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Hallo!
Hat jemand von euch schon zuchterfahrung mit neon (nicht roter neon)? Ist das sehr schwierig? was muß man beachten? wie groß ist das risiko dass der nachwuchs krank oder missgebildet das licht der welt erblickt? sind rote neon schwieriger oder einfacher zu züchten? Gibt es empfehlenswerte Bücher darüber? Wenn ja, welche? Ich pflege meine neon´s in einem 280 l becken, und besitze zusätzlich noch ein 60l becken als quarantäne-becken. wie wichtig ist die gh (bis dato besitze ich nur messreagenzien zur messung der kh)? liebe grüsse und danke im voraus! Andi <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: andi_p am 2001-07-20 12:23 ]</font> |
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Gast
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Andi_p schrieb am 2001-07-20 10:57 :
Hallo Andi, > Hat jemand von euch schon zuchterfahrung > mit neon (nicht roter neon)? Dann will ich es mal kurz versuchen, obwohl ich die Neontetra damals nicht nahcgezogen habe. Es ist aber bei ihnen ähnliche wie bei der mehrzahl der Salmler. > Ist das sehr schwierig? was muß man > beachten? Die Tiere sind Freilaicher und Laichräuber. D.h. eine Zucht gelingt nur dann, wenn sie separat zur Nachzucht angesetzt werden. 60er becken sind vielleicht für ein Paar schon etwas groß, die Hälfte oder bis zu 15 l würde es auch tun. Als Bepflanzung Javamoos oder Myriophyllum Bündel (Tausendblatt). Die Eier sinken zu Boden, man braucht ein Laichrost. Du kannst alternativ Glasmurmeln verwenden, zwischen denen die Eier fallen, um sie vor den Eltern zu schützen. Wasser weich bis sehr weich (ist ähnlich wie beim Roten), KH max. 2, GH höchstens 2. Leicht bis mittel sauer, pH 5,5-6. Temp. max. 24°, besser weniger (so etwa 21-22°). Die niedrige KH und der niedrige pH ist für die Entwicklung der Eier essentiell, ohne die Werte geht es nicht. Verpilzen Eier bei den Werten, muß das Wasser noch weicher werden. Wann die Tiere ablaichen, ob abends oder morgens, weiss ich nicht, weil sie mir nicht gelungen ist. Aber oft spielen natürliche Sonnenaufgänge und natürliche Abenddämmerungen schon eine Rolle. Die Larven schlüpfen nach 22-26 Stunden und schwimmen nach etwa 4-5 Tagen frei. Dann feinstes Futter in Form von Infusorien (einzellige Tiere, z.B. Pantoffeltierchen, dazu rechtzeitige Heuaufgüsse ansetzen), später kleine Artemia-Nauplien. Hygiene ist das A und O. Ich sehe das Hauptproblem heute, ausreichend fitte Zuchttiere zu bekommen. Meine Gruppe von etwa 20 Tieren damals stammte aus ostasiatischen Zuchten, die Tiere blieben insgesamt im Wachstum zurück und hatten selbst bei bester und abwechslungsreicher Lebend- und Frsotfutterfütterung kaum Zuwächse im Bauchumfang. Damit ist zumm Futter alles gesagt. Schwarze Mückenlarven, Cyclops, weiße Mückenlarven, Wasserflöhe etwa in der Reihenfolge sollte das dominierende Futter sein. Die Tiere sind sehr früh geschlechtsreif, etwa nach einem halben Jahr. Dann hat man auch die besten Chancen für eine erfolgreiche Nachzucht. Tiere die älter als 1,5 bis 2 Jahre sind dürften schon erheblich unproduktiver sein. > wie groß ist das risiko dass der nachwuchs > krank oder missgebildet das licht der welt > erblickt? Gering. Voraussetzung sind gesunde und kräftige Zuchttiere. > sind rote neon schwieriger oder einfacher > zu züchten? Im Prinzip ähnlich, aber dann doch erheblich schwerer, weil sie Wasser mit KH und GH 0, pH deutlich unter 6 (4,5-5), leitwert um die 30-50 microS. > Gibt es empfehlenswerte Bücher darüber? > Wenn ja, welche? Ich glaube, da gibt es eines von Pinter: Aquarienfischzucht. Bin mir aber nicht ganz sicher. > Ich pflege meine neon´s in einem 280 l > becken, und besitze zusätzlich noch ein 60l > becken als quarantäne-becken. > wie wichtig ist die gh (bis dato besitze > ich nur messreagenzien zur messung der kh)? s.o. Extrem weiches Wasser. Ich weiß jetzt nicht, wie alt Deine Tiere sind und wie Deine Wasserwerte sind, insbesondere die Temp. (die werden oft zu warm gehalten). Als erstes würde ich mal das Futter auf sehr abwechslungsreiche Kost umstellen. Wenn sich Paare finden, werden die auch im Gesellschaftsbecken laichen, vorausgesetzt es ist nicht zu voll, daß Paare ungestört sind und es sind ausreichend feine Pflanzen drin. Erst wenn ich Ablaichen definitiv beobachtet hätte, würde ich einen wirklichen Zuchtversuch starten. |
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