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Alt 09.07.2001, 15:32   #1
Robert R.(Wien)
 
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Bei meinen Platys ist mir seit geraumer Zeit eine veränderung der Haut aufgefallen (bei den ausgewachsenen Tieren). Vor einem Monat sind diese Stellen weißlich geworden. Fische raus, zum Händler, Diagnose Pilzbefall, zwei Mittelchen gakauft (eines daß das Wasser tief blau einfärbt, und ein Salzpräparat zur Vorbeugung).
Salzpräparat in halber Dosierung ins 240er Becken (bin halt ein Vorsichtiger).
Anderes Präparat in ein 20 Liter Becken und die beiden befallenen Platys rein + vorbeugend die beiden anderen ausgewachsenen. Bei diesem Präparat habe ich die vorgeschriebene Dosierung genommen, diese aber dann durch einen WW auch 2/3 reduziert da die Fisch gar zu heftig geatmet haben (trotz starker Wasserpumpe). Den 4 Platys geht es ganz gut, im großen Pecken waren allerdings seltsame Veränderungen im Gang. Die meisten Beckenbewohner haben sich zurückgezogen, wohingegen die Japangarnelen wie aufgescheucht in Grüppchen durchs Becken gezogen sind und wie verrückt gefressen haben (Grünalgen) so als ob man sie auf doppelte Geschwindigkeit gestellt hätte.
Schock des Tages: Mein Mosaikfadenfisch-Männchen hat kurzerhand das Becken verlassen und ist ca. 1 Min trocken gelegen. Habe zum 1sten mal in meine Leben einen Fisch wiederbelebt. Der arme hat sich kaum sichtbar bewegt, im Wasser ist er Bauch oben zu Boden getrieben. Seine Kiemen waren wie zugeklebt oder unter Schock verschlossen. ich habe ihn ca. 5 Minuten mit der Hand an die Wasseroberfläche gehoben und er hat ohne Kiemenbewegung mit dem Maul Luft geschnappt. Erst hat er langsam begonnen sich zu bewegen, dann ist er träge in Seitenlage im Wasser getrieben. Nach ca 6-7 Minuten haben seine Kiemen wieder zu arbeiten begonnen, nach 10 Minuten erst konnte er wieder kontrolliert frei schwimmen, ohne irgendwohin zu kippen.
Nach der Fisch Rettung habe ich sofort einen 50% WW gemacht 1. um eventuelle Zusammenhänge vom Salzmedikament abzuschwächen und 2. um das Wasser mit Sauerstoff anzureichern.

Heute Früh war er wohlauf, hat sogar sein Weibchen wieder vom Futter vertrieben. Er hat lediglich am Kopf eine dunkle Verfärbung und ein Auge sitzt ein wenig weiter draußen (beides erinnert an Schwellung und Bluterguß).

So. War ich jetzt eine Dummkopf weil ich so mirnichtsdirnichts dieses Präparat ins 240er gegeben habe oder ist das normal? Was wendet Ihr vorbeugend gegen Pilzbefall an? Seit wann springen Fadenfische aus dem Becken? Wie verhindert Ihr das euch ein Fisch aus dem offenen Becken hüpft? Laut Beipacktext baut sich dieses Salzpräparat nach einer Woche komplett ab? Also in jedem Fall besser als Kochsalz.

Fragen über Fragen

lg
Robert R.(Wien) ist offline  
Alt 09.07.2001, 16:29   #2
hdo
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HAllo Robert,

>Laut Beipacktext baut sich dieses Salzpräparat nach einer Woche komplett ab?<

Das geht nicht!! Da bleiben immer Na+, Ca++ oder sonstwas im Becken zurück!
Oft werden aber Peroxid-Verbindungen eingesetzt, die über einen gewissen Zeitraum Sauerstoff abspalten. Und mit diesem Sauerstoff ist´s dann bald rum. Vielleicht meinen die das damit.
Gruß
Dirk O.
 
Alt 09.07.2001, 17:42   #3
Ute De-Ku
 
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hallo zusammen, ob es richtig war oder falsch sei dahingestellt. Ich werde auf keinen Fall irgendetwas zur Vorbeugung oder Behandlung in ein großes Becken kippen. Wenn ein Fisch krank ist kommt er heraus und wird behandelt, wenn nötig kommen halt mehrere Tiere heraus. Denn was Medikamente u.ä. an den Pflanzen und am ganzen Ökosystem im Becken an Schäden anrichten können kann schlimmer sein, als die Mühe und der Stress, der beim Herausfangen entsteht. Ich hatte in einem 54l Becken die Fische, und es waren einige auf Flossenfäule behandelt. Es hat Wochen gedauert, bis sich die Pflanzenwelt und das Wasser normalisiert hat trotz Filterung über Kohle und die grüne Färbung ist in den unteren Kiesschichten immer noch zu sehen.
Ute De-Ku ist offline  
Alt 09.07.2001, 20:05   #4
Robert R.(Wien)
 
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Servus Ute

Dieses Präparat ist mir schon mehrfach empfohlen worden weil es eben abbaubar ist??? Was ja bei Kochsalz nicht der Fall wäre. Und es ist für Pflanzen auch föllig unbedenklich. Es hat dieselbe Wirkung wie Kochsalz und ich habe es extra auf halbe Dosis bemessen als für den vorbeugenden Einsatz angegeben. Ha, mein Gedächtmiss is wieder da: Ektozon war der Name.

lg
Robert R.(Wien) ist offline  
Alt 10.07.2001, 22:44   #5
Joachim Mundt
 
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Hallo Robert

>Dieses Präparat ist mir schon mehrfach
>empfohlen worden weil es eben abbaubar
>ist??? Was ja bei Kochsalz nicht der Fall
>wäre. Und es ist für Pflanzen auch föllig
>unbedenklich. Es hat dieselbe Wirkung wie
>Kochsalz und ich habe es extra auf halbe
>Dosis bemessen als für den vorbeugenden
>Einsatz angegeben. Ha, mein Gedächtmiss is
>wieder da: Ektozon war der Name.

Ektozon ist auch "nur" ein Salz und somit definitiv nicht abbaubar!!! Allein die Sauerstoffabgabe hört nach einer gewissen Zeit auf - das Salz bleibt im Becken. Von einer Unschädlichkeit für Fische und Pflanzen kann kaum ausgegangen werden, weil auf jeden Fall eine Erhöhung der Salzkonzentration im Wasser stattfindet, die sich für viele Fische und Pflanzen eben doch negativ auswirkt.
Joachim Mundt ist offline  
Alt 11.07.2001, 19:59   #6
Robert R.(Wien)
 
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Hi Joachim

Danke für den Hinweis.

Was verwendest Du gegen Pilzbefall?
Ich habe jetzt die 4 Platis den 4en Tag in dem Präparat das das Wasser blau färbt und kann von einer Heilung nichts beobachten. Kann ich die Fische ins Becken zurückgeben wegen der Ansteckungsgefahr?

lg
Robert R.(Wien) ist offline  
Alt 12.07.2001, 01:55   #7
Joachim Mundt
 
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Hallo Robert,

>Was verwendest Du gegen Pilzbefall?

Pilzbefall ist eine eher seltene Erkrankung im Aq. Schwerpunktmäßig taucht dann Saprolegia (Fischschimmel) auf, der sich durch weiße Büschelchen vor allem bei Lebendgebährenden und Labyrinthern bemerkbar macht. Diese kommen oft an den Flossen oder am Maul vor. Ein Betupfen der befallenen Stellen mit Mercurochrom (Apotheke) sollte für eine Beseitigung sorgen.

Was meist als Pilzinfektionen bezeichnet wird ist die flächige Besiedlung des Körpers mit Hauttrübern, wie Costia oder Chilodonella. Dabei ist auf dem Körper ein grauer bis bläulicher Schleier zu erkennen. Man kann diese Erreger sehr gut mit einem Kurzbad (15-20 min) in einer 1-3%igen Kochsalzlösung beseitigen. Anschließend sollte eine Behandlung mit malachitgrünhaltigen und/oder acriflavinhaltigen Medikamenten erfolgen. Eine Kombination aus eSHa 2000 und Exit oder vergleichbaren Medikamenten dürfte hier zum Erfolg führen.

>Ich habe jetzt die 4 Platis den 4en Tag in
>dem Präparat das das Wasser blau färbt und
>kann von einer Heilung nichts beobachten.
>Kann ich die Fische ins Becken zurückgeben
>wegen der Ansteckungsgefahr?

Weißt du nicht, wie das Mittelchen heißt?
Joachim Mundt ist offline  
Alt 12.07.2001, 21:17   #8
Robert R.(Wien)
 
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Servus

Das Mittel heist Medic 2 von Amtra und hat als Wirkstoff Methylenblau drinnen.

Beim genauen Krankheitsbild bin ich nicht sicher ob es Pilz ist oder Pünktchenkrankheit?

Zu Beginn war an den befallenen Stellen keine weiße Verfärbung zu sehen sondern die Haut war etwas gewölbt. Es ist mir eher an den Flossen aufgefallen (am Ansatz). Später ist bei einem Fisch an zwei Stellen die Spitze dieser Wölbung weiß geworden. Beim genauen Beobachten ist mir an einem 2ten Fisch noch eine flächige weißliche Verfärbung unmittelbar vor der Kieme im Brustbereich aufgefallen.

???

lg
Robert R.(Wien) ist offline  
Alt 13.07.2001, 02:14   #9
Joachim Mundt
 
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Hallo Robert,

>Das Mittel heist Medic 2 von Amtra und hat
>als Wirkstoff Methylenblau drinnen.

Die heilende Wirkung von Methylenblau halte ich für sehr gering, allerdings wird mit diesem Mittel eine gewisse Desinfektion erreicht.

>Zu Beginn war an den befallenen Stellen
>keine weiße Verfärbung zu sehen sondern die
>Haut war etwas gewölbt. Es ist mir eher an
>den Flossen aufgefallen (am Ansatz). Später
>ist bei einem Fisch an zwei Stellen die
>Spitze dieser Wölbung weiß geworden. Beim
>genauen Beobachten ist mir an einem 2ten
>Fisch noch eine flächige weißliche
>Verfärbung unmittelbar vor der Kieme im
>Brustbereich aufgefallen.

Deine Beschreibung hört sich eher nach Geschwüren an. Diese können aus häufiger Behandlung mit karzinogenen Medikamenten resultieren, die während der Aufzucht, der Haltung beim Großhändler und der Haltung im Laden herrühren. Es können natürlich auch genetische Veränderungen der Zuchtlinie vorliegen. Nach meinen Erfahrungen erreicht man in solchen Fällen mit weiteren Behandlungen sicher keine Verbesserung der Situation, eher das Gegenteil ist der Fall.

Die m.E. einzig wirksame Methode, diesen Tieren noch zu helfen, besteht darin, ihnen die bestmöglichen Lebensbedingungen zuteil werden zu lassen.
_________________
Gruß Joachim


Informationen rund um die Aquaristik bei:
Aquaristik-Hilfe.de

Mail an joachim@aquaristik-hilfe.de

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Joachim Mundt am 2001-07-12 21:15 ]</font>
Joachim Mundt ist offline  
Alt 13.07.2001, 21:23   #10
Robert R.(Wien)
 
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Danke für die Info

Ich werde mir einfach ein kleineres Becke zB 60l für die paar Platys einrichten.
Falls wirklich eine Krankheit vorliegt werden die andere Bewohner nicht angesteckt und ich kann die 4 besser beobachten bzw. behandeln.

Danke und lg
Robert R.(Wien) ist offline  
 

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