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Alt 23.07.2001, 12:46   #1
Anita
 
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Hallo an alle Filterlosen,

ich habe vor einer Woche ein 180 Liter AQ neu eingerichtet und mal den Filter weggelassen, nur eine Strömungspumpe rein. Ansonsten viele Pflanzen, Sand/Kies mit 1-2 mm Körnung. Ausserdem habe ich Starterbakterien zugesetzt.
Bis jetzt tut ich allerdings bakteriologisch scheinbar noch nichts, die Kotfäden der beiden Ancistrus liegen auch nach Tagen noch auf dem Bodengrund ohne Anzeichen von Zersetzung.

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht, bis sich da was tut? Soll ich in der Zeit überhaupt Wasserwechsel machen? Habt Ihr sonst irgendwelche Tipps?

Ach ja, die Wasserwerte: pH 7,0, KH 8, Nitrat 5mg, Nitrit 0, Phosphat 0,1mg.

Ciao, Anita
Anita ist offline  
Alt 23.07.2001, 14:12   #2
Roland Bauer
 
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Zitat:
Anita schrieb am 2001-07-23 07:46 :
Hallo an alle Filterlosen,

ich habe vor einer Woche ein 180 Liter AQ neu eingerichtet und mal den Filter weggelassen, nur eine Strömungspumpe rein. Ansonsten viele Pflanzen, Sand/Kies mit 1-2 mm Körnung. Ausserdem habe ich Starterbakterien zugesetzt.
Bis jetzt tut ich allerdings bakteriologisch scheinbar noch nichts, die Kotfäden der beiden Ancistrus liegen auch nach Tagen noch auf dem Bodengrund ohne Anzeichen von Zersetzung.

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht, bis sich da was tut? Soll ich in der Zeit überhaupt Wasserwechsel machen? Habt Ihr sonst irgendwelche Tipps?

Ach ja, die Wasserwerte: pH 7,0, KH 8, Nitrat 5mg, Nitrit 0, Phosphat 0,1mg.

Ciao, Anita
Hi, Anita!

Ich hab damals (Januar 01) 13 Tage Anlaufzeit genommen, davon 7 Tage mit 2 Ancistri. Meine Werte waren ähnlich wie Deine. Als Startermedium hatte ich "Bactozym" von tetra und den braunen Schlamm aus dem Aussenfilter vom kleinen Aquarium.
Das mit den Kotfäden dauert so seine Zeit :wink: - ich schätze mal, dass die Inhaltsstoffe in den Kotfäden schon "umgesetzt" worden sind, aber die Faserstrukturen noch erhalten sind. Deshalb liegen die immer noch rum. Richte dir eine Stelle ein, in der der BG tiefer liegt, dann kannst du so Zeug dort bequemer absaugen.
Am 14. Tag kam dann der Hauptbesatz dazu, die waren schon seit 3 Wochen (Wohnungsumzug hat ich ja auch in der Zeit) im 50 l Becken. Danach lief alles bestens, auf den sogenannte Nitrit-Peak warte ich allerdings immer noch (grins).
Ach ja, mein BG ist allerdings Quarzsand, 7 cm hoch.
Waserwechsel machte ich einen 10 %igen, bevor ich die anderen Fische einsetzte.

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 23.07.2001, 15:13   #3
Anita
 
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Hi Roland,

na, das hört sich ja ganz gut an! Dann warte ich einfach noch ein bis zwei Wochen, dann dürfen mal die Panzerwelse rein.. Mit den Neons wollte ich noch etwas warten, die Hascherl.
Das mit dem Filterschlamm ist ein guter Tipp, mache ich mal wenn ich den Filter am anderen AQ reinige (ist eh mal wieder fällig). Das ist aber bestimmt eine schöne Sauerei, bis das gesetzt hat. :wink:

Ciao, Anita
Anita ist offline  
Alt 24.07.2001, 01:45   #4
Joachim Mundt
 
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Hallo Anita,

Roland hat dir dazu bereits einige Infos gegeben. Allerdings möchte ich an dieser Stelle einige Dinge ganz deutlich zum Ausdruck bringen.

1. Die Einlaufzeit eines Aqs dauert unabhängig von der Methode etwa drei Monate. Diese Zeit wird benötigt, damit sich ein Gleichgewicht der am Abbau beteiligten Oraganismen einstellen kann! Mit einigen Hilfsmittel, wie Roland sie schon nannte, kann man zwar die schlimmsten Phasen verkürzen bzw. abflachen aber ganz umgehen kann man die Einfahrzeit sicher nicht (auch wenn es im Einzelfall nicht zum gefürchteten Nitrit-Peak kommt).

2. Die filterlose Betriebsweise ist ganz entscheidend von einigen Parametern abhängig. Diese sind eine möglichst hohe Bodengrundschicht aus Sand oder feinem Kies, möglichst vielen schnellwüchsigen Pflanzen (als Ausgleich zum Stoffwechsel der Fische) und möglichst keinem Überbesatz mit Fischen. In sehr wenigen Einzelfällen gab es auch Anfangsschwierigkeiten, die in aller Regel schnell beseitigt wurden. Allerdings bestätigen auch hier die Ausnahmen die Regel :grin:

3. Wöchentlicher Teilwasserwechsel ist ebenfalls beinahe ein Muss, wobei ich selbst auch Becken nach der Altwassermethode laufen habe, die absolut problemlos funktionieren. Ich würde trotzdem zu einem wöchentlichen Wasserwechsel von etwa 10-30% raten. Aber zuviel des Guten kann sich durchaus auch negativ äußern :wink:. Siehe dazu den Artikel "Altwasser, was ist das?" auf unserer HP.
Joachim Mundt ist offline  
Alt 24.07.2001, 12:17   #5
Anita
 
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Hi Joachim,

mit der Einlaufzeit hab ich mich wohl ein bisschen falsch ausgedrückt. Es ist mir klar, dass sich ein biologisches Gleichgewicht nicht innerhalb von zwei Wochen einstellen kann. Es ging mir um Erfahrungen mit dem schon angedeuteten Nitrit-Peak etc.

Ich habe 8 Bodengrund, reichlich Pflanzen (viele schnellwüchsige) und besetzen werde ich es später nur mit ein paar Corys (meine Lieblinge!!) und 25 Neons. Und die zwei Ancistren natürlich.
Wasserwechsel mache ich wöchentlich ca. 25%. Die Altwassermethode habe ich noch nicht ausprobiert, werde ich wohl vorerst auch nicht.
Ich hoffe, dass ich damit vor all zu grossen Einlaufschwierigkeiten verschont bleibe :wink:

Liebe Grüsse aus dem sonnigen Erding,
ciao, Anita
Anita ist offline  
Alt 24.07.2001, 15:07   #6
Joachim Mundt
 
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Hallo Anita,

Zitat:
mit der Einlaufzeit hab ich mich wohl ein bisschen falsch ausgedrückt. Es ist mir klar, dass sich ein biologisches Gleichgewicht nicht innerhalb von zwei Wochen einstellen kann. Es ging mir um Erfahrungen mit dem schon angedeuteten Nitrit-Peak etc.
Wenn das so ist, solltest du die Methode mit dem Filterschlamm probieren. Dabei werden dem Becken eine Vielzahl von Bakterien und andere nützliche Mikroorganismen zugeführt. Auf die Weise wird der Nitrit-Peak vermutlich nicht bzw. nur schwach auftauchen.

Zitat:
Ich habe 8 Bodengrund, reichlich Pflanzen (viele schnellwüchsige) und besetzen werde ich es später nur mit ein paar Corys (meine Lieblinge!!) und 25 Neons. Und die zwei Ancistren natürlich.
Wenn du noch Sand als Bodengrund verwendest, dann werden sich deine Panzerwelse sicher sauwohl fühlen :wink:

Zitat:
Wasserwechsel mache ich wöchentlich ca. 25%. Die Altwassermethode habe ich noch nicht ausprobiert, werde ich wohl vorerst auch nicht.
Solange sich das Becken ohne Fische in der Einlaufphase befindet ist es wohl erst bei sehr hohen Ammonium- bzw. Nitrit-Peaks notwendig überhaupt Wasser zu wechseln. Danach musst du schauen, wie hoch der notwendige Wasserwechsel ausfallen muss. Zu viel Wasserwechsel kann genauso schädlich für das Gesamtmilieu sein wie zu wenig Wasserwechsel, obwohl hier auch unterschiedliche Meinungen vorherrschen :wink:

Zitat:
Ich hoffe, dass ich damit vor all zu grossen Einlaufschwierigkeiten verschont bleibe :wink:
Ich wünsche dir viel Erfolg.
Joachim Mundt ist offline  
 

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