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Alt 15.01.2018, 21:16   #1
Archilleos
 
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Standard Echinodirus Bleheri blätter werden glasig/durchsichtig und sterben ab

Hallo,

ich bins mal wieder
Nachdem ich jetzt ab und an auch etwas helfen kann, habe ich gerade wieder ein Problem, aus dem ich nicht so recht schlau werde.
Der Threadtitel sagt schon alles - es geht um meine alte Echinodorus.

Die war im alten Becken schon seit über 7 Jahren drin, ist also schon eine alte Dame Bei der Einrichtung des neuen Beckens war sie so immens, dass man sie hat dreiteilen können und nun die Ecken meines neuen 650l Beckens "ziert" als Sichtbadeckung für die Technik und Fischversteck.
Jetzt hatte ich schon eigentlich seit ewig das Problem, das ich hier beschreibe, aber ich hatte die Hoffnung, dass ich mit dem neuen AQ und dem ganzen Aufwand sich einiges bessern würde - aber Fehlanzeige.

Ich habe leider noch kein Testlaborkoffer angeschafft, in der Hoffnung, das nicht so schnell zu brauchen - aber ich werde wohl nicht drum rumkommen. Orakelstäbchen reichen für sowas ja nicht mehr.

Auf den Bildern seht ihr jeweils das "Anfangsstadium" an dem die Blätter langsam durchsichtig werden, das Endstadium nachdem sogar das Blattgerippe hinfort ist und als direkten Kontrast eine neue Echinodorus, die frisch zum selben Zeitpunkt eingepflanzt wurde und wächst wie verrückt!
Es gibt eine Co2 Düngung, der Bodengrund ist JBP Proscape Brown mit Volcano und dem Pulverzeug drunter, gerade mal ein paar Wochen alt.

Ich hatte eigentlich schon die beiden blauen Ancistren im Verdacht, aber dann viel mir ein, dass das Problem schon wesentlich älter ist als die beiden, daher kann ich diese als Ursache eigentlich ausschliessen.
Der restliche Besatz kann es eigentlich auch nicht sein - 2 Trichogaster Trichopterus, Corys, 3 Barbus Pentazon, 2 Melanotaenia praecox, 3 Pimelodus Pictus, ein paar Zebrarennschnecken und Red Fire Garnelen...

Nährstoffmangel DÜRFTE es eigentlich nicht sein, da wie gesagt nährstoffreicher Bodengrund vorliegt - die neue Echinodorus zeigt durch ihr immenses Wachstum ja auch, dass es ihr gut geht.

Licht dürfte auch ausreichend vorhanden sein - ich komme gerade auf 27lm/l bei 10h Beleuchtung inkl. 2h Sonnenauf- und Untergang. Neue LED's in allen denkbaren Lichtfarben

Algen gibt es, ausser den zu erwartenden Kieselalgen, bisher noch keine.

Fäulnis im Boden kann ich auch keine feststellen.

Wasserwechsel wöchentlich 25%, Wassertemperatur um die 27°C.

Und damit habe ich alle mir bekannten Ursachen, wenn nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich gemacht. Bis auf eine - ich habe beim Umsetzen die Wurzeln der Echi deutlich kürzen müssen. Das war ein Gekraute... Sie wurde allerdings auch gut ausgelichtet, damit nur "gesunde" Blätter umgezogen sind. Andererseits treibt eine der Echis eine Ablegertrieb aus, was jetzt auch nicht für Nährstoffmangel hindeutet... Aber alle 3 sind von dem Phänomen betroffen.

Abzüglich eines Kompletttests mittels Testkoffer weiss ich nicht mehr weiter - wenn also jemand noch eine Idee hat...?
Angehängte Grafiken
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Geändert von Archilleos (15.01.2018 um 21:32 Uhr)
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Alt 15.01.2018, 22:11   #2
Otocinclus2
 
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Hallo Archilleos,

auch wenn ich die Ancistren nicht so ganz als mögliche "Missetäter" ausschließen möchte: zumindest die Hauptursache dürfte der doch massive Eingriff in den Organismus der "Alten Dame" sein.

Du schreibst, du hast das "späte Mädel" dreigeteilt und zudem das "Gekraute" der Wurzel stark eingekürzt. Das ist nun die (logische) Folge davon.

Echinodoren sind als Sumpfpflanzen "ernährungsbiologisch" eher den Landpflanzen als den (echten) Wasserpflanzen zuzuordnen. Sie ernähren sich hauptsächlich über die Wurzeln.

Bei Pflanzen, die sich über das Wurzelwerk ernähren, muss das Volumen der Wurzel zu dem Volumen des überirdischen Teils (Stamm, Äste und insbesondere Blätter) in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Denn die Wurzeln versorgen die Blätter mit Nährstoffen und umgekehrt die Blätter auch die Wurzeln mit den Stoffen aus der Photosynthese, z.B. Zucker. Die durch Photosynthese gebildeten Stoffe wie Zucker (und auch andere) werden im Wurzelwerk (soweit sie nicht gleich verbraucht werden) gespeichert, gewissermaßen für "schlechte Zeiten".

Jeder Eingriff in das ausgewogene Verhältnis Wurzelwerk/Blattwerk hat entsprechende nachteilige Auswirkungen auf die gesamte Pflanze. Ein massiver Rückschnitt der Blätter auf die Wurzeln ebenso wie ein massiver Rückschnitt der Wurzeln auf die Blätter.

Schon allein durch ein Herausziehen aus dem Boden können Wurzeln geschädigt werden (vor allem die feinen Härchenwurzeln), erst recht natürlich durch Rückschnitt.

Es mag sein, dass in deinem Bodengrund mehr als ausreichend Nährstoffe sind, aber mit den amputierten Wurzelstummeln kann die "Alte Dame" ihre Blätter "aus besseren Zeiten" jetzt nicht ausreichend versorgen.

Aber ich denke, das wir wieder!


Gruß
Otocinclus2

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Alt 15.01.2018, 22:31   #3
Archilleos
 
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Ja, das ist eine einleuchtende und logische Erklärung.
Das würde auch das frühere Auftreten der Mangelerscheinung erklären, den da war es einfacher Aquarienkies.. Und was der an Nährstoffen zu bieten hat, trotz gelegentlichen (zu wenigen) Düngekugeln, war wohl dann einfach nicht ausreichend.
Erklärt auch das Wuchern der neuen Echinodiren, die dieses Problem nun garnicht haben.

Dann ist die Lösung erstmal die in der Aquaristik viel gerühmte Geduld
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