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Alt 21.04.2018, 08:40   #11
Udi2018
 
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Zitat von hotte76 Beitrag anzeigen
Hallo.

Ich muss demnächst mein Aquarium (Juwel Rio240, siehe Foto) wegen meiner Wohnzimmer-Renovierung abbauen und wollte das gleich zu einem Neustart nutzen, da das Becken schon gut 8 Jahre in Nutzung ist. Der Filter läuft ungefähr auch schon so lange problemlos, das Becken ist "eingefahren", macht aber zunehmend Probleme, weshalb ich den Neustart machen möchte.
Die Probleme sind teilweise seit der Einrichtung im Becken, teilweise sind es auch pflegerische Fehler von mir.
Ich habe damals einen "Nährstoff-Bodengrund" reingemacht, darauf den Kies. Ich glaube das dieser Bodengrund etwas fault, außerdem möchte ich das Becken von Grund auf neu gestalten. Das bedeutet das im Prinzip alles zur Disposition steht. Dieses Mal möchte ich natürlich möglichst viel richtig machen :-). Ich habe vor einiger Zeit einige neue Pflanzen eingesetzt, die leider von den Welsen erstmal "rasiert" worden sind.

Was ich habe:

- Das Becken mit Innenfilter und Heizstab ;-)
- 3 Schwertträger (1x w, 1x m, und 1 Babyfisch)
- 5 Welse (unklar welche genau.... 3 Antennenwelse und 2 andere + 1 Babywels)
- 1 Platy
- "Rondomatic" Fütterungsautomat (bin beruflich viel unterwegs)
- T5er Röhren, die sowieso gewechselt werden müssen (LED?)

Was ich gern hätte:

- CO² Düngung, da meine Pflanzen bisher nicht wirklich gut bzw. ungleichmäßig wachsen.
Ich hätte gern ein dicht bepflanztes Becken.
- Evtl. Umrüstung auf LED (es gibt dafür ein Komplett-Set von Juwel für ca. 150€)
- Ich bin auch bei dem Besatz recht offen, ich möchte möglichst einfach zu pflegende Fische,
da ich beruflich in der Woche auch mal 3 Tage unterwegs bin (Außendienst) und deshalb nicht jeden Tag am Becken bin.

Was würdet ihr mir empfehlen?
Ich habe mal ein Bild und die Wasserwerte meinen Stadtwerkes angehängt.
Hier die Kurzfassung der Werte:

KH: 7,1
GH: 7,5
PH: 7,62
Nitrat: <1
Nitrit: <0,01

Meine Fragen:

Was für einen Bodengrund soll ich nehmen? Nur Kies?
Was für einen Besatz würdet ihr mir empfehlen?
Habe ich eigentlich die "richtigen" Pflanzen?

Vielen Dank schon mal


Hallo Hotte!

Ich komme mal auf Deine Fragen zu sprechen und schildere Dir mal meine Meinung und Erfahrungen:

Als Bodengrund würde ich Sand nehmen, keinen Kies (da gibt es oft Probleme). Wenn Kies, dann sehr feinkörnig, aber Sand ist m.E. immer besser.

Ich verwende nie Bodennährstoffe oder spezielle Bodengründe. Die haben sich nach einer gewissen Zeit erschöpft (meistens nach spätestens einem Jahr) und müssten dann raus - wie bitte machen, ohne das ganze Becken zu leeren? Brauchst Du auch nicht, meine Pflanzen kommen in Sandboden bestens zurecht und faulen schimmligen Boden kenne ich nicht, habe ich nie gehabt!

Zum Besatz:

Wenn Du bei den Lebendgebärenden bleiben möchtest, keine CO2-Anlage verwenden. Würde den PH-Wert und die Härte senken, was den Lebendgebärenden gar nicht gefällt.

Dann würde ich deren Anzahl aufstocken, vor allem immer mehr Weibchen als Männchen, gerade bei Schwertträgern (ca. 3-5 Damen auf einen "Herren"). Ist bei Platies auch anzuraten.Ein Platy ist definitiv zu wenig.

Dann würde ich mich auch für nur eine der beiden Arten entscheiden, weil sie sich untereinander kreuzen, was nicht unbedingt schön ist und im Härtefall sogar unfruchtbare Nachkommen bringt. Also entweder Platies oder Schwertträger und dann Bestand aufstocken. Es sind beides Gruppenfische, in der Natur kommen sie sogar manchmal in Schwärmen vor!

Zu den Antennenwelsen:

Es ist ja allgemein bekannt, dass die Pflanzen "mögen" und so einige Becken mit breitblättrigen Pflanzen kahlgefressen haben. Da musst Du gut zufüttern mit pflanzlichem Futter, eventuell auch mal Salatblätter, Gurke u.a. reichen. Aber es gibt keine Garantie, dass sie nicht doch an die Pflanzen gehen werden.

Dann lieber auf eine andere Art (z.B. Otocinclus) umsteigen, die sind "pflanzenfreundlicher". und werden auch nicht so groß. Wurzeln sind ebenfalls für die Antennenwelse erforderlich. Aber die können auch die Wasserparameter verändern, das Wasser könnte saurer werden.

Die Sache mit der LED-Beleuchtung halte ich für sinnvoll, sie spart Stromkosten!

Von den Wasserwerten her würde ich bei der Beckengröße und Deinem bisherigen Besatz zu Schwertträgern raten, entweder 1 Männchen auf 3-5 Weibchen oder viele Männchen (dass sich die Aggressionen verteilen) und dann eben auch entsprechend viele Weibchen. Dann hast Du aber u.U. auch viel Nachwuchs. Große Schwertträgerweibchen können mit einem Wurf schon mal bis zu weit über 100 Jungfische (!) abwerfen, das Becken wäre also schnell voll, sollte dem Nachwuchs nicht nachgestanden werden. Da sind Platies dann eher ruhiger, friedlicher und weniger vermehrungsfreudig.

Für den Boden würde ich ggf. Panzerwelse nehmen, einen Trupp aus 6-10 Tieren oder mehr (ist auch ein Gruppen- bzw. Schwarmfisch). Den meisten Panzerwelsen würden auch Deine Wasserwerte nicht viel ausmachen, außer, Du hättest einen echten Schwarzwasser-Panzerwels dazwischen. Als Alternative böten sich auch kleinbleibende Schmerlen an, die hätten mit Deinen Wasserwerten auch keine Probleme. Nur bitte keine Prachtschmerlen o.ä., die werden einfach zu groß. Auch Schmerlen sollten mindestens in einer Gruppe aus 6-8 Tieren, besser mehr, gehalten werden. Dann wäre Dein Becken auch schon gut gefüllt, denke ich. Nicht unbedingt viele Arten nehmen, dafür lieber wenige Arten und mehr Individuen davon, so leben sie auch ihr Wesen besser aus und fühlen sich wohler als ein bunt gemischter Haufen von einem "Sammelsurium".

Solltest Du jedoch tatsächlich eine CO2-Anlage anschaffen, dann würde ich die Platies und die Schwertträger auf keinen Fall nehmen. Dann müsste komplett neu gedacht werden. Vermutlich würden PH-Wert und Härte sinken, dann böten sich z.B. Salmler an, da ist die Auswahl riesig. Auch Barben und Bärblinge wären dann eine Möglichkeit, kommt halt drauf an.

Da Du aber beruflich eingespannt bist, würde ich eher zu den Lebendgebärenden raten, die sind sicherlich härter im Nehmen als die Salmler, ist aber Geschmackssache und auch eine Frage des Geldbeutels. Zudem würden sich diese Fische selbst vermehren, eine Erhaltung wäre also über einen längeren Zeitraum gesichert. Salmler und Barben muss man zumeist separiert aufziehen/züchten, brauchen dann besondere Wasserwerte und man braucht halt immer einen Schwarm (nie unter 10- 20 Tiere!). Dann ist der Platz auch schnell wieder gering, selbst bei einem 240l-Becken.

Ich selbst habe ein Lido 120-Becken von Juwel (ein größeres Becken konnte und durfte ich nicht stellen, wohne im 5.Stock eines Mehrparteienhauses), besetzt mit Platies und vielen Pflanzen. Sonst keine weiteren Fische und Einrichtungsgegenstände. Innenfilter von Juwel (war eingebaut) mit integr. Heizstab. läuft ohne Probleme. Bodengrund besteht aus weißem und beigefarbenen Sand, die Wasserwerte sind noch einen Ticken härter, der PH-Wert ist bei mir mit 7,3 etwas geringer. Nehme das Leitungswasser, wie es ist, ohne "rumzupanschen" (lediglich ein Wasseraufbereitungsmittel kommt bei den WW zum Einsatz). Läuft alles top und ich muss nur die Fische füttern.

L.G.

Udi

Geändert von Udi2018 (21.04.2018 um 08:44 Uhr)
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240l, neueinrichtung, neustart, rio240

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