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Alt 18.04.2018, 16:15   #1
DEUMB
 
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Standard Apistogrammoides pucallpaensis/ Pucallpa-Zwergbuntbarsch

Wie Alles begann
Den Beginn dieses Threads könnt Ihr, wenn es Euch interessiert, gerne hier nachschauen
https://www.zierfischforum.info/smal...l-2-a-171.html
#1709 bis #1715; Seite 171 und 172

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Alt 18.04.2018, 16:16   #2
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Standard Eines vorweg

Ich verzichte hier auf alle Kommentare bezüglich Aquariengrößen etc.. Falls sich jemand durch meinen Beitrag dazu angeregt fühlt, bitte verwendet dafür den entsprechenden Thread über die Diskussion zu sogenannten Kleinbeckenhaltung
https://www.zierfischforum.info/besa...sionsteil.html
oder schreibt/ sagt Nichts dazu.
Tut mir leid dass das vermutlich arrogant rüberkommt, aber ich bin diese endlose und sinnfreie Diskussion leid!
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Alt 18.04.2018, 16:17   #3
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Standard Kurzes Vorwort

Ich bin keine Experte für Apistogrammoides pucallpaensis/ Pucallpa-Zwergbuntbarsche, davon bin ich Galaxien entfernt. Im Gegenteil, was diese Fische betrifft befinde ich mich für meinen Teil auf absolutem Neuland. Niemand sollte daher von mir hier der Weisheit letzter Schluss in Bezug auf die Pucallpa-Zwergbuntbarsche erwarten. Ich muss mit diesen Tieren auch erst mal Erfahrungen durch ausprobieren sammeln. Es kann also durchaus geschehen, dass das Alles schief geht.

Für Menschen die auf auffällige und bunte Blickfänger als Aquariumbewohner stehen ist diese Art nicht unbedingt das Zielobjekt. Aber Menschen die Freude an naturbelassenen, schönen und doch einfachen Fischen empfinden, denen sei zu dieser Art geraten.

Geändert von DEUMB (18.04.2018 um 16:35 Uhr)
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Alt 18.04.2018, 16:19   #4
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Standard Langes Vorwort/ Entstehung des Ganzen

Auf Anraten von Schneckinger und nach weiterem Zuspruch versuche ich mich mal an einem Thema das ich gerade erst begonnen habe. Durch Zufall wurde ich auf die Art Apistogrammoides pucallpaensis/ Pucallpa-Zwergbuntbarsch aufmerksam. Für Interessierte: Und ich habe bisher weder Erfahrungen mit dieser Art noch irgendwelches selbsterlangtes, belastbareres Wissen über sie (s.o.).

Es handelt sich bei den Pucallpas nicht um Apistogramma, sondern um eine sogenannte monotypische Art, soll heißen es gibt nur diese eine Apistogrammoides Art. Sie sind mit den Apistogramma jedoch eng verwandt. Je mehr ich über diese Tiere hörte, umso mehr interessierten sich mich. Nun ist leider wenig wirklich brauchbare Literatur über die Pucallpas zu finden und auch das Web hat nur wenig wirklich halbwegs brauchbare Seiten aufzuweisen.

Nachdem ich viel gelesen und gefragt hatte, reifte mein Entschluss diese nach meinem bisherigen Wissen kleinste Zwergbuntbarschart zu halten. Doch dann kam nächste Problem: Woher bekommen? Aber durch großes Glück lernte ich im Aquariumforum einen Züchter der Pucallpas kennen der mir freundlicherweise ein Paar zu einem sehr guten Preis abgab - falls Du das hier liest - > DANKE DAFÜR JÖRG. Er gab mir auch den einen und anderen Hinweis, auch dafür Danke Jörg.

Wer mich kennt weiß, dass ich nicht unbedingt der Züchter bin. Wenn sich meine Fische vermehren dann ist das halt so, aber ich unternehme auch nichts um das zu fördern. Unter dieser Voraussetzung bin ich auch an dieses Projekt herangegangen. Nun musste ich aber feststellen, dass die beiden Pucallpas entweder schon geschlechtsreif sind und anfangen zu balzen (wenn man sie denn mal beobachten kann) oder es zumindest üben. Mein Züchter hat mir das Paar in einem Alter überlassen, in dem die Geschlechtsreife schon möglich sein kann. Das hätte zwar nicht an meiner Meinung geändert, aber mein lieber Züchter erzählte mir auch, dass die pucallpaensis an ihrem ursprünglichen Fundort (in der Nähe der peruanischen Stadt Pucallpa) wohl bereits verschwunden sind und aktuell nur noch eine sehr kleine Population an einer anderen Stelle bekannt ist. Das und das aus meiner Sicht hübsche Aussehen der Tiere hat mich nun dazu bewogen, doch Zuchtversuche zu unternehmen um Erfahrungen mit der Vermehrung der Pucallpas zu sammeln. Und wenn eines meiner beiden Paare Schmetterlingsbuntbarsche/ Mikrogeophagus Ramirezi das Zeitliche segnet, möchte ich dann eines der 60er-Ramibecken in ein Pucallpa-Zwergbuntbarschbecken umwandeln und die Tiere dann zielgerichtet zu züchten. Die Frage die dann noch zu klären wäre, wohin mit der Nachzucht…. Denn laut meines Züchters hält sich die Nachfrage nach Pucapallpas sehr in Grenzen. Vermutlich weil sie keine dieser grellbunten und damit heute oft sehr beliebten Tiere sind. Aber um das Problem kümmere ich mich, wenn es soweit ist. Außerdem sind die Gelege relativ klein, mein Züchter spricht von 30-40 Eiern.

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Alt 18.04.2018, 16:20   #5
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Standard Beschreibung Apistogrammoides pucallpaensis/ Pucallpa-Zwergbuntbarsch

Das Männchen wird um die 4-5cm und das Weibchen um die 3-4 cm groß, sie sind also wirklich Zwerge. Ihr Verbreitungsgebiet befindet sich in Peru und Kolumbien, im unteren und mittleren Rio Ucayali und im oberen Amazonas. Ursprungsfundort ist ein Bach in der Nähe der peruanischen Stadt Puacallpa. Die Farbgebungen könnte ich jetzt bei Dr. W. Staeck abschreiben, lasse das aber lieber.
Sie sollen laut meinem Züchter recht anspruchslos sein, auch was Wasserwerte und Co angeht, sind aber echte „Schisser“. Soll heißen Höhlen und viele Pflanzen sind ein Muss, sonst versuchen sie permanent zu verschwinden.

Umweltbedingungen in den natürlichen Lebensräumen der Apistogrammoides pucallpaensis
Wassertemperaturen 23,1°C-26,0°C
Elektrische Leitfähigkeit 127 μS/cm-510 μS
Gesamthärte 4°dH-17°dH
Karbonathärte 5°-10°
pH-Wert stets 7,1

Da ich noch nicht in Peru war habe ich die o.a. Daten aus dieser Quelle bezogen:
Amerikanische Chichliden I; Kleine Buntbarsche; Dr. Wolfgang Staeck; Tetraverlag, 9. Komplett überarbeitete Auflage 2017


Umweltbedingungen in meinem derzeitgen Aquarium der Apistogrammoides pucallpaensis
Wassertemperatur 24,1°C
NO3 10 mg/l
NO2 0 mg/l
Gesamthärte 8°dh
Karbonathärte 10°
pH-Wert 6,8
Cl 0 mg/l
Die elektrische Leitfähigkeit kann ich nicht messen, alles andere per 6in1 Streifentest geprüft.


Ich halte die Pucallpas in einem 40 Literaquarium (Länge 43,6cm, Tiefe 29,5cm, Höhe 46,5cm, Konvexe Front), dass sie zusammen mit Feuertetras/ Hyphessobrycon amandae bewohnen. Mein Züchter hält sie mit „Guppys aus dem Rio Téfé“. Das soll Ihnen Ihre Ängstlichkeit nehmen.

Geändert von DEUMB (18.04.2018 um 17:42 Uhr)
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Alt 18.04.2018, 16:20   #6
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Standard Quellen

Quellen/ Internet (leider nicht sehr ergiebig)
(deutschsprachig)
https://www.aqualog.de/lexikon/apistogrammoides-pucallpaensis/

https://my-fish.org/fishothek/zierfische/a/apistogrammoides-pucallpaensis-pucallpa-zwergbuntbarsch/

https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/apistogrammoides_pucallpaensis_de/

(English-speaking)
http://www.dwarfcichlid.com/Apistogrammoides_pucallpaensis.php

Quellen/ Literatur (leider nicht sehr ergiebig)
Amerikanische Chichliden I; Kleine Buntbarsche; Dr. Wolfgang Staeck; Tetraverlag, 9. Komplett überarbeitete Auflage 2017

Geändert von DEUMB (18.04.2018 um 16:36 Uhr)
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Alt 18.04.2018, 16:24   #7
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Standard Erste Woche

Ich werde hier nicht täglich schreiben, sondern nur wenn es aus meiner Sicht etwas zu berichten gibt. Also bitte nicht wundern, wenn mal etwas länger nichts geschrieben wird.

Ich bekam meine beiden Exemplare am 5. April 2018 und die Fische die erste Woche überhaupt nicht zu Gesicht und hatte schon Sorge dass sie gestorben sind. Doch dann tauchte für Sekunden mal ein blasses und mal ein gelbes Fischlein auf, um sofort wieder zu verschwinden. Bei jeder Bewegung die auch nur in der Umgebung des Aquariums stattfand (so bis 2 Meter) waren die Pucallpas sofort verschwunden. Das macht es derzeit für mich auch sehr schwierig verwertbare Fotos der Beiden zu machen, also bitte Geduld und Verständnis für die Qualität der Aufnahmen bei denen, die auf Bilder warten. Es ist mir auch schon gelungen Fotos der Beiden zu machen, allerdings nur mit Zoom und somit recht undeutlich.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Apistogrammoides pucallpaensis 2018 04 020.jpg (61,9 KB, 16x aufgerufen)
Dateityp: jpg Apistogrammoides pucallpaensis 2018 04 013.jpg (38,9 KB, 15x aufgerufen)
Dateityp: jpg Apistogrammoides pucallpaensis 2018 04 010 Zoom.jpg (44,5 KB, 18x aufgerufen)
Dateityp: jpg Apistogrammoides pucallpaensis 2018 04 009.jpg (58,7 KB, 13x aufgerufen)

Danke: (2)

Geändert von DEUMB (18.04.2018 um 20:13 Uhr)
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Alt 18.04.2018, 16:32   #8
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Standard Dritte Woche

Die Fische habe ich in einem Alter bekommen, in dem diese kurz vor der Geschlechtsreife stehen sollten. Kurzzeitig sah es so aus, als würden die Pucallpas plötzlich Frühlingsgefühle entwickeln und anfangen zu balzen. Mittlerweile sieht man sie ab und an mal etwas länger (für einige Sekunden), sie sind aber immer noch sehr scheu und verstecken sich schnell. Das Gebalze hat sich auch wieder gelegt, vielleicht war es ja nur jugendlicher Übermut oder der erste „Flirtversuch“. Aber Geduld dürfte in jedem Fall gefragt sein

Danke: (2)
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Alt 18.04.2018, 16:37   #9
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Damit ist der Anfang gemacht und ich hoffe ich habe bei dem vielen Text nicht zu viele Tippfehler eingemeißelt.

Danke: (1)
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Alt 18.04.2018, 20:57   #10
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Hallo DEUMB,

schön, dass du dich aufgerafft hast, diesen Thread zu eröffnen. Zumal es ja auch mit einer Menge Arbeit (9 Posts mit jeder Menge Informationen innerhalb kurzer Zeit) verbunden ist. (Wäre jedenfalls für mich 'ne Menge Arbeit - mit meiner 2-Finger-Such-System-Tipperei )

Ich werde deinen Thread gespannt weiterverfolgen.

Zitat:
Zitat von DEUMB Beitrag anzeigen
Nun ist leider wenig wirklich brauchbare Literatur über die Pucallpas zu finden und auch das Web hat nur wenig wirklich halbwegs brauchbare Seiten aufzuweisen.
Stimmt, im Web ist erstaunlich wenig zu finden, das habe ich auch schon festgestellt.
Erlaube mir bitte, dass ich deine Quellenangaben noch um einen Link ergänze, nämlich die folgende Seite von Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pucallpa-Zwergbuntbarsch

Dort fand ich folgende Ausführung im Abschnitt "Lebensweise" bemerkenswert:

"Nach Freilandbeobachtungen lebt der Pucallpa-Zwergbuntbarsch dicht unter der Wasseroberfläche, verborgen im dichten Schwimmpflanzenbewuchs. Er ist ein Substratlaicher, der sein bis zu 80 Eier umfassendes Gelege bevorzugt an der Decke von Höhlen ablegt."

Wenn die Pucallpas also einerseits die Deckung von Schwimmpflanzen nutzen, zur Brut aber die Decken von Höhlen (die sich ja wohl am Grund befinden), lässt dies den Rückschluss zu (auch, wenn es bei Wikipedia so nicht ausdrücklich steht), dass sie hauptsächlich Flachwasserbereiche besiedeln.

Dass sie, wie von dir beobachtet, echte "Schisser" sind, hängt sicherlich mit der geringen Größe zusammen. Im natürlichen Habitat wird bestimmt ein ständiger Druck von Fressfeinden bestehen. Und da sie mit Größe und Kampfkraft nicht gegenhalten können, dürfte ein ausgeprägter Fluchtreflex wohl noch die beste Option für ein langes Leben sein.

Vielleicht werden sie bei mehr Schwimmpflanzen und dadurch bedingter Abdunklung des Beckens bei dir noch ein wenig mutiger?
Aber da wird dir dein Züchter Jörg sicherlich fundiertere Tipps geben können.

Zitat:
Zitat von DEUMB Beitrag anzeigen
Die Frage die dann noch zu klären wäre, wohin mit der Nachzucht…. Denn laut meines Züchters hält sich die Nachfrage nach Pucapallpas sehr in Grenzen. Vermutlich weil sie keine dieser grellbunten und damit heute oft sehr beliebten Tiere sind. Aber um das Problem kümmere ich mich, wenn es soweit ist. Außerdem sind die Gelege relativ klein, mein Züchter spricht von 30-40 Eiern.
Vielleicht wird es ja auch bei zahlenmäßig gutem Zuchterfolg gar kein Problem. Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass hier Viele interessiert mitlesen werden und du dann auch einige Anfragen nach Abgabe von Nachzuchten bekommen wirst.

Und bei der Gelegenheit ganz nebenbei:
Auf den Bildern der von dir verlinkten englischsprachigen Seite sehen die Pucallpas alles andere als eintönig, sondern durchaus farbenprächtig aus!


Gruß
Otocinclus2

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