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Alt 20.11.2017, 10:15   #1
Schneewitchen
 
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Standard "Restfische" abgeben oder behalten?

Hallo!

Habe mir die folgende Frage nun schon oft gestellt,

Wenn von einem in der Gruppe/Schwarm lebenden Fisch nur noch Einzelner oder wenige Tiere über bleiben, sollte man diese dann abgeben oder nicht?

Prinzipiell steht ja auf der Pro Seite direkt mal die artgerechte Haltung, sprich diese Tiere fühlen sich in der Gruppe wohler.

Nur stellen sich mir da auch viele Fragen...

- wie alt werden diese Tiere? Oftmals findet man keine genauen Angaben zur Lebenserwartung. Was nun wenn die betreffenden Tiere bereits im gehobenen Alter sind?
Ist es dann noch gut sie umzusetzen, oder ist das dann das Todesurteil für betroffene Tiere?

- wenn der Rest der Gruppe krankheitsbedingt verstorben ist, kann ich dann ausschließlich das die Verbliebenen keine dieser Krankheitserreger in sich tragen und evt mit ins neue zu Hause nehmen und dort andere Tiere anstecken?

- wie findet man bei seltenen Fischen einen verantwortungsvollen Halter der diese Tiere übernimmt?
Habe die Erfahrung machen müssen das der Schein oft trügt. In einem Fall habe ich meine Tiere sogar schon zurück geholt da ich aus Zufall mitbekam das dieser garkeine Empathie hatte, sprich Fische waren dort Dekogegenstände.
Und irgendwo habe ich ja auch die Verantwortung für meine Tiere übernommen....

Persönlich habe ich grade 2 "Rest" - Schmetterlingsbarben und 4-5 "Rest" - Otocinclus. Bislang habe ich noch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen diese abzugeben.
Für die Schmetterlingsbarben würde sich dies auch als nahezu unmöglich gestalten, da kaum jemand diese Fische hält. Habe einmal ne Anzeige gesehen, das war allerdings mehrere Autostunden entfernt.

Bei den Otocinclus wäre dies einfacher, nur sehe ich da die Summe von 4-5 Stück noch grade im Rahmen. Nur wie alt sind die jetzt und woran sind die anderen verstorben? Habe das im Grunde nichtmals mitbekommen, da ich 2 Monate aus gesundheitlichen Gründen nicht zu Hause war und mir Dank stärker Bepflanzung auch erst sehr spät auffiel wie wenige es nur noch sind.

Bei den Schmetterlingsbarben war es eine Krankheit, wo die unter der Haut eine gelbe Füllung hatten, habe weder hier noch im restlichen www etwas dazu gefunden. Auf Verdacht hatte ich wenige Tiere mit nem "Hilft gegen Alles" Präparat in nem extra Becken behandelt. Diese sind über Nacht im Behandlungsbecken verstorben so dass ich die restlichen nicht behandelt habe.
Habe sie dann als zusätzliche Symptome dabei kamen, Blutungen unter der Haut, rausgequollene Augen "erlöst".
Die restlichen beiden scheinen kerngesund - nur wer sagt mir das die nicht "Erreger" dieser Krankheit in sich tragen?

Mich würde eure Meinung zum Pro und Contra interessieren, bzw wie ihr es in der Vergangenheit gehandhabt habt.
Schneewitchen ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 20.11.2017, 10:56   #2
Susanne2015
 
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Hi Andrea,

Das Problem kenne ich Hab z.zt. auch solche Krümel-Restbestände.
Als ich im Sommer in Urlaub war und meine Mutter die Fische betreute, gab es ein größeres Sterben...aus bisher ungeklärten Gründen. Ausgerechnet meine geliebten Barben hat es erwischt, da ist von der einen sorte nur eine übrig, von der anderen 2. Nun kann ich die aber nicht mehr aufstocken, da sich die 5 Platys, die ich mal aus Mitleid aufgenommen habe, sehr vermehrt haben. So das ich notgedrungen auf Platy/ Neon/becken umgestiegen bin.
Ich kenn auch niemanden, der mir die Restbarben abnehmen würde und die Jüngsten sind sie auch nicht mehr. Also was bleibt? Behalten und Gnadenbrot geben. Klar ist das für Gruppen-und schwarmfische nicht so schön, einsam zu sein, aber zumindest bleiben sie in ihrer vertrauten Umgebung und werden nicht noch herumgeschubst und irgendwelchen Experimenten ausgesetzt. Und wenn wie bei dir auch noch unbekannte Krankheiten im Spiel waren, würde ich das erst recht nicht tun.
Susanne2015 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2017, 11:36   #3
Schneckinger
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Hi Andrea,

da halte ich es mit Radio Eriwan: Ja, aber....

Bei jungen Fischen ohne irgendwelche Krankheiten versuche ich Restbestände selbstverständlich in gute Hände abzugeben. Bei mittelalten oder gar alten Tieren bekommen sie eher ihr Gnadenbrot. Das erscheint mir sehr häufig sinnvoller als eine "Spätverpflanzung".

Und typischerweise sind es ja ältere "Resttiere", bei denen die Artgenossen entweder aus Altersgründen oder wegen schwer klärbarer Katastrophen (wie bei Dir und Susanne) übrig geblieben sind.

Und das dürfte ja wohl eher der "Normalfall" sein. Wer hat schon wenige einsame, junge und kerngesunde Schwarmfische abzugeben...

Wenn eine Abgabe überhaupt Sinn macht, dann nur an erfahrene Halter mit DEUTLICH besseren Bedingungen. Und natürlich sollte der aufnehmende Aquarianer genau über die Vorgeschichte seiner neuen Gäste informiert werden.

Tschüß,
Schneckinger
Schneckinger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2017, 19:01   #4
DEUMB
 
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So ähnlich geht es mir auch. Meine Perlhuhnbärblinge (Danio margaritatus) hatten mal einen Bestand von 35 Tieren, aus Altersgründen gibt noch ca. 8 davon und weitere Abgänge sind absehbar. Von meinen Marmorierten Zwergpanzerwelsen (Corydoras habrosus) sind auch nur noch zwei Tiere übrig. Beide Arten werden bei mir bleiben und ihr Gnadenbrot bekommen, weil ich eine Weitergabe der älteren Tiere für nicht gut halte, auch wenn die beiden C. habrosus von den Schmetterlingsbuntbarschen (M. ramirezi) ab und an mal eine aufs Dach bekommen. Meine Moskitobärblinge (Boraras brigittae) gehen auch langsam den Weg allen Irdischen, auch von Ihnen sind nur noch 6 Tiere geblieben und auch sie kann man nicht mehr abgeben.

Anders sieht es bei meinen Korallenplatys (Xiphophorus maculatus) aus. Das sind vier junge und gesunde Tiere, nur will die leider niemand geschenkt haben. Deshalb müssen sie mit den Apistogramma borellii zusammen im Techniklosen bleiben, oder die A. borellii mit den Platys, je nachdem wie man es sieht. Denn die einzige Alternative wäre die Fische zu töten und das halte ich ohne Grund für nicht vertretbar.
DEUMB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2017, 19:28   #5
Snausen
 
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Hallo Andrea,

ich habe noch zwei von 30 Blauaugen. Sie sind einfach nach und nach innerhalb eines Jahres gestorben, ohne erkennbaren Grund. Auch der Tierarzt konnte nichts finden. Diese Blauaugen bleiben bis zum Ende bei mir. Ich werde mir aber keine dazu setzen.

Vor drei Jahren bin ich mit 25 Keilfleckbarben gestartet, die dann eine merkwürdige Krankheit (Hauttumore am Maul) bekamen. 20 sind durch meine ungeschickten Behandlungsversuche (oder aus einem anderen Grund gestorben)! Die letzten fünf haben sich wohl sehr gut gefühlt und mir Nachwuchs beschert. Dann waren sie zu acht und ich habe noch einmal über eine Aufstockung nachgedacht. Jetzt habe ich wieder 23 Keilfleckbarben und bin sehr glücklich. Die Alteingesessenen lassen sich von den Jüngeren mitreissen und es ist wieder Leben im Becken. Ab und zu sehe ich einen mit den typischen weißen Stellen am Maul. Da ich jetzt weiß, dass diese Krankheit nicht zum Tode führt, kann ich darauf gelassener reagieren. Die Stellen bilden sich nach einiger Zeit wieder zurück.
Ich denke, dass es schwierig ist, alte oder seltene Fische abzugeben. Ein gutes neues Zuhause ist nicht einfach zu finden.

Ciao, Susanne
Snausen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2017, 20:55   #6
Schneewitchen
 
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Hallo!

Danke für eure Antworten! Dann liege ich ja doch soweit ganz richtig mit meiner Einschätzung.

@DEUMB: Den Spruch aus deiner Signatur werde ich mir merken
Schneewitchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2017, 09:56   #7
momo0
 
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Hallo auch, oftmals ist es auch schwer einen neuen Besitzer zu finden.

Ich habe immo 2 Metallpanzerwelse welche ca. 4 Jahre alt werden (keine Ahnung wie alt die wirklich werden können?), ich kenne niemanden der sie haben möchte und bevor ich sie in den Zooladen zurück bringe (dort weiß ich ja erst recht nicht was weiter mit ihnen passiert) bleiben sie einfach in meinem Becken.
momo0 ist offline   Mit Zitat antworten
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