische dann Probleme bekommen. Sind sie einmal an die Keime gewöhnt, sollten ohne sonstige Störfaktoren keine Komplikationen auftreten.

Zitat:
Zitat von Katrin17 Beitrag anzeigen
Auch denke ich (denke ich richtig oder ist ein Fehler in meiner Überlegung?), dass die Fische einen Neuzugang besser verkraften können, weil sie mehr verschiedene Keime gewöhnt sind.
Das wiederum dürfte ein Trugschluss sein. In unseren Aquarien bildet sich mit der Zeit eine gewisse spezifische Keimpopulation heraus, an die die Fische "gewöhnt" sind. Meinem Verständnis nach ist die nicht automatisch diverser, nur weil viel gemischt wird. Denn auch unter Keimen gibt es Konkurrenzkampf, und nicht alle werden sich dauerhaft festsetzen können. Kommt also etwas externes hinzu, besteht immer die Gefahr einer Unverträglichkeit.

Gruß
Familion

Disclaimer: Vermutlich wenig überraschend kann ich dazu nur sehr eingeschränkt aufgrund eigener Erfahrungen etwas sagen, dafür ist mein Aquarienbestand schlicht zu gering. Vor einiger Zeit habe ich mich aber mal recht intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, und das oben dargelegte gibt die Erkenntnisse nach bestem Wissen und Gewissen wider. Ein entsprechend spezialisierter Veterinär oder Mikrobiologe könnte vermutlich näheres dazu sagen.
Familion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2016, 19:07   #7
Sonnentänzerin
 
Registriert seit: 08.06.2013
Beiträge: 3.591
Abgegebene Danke: 199
Erhielt: 850 Danke in 424 Beiträgen
Standard

Hi

ich habe mir vor drei Tagen drei Riesenposthornschnecken gekauft. Zuerst einmal die Angst vor einer Übertragung von Bilharziose verdrängen, da es Wildfänge sein dürften.
In einem neu entdeckten kleinen feinen Aquariengeschäft.

Click the image to open in full size.

Und bin schwach geworden. Ohne Quarantäne, nur mit viel Abspülen ins Gästezimmerbecken...
Am nächsten Tag zwei weiße Hydra entdeckt, einen Tag darauf noch eine.

Ich bin fast durchgedreht... habe sie per Spritze extrem vorsichtig abgesaugt und hoffe, dass sie sich noch nicht vermehr haben.

Ich würde komplett!! durchdrehen, hätte ich Hydra in allen 8 Becken.

Und noch schlimmer: ich habe in letzter Zeit einige Pflanzen abgegeben.
Es wäre mir sehr arg, wenn ich jemandem durch MEINE Pflanzen so etwas vermachen würde.
Habe so etwas wie ein Gewissen

Ausgerechnet so etwas... wo ich eh schon übervorsichtig und von mir aus auch schlimm bin.
Ich habe mich gerade erst wieder zur Fütterung von Frostfutter durchgerungen - weil alle Ersatzprodukte wie Plankton und Gelfutter für die Tiere einfach nicht denselben Spaß bieten.
Aber ich hatte Angst, mit Hydrapartikel und sonstige Eier einzuschleppen.

Nehme nicht einmal mehr Pflanzen von anderen an.
Nur noch invitro Ware.

Die böse Erfahrung, dass mir die besten Platys wegen Kokzidien weggestorben sind, sitzt noch tief.
2x die Anfahrt zu einem Tierarzt mit Opferung von einigen Fischen zur Diagnostik, 3x behandeln, die Kosten waren noch der kleinste Stachel.

Und noch ein Positivbeispiel:
Das Becken eines Kollegen, dass er von einer Arztpraxisauflösung übernommen hat.
Jedes Mal, wenn er für die Kinder Fische dazu gekauft hat, war die Pest im Becken.

Meine Platymännergruppe wurde vorher entwurmt und fand sich 3 Wochen lang in einer strengen Auswärtsquarantäne wieder.
Danach habe ich zuerst seine Keimflora per Stein und Pflanze zu ihnen getan, eine Woche später anders herum.
Er hat zwar etwas gelächelt und gefragt, aber seitdem er nur noch von mir Platys und Pflanzen bekommt, ist alles gut in diesem Becken.

Ah, das kleine Aquariengeschäft habe ich übrigens gefragt, ob sie Platys von mir annehmen würden, und sie verneinte es.
Begründung: sie kann keine Lebendgebärenden zu ihren Beständen dazu tun, weil sie alle zusammenbrechen würden, sobald sie auch nur den Anbieter
wechselt.

Gruß Sonne

Geändert von Sonnentänzerin (20.07.2016 um 19:12 Uhr)
Sonnentänzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2016, 20:58   #8
Katrin17
Moderator
 
Registriert seit: 24.09.2010
Ort: Schwäbisch Hall
Beiträge: 3.096
Abgegebene Danke: 356
Erhielt: 279 Danke in 192 Beiträgen
Standard

Hallo zusammen!

Danke für die vielen Antworten.

Familion, genau, das meinte ich ja... Keime von ausserhalb sind eben Keime von ausserhalb, egal, wie viel ich hier mische...

Danke Sonne, hatte auf eine Antwort von dir noch gehofft, da du ja einige Becken strikt trennst.

Dann kann ich ja nur hoffen, fass bei mir nichts passiert, sonst hätte ich es wirklich verteilt... wobei ich sowieso jedes Aquarium animpfe, wie Schneckinger schrieb, dann ist es ja sowieso schon vorbei...

Grüße Katrin
Katrin17 ist offline   Mit Zitat antworten
Sponsor Mitteilung 20.07.2016   #8 (permalink)
Mister Ad.
Verbraucherinformant
 
Registriert seit: 21.08.2005
Beiträge: 4682
Abgegebene Danke: 46
Erhielt 456 Danke für 893 Beiträge

Antwort

Stichworte
isolieren, keime, quarantäne

Themen-Optionen

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Co2-Anlage "Ja" oder "Nein"? Aqua-M Wasserwerte - Wasserchemie 0 12.01.2013 17:38
Links zum Thema "Rückwandbau für Aquarien " gesuch Wildy Archiv 2004 2 15.01.2004 18:45
Gibt es eine "Aquarien-Ratte, bzw -Kakerlake"? Aqua Frank Archiv 2003 2 07.01.2003 20:06
Ein Guppy "setzt" oder "legt" sich hin. M.A.W. Archiv 2002 15 09.06.2002 21:15
"rasbora" oder "boraras" ? Roland Bauer Archiv 2002 4 04.04.2002 16:13


Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, vBulletin Solutions, Inc.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Lite) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2020 DragonByte Technologies Ltd.
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:41 Uhr.