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Alt 29.08.2018, 15:02   #81
momo0
 
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Hahaha
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Alt 24.09.2018, 22:03   #82
Otocinclus2
 
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Standard Fische und Krabben dürfen nicht vor Gericht klagen

Ich will ja nicht behaupten, dass es Fischen und Krabben in deutschen Landen besser geht, was die Rechtsfindung und hier insbesondere die sogenannte "Aktivlegitimation" (= das Recht, einen Anspruch als Kläger vor Gericht geltend zu machen) betrifft.
In Japan ist es jedenfalls schon seit Jahren amtlich:
Fische, Krabben und sonstiges Getier dürfen in Japan nicht klagen! (Also jedenfalls nicht vor Gericht, ansonsten werden sie wohl genug Grund zum Klagen haben... )


Ausgangspunkt war ein Landgewinnungsprogramm mit Hilfe eines 7 km langen Deiches. Dieses Programm drohte den Lebensraum von Schlammspringern, Winkerkrabben und Alpenstrandläufern (ja, so heißen die schon jetzt - obwohl der Nordseestrand ja erst in rund 50 Jahren an den Alpen liegen wird ) zu vernichten.


Zitat:

"Ein Gericht in Nagasaki wies am Dienstag die Klage gegen ein Landgewinnungsprojekt zurück, die Anwohner im Namen der Tiere erhoben hatten.

Die Natur habe keine gesetzlichen Rechte und könne daher nicht in einem Prozess als Klägerin auftreten, erklärte ein Gerichtssprecher."


Ist hier nachzulesen:
https://rp-online.de/panorama/leute/...FdpZ-Ygw%3D%3D


Ja, so ist das:
Der Mensch handelt strikt und rigoros nach seinem göttlichen Auftrag: "Machet euch die Erde untertan!"
Ob er nach restloser Erfüllung dieses Auftrages selbst noch lange überleben kann, ist eine andere Frage.

Aber dann kann er ja Klagen!


Gruß
Otocinclus2

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Alt 03.10.2018, 20:13   #83
Otocinclus2
 
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Standard Zierfische tot – Ex-Freunde vor Gericht Teil 2

Vor einem knappen Jahr hatte ich ja im Post #46 über das Ende von 20 Kois und dadurch bedingt auch über das Ende einer Freundschaft berichtet.


Angefangen hatte das Drama im Winter 2011/2012 im malerischen Friesland. Der eine der Freunde hatte einen (sicherlich nicht ganz kleinen) Gartenteich, der 20 wertvolle Kois beherbergte.
Der Teich war in diesem Winter zugefroren. Sein Freund (damals war er's noch! ) hatte es - auf welche Weise auch immer, sicherlich aber mit einer gehörigen Portion Geschick - verstanden, auf die geschlossene Eisdecke zu fallen. Dadurch soll der Tod der Kois verursacht worden sein.


Das Landgericht Aurich hatte dem Teichbesitzer (gestützt auf ein Gutachten) noch Recht gegeben und 8.000,00 € Schadensersatz zugesprochen.
https://www.nwzonline.de/wirtschaft/...652872680.html


Nun ist allerdings Freundschaft zwar Jedem lieb, aber Manchem eben auch gelegentlich zu teuer. Der "gefallene" Freund jedenfalls mochte das nicht auf sich sitzen lassen. Er legte Berufung beim Oberlandesgericht Oldenburg ein.

Und das hob das erstinstanzliche Urteil auf und wies die Klage ab:


"In zweiter Instanz erklärte jetzt das Oberlandesgericht, es sei nicht geklärt, ob die Fische überhaupt noch gelebt hätten, als der Freund auf den Teich gefallen sei. Auch eine niedrige Wassertemperatur hätte zum Sterben der Fische führen können. Darüber hinaus sei es für den Freund auch nicht vorhersehbar gewesen, dass ein Sturz auf einen zugefrorenen Koiteich Folgen haben könnte, wenn der Sturz denn überhaupt ursächlich für das Sterben gewesen sei, so das OLG."

Ist hier nachzulesen:
https://www.nwzonline.de/wirtschaft/...141085069.html


Da sieht man mal wieder:
Vor Gericht und auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand.




Gruß
Otocinclus2

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Alt 05.10.2018, 10:51   #84
radlhans
 
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Wie sehr Fische einen doch beschäftigen können...
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Alt 07.01.2019, 20:32   #85
Otocinclus2
 
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Standard Für Black Mollys in den Knast!

Ja, ja - die Liebe zu den Fischen!

Dass sie Geld kostet, wissen wir alle. Sie kann aber gelegentlich auch die Freiheit kosten und dazu führen, dass man temporär sozusagen "All inclusive" auf Staatskosten untergebracht wird.


Doch was ist geschehen?


Ein 44-jähriger Mann hatte bis zu seinem 40. Lebensjahr ein zumindest in strafrechtlicher Hinsicht völlig unauffälliges Leben geführt.

Aber dann geriet er auf die schiefe Bahn. Erst sprach er dem Alkohol zu, dann nahm er Drogen. Und er kam wiederholt wegen Diebstahls vor den Kadi: Im Oktober 2015, im Dezember 2015 und im Mai 2017. Resultat: Zunächst "nur" 2 Geldstrafen und eine Freiheitsstrafe von 3 Monaten zur Bewährung.
Im Juli 2017 wurde er mit verbotenen Substanzen erwischt (vermutlich Drogen - Näheres wird nicht mitgeteilt). Diesmal bekam er zwar wieder "nur" eine Geldstrafe, aber bei der zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe aus Mai 2017 wurde die Bewährungsfrist bis 2021 verlängert.


Dann war erstmal Ruhe. Ca. ein Jahr lang.


Nun war unser Delinquent nicht nur ein von Sucht geplagter Gestrauchelter, sondern auch ein begeisterter Aquarianer. Ein Umstand, der ihn in in unseren Augen schon mal etwas sympathischer erscheinen lässt. Und ein Umstand, der auch dazu geführt hat, dass er hier in Algerich's Thread "Zierfischhaltung vor Gericht" in Erscheinung treten kann - hätte er sich z.B. für Kaninchen begeistert, hätten wir ih gar nicht erst kennengelernt.


Nachdem er etwa ein Jahr lang entweder tatsächlich gesetzestreu war oder aber nur nicht erwischt wurde, kam es, wie es wohl kommen musste:


Im April dieses Jahres passiert es. Der 44-jährige begeisterte Aquarianer möchte sich in einem Augsburger Gartencenter drei Black Mollys kaufen. Kleine, schwarze Zierfische, Spitzmaulkärpflinge. Und damit der Neuzugang sich wohlfühlt, nimmt er noch eine Wasserpflanze dazu. "Die ist aber teuer", meint die Verkäuferin. "Macht nichts, Geld spielt keine Rolle", antwortet er.

Dass Geld keine Rolle spielt, war ernst gemeint - wenn auch etwas anders, als man diesen Spruch so im Allgemeinen versteht. Denn vermutlich hatte er gar keines.

Aber soll der unbändige Wunsch, den Besatz seines Beckens zu bereichern (den ja hier Jeder mal verpürt), wirklich am schnöden Mammon scheitern? Nein! entschied unser Held, und begab sich zunächst in eine andere Abteilung des Baumarktes, wo er die beiden Tüten mit den Fischen und der Wasserpflanze in seinen Rucksack packte. Sodann versuchte er, den Baumarkt ohne zu bezahlen zu verlassen. Der geneigte Leser ahnt es schon: Der Versuch misslang! (Sonst wär die Geschichte hier ja auch schon zu Ende und wir hätten sie nie erfahren.)



Unser Hobby-Kollege versuchte, sein Verhalten so zu erklären: Er habe einen Anruf seiner Schwester erhalten, dass der Vater mit einer Gehirnblutung ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Da habe er den Kopf verloren und sei aus dem Baumarkt gegangen, ohne an's Bezahlen zu denken.


Die zuständige Richterin schenkte dieser Einlassung wenig Glauben. Schon zuvor wollten ihm auch die Mitarbeiter des Baumarktes diese Geschichte nicht wirklich abkaufen:


Zwei Mitarbeiter des Gartencenters glauben die Version des Angeklagten auch nicht. Zu auffällig habe dieser sich an jenem Freitag im April verhalten. "Er hat mich an der Kasse gesehen und sich hinter einem Regal versteckt", sagt eine Verkäuferin. Minutenlang habe man sich gegenseitig beäugt. "Dann ist er, als ich kassieren musste, schnell durch eine nicht besetzte Kasse nach draußen gegangen." Ihr Kollege bestätigt das.


Die Staatsawältin plädierte auf 4 Monate Freiheitsstrafe - ohne Bewährung!
Die bekam er dann auch:


Richterin Scheiwiller verneint eine günstige Sozialprognose. Sein "verstohlenes Gesamtverhalten" spreche für eine Vorsatztat. Waren für 37 Euro hat er gestohlen. Ein Vierteljahr muss der Monteur dafür nun ins Gefängnis. Als kleiner Fisch unter großen Haien.


Nun muss unser Freund für 4 Monate auf sein Aquarium verzichten. Eine arge Strafverschärfung, die die Richterin möglicherweise gar nicht bedacht hatte!
Aber vielleicht bekommt unser Fisch-Freund ja anderweitigen Ausgleich. Ich kenne den Speiseplan der JVA nicht - aber vielleicht gibt es ja Freitags Fisch?
Wie oben schon erwähnt: Auf Staatskosten! "All inclusive"!


Ist hier nachzulesen:
https://www.stadtzeitung.de/augsburg...is-d73997.html



Gruß
Otocinclus2

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Alt 10.02.2019, 19:25   #86
Otocinclus2
 
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Standard Verlassene Frau vergiftet Fische

Ich habe hier ja schon wiederholt (in den Posts #33 und #43) darüber berichtet, dass die Bewohner von Aquarien leider immer wieder einmal bei zwischenmenschlichen Konflikten zwischen die Fronten geraten und zu Opfern rachsüchtigen Verhaltens werden.

Das wurde teilweise ablehnend kommentiert mit der Anmerkung, dass man/frau so etwas nicht lesen wolle. Nun hat zwar Jede*r (habe ich das "Gendersternchen" jetzt auch richtig gesetzt? Worauf man heutzutage alles achten muss! ) das Recht, einfach wegzuschauen, wenn das Leben sich von seiner ruppigen Seite zeigt. Ich halte es gleichwohl für eine (wenn auch traurige) Chronistenpflicht, über derartige Entgleisungen zu berichten.


Im Spätsommer des letzten Jahres gab es einen weiteren derartigen Fall in dem Noch-EU-Land Großbritannien.

Die 35-jährige Britin Serena R. wurde von ihrem Freund verlassen. Er soll (so jedenfalls ihre Behauptung) eine Affäre gehabt haben und das soll der Grund gewesen sein, sie, die 4 Kinder und die Haustiere zurückzulassen.
Das nahm nun Serena zum Anlass, sich an den Zierfischen ihres Ex zu vergreifen. Sie schüttete Bleiche in das Aquarium, worauf die Fische qualvoll eingingen. Um ihre Rachsucht restlos auszuleben, nahm sie diese Aktion als Video auf und verschickte dieses Machwerk per WhattsApp an den Verflossenen.


Zitat:
Augenscheinlich voller Frust und Wut verging die Frau sich dann an den Zierfischen des Mannes. Wie ein bockiges Kind kommentiert sie ihre schändliche Tat. „Wenn ich keine Hobbys haben kann, kannst du eben auch keine haben!“ sagt sie in einem Video, während sie immer mehr Bleiche in das Aquarium schüttet.
„Sterbt, sterbt, sterbt“, fügt die Frau hinzu, bevor sie das Video per WhatsApp an ihren Ex-Partner gesendet haben soll.


In weiteren Videos soll sie damit gedroht haben, auch die anderen Haustiere zu vergiften, worauf der Ex sich an die Polizei wandte.



Die Dame kam ausgesprochen glimpflich davon.

Zitat:
Das Gericht erkannte laut den Berichten an, dass die Frau zum Tatzeitpunkt unter enormem Trennungsstress stand und die anderen Haustiere, entgegen der Drohung, wohl auf waren. Serena R. soll daher zu 18 Wochen Haft verurteilt worden sein.

Über die Angemessenheit dieser Strafe mag sich nun Jede*r sein eigenes Urteil bilden.


Das ganze Drama ist hier nachzulesen:
https://www.mz-web.de/panorama/tierq...eiche-31225468



Gruß
Otocinclus2


Geändert von Otocinclus2 (10.02.2019 um 19:34 Uhr) Grund: Ich Schussel hab mal wieder den Link vergessen.
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Alt 01.05.2019, 20:35   #87
Otocinclus2
 
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Standard Mann muss ins Gefängnis, weil er sich zu wenig um seinen Fisch kümmerte

Zwar ist auch in Deutschland Tierquälerei ein Straftatbestand und wird gem. § 17 TierSchG mit bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe "honoriert", (https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__17.html)
aber dass hierzulande jemand mal wirklich deshalb "einfahren" musste, ist jedenfalls medial nicht wirklich verbreitet worden.

Im New Hanover County in North Carolina in den USA hat allerdings schon allein die Vernachlässigung eines Pfauenaugenbuntbarsches (Astronotus ocellatus) ausgereicht, um dem 53-jährigen Michael Ray Hinson (ja, mit Datenschutz haben es die Amis nicht so, wie wir! Sogar sein Foto wurde veröffentlicht! ) eine "Unterbringung" auf Staatskosten zu verschaffen.

Was war geschehen?
Nun, Michael hatte offenbar Gefallen an Pfauenaugenbuntbarschen gefunden. Das sind ja auch prächtige Tiere, soweit können wir ihn also noch ganz gut verstehen.
Mit der angemessenen Versorgung des Tieres hatte er es aber wohl nicht so. Jedenfalls wurde anlässlich einer Zwangsräumung seiner Wohnung durch Gerichtsvollzieher und Polizei (mit der Mietzahlung hatte er es also wohl auch nicht so ) in einem Aquarium ein Pfauenaugenbuntbarsch in einem erbarmungswürdigen Zustand vorgefunden.

Er war völlig unterernährt und hatte ein Loch im Kopf (der Fisch, nicht Michael, der hatte wohl andere Defizite im Kopf ).

Michael kam zunächst mal in den Knast und dann auf Kaution (4.000,00 $!) bis zum Prozess frei.

Auch für das New Hanover County ist dieses Verfahren ein Novum:
"Es ist laut Lokalmedien das erste Mal, dass in North Carolina eine Person wegen Quälerei eines Fischs angeklagt wird."

Der Sprecher des Sheriffs machte aber eine klare Ansage:

Sheriff‘s-Office-Sprecher Brewer stellte klar, dass sein Bezirk den Tierschutz sehr ernst nehme: "Wenn Sie einem Tier in New Hanover County etwas antun oder es vernachlässigen, kommen wir zu Ihnen."

Na, das ist doch mal ein Wort! Wäre doch schön, wenn das hier auch so gelten würde, nicht wahr?

Das ganze Drama ist hier nachzulesen und (Videos) zu sehen:
https://www.welt.de/kmpkt/article191...kuemmerte.html




Gruß
Otocinclus2

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Alt 02.05.2019, 09:14   #88
radlhans
 
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Ich bin ja der Meinung, dass wir nicht alles aus Ami-Land nachmachen müssen, aber das hier ist doch mal eine rühmliche Ausnahme!
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