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Alt 18.03.2018, 14:00   #61
Schneckinger
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Hi Karina,

was Du da beschreibst hört sich nach einer ziemlich idealen "Aquarienwurzel" an. So ein hochkant stehender Wurzelstock wird optimal von Wind und Wetter bearbeitet. Dennoch trocknet er nach jedem Regenfall schnell wieder ab, so das es kaum zu Fäulnisprozessen kommt.
Auch der Zustand der Rinde ("Selbstablösung") macht Mut ;-)

Der Nährstoffeintrag durch die Verrottung der Holfasern ist praktisch zu vernachlässigen. Selbst das Material von ausgesprochenen Weichhölzern wie Pappel verrottet -komplett und dauerhaft untergetaucht- nur sehr langsam. So eine Wurzel kann viele Jahre Freude machen. Anders schaut es bei einigen "Sägewerksfischen" aus dem L-Welsbereich aus. Die zerlegen und fressen solche Hölzer manchmal erstaunlich schnell. Aber auch das sollte dann kein Grund sein auf extrem harte Hölzer auszuweichen. Die betreffenden Welse brauchen ja gerade weiches Holz für ihre Verdaung.

Ich würde die Wurzelstücke jetzt übrigens gar nicht komplett auf der Heizung trocknen, sondern sie direkt nach der Hochdruckreinigung ins Becken einbringen. Dann das Becken voll machen und fertig. Dann kannst Du ja beobachten ob es zu größeren Bakterienrasen"ereignissen" kommt und mit kräftigen Wasserwechseln gegensteuern.

Gerade zum Einfahren und Einrichten eines so großen Beckens mit vielen Wurzeln würde ich Dir auch diesen:
https://www.zierfischforum.info/eins...nzenwuchs.html
Artikel von unseren lieben Sonne empfehlen.

In der "Wartephase" ohne tierische Lebewesen hast Du dann gute Chancen auf hölzerne Überraschungen zu reagieren ohne tierische Bewohner zu gefährden ;-)

Tschüß,
Schneckinger

P.S.
Natürch auch Dir ein:
Herzlich Willkommen im Forum!
Schneckinger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2018, 17:49   #62
Rapunzel
 
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Grüß dich Schneckinger!
Danke für die schnelle Antwort. Ich bin jetzt natürlich froh, dass ich meine Wurzeln verwenden kann. Danke auch für den Link, ich bin allerdings kein Neueinsteiger, ich mach das schon (mit Unterbrechungen durch Studium usw.) seit 20 Jahren Mein erstes Becken hatte ich bereits mit 12 Jahren, es ist also ziemlich das einzige Hobby welches mich schon fast mein ganzes Leben begleitet. Ich hatte mich mangels Information nie drann getraut, Hölzer in der Natur zu sammeln. Ich bin es inzwischen aber leid, tonnenweise Geld für Deko auszugeben um dann noch immer nur mit einer Notlösung im Becken dazustehen weil ich das was ich wollte einfach nicht finden konnte oder ich nicht dazu bereit war für entsprechende Deko 500€ auf den Tisch zu legen. Selbst Hölzer zu sammeln ist da natürlich eine tolle Alternative und wenn man die entsprechenden Infos hat gibts keinen Grund die (meist ökologisch sehr fragwürdigen) Wurzeln aus dem Handel zu nehmen. Durch einen Cladophorabefall musste ich mein 300l Becken komplett ausräumen, ich habe die Chance dann direkt genutzt um alles zu resetten und mir ein größeres zugelegt. Das Becken soll übrigens mit Regenbogenfischen besetzt werden, da wir hier im Süden quasi den Beton aus der Leitung bekommen... Das Becken soll circa mal so aussehen: https://www.pinterest.de/pin/385128205630027691/ der größte Stamm (hinten gerade abgeschnitten) sieht fast genauso aus wie der im Bild. Ich freu mich grade sehr, dass ich ihn nicht wegschmeißen muss! Vielen lieben Dank für deine Hilfe!

Viele Grüße
Rapunzel ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 19.08.2018, 22:15   #63
Markus80
 
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Hallo,
da ich es satt wahr Unmengen an Geld für Aquarienwurzeln auszugeben und zusätzlich,teilweise der Umwelt damit schade,habe ich bei Google gesucht wie es mit Einheimischen Hölzern ausschaut und bin hier gelandet.
Echt super und verständlich erklärt.Nun waren wir heute mal unterwegs weil wir unser 180L Becken natürlicher umgestalten möchten.
Nach langem suchen im Dickicht unseres Buchenwaldes und 10 Zecken (keine größer als 1mm) verteilt auf 2 Erwachsene und 2 Kinder haben wir eine Wurzel einer umgefallenen Buche gefunden.Wunderschön geformt und perfekt für unsere Zwecke.
Nun sind mir nach durchlesen des gesamten Themas 2 Dinge leider nicht schlüssig lieber @Schneckinger .
1.Kann man die feste Rinde dran lassen?
2.Kann der feine grüne "Staub" (Moos?) der sich nicht abreiben lässt dran bleiben?

Liebe Grüße aus dem Pottrandgebiet!
Markus80 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2018, 22:38   #64
Schneckinger
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Hi Markus,

schön, dass ich Dich mit meinem Artikelchen zu uns locken konnte Auf jeden Fall auch Dir erst mal ein:

Herzlich Willkommen im Forum!

Zu Deiner Frage:
Gerade bei Buchenholz hält manchmal die Rinde auch im gut ausgewittertem Zustand noch fest am Holz. Dann darf sie auch bleiben. Meist wird sie aber im Laufe der Zeit von den Aquarienbewohnern (raspelnde Welse, Schnecken, Garnelen) aufgefressen. Was ja auch nicht nur von Nachteil ist

Der feine, grüne Belag besteht meist aus (Grün-)Algen. Die gibt es nicht nur unter Wasser. Zwar können diese "Land"Algen meist im Aquarium nicht überleben. Aber eine Wasserbelastung kann dadurch schon entstehen.

Wenn Du sicher gehen willst, würde ich die Wurzel mit einer stabilen Wurzelbürste (wie gut hier die Bezeichnung "Wurzel"-Bürste passt) und viel klarem Wasser abschrubben. Dann entfernst Du alles leicht lösliche und das Wasser übermässig belastende.

Tschüß,
Schneckinger

Danke: (1)
Schneckinger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2018, 23:02   #65
Markus80
 
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Hi.
Danke für's Willkommen heißen und natürlich auch die schnelle Antwort.Na dann muss ich mir mal eine Wurzelbürste organisieren um die Wurzel zu bürsten.

Liebe Grüße.
Markus80 ist offline   Mit Zitat antworten
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äste, buche, eiche, heimisches holz, holz, laubholz, nadelholz, rinde, zweige

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