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Alt 26.09.2020, 20:24   #1
Otocinclus2
 
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Standard Zeitschriften - AF Aquaristik Fachmagazin

Bislang hatte ich meine Rezensionen des AF (Aquaristik Fachmagazin) ja in der Rubrik "Sonstiges" vorgestellt. Da zwischenzeitlich einige neue Rubriken geschaffen wurden, u.a. eben auch die Rubrik "Aquaristische Veröffentlichungen", stelle ich meinen neuen Beitrag mal hier rein.
Wenn es, aus welchen Gründen auch immer, nicht passen sollte, kann ja einer der Mods den Beitrag verschieben.

So, genug der Vorbemerkung. Jetzt geht’s los.

Die Nr. 275 (Oktober/November 2020) des AF ist erschienen.
Titelthema: Neue Heilmethoden für Fischkrankheiten

Ein spannendes Thema, das mit dem Beitrag Alternative Naturheilmethoden bei Fischkrankheiten von Frank Gottschalk auf Seite 6 startet.
Ein paar kurze Anmerkungen zum Autor: Frank Gottschalk betreibt in Neu Wulmstorf (südlich von Hamburg) ein Aquaristik-Fachgeschäft. Dabei entwickelt und vertreibt er auch eigene Produkte, u.a. auch Extrakte aus Pflanzen. Dazu später noch mehr.
Auf insgesamt 8 Seiten referiert Gottschalk zunächst über das Immunsystem der Fische, und wie man dieses stärken kann, um nach Möglichkeit auf (synthetische) chemische Medikamente verzichten zu können. Dabei verweist er auf die Wirkungen von pflanzlichen Wirkstoffen und darauf, dass diese auch bei der Behandlung von Fischkrankheiten eine zunehmende Rolle spielen. Das stimmt. So hat ja z.B. auch Sera vor einiger Zeit eine neue Range von Medikamenten herausgebracht, die auf pflanzlichen Wirkstoffen basieren.
Das ist alles ausgesprochen interessant zu lesen. Allerdings: Der Artikel gerät zunehmend zur Eigenwerbung. Er beschreibt ausführlich die Entwicklung, Zusammensetzung und Wirkung von zwei von ihm angebotenen Produkten (sogenannte Aqua Liquids), nämlich Natur Kräuter Konditionierer und Natur Kräuter Wurm Kräuter.
Ich hätte es im Interesse einer wirklich umfassenden und halbwegs neutralen Berichterstattung als deutlich angenehmer empfunden, wenn Gottschalk hier etwas über den eigenen Tellerrand hinausgeschaut und darauf hingewiesen hätte, dass es auch von anderen Herstellern Produkte gibt, die in diese Richtung gehen, wie etwa die von Sera.

Dr. Gerald Bassleer berichtet sodann auf den Seiten 16 und 17 in seinem Beitrag Phytobiotika über die prophylaktische Zuführung pflanzlicher Substanzen, um Fische vor Erkrankungen zu schützen. Dabei geht es insbesondere um Zusätze in Fischfutter. Hier werden einzelne pflanzliche Zusätze und deren Wirkungen beschrieben. Dass sich an diesen knapp gehaltenen, aber gleichwohl gehaltvollen und interessanten Artikel eine Anzeige der Firma Aquarium Münster anschließt, in der das von ihr vertriebene und von Dr. Bassleer entwickelte Futter beworben wird...nun ja.

Dass Knoppern - eine Alternative zu Seemandelbaumblättern und Erlenzäpfchen sind, bringen uns Hans Beiderbeck und Rolf Beiderbeck auf den folgenden 2 Seiten näher. Und wir lernen, dass eine Knopper nicht etwa (wie manch flüchtiger Leser der Überschrift vermuten könnte) eine knusprige Waffel mit Nougatfüllung ist (was allerdings auch durchaus pflanzlichen Ursprungs wäre). Nein. Knoppern (das ist der Plural davon) sind Pflanzengallen, und hier insbesondere die von der Knopperngallwespe hervorgerufenen Wucherungen an den Fruchtbechern der Eicheln der Stieleiche Quercus robur. Diese Knoppern haben einen Gerbstoff- und Huminsäurengehalt von 24 bis 35 %. Nach den Erfahrungen der Autoren sollen für ein 100-Liter-Becken schon zwei Knoppern ausreichen, und diese geben selbst nach 3 Monaten noch immer Huminsäuren ab. Sie sind also sehr ergiebig.

Nun folgt ein ausgesprochen interessanter Artikel, der so manch ein rätselhaftes Fischsterben erklären kann:
Zu wenig beachtet: Glugea, die Beulenkrankheit von Dieter Ott. Auf den Seiten 20 - 29 beschreibt er diese tückische, tödlich verlaufende Krankheit. Tückisch vor allem auch deshalb, weil das Krankheitsbild manchmal so dezent ist, dass es überhaupt nicht auffällt. Der Aquarianer bemerkt nur, dass nach und nach immer mehr Fische verschwinden. Häufig ist allerdings eine zunahme der Leibesfülle zu beobachten. Dies wird aber ebenso häufig mit Laichansatz verwechselt, zumal die Zysten, die dieser Pilz in den Fischkörpern bildet, sehr leicht mit Laich verwechselt werden kann.
Bislang gibt es kein zugelassenes Medikament gegen diese Krankheit. Ott bespricht einige Ansätze einer möglichen Behandlung und vor allem einer Vermeidung.

Jetzt wird über ausgesprochene Raritäten berichtet:
Garnelenwelse aus der Gattung Imparfinis stellen uns Anja Katschmann und Norman Behr auf den Seiten 40 - 42 in Wort und Bild vor.

Oliver Lucanus beschreibt in seinem Beitrag Rio Guejar, der Fluss im Tal der Macarena Biotope in diesem Fluss und seine Bewohner (Seiten 44 - 48).

Es schließt sich die Beschreibung des Caquetaia spectabilis (Steindachner, 1875) aus Amazonien von Uwe Werner an. Auf 6 Seiten wird dieser imposante Großcichlide vorgestellt, einschließlich Haltung und Zucht im Aquarium.

Nun kommt der 3. Teil der Reihe Piranhas, Pirayas oder Sägesalmler, noch heute rätselhaft von Dr. Axel Zarske (Seiten 56 - 81).

Eine neue Serie wird gestartet:
Ein Traumaquarium für DiskusMummy von Tim Stenzel und Isabelle Geil. Die beiden Autoren beschreiben in diesem 1. Teil auf 4 Seiten den aufwändigen technischen Aufbau eines Beckens für Diskusfische mit einem Volumen von rund 900 Litern vor.

Die Meerwasserfreunde kommen auch auf ihre Kosten. Über Geäderte Kraken weiß Werner Fiedler auf den Seiten 66 - 69 Interessantes zu berichten.

Die Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie werden von Dr. Axel Zarske ja schon seit geraumer Zeit in seiner Reihe vorgestellt. Im 27. Teil ist nun Francis Day (2.3.1829 bis 10.7.1889) an der Reihe.
Der Name wird den meisten hier wohl nichts sagen. Day war es aber, der die in den letzten Jahren in Mode gekommene, ausgesprochen attraktive Denisonbarbe (Sahyadria denisonii syn. Crossocheilus denisonii, Puntius denisonii) im Jahr 1865 erstmals wissenschaftlich beschrieben hat.

Für Terrarienfreunde gibt es auch etwas:
Der Chefredakteur Dr. Hans-Joachim Herrmann stellt auf den Seiten 76 - 81 Südafrikanische Ochsenfrösche, Pyxicephalus adspersus vor.

Horst Linke setzt seine Reihe Linkes Labyrinthfische auch fort und beschreibt auf den Seiten 104 und 105 den Langgam-Paro Parosphromenus phoenicurus in Wort und Bild.

Es gibt noch einige weitere interessante Beiträge auf den insgesamt 128 Seiten des Heftes - aber das soll als Überblick genügen.

Vorschau auf das nächste Heft: Großbarben.

Gruß
Otocinclus2

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Alt 26.09.2020, 20:35   #2
dumdi65
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Ich war so frei und habe die anderen Zeitschriften Vorstellungen hierher verschoben

Danke: (1)
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Alt 30.01.2021, 19:11   #3
Otocinclus2
 
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Standard AF Nr. 277 Februar/März 2021

Das AF Nr. 277 (Februar/März 2021) ist erschienen.
Titelthema: Diskus-Wildformen
Subtitelthemen: Schlammtaucher, Parananochromis brevirostris, Keilfleckbärblinge, Trigonostogma


Das Titelthema beginnt ab Seite 6 mit dem 22 Seiten (!) umfassenden Beitrag von Horst Linke: Wildformen der Diskusfische.
Linke beschreibt (natürlich unterstützt von vielen Fotos) die natürlichen Farbformen, die den zahlreichen Zuchtformen an Attraktivität nicht nachstehen.
Sehr ausführlich wird auch der Fang der Fische in Wort und Bild dargestellt.


Im Vergleich zum ersten Beitrag zum Titelthema fällt der zweite Artikel ausgesprochen knapp aus: Oliver Lucanus beschreibt Diskusfische in ihrem Habitat. Und da sieht man, dass bisweilen nicht viel zu sehen ist, z.B. wenn man Diskusfische (die oft Schwärme von bis zu 100 Tieren bilden) im Schwarzwasser in einer Tiefe von 2 - 3 m nur noch als schemenhafte Silhouetten erkennen kann.


Hudson Crizanto Goncales und Udo Thrän erzählen uns dann auf den Seiten 30 - 32, wie die Diskusfische Von Amazonien ins Wohnzimmer kommen.


In der Rubrik Drunter & Drüber werden verschiedene Themen angesprochen. Unter anderem erfahren wir dort von Werner Fiedler, dass der Hering, Clupea harengus - Fisch des Jahres 2021 ist.
Und wir lernen, dass der Hering rund 25 Jahre alt werden kann. Und dann kann er auch bis zu 45 cm lang und 1 kg schwer werden. Das schaffen aber die Wenigsten - meist landen sie schon vorher auf dem Fischbrötchen oder mit Tomatensauce in der Dose.


In der Rubrik Comeback sehen wir einen alten Bekannten. Manuel John ruft uns auf den Seiten 42 und 43 den Roten Phantomsalmler Hyphessobrycon sweglesi in Erinnerung.


Nun kommt eines der Subtitelthemen: Jens Kühne stellt uns Keilfleckbärblinge der Gattung Trigonostigma auf 4 Seiten vor.


Auf den Seiten 48 - 51 berichtet Manuel John Über das Um- und Entfärben der klassischen Neonsalmler.
Er zeigt uns neben den natürlichen Farbformen eine Reihe von z.T. relativ neuen Zuchtformen. Alles eine Frage des Geschmacks. Bis auf die m.E. unsäglichen Schleier-Formen. Da drängt sich schon die Frage auf, ob da die Grenze zur Qualzucht nicht schon überschritten wurde.


Es folgt das zweite Subtitelthema: Ausgefallen, anspruchsvoll und selten gepflegt - Parananochromis brevirostris.
Dr. Anton Lamboj präsentiert uns auf den Seiten 52 - 55 einen Buntbarsch, der gar nicht so bunt, sondern ausgesprochen unscheinbar ist, und wohl schon allein deshalb selten gehalten wird. Zudem ist er innerartlich sehr aggressiv und braucht extrem weiches, leicht saures Wasser.


Für Pflanzenfreunde gibt es auch etwas. Hans-Georg Kramer stellt uns auf zwei Seiten einige Stängelplanzen vor und verbindet das mit Einrichtungsvorschlägen, damit diese auch richtig zur Geltung kommen.


Nun kommt der 29. Teil der Serie Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie.
Dieses Mal: Johannes Peter Müller ( 14.07.1801 bis 28.04.1858)


Und schon geht es wieder um Diskusfische. Allerdings nur zufällig passend zum Titelthema, nämlich als 3. Teil der Serie: Ein Traumaquarium für DiskusMummy von Tim Stenzel und Isabelle Geil (Seiten 60 - 63).


Steffen Rothe fragt uns auf den folgenden 3 Seiten: Darf es ein bisschen Meer sein?
Wir erfahren, dass mittlerweile immer mehr Nachzuchten von Korallen und Korallenfischen gehandelt werden, also immer weniger Entnahmen aus der Natur nötig sind.


Und da wir schon einmal bei der Meeresaquaristik sind, hat André Luty auch noch eine Frage dazu: Falterfische im Riffaquarium - immer noch ein Traum? (Seiten 68 - 71)


Es folgen Beiträge zur Terraristik, die ich hier mal auslasse.


Es ist Fast vergessen: Das Museum für Meereskunde in Berlin.
Von Dr. Hans-Joachim Herrmann erfahren wir einiges über dieses Museum, das von 1906 bis 1946 in der Georgenstraße 34 - 36 in Berlin bestanden hat.


In der Rubrik Linkes Labyrinthfische stellt uns Horst Linke diesmal den Calak-Prachtgurami Parosphromenus sp. Calak vor. Zwei Seiten mit wenig Text, aber prächtigen Fotos.


Es gibt noch einiges mehr auf den insgesamt 124 Seiten.


Vorschau auf das nächste Heft:

Titelthema: Goldfische - eine Zuchttradition
Subtitelthemen: Die Zucht von Porzellanschnecken, Die Zucht von Nandopsis tetracanthus und Die Zucht von Pseudobranchius striatus


Gruß
Otocinclus2

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Alt 04.04.2021, 16:42   #4
Otocinclus2
 
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Standard AF Nr. 278 April/Mai 2021

Das Heft AF 278 (April/Mai 2021) ist erschienen.

Titelthema: Goldfische – eine Zuchttradition
Subtitelthemen: Die Zucht von Porzellanschnecken
Die Zucht von Nandopsis tetracanthus
und Die Zucht von Pseudobranchus striatus

Das Titelthema wird auf Seite 6 von Manuel Thiele gestartet mit seinem immerhin 10 Seiten umfassenden Beitrag Die "Fußstapfen“ des Goldfisches – eine Spurensuche".
Der Autor hat viele alte Quellen aus dem 17. und 18. Jahrhundert ausgewertet um herauszufinden, wann genau und in welchen Formen erstmals Goldfische in Europa eingeführt worden sind.
Nun stehen Goldfische nicht unbedingt im Fokus meines Interesses und ich muss gestehen, dass ich diesen umfangreichen Artikel noch nicht ganz durchgelesen habe. Aber schon beim ersten "Querlesen" wird deutlich, dass Thiele sehr gründlich recherchiert hat. Viele Abbildungen aus den von Ihm ausgewerteten antiquarischen Werken (natürlich sämtlich Zeichnungen) ergänzen den ausführlichen Text.

Und Manuel Thiele legt gleich nach: Loving the Alien – Gedanken rund um die Goldfischzucht. Hier ist er nun nicht auf antiquarische Zeichnungen zur Illustration seines Beitrages angewiesen. Zahlreiche Fotos komplettieren den Text, der wieder sehr ins Detail geht und m.E. durchaus wissenschaftlichen Tiefgang erreicht (Seiten 16 - 28).

So. Das Titelthema heben wir "abgearbeitet".

In der Rubrik Comeback berichtet Manuel John auf 2 Seiten über den Glühlichtbärbling Trigonopoma pauciperforatum.

Nandopsis tetracanthus – das Maskengesicht ist in Mode stellt Uwe Werner auf den Seiten 38 - 41 fest.
Dieser hier als Kubabuntbarsch bekannt gewordene Großcichlide ist nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen seiner markanten Zeichnung (in beiden Geschlechtern!) ein Eyecatcher.
Wir lernen, dass die Kubabuntbarsche schon in ihren natürlichen Habitaten ausgesprochen anpassungsfähig sin. Man findet sie nicht nur in reinen Süßwasserbiotopen und im Brackwasser (Flussmündungen), sondern auch im Salzwasser, und dort werden sogar die größten Exemplare gefunden.
Wer diesen Tieren ein ausreichend großes Becken (150 cm x 60 cm x 50 cm oder mehr für 1 Paar) bieten kann, wird feststellen, dass sie sich problemlos züchten lassen und beide Elternteile die Brut aufopferungsvoll pflegen. Allerdings sind die Offenbrüter dabei mit Gelegen von 600 - 700 Eiern auch recht produktiv und man muss entsprechend für Abnehmer sorgen.

Dass Dekeyseria picta – alte Bekannte mit neuem Namen sind erfahren wir von Anja Katzschmann & Norman Behr (Seiten 42 - 45).
So Mancher hier wird diesen schön gefärbten Harnischwels, der im Jahr 1994 von der DATZ mit der L-Nr. L168 versehen worden ist, unter seinem deutschen Namen Schmetterlingsharnischwels kennengelernt haben.

Nun stellt uns Horst Linke Neue Betta-Arten aus Borneo vor.
Auf 5 Seiten werden die natürlichen Habitate (samt Wasserwerten) sowie die Fische selbst in Wort und Bild vorgestellt.

Nun kommt ein Beitrag, der sich zwar aquaristisch nicht umsetzen lässt, aber gleichwohl sehr interessant ist: Malawisardinen, Engraulicypris sardella, ihre Feinde und ihr Fang von Dr. Frederic Schedel (Seiten 52 - 56).
Wir lernen, dass es sich bei den Malawisardinen entgegen ihrer Bezeichnung gar nicht um Heringsverwandte handelt, sondern um Vertreter der Karpfenfische aus der Familie der Bärblinge.
Der Autor wird auf eine nächtliche Fangfahrt auf den See mitgenommen, wo er selbst mit Hand anlegen darf. In den Netzen finden sich dann neben den Sardinen oft auch deren Jäger, hauptsächlich Buntbarsche. Als Entlohnung für seine tätige Mithilfe bekommt Schedel einen angemessenen Anteil vom Fang und so erfahren wir schließlich auch, dass frittierte Malawisardinen an Karotten-Bohnen-Gemüse mit Reis ein Festmahl sind.

In der 30. Folge der Serie Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie stellt Axel Zarske diesmal Pieter Bleeker (10.07.1819 bis 24.01.1878) auf 2 Seiten vor. Unter anderem erfahren wir, dass die Prachtschmerle Chromobotia macrocanthus 1852 von Bleeker wissenschaftlich beschrieben worden ist.

Eine aquaristische Marseillaise wird uns sodann von Steffen Rothe auf den Seiten 60 - 63 serviert.
Er referiert über seine positiven Erfahrungen mit Produkten der Firma Prodibio. Als Belege für diese mittlerweile seit Jahrzehnten positiven Ergebnisse u.a. mit Bakterienstartern liefert er eine Reihe von Fotos seiner Becken.

In seinem Beitrag (der im nächsten Heft fortgesetzt werden soll) fragt Frank Gottschalk: Aquarien einfahren – was ist das eigentlich?
Er geht dabei sehr ins Detail und beschreibt die biologischen und chemischen Prozesse, die dabei typischerweise ablaufen.
Interessant: Er empfiehlt bei einem Nitritpeak nicht unbedingt einen Wasserwechsel. Hierzu führt er aus, dass dies gerade bei einem noch gar nicht eingefahrenen Becken auch durchaus einmal kontraproduktiv sei. Denn in diesem Stadium sollen sich viele der Bakterien noch gar nicht auf den Substraten angesiedelt haben, sondern sich noch im freien Wasser befinden. Sinnvoller könne eine Zugabe von Kochsalz (in seinem Beispiel 50 g auf 100 l) sein. Das Chlorid dockt an die Chloridzellen in den Kiemen an und blockiert so dort ein Andocken des Nitrits.
Ich bin auf den 2. Teil des Beitrags im nächsten Heft gespannt.

Die Meerwasseraquarianer werden auch bedient.
Florian Schuran war im Zoo Duisburg. Dort steht Ein Zylinder für den Kraken. Auf den Seiten 72 und 73 beschreibt er die Entstehung dieses immerhin rund 2.000 l fassenden Zylinders aus Plexiglas zur Haltung von Oktopussen, dessen Aufbau und technische Ausstattung.

Kaum erforscht, doch ideal fürs Aquarium: Zwergarmmolche, Pseudobranchus striatus.
Was es damit auf sich hat, erzählt uns der Chefredakteur Dr. Hans-Joachim Herrmann auf den Seiten 74 - 78. Schon in einem 60-Liter-Becken lassen sich bis zu 10 Zwergarmmolche halten und vermehren. Einen Landteil braucht man nicht, weil die Tiere (ähnlich wie Axolotl) keine Metamorphose zum Landtier durchlaufen, sondern im Larvenstadium verbleiben und rein aquatisch leben.

Dr. Hans-Joachim Herrmann wendet sich nun den Teichfreunden zu, um diesen eine besondere Pflanze ans Herz zu legen: Fieberklee, Menyanthes trifolia – eine Schönheit mit Heilwirkung im Gartenteich.
Auf 3 Seiten können wir sehen, wie attraktiv die blühende Pflanze ist. Eine einfach zu haltende Sumpfplanze, die lediglich keinen Kalk verträgt.

In der ständigen Rubrik Linkes Labyrinthfische stellt Horst Linke diesmal zwei Parosphromenus-Arten vor, nämlich Parosphromenus barbarae und Parosphromenus allani (Seiten 102 und 103).

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Beiträge zu Fischen, Schnecken, Amphibien und Pflanzen, auf die ich hier jetzt aber nicht näher eingehe.


Alles in Allem: Das Heft lohnt sich.


Vorschau aufs nächste Heft:
Titelthema: Fächerfische, Bachlinge & Co.
Subtitelthemen: Zahme Drachenschnecken
Geschwister-Kannibalismus
Bunte Tridacna von den Philipinen


Gruß
Otocinclus2

Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.05.2021, 14:27   #5
Otocinclus2
 
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Erhielt: 1.664 Danke in 920 Beiträgen
Standard AF Nr. 279 Juni/Juli 2021

Das AF Nr. 279 (Juni/Juli 2021) ist erschienen.

Titelthema: Fächerfische, Bachlinge & Co.
Subtitelthemen: Zahme Drachenschrecken, Geschwister-Kannibalismus und Bunte Tridacna von den Philippinen

Das Titelthema wird mit einem einzigen Beitrag von Dieter Ott gestemmt, der es allerdings in sich hat: Die Zucht von südamerikanischen Anuellen – Fächerfische & Co.
Auf nicht weniger als 23 (!) reich bebilderten Seiten stellt er uns viele der rund 210 Arten der Familie Rivulidae (eierlegende Zahnkarpfen) in Wort und Bild vor. Dabei handelt es sich durchweg jedenfalls bei den hier vorgestellten Tieren um ausgesprochen farbenprächtige Tiere. Auch Hinweise zur Haltung und Zucht werden gegeben. Letztere ist natürlich etwas anspruchsvoll, da die natürlichen Gegebenheiten (temporär austrocknende Gewässer) nachgebildet werden müssen.

In der Rubrik Comeback wird von Manuel John auf den Seiten 38 und 39 die Goldorfe / Alant (Leuciscus idus) in Erinnerung gerufen. Goldorfe ist der vielen Teichbesitzern sicherlich gängige Name der attraktiven Zuchtform des Alant, der ursprünglichen Naturform der Orfe.

Ein neuer Smaragdbuntbarsch aus Kamerun wird uns sodann auf den folgenden 4 Seiten von Horst Linke vorgestellt. Es handelt sich um eine neue Lokalform, nämlich Pelvicachromis kribensis Idenau.

Prof. Dr. Hartmut Greven stellt uns anschließend auf den Seiten 44 - 51 die Frage: Gibt es Oophagie und Adelphophagie bei (Aquarien)fischen?
Da weiß doch jeder sofort, was gemeint ist, nicht wahr?
Nun ja – wer diese Fremdwörter in seinem Sprachschatz nicht sogleich parat hat, glaubt zunächst erleichtert, im Untertitel dieses Beitrags, nämlich Bemerkungen zu einer besonderen Form der Geschwisterliebe, hilfreiche Aufklärung zu finden. Aber nicht wirklich. Es sei denn, der Untertitel ist ironisch gemeint, nämlich im Sinne von: Zum Fressen gern.
Denn tatsächlich geht es um das Phänomen, dass bei vielen "lebendgebärenden" Fischen wie Haien, Zahnkarpfen, Seepferdchen und Seenadeln nicht alle Embryonen geboren werden, sondern einige ihren Geschwistern (und teilweise dem Muttertier bzw. bei Seepferdchen und Seenadeln dem Vatertier) als Nahrung dienen.
Dabei gibt es grundsätzlich zwei Varianten: Zum einen fressen Jungtiere abgestorbene Eier oder Embryonen. Zum anderen können aber auch weiter entwickelte Jungtiere ihre "zurückgebliebenen" Geschwister gezielt attackieren.
Ein sehr interessanter, nicht zuletzt wegen seiner wissenschaftlichen Tiefe aber stellenweise auch ein wenig sperrig zu lesender Artikel.

Zu etwas leichterer Kost:
Dr. Dieter Gentzsch und Peter Uhlig berichten auf den folgenden 4 Seiten über 20 Jahre Bestandserhaltung von Xiphophorus maculatus "Rotiris-(Belize-)Platys".
Diese Naturform, obwohl farblich "natürlich" etwas schlichter gehalten, steht den vielen Zuchtformen m.E. an Attraktivität keinesfalls nach.

Steffen Rothe teilt uns auf den Seiten 58 – 61 mit, dass der Zierfischgroßhandel unverzichtbar für unser Hobby ist. Da wäre ich zwar auch von selbst drauf gekommen, interessant sind die dort geschilderten Abläufe aber trotzdem zu lesen.

Eine Buntwäsche mit Pflanzeneinlage – ein Waschmaschinenaquarium wird von Florian Schuran auf 3 Seiten mit etlichen Fotos beschrieben. Eine Seite der Maschine durch Glas ersetzt, die Frontseite teildurchsichtig (das "Bullauge" sowieso)... Na ja. Einigermaßen lustig. Wenngleich ich meine, dass Aquaristik schon grundsätzlich interessant genug ist, und es solcher "Gimmicks" deshalb gar nicht bedarf. Aber vielleicht bin ich ja schon ein wenig altmodisch...

Nun werden wieder Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie vorgestellt:
Dr. Axel Zarske bringt uns diesmal das Leben und das Werk von Curt Carl Eduard Bessiger (18.02.1884 bis 18.02.1962) näher (Seiten 66 und 67).

Die Meeres-Aquarianer werden auch noch bedacht.
Dr. Maren Gaulke weiß uns zu erzählen, dass Riesenmuscheln – ein Farbspektakel der Natur sind. Und das beweist sie uns auf 5 Seiten auch mit etlichen Fotos.

Sind hier nicht auch einige Terrarianer unter uns? Und auch speziell welche, die Insekten halten?
Falls ja, gibt es für die auch noch ein Schmankerl: Drachenzähmen leicht gemacht – Haltung und Zucht der malayischen Drachenkopfschrecke (Seiten 74 – 77).
Nun ist der Sinn für das Empfinden von Schönheit ja individuell ganz unterschiedlich ausgeprägt. Und das ist wohl auch gut so. Mich hat das Portraitfoto der Drachenkopfschrecke Lesina cf. ensifera jedenfalls an den Film Alien erinnert...

Auch wenn es bei dem derzeit schaurigen Wetter kaum einer glauben mag: die Outdoor-Saison (so heißt es ja wohl auf Denglisch) hat begonnen! Und da mag sich manch ein Teichbesitzer Gedanken über eine passende Bepflanzung machen. Wie wäre es mit Milch im Wasser – Wolfsmilch? Dr. Hans-Joachim Herrmann präsentiert uns diese Pflanze (vor allem Euphorbia palustris, aber auch einige andere Vertreter der Gattung Euphorbia) auf 3 Seiten.

In der Rubrik Linkes Labyrinthfische stellt Horst Linke diesmal die Art Betta sp. Orangehead vor. Diese kurzflossige Form, die zu den Maulbrütern gehört, zeichnet sich (wie der Name schon vermuten lässt) durch eine orange Färbung der Kopfregion aus (Seiten 102 und 103).

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer, meist recht kurze Beiträge über Fische, Pflanzen und Reptilien/Amphibien. Dabei ist allerdings der Informationsgehalt dieser jeweils nur 1 Seite umfassender Artikel wegen der ausgesprochen kleinen Schrifttype ziemlich groß. Die Schriftgröße kann das Lesen für ältere Semester allerdings auch etwas mühsam machen, auch wenn die Lesebrille gut geputzt ist.

Vorschau auf das nächste Heft:
Titelthema: Krallenfrösche
Subtitelthemen: Feder- und Fächerwürmer, Geophagus sp. "Pondaré" und Ein neuer Kardinal: Tanichthys kuehnei


Gruß
Otocinclus2

Danke: (2)
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.08.2021, 17:15   #6
Otocinclus2
 
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Erhielt: 1.664 Danke in 920 Beiträgen
Standard AF Nr. 280 August/September 2021

Das AF Nr. 280 (August/September 2021) ist erschienen.

Titelthema: Krallenfrösche
Subtitelthemen: Pantodon buchholzi, Geophagus sp. „Pondaré“ und Ein neuer Kardinal: Tanichthys kuehnei


Der Chefredakteur Dr. Hans-Joachim Herrmann lässt es sich nicht nehmen, das Titelthema zu starten. Immerhin ist er Biologe, und Amphibien und hier insbesondere Frösche sind der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit. Sowohl seine Diplomarbeit als auch seine Dissertation hatten Frösche zum Thema.

Auf den Seiten 6 - 28 stellt er uns Die Krallenfrösche der Gattung Xenopusvor. Mit über 70 (!) Fotos und reichlich Text. Letzterer leider in der schon bekannt kleinen Schrifttype gedruckt, so dass zumindest ältere Semester selbst mit Lesebrille schon Mühe haben, zügig zu lesen. Aber die kleinen Lettern sind wohl ganz bewusst gewählt, um so viel Informationen wie möglich in einen Artikel zu packen. Da muss man halt durch...


Immerhin erhalten wir nicht nur allein auf die Aquaristik bezogene Informationen. Wir erfahren auch, dass (lebende!) Krallenfrösche (insbesondere die Art Xenopus laevis) im letzten Jahrhundert als erster standardisierter Schwangerschaftstest für Menschen herhalten mussten, aber auch bis heute eine sehr große Bedeutung in der Medizin haben.
Aber natürlich werden auch rein aquaristische Ausführungen geboten. Das alles kommt keineswegs in dröger akademischer Sprache daher, sondern ist recht locker und unterhaltsam formuliert.


Sicherlich hätte Herrmann aufgrund seiner umfassenden Sachkunde das Titelthema auch ganz allein stemmen können. Gleichwohl lässt er - wenn auch nur recht kurz - einen weiteren Autor zu Wort kommen. Immerhin darf Herbert Nigl uns auf 2 Seiten über Die Zucht des tropischen Krallenfrosches berichten.


Aber dann ergreift Herrmann wieder die Feder und referiert über Die Zwergkrallenfrösche, Hymenochirus und Pseudohymenochirus(Seiten 32 - 35).

Und das erinnert mich an meine Schülerzeit und meine Anfangsjahre als Aquarianer. Denn damals habe ich Hymenochirus boettgeri einige Jahre lang gehalten - zunächst im Gesellschaftsbecken, dann separiert in einem kleinen Artbecken. Hymenochirus boettgeri ist die Zwergkrallenfroschart, die schon seit einigen Jahrzehnten im Zoohandel angeboten wird und auch heutzutage in fast jedem Zoogeschäft anzutreffen ist.
Eine Angabe in diesem Artikel stimmt allerdings nicht mit meinen Erfahrungen überein. Dort wird nämlich ausgeführt, dass Zwergkrallenfrösche kleines Lebendfutter brauchen. Auch in dem vorangegangenen Beitrag von Nigl klingt an, dass Hymenochirus boettgeri,anders als andere Krallenfrösche, zwingend Lebendfutter benötigen würde. Bei mir sind sie damals allerdings auch regelmäßig an Flockenfutter gegangen.


So, das Titelthema haben wir hinter uns.

In der Rubrik Comeback bringt uns Manuel John den Mondscheinfadenfisch Trichogaster microlepsisin Erinnerung (Seiten 42 und 43).

Nun könnte man ja meinen, dass es über einen so altbekannten Fisch doch nichts neues mehr zu schreiben gäbe. Wohl doch. Denn ich habe nicht gewusst (oder hatte es jedenfalls nicht mehr auf dem Schirm), dass der Mondscheinfadenfisch in seiner Heimat (Thailand und Kambodscha) nicht nur als Zierfisch gehalten und vermehrt wird, sondern in Teichen auch als Nutzfisch. Letzteres aufgrund seiner Größe bis rund 12 cm wohl kaum als Hauptgericht, aber eine schmackhafte Fischbrühe soll er allemal hergeben.
Hierzulande dürfte die Motivation für den Ewerb dieses Fisches wohl eine andere sein.


Die Subtitelthemen kommen in einer anderen Reihenfolge, als auf dem Heftcover angekündigt. Zuerst kommt nämlich Geophagus sp. "Pindaré", ein kleiner Erdfresser aus dem nordöstlichen Brasilien von Uwe Werner. Auf insgesamt 6 Seiten werden diese Tiere ausführlich vorgestellt.


Jens Kühne berichtet uns anschließend, dass Tanichthys kuehnei, ein neuer Kardinalfisch von Zentralvietnam ist (Seiten 50 - 53).
Wobei er das „neu“ auch gleich wieder etwas relativiert. Denn die ersten Wildfänge sind spätestens 2010 in Deutschland eingeführt und von Jörg Bohlen auch in der DATZ vorgestellt worden. Damals bestanden Zweifel, ob es eine eigenständige Art ist. Ingo Seidel, der auch einige Exemplare erhalten hatte, war sich sicher, eine neue, bis dahin neue und wissenschaftlich noch nicht bestimmte Art vor sich zu haben, und züchtete sie nach. Die in den Aquarien Europas verbreitete Population starb dann (vermutlich mangels ausreichenden Interesses) wieder aus. Und das, obwohl diese neue Art kaum weniger attraktiv ist, als die zuvor schon bekannten, wie man z.B. hier sehen kann:

https://en.wikipedia.org/wiki/Tanichthys_kuehnei
https://www.amazonasmagazine.com/202...hthys-kuehnei/
https://www.aquariumglaser.de/fischa...ys-micagemmae/

Es ist maßgeblich Jens Kühnes Verdienst, dass dieser Fisch in der Natur wieder aufgefunden wurde. Dafür ist er auch mit der wissenschaftlichen (lateinischen) Bezeichnung Tanichthys kuehneigeehrt worden. Dass das Wiederauffinden des Fisches in der Natur so schwierig war, beruht u.a. darauf, dass das bisher bekannte natürliche Verbreitungsgebiet extrem begrenzt ist: ein gerade mal 3 km messender Flussabschnitt! Was zwangsläufig bedeutet, dass der Bestand dieser Tiere in der Natur extrem gefährdet ist. Umso mehr ist zu hoffen, dass Tanichthys kuehnei in den Aquarien wieder Verbreitung findet und sich dauerhaft dort hält. Aktuell gibt es, wie Kühn berichtet, 3 Aquarienstämme, einen in tschechischen Aquarien, einen in Leipzig und einen bei ihm in Thailand.

Jetzt zum 3. Subtitelthema: Schmetterlingsfische, Pantodon buchholzi - fast wie Urzeitrelikte.
Markéta Rejlková stellt den eigentlich altbekannten Fisch vor, den gleichwohl viele nicht kennen, weil er nicht häufig gehalten wird (Seiten 54 - 57).


Dass Lebensraum-Gestaltung im Aquarium - ganz anders gedacht werden kann, erläutert Steffen Rothe anhand von einigen konkreten, jeweils auf bestimmte Fische bezogene Beispiele, die natürlich auch mit Fotos illustriert werden, auf 6 Seiten.


Tim Stenzel und Isabelle Geil starten sodann auf den Seiten 64 und 65 eine neue Fortsetzungsserie: Diskuszucht im Büro.
Wie viele Fortsetzungen noch folgen werden, wird nicht mitgeteilt.
Im ersten Teil wird die Anlieferung des Beckens in den 1. Stock geschildert - wegen einer engen Treppe mit einem Kran! Wie wir das ja alle so machen...!


Ein kleines Häppchen von 2 Seiten bekommen auch die Meerwasserqauarianer:
Fangmethodenauswirkungen auf Mandarinfische der Philippinen von André Luty.


In der Rubrik Pioniere der Aquaristik und Ichthyologie stellt Dr. Axel Zarske uns diesmal auf den Seiten 68 und 69 zwei Vertreter dieser Spezies vor, nämlich Konrad Gessner (16.03.1516 bis 13.12.1565) und Johannes Kentmann (21.04.1518 bis 14.06.1574).


Florian Schuran schildert anschließend auf den folgenden 3 Seiten, wie Ein Aquarium für die Vista-Klinik am Zürichsee geliefert, aufgebaut und als Seewasserbecken eingerichtet wurde.


In der Rubrik SchauAQUARIENSchau lässt uns Michael Kempkes an einem Besuch des Aquarium im Zoo Rotterdam teilhaben (Seiten 75 - 77).


Einheimischer Krebs in Muschelgestalt. Den meisten hier ist klar, dass Werner Fiedler damit nur einen Muschelkrebs (Muschelschaler) meinen kann. Ganz konkret spricht er hier auf 4 Seiten die einheimische Spezies Limnadia lenticularis an, die mit bis zu 17 mm Schalenlänge ausgesprochen groß wird.

Auch in diesem Beitrag weichen die dort gemachten Angaben von meinen Erfahrungen ab. So führt Fiedler u.a. aus, dass Muschelschaler ausschließlich periodische Gewässer besiedeln würden und eine Trockenphase für den Fortbestand unerlässlich sei.
Das kann ich so nicht bestätigen. Zumindest nicht alle Arten sind auf Trockenphasen angewiesen. Ich habe früher über etliche Jahre hinweg Jamaikakärpflinge (Limia melanogaster) in einem Artbecken gehalten. In diesem Becken sowie noch zahlreicher in dem luftbetriebenen Rucksackfilter tummelten sich (woher auch immer) Muschelkrebse, allerdings nicht Limnadia lenticularis, sondern eine deutlich kleinere Art. Die hielten sich jahrelang über die ganze Laufzeit des Beckens hinweg ohne jede Trockenphase.


Dass die Konservierung von Futter - ein Jarhunderte altes Problem ist, erzählt uns David Otto auf den folgenden 2 Seiten. Die Lösungen in der modernen Futtermittelproduktion spricht er natürlich auch an.


Horst Linke darf mit seiner Rubrik Linkes Labyrinthfische natürlich auch nicht fehlen. Dieses mal beschreibt er (wenn auch mit 2 Seiten und 2 Fotos etwas knapp gehalten) den Parosphromenus sp. Pemantanglumut (Seiten 102 und 103).


Es gibt noch so Einiges mehr in diesem Heft zu entdecken. Schaut einfach selber nach - es lohnt sich!


Vorschau auf das nächaste Heft:

Titelthema: Züchten für das Riffaquarium
Subtitelthemen: Simpson-Schwertträger, Ein Evergreen: Torichthys meekiund Schistura nasifilis auf der Spur


Gruß
Otocinclus2

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