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Alt 22.07.2001, 17:47   #1
Eskarina
 
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Hallo,

ich habe wieder einmal zwei Fragen.

1. wie lange darf Aktivkohle im Filter verbleiben, bevor sich die Wirkung umkehrt, sie also die Schadstoffe, die herausgefiltert wurden, wieder abgegeben werden?

2. Ich wurde gestern Ohrenzeuge eines Gespräches in einem Aquariengeschäft zwischen Verkäufer /potentiellen Käufer, wobei der Verkäufer dem Käufer gegenüber behauptete, daß das Flockenfutter mit jeder Menge Schadstoffe belastet sei, u.a. mit Phosphaten und ich weiß nicht mehr, was er alles aufzählte und das einzige Futter, das etwas taugen würde, Granulatfutter sei.
Stimmt diese Behauptung oder handelte es sich lediglich um einen Verkaufstrick, um das teurere Granulatfutter an den Mann zu bringen?

Danke schon mal vorab für Eure Antworten

Gruß
Carmen
Eskarina ist offline  
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Alt 22.07.2001, 18:35   #2
Joachim Mundt
 
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Hallo Carmen,

Zitat:
1. wie lange darf Aktivkohle im Filter verbleiben, bevor sich die Wirkung umkehrt, sie also die Schadstoffe, die herausgefiltert wurden, wieder abgegeben werden?
Die Aktivkohlen unterscheiden sich in ihrer Qualität ganz erheblich. So gibt es Kohlen, die nach wenigen Tagen bereits "voll" sind und andere, die mehrere Wochen halten. Das kannst du der Beschreibung der einzelnen Kohlen entnehmen.

Der Einsatz von Aktivkohle als Dauerfiltermedium ist m.E. nicht angeraten, weil sie dem Wasser wichtige Stoffe entziehen kann, z.B. auch Eisen für die Pflanzen. Der Einsatz sollte sich beschränken auf die Beseitigung von Medikamentenresten oder zur Beseitigung von Wasserverfärbungen.

Zitat:
2. Ich wurde gestern Ohrenzeuge eines Gespräches in einem Aquariengeschäft zwischen Verkäufer /potentiellen Käufer, wobei der Verkäufer dem Käufer gegenüber behauptete, daß das Flockenfutter mit jeder Menge Schadstoffe belastet sei, u.a. mit Phosphaten und ich weiß nicht mehr, was er alles aufzählte und das einzige Futter, das etwas taugen würde, Granulatfutter sei.
Stimmt diese Behauptung oder handelte es sich lediglich um einen Verkaufstrick, um das teurere Granulatfutter an den Mann zu bringen?
Diese Aussagen sind so sicher nicht richtig. Trockenfutter und Granulatfutter unterscheiden sich eigentlich nur durch den Herstellungsprozess. Dabei ist die Zusammensetzung weitestgehend identisch. In der Natur der Sache liegt es, dass jedes Futtermittel Phospahte enthält. Das ebenfalls gern verwendete Argument, dass Fische mit der Granulatform etwas leichter zurecht kommen, weil es dem natürlichen Futter von der Erscheinungsweise her näher kommt, ist sicher ebenfalls nur ein Verkaufsargument. Natürliches Futter bewegt sich nämlich nur sehr selten in vertikaler Richtung im Wasser :wink:.

Allgemein bin ich der Meinung, dass fast alle angebotenen "Ersatzfuttermittel" (als nichts anderes darf man Trockenfutter betrachten) einen zu hohen Energiegehalt besitzen. Unsere Fische bekommen ihr Futter quasi auf dem Tablett geliefert und müssen sich darum nicht erst bemühen, weshalb sie sich weit weniger bewegen als in der Natur. So kann es leicht zu einer Verfettung der Tiere kommen mit all ihren negativen Erscheinungen.

Wenn du etwas mehr zum Thema Fütterung erfahren möchtest, dann empfehle ich dir den Beitrag "Die richtige Ernährung der Fische" auf unserer HP.
Joachim Mundt ist offline  
Alt 25.07.2001, 06:30   #3
Eskarina
 
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Hallo Joachim,

danke erst mal für die Antworten.
Nein, nein, ich hatte auch nicht die Absicht die Aktivkohle als Dauermedium zu verwenden, ich hatte nur in irgendeiner Aquaristikzeitschrift gelesen, daß sie nur enen bestimmten Zeitrum im Filter verbleiben darf, bevor ihr Wirkung sich in's Gegenteil verkehrt, es stand nur nicht dabei wie lange.

Und was die Verfettung der Fische anbelangt: stimmt, diese Beobachtung habe ich schon gemacht, meine Minipanzerwelse sind ganz schön fett geworden.Was macht man nun dagegen? Weniger füttern, auf Diät setzen oder besser Lebendfutter geben?

Vor längerer Zeit habe ich hier einmal einen Fachartikel über Apfelschnecken gelesen in dem u.a. zu lesen war, daß man ihnen abgenagte Hühnerknochen verfüttern soll, wegen dem in den Knochen enthaltenen Kalk etc. Hab ich gemacht, aber dumm gelaufen, MEINE Apfelschnecken scheinen davon aber noch nichts gehört zu haben, die einzigen, die davon hellauf begeistert waren, waren meine Glühlichtsamler. Allerdings weniger von dem Knochen als von den Fleischresten, die noch am Knochen waren :smile:Jedenfalls interessieren sich meine Apfelschnecken nicht für die Knochenreste.

Grüße

Carmen
Eskarina ist offline  
Alt 25.07.2001, 14:11   #4
Joachim Mundt
 
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Hallo Carmen,

Zitat:
Was macht man nun dagegen? Weniger füttern, auf Diät setzen oder besser Lebendfutter geben?
Dein Ansatz ist schon sehr gut. Abwechslungsreiche Ernährung und ein bis zwei futterfreie Tage pro Woche sollten schon sein.

Zitat:
Jedenfalls interessieren sich meine Apfelschnecken nicht für die Knochenreste.
Dann werden sie wohl auch so reichlich Nahrung finden und sich die Mühe, an den Knochen nagen zu müssen wohl nicht nötig haben. Bei Anderen funktioniert´s aber :wink:
Joachim Mundt ist offline  
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