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Alt 23.07.2001, 15:46   #1
JochenB
 
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Hallo zusammen!

In letzter Zeit habe ich einiges über diese beiden Filtermethoden gelesen, da ich auf kurz oder lang meinen im AQ-Set gelieferten Innenfilter zum Teufel jagen will und mich, wenn möglich, für eine der beiden Methoden entscheiden möchte. Was mir aufgefallen ist, das meist die Filter sehr oft im Zusammenhang mit AQ-Grössen von mehr als 120L beschrieben werden. Eignen diese sich auch für kleine Becken um die 54 Liter? Den Diffusionsfilter stelle ich mir z.B. bei mir als umgebautes externes Kleinstaquarium vor (ca. 12l) wobei ich fast vermute dass das schon zuviel des guten ist. Beim Mattenfilter stört mich, dass zuviel Platz im AQ drauf geht, der in einem 54er Becken eh schon knapp ist. Lohnt sich das überhaupt bei der Grösse oder sind die Methoden wirklich nur für grössere Becken geeignet?
Wäre schön, wenn die beiden Entwickler der Systeme kurz was dazu sagen könnten. Danke schon mal.:smile:

Gruss

JochenB
JochenB ist offline  
Alt 23.07.2001, 16:07   #2
Roland Bauer
 
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Hi, Jochen!

<Wäre schön, wenn die beiden Entwickler der <Systeme kurz was dazu sagen könnten.

na, dann frag sie doch direkt an per PM :wink:
- ist ein Scherz meinerseits...

Mal im Ernst: Als Nicht-Entwickler dieser beiden Systeme habe ich in Erinnerung, dass andere auch ihre Kleinstaquarien mit dem Mattenfilter betreiben und die gut laufen. Ist halt schon so: Ein Mattenfilter und/oder ein nicht zwangsdurchströmter Filter braucht Volumen, dass du nur vom Gesamtbeckeninhalt abzweigen kannst. Wenn du dieses Volumen aber nicht von der Becken"tiefe" nehmen willst, wie beim Mattenfilter, wie wäre es dann mit der dritten Filterart in diesem Bereich, dem "filterlosen" Aq?
D.h. auf deutsch, dass du das Filtervolumen bei der Becken"höhe" abzweigst, indem du einen entsprechend hohen Bodengrund aus Sand nimmst?
Ich weiss zwar nicht, welche Pfleglinge du in den Kleinstaquarium halten willst, aber in der Regel kommen solch kleinere Fische und/oder Garnelen auch mit geringeren Wasserständen aus und in diesem Sinne wäre die Nutzung des unteren Aq-Bereiches als Filtervolumen doch sinnvoll, oder?

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 23.07.2001, 16:21   #3
Costa
 
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Hi Jochen,

ich habe in einem meiner 60er-Becken auch einen Mattenfilter und bis jetzt keine Probleme damit. Keine Ahnung, ob meine Konstruktion wirklich im Sinne des Erfinders ist, aber egal. :grin: Die Schaumstoffmatte hab ich einfach an der kurzen Seite des AQs eingesetzt, damit mir nicht so viel Platz verloren geht, dann hab ich einen kleinen Innenfilter ohne Becher und Filtermaterial genommen und ihn in den abgetrennten Beckenbereich gesteckt. Ein Loch in den Schaumstoff bohren, Filterausgang (heißt das eigentlich so?) durchschieben, fertig. Die Matte wurde allerdings noch mit Filterschlamm versehen, um die Sache schneller in Gang zu bringen.
Costa ist offline  
Alt 23.07.2001, 16:47   #4
JochenB
 
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Hallo!

Also das ging ja schnell! :smile: Danke für die zügige Antwort. Bin immer wieder begeistert, wie man hier geholfen wird. :wink:
Ich habe eben nochmal auf Olaf´s Seiten gestöbert und bin auf besagte Platzsparmatte gestossen. Ist schon recht interessant und ich bestäube mein Haupt mit Asche, denn die Frage nach der Beckengrösse für einen sinnvollen Einsatz des Mattenfilters hätte sich bei genauerem Studiums der Seiten von Olaf von selber beantwortet. Wer sehen kann ist klar im Vorteil. :wink: Habe mir auch schon den Formalismus angesehen und die Online-Berechnung benutzt.
Danke nochmal. Interessante Sache.

Gruss

JochenB
JochenB ist offline  
Alt 24.07.2001, 00:46   #5
Joachim Mundt
 
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Hallo Jochen,

Auf unseren HP-Seiten wird der Diffusionsfilter eingehend vorgestellt. Um auch bei geringem Platzbedarf nicht auf die Vorteile dieses Konzeptes verzichten zu müssen, habe ich im Beitrag "Modellbeispiele für den Diffusionsfilter" ganz unten eine Platzsparversion beschrieben, die ohne separate Kammer auskommt. Dabei wird entweder die Seitenwand oder die Rückwand des Beckens genutzt. Da eine Reinigung nur sehr selten notwendig ist, kann die Filtermatte auch bepflanzt werden. Eignen würde sich dafür Javamoos, Javafarn oder Anubias. So könnte man neben der Filterwirkung auch noch eine wunderschöne Rückwandgestaltung erzielen.

Natürlich kannst du auch eine separate Kammer neben das Becken stellen, wenn du den Platz im Becken nicht reduzieren möchtest :wink:. Diese Kammer sollte allerdings mit der Oberkante auf gleicher Höhe mit dem Becken stehen, damit eine problemlose Verbindung der beiden Becken gewährleistet werden kann.

Je nach Stoffwechselaufkommen benötigst du ein effektives Filtervolumen (also das Volumen des Filtermaterials!) von 10-20% des Beckenvolumens. Das würde bedeuten, dass du bei Verwendung der Rückwand und 5cm Mattenstärke bereits auf über 17% des Beckenvolumen kämst. Damit bewegst du dich im normalen Becken immer auf der sicheren Seite. Die Filtermatte kann mit Silikon an der Rückwand fixiert werden.
Joachim Mundt ist offline  
Alt 25.07.2001, 14:53   #6
JochenB
 
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Also erst mal danke für die prompte Antwort und die recht informativen Aussagen. Ich werde mal mit mir in Klausur gehen und mal alles durch den Kopf gehen lassen. Ein neues Becken und/oder die Umgestaltung des alten AQ werden bestimmt irgendwann anstehen und eine der beiden Methoden wird dann sicher zum Einsatz kommen (vielleicht beide, in jedem Becken eine :wink: ).
Nochmal dank, dank....
Es ist hier zwar schon oft geschrieben worden aber ich tue es auch mal...
Ich halte dieses Forum für absolute Spitze und habe hier sehr viel dazugelernt, vor allem durch kompetente, einleuchtende, logische und funktionierende Tipps aller Mitglieder, mit denen ich bisher zu tun hatte, sowie eine erstklassige Moderation, die auch vor dummen Fragen eines Anfängers nicht kapituliert und viel Zeit opfert zu helfen.
Schade, daß sowas in vielen anderen Foren zu anderen Themen nicht immer so ist. Ich rede da aus Erfahrung. Vielleicht liegt es ja am Hobby und das Aquarianer im Grunde sympatische Menschen sind :wink: .Macht weiter so. Mich habt Ihr als treues Mitglied mehrfach gewonnen.
So! Genug geschleimt :wink:

Gruss

JochenB
JochenB ist offline  
Alt 06.08.2001, 03:57   #7
Oliver W.
 
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Hallo, Joachim!

Du schreibst, dass man je nach Stoffwechselaufkommen ein effektives Filtervolumen von 10-20% benötigt. Auf deiner HP steht 5-10%. Ich denke, es kommt nicht nur auf die Grösse des Aquariums, Stoffwechsel der Bewohner oder der Filtersgrösse an, sondern auch auf die Flussgeschwindigkeit, so wie du auch öffters schon berichtet hast. Ein kleiner Filter kann auch mit einem grösserem Aquarium fertig werden, wenn man ihn nur genug Zeit lässt. Bin mal gespannt, ob mein Diffusionsfilter aus einem 80er-Becken nach deiner Bauanleitung mit den netto 650 Litern (768 l-Becken)meines Aquariums klar kommt. Es sollen schliesslich später (nach 4 Monaten Einlaufphase) 8 Diskuse darin wohnen. Allerdings möchte ich den Filter noch etwas modifizieren. Ich habe vor in die Abdeckung des Filters (Plexiglasscheibe) Löcher zu bohren und Efeututen durchzustecken. Ebenso würde ich gerne Gammarus darin züchten, wie du schon empfohlen hast. Kann man die irgendwo lebend kaufen oder muss ich da tümpeln gehen?
Auf jeden Fall werde ich ausführlich über den Diffusionsfilter berichten, wenn ich meine ersten Erfahrungen gesammelt habe.

MfG. Oliver W.
Oliver W. ist offline  
Alt 07.08.2001, 04:53   #8
Martin T.
 
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Hallo,
hier ein weitere Variante des Mattenfilters, wie ich sie in meinen 54l-Aufzuchtbecken verwende: http://www.pipidae.de/eigenbauschwammfilter.php

Gruß Martin
Martin T. ist offline  
 

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