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Alt 28.03.2018, 00:13   #61
Birka
 
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Zitat:
Zitat von Otocinclus2 Beitrag anzeigen
...
Jugendlicher Leichtsinn war es ja wohl nicht, der sie mit ihren immerhin 75 Lenzen dazu bewog, einen Koi aus Nachbars Teich zu käschern, um ihn dann im eigenen Garten genüsslich zu verspeisen.

Otocinclus2
@Oto, hallo
das muß man dir ja lassen - du fischst ( ) immer recht skurile Fälle

Auch ich würde sagen, dass die Dame mit ihren 75 Lenzen auf dem Buckel wohl eher nicht aus jugentlichem Leichtsinn beim Nachbarn geangelt, und im eigenen Garten das Resultat ihrer Bemühungen verspeist hat.

Da auch ein Blackout etwas ferner liegt , gehe ich ( berufliche Erfahrung zu Grunde legend ) am ehesten davon aus, dass dementielle Prozesse im Kopf der Dame sie zu solch verwerflichen Tun veranlasst haben.

Unter diesem Aspekt wäre dann die Strafe schon reichlich hoch - aber sicher angemessen - die Nachbarn hatten nun mal den Verlust.
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Alt 14.05.2018, 21:56   #62
Otocinclus2
 
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Standard Buntbarsch-Crossies

So, diesmal nicht Zierfische vor Gericht, sondern Zierfische als Gericht!


Buntbarsch-Crossies mit Asia-Marinade

Viel Eiweiß für viel Power

"Buntbarsche sind beliebte Zierfische im Aquarium, aber zu der Fischfamilie gehören auch wichtige Speisefische, wie der Tilapia. Armin Roßmeiers Buntbarsch-Crossies sind quasi Fischstäbchen für Erwachsene."



Ist hier zu sehen:
https://www.zdf.de/verbraucher/volle...ssies-100.html


Der Koch Armin Roßmeier zeigt in dem Video, wie man die "Fischstäbchen für Erwachsene" macht.


Ich hab's noch nicht probiert. Aber wer's mag...




(Übrigens:
Die Mediatheken der ÖR-Anstalten haben zwar (wenn ich das richtig sehe) keine Downloadfunktion - mit dem Video DownloadHelper (AddOn für Firefox und auch für Chrome) kann man aber alle Videos dort eingestellten Videos runterladen. Schließlich haben wir sie ja mit unseren Gebühren auch bezahlt!)




Gruß
Otocinclus2
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 15.05.2018, 09:05   #63
radlhans
 
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Ah, mal wieder ein Beitrag! Sehr, sehr schön, ich lese sehr gerne hier mit!

Was du so alles rauskramst, Oto, ... ich bin begeistert. Und dieses Mal geht's sogar um unser leibliches Wohl - perfekt
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Alt 03.06.2018, 19:00   #64
Otocinclus2
 
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Standard Baumarkt verklagt: Red Oskar zu gefräßig

Da wollte wohl jemand mal wieder Kohle abgreifen!


Wer meine Posts vom heutigen Tag mitverfolgt haben sollte, hat vielleicht bemerkt, dass ich mal wieder in alten OAM-Ausgaben rumgeschmökert habe. Das mache ich ab und zu ganz gern, zumal dann der ein oder andere Artikel in den Fokus gerät, den man vorher nicht beachtet hat. So auch diesmal.




Es hält sich ja ziemlich hartnäckig das Gerücht, dass Aquarianer ein eigenwilliges Völkchen sind - oder es zumindest sein können. Das durfte auch der Richter Marquard am Amtsgericht Worms feststellen.


Ein Wormser Aquarianer hatte in einem Baumarkt (welcher genau, wird nicht mitgeteilt, ist aber auch nebensächlich) einen Pfauenaugenbuntbarsch (Astronotus ocellatus) in der Farbvariante "Red Oskar" erworben.
Offenbar hat sich unser namentlich nicht genannte (wohl auch besser für ihn ) Hobby-Genosse nicht vorher informiert und es vor allem sträflicherweise unterlassen, sich hier bei uns Rat einzuholen. Auch soll (so jedenfalls seine Behauptung) im Baumarkt anlässlich des Kaufs keine ausreichende Beratung erfolgt sein. Jedenfalls kam es so, wie es wohl kommen musste:


Oskar erwies sich - was seine Ernährung betraf - als Selbstversorger, und dezimierte den Besatz seines neuen Domizils.
Dabei soll er einen ausgesprochen gesunden Appetit gehabt haben. Er soll nämlich fast den gesamten Bestand an Welsen, Mollys und Schwertträgern gefressen haben. Insgesamt sollen es 30 bis 50 Fische gewesen sein (schon bezeichnend, dass unser Protagonist nur eine derart vage Kenntnis von seinem Fischbestand hatte).


Ursache des ganzen Dramas: Natürlich!
Er ist schlecht beraten worden! Der Verkäufer hat ihn nicht ausreichend über die Gefräßigkeit von Oskar aufgeklärt!
Der Schaden soll 480,00 € betragen haben...



Als Zeugen für alles bot unser Held seinen Mitbewohner (zu näheren persönlichen Beziehungen wird nichts mitgeteilt - was aber angesichts der liberalen Rechtslage auch entbehrlich ist) auf.


Am 16.02.2007 fand beim AG Worms die mündliche Verhandlung statt. Der Zeuge wurde vernommen. Der Richter Marquard hat dem Zeugen aber wohl seine Unbefangenheit nicht so ganz abgekauft. An dem auch in diesem Forum bisweilen recht beliebten "Händler-Bashing" mochte er sich wohl auch nicht beteiligen. Jedenfalls wies er die Klage ab.


Ist alles hier (Seite 25) nachzulesen:
http://www.oammagazin.de/index.php/c...-2007?Itemid=0


Kurze Anmerkung am Rande (natürlich ganz ohne Häme ):
Diejenigen, die sich carnivore Fische zulegen, die eindeutig den Raptoren zuzuordnen sind, verfahren wohl in der Regel so, dass sie erst den (oder die) Fisch(e) erwerben - und dann das passende Lebendfutter in ausreichender Menge. Unser Held hat es umgekehrt gemacht. Und sich dann gewundert, dass es so gut funktioniert hat!




Gruß
Otocinclus2

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Alt 30.06.2018, 15:28   #65
Algerich
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Nur am Rande spielt die Aquaristik in einer Entscheidung des Landessozialgerichtes Nordrhein-Westfalen vom 22. Dezember 2015 (Az. L 7 AS 1619/15 B ER) eine Rolle.

In dem Rechtsstreit ging es darum, ob der Antragsteller mit einer gewissen Frau D in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft lebte, einfacher formuliert, ob die beiden eine Wohngemeinschaft unterhielten oder ein Paar waren.

Die Rechtsprechung stellt in diesen Fällen darauf ab, ob eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft besteht, was sowohl das Sozialgericht Köln, als auch das übergeordnete Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen im vorliegenden Fall bestätigt haben. Zur Begründung führt die Entscheidung des Landessozialgerichtes unter anderem aus:

Auch insoweit hat das Sozialgericht zutreffend gewürdigt, dass das Zusammenleben der Partner alle Merkmale einer gemeinsamen Haushaltsführung aufweist. Im Beschwerdeverfahren ist deutlich geworden, dass der Antragsteller, der - anders als Frau D - Kenntnisse von Aquaristik hat, sich um die Aquarien, die sich im Untergeschoss befinden, kümmert, man den PKW der Frau D gemeinsam nutzt sowie gemeinsam einkauft und kocht.

Im Ergebnis dürfte die Entscheidung nicht zu beanstanden sein. Welche Schlüsse daraus zu ziehen sind, steht freilich auf einem anderen Blatt: Möglicherweise sollte ein Paar, dass sich auch nach außen hin trennen will, gezwungen sein, die Pflege der Aquarien nicht einem allein zu überlassen, sondern die Becken aufzuteilen, selbst wenn der eine Teil wie Frau D keine Kenntnis der Aquaristik haben sollte. Die betroffenen Fische sind im Verfahren nicht gehört worden.

Danke: (2)
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Alt 30.06.2018, 15:36   #66
Birka
 
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Zitat:
Zitat von Algerich Beitrag anzeigen

Die betroffenen Fische sind im Verfahren nicht gehört worden.

@Algerich, hallo


vielleicht lags ja einfach daran, dass der Richter davon ausgegangen ist, die Fische blieben sowieso stumm ?
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Alt 30.06.2018, 16:39   #67
Otocinclus2
 
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Ui, ui, ui...
Diese Entscheidung birgt (von den Richtern wohl gar nicht mal bemerkt) gewaltigen Sprengstoff!



Zitat:
Zitat von Algerich Beitrag anzeigen
Auch insoweit hat das Sozialgericht zutreffend gewürdigt, dass das Zusammenleben der Partner alle Merkmale einer gemeinsamen Haushaltsführung aufweist. Im Beschwerdeverfahren ist deutlich geworden, dass der Antragsteller, der - anders als Frau D - Kenntnisse von Aquaristik hat, sich um die Aquarien, die sich im Untergeschoss befinden, kümmert...

Wie ist nun dieses "sich kümmern" zu verstehen?

Bei extrem weiter Auslegung dieser reinen Bewertungsfrage könnte ja vielleicht schon ein gut gemeinter Ratschlag ausreichen, um ein "sich kümmern" zu bejahen, um dann im nächsten Schritt eine Bedarfsgemeinschaft anzunehmen.


Anders formuliert: Wenn man hier einem Ratsuchenden, der (nach außen nicht unbedingt erkennbar) von Harz IV sein Leben fristet, eine mehr oder weniger brauchbare Antwort gibt - gerät man dann schwuppdiwupp mit ihm in eine Bedarfsgemeinschaft, mit der herrlichen Folge, für ihn mit aufkommen zu müssen?
Mich würde jedenfalls nicht wundern, wenn die zuständigen Behörden bei Realisierung derartiger Einsparungspotentiale begeistert auf eine solche Auslegung zugreifen.


Schon erstaunlich, dass man evtl. beim Ausleben eines vermeintlich harmlosen Hobbys derart unerwarteten Haftungsrisiken ausgesetzt sein kann.


Ich werde das jedenfalls für mich zum Anlass nehmen müssen, mir einmal ernsthaft zu überlegen, ob es für mich nicht schon aus rein pekuniären Gründen besser sein könnte, hier zu verstummen.
(Was ja möglicherweise nicht nur auf Bedauern stoßen würde )



Zitat:
Zitat von Algerich Beitrag anzeigen
Die betroffenen Fische sind im Verfahren nicht gehört worden.

Na ja, das ist ja leider nicht ganz untypisch für die deutsche Justiz.
Die Hauptleidtragenden werden geflissentlich ignoriert.




Gruß
Otocinclus2
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Alt 30.06.2018, 16:44   #68
carpenoctemtom
 
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Das stimmt so nicht Oto, im Az. L 7 AS 1619/15 B ER wurde vergessen zu erwähnen, dass die Fische von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht gebrauch machten...
carpenoctemtom ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2018, 16:49   #69
Algerich
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Mit dem Zeugnisverweigerungsrecht bin ich mir nicht so sicher. Hätten die Fische denn sich oder einen Angehörigen belasten müssen oder hätte ihnen die Aussage zur Unehre gereicht? Vor allem aber: sind Fischer unter 18 Jahren nicht wie Minderjährige zu behandeln, so dass ihnen für die Frage, ob sie ihr Zeugnisverweigerungsrecht in Anspruch nehmen wollen, möglicherweise ein Ergänzungspfleger hätte bestellt werden müssen?
Algerich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2018, 17:05   #70
Otocinclus2
 
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Zitat:
Zitat von Algerich Beitrag anzeigen
Vor allem aber: sind Fischer unter 18 Jahren nicht wie Minderjährige zu behandeln, so dass ihnen für die Frage, ob sie ihr Zeugnisverweigerungsrecht in Anspruch nehmen wollen, möglicherweise ein Ergänzungspfleger hätte bestellt werden müssen?

Eine interessante Frage, die zwangsläufig weitere nach sich zieht:
Was ist mit annuellen Fischen? Werden die nie erwachsen?

Und wenn die dann trotzdem (zwangsläufig, da annuell) munter poppen, um die Art zu erhalten - kann § 176 StGB zur Anwendung kommen, oder ist generell auf Strafunmündigkeit abzustellen? Muss dann aber nicht zumindest das Jugendamt eingeschaltet werden?


Fragen über Fragen.
Wer weiß die Antwort?




Gruß
Otocinclus2
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
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