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Alt 28.08.2001, 15:09   #1
Marco D
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Hallo,

ich bin selbst ein begeisterter Aquarianer, aber was ich hier lese über artgerechte Fischhaltung im AQ, ist meiner Meinung nach, entschuldigung, völliger Humbug. Wenn ich z.B. lese für einen Feuerschwanz reichen 100 cm Beckenlänge nicht aus, es müssen mindestens 120 cm sein oder Skalare brauchen ein mindestens 50 cm hohes Becken, 40 cm sind zu wenig dann muß ich sagen, wir lügen uns selber an, wahrscheinlich um unser Gewissen zu beruhigen! Leute, wo ist der Unterschied, ob ein Becken 1 m oder 1,20 m lang ist? Es ist so oder so keine artgerechte Haltung, eigentlich ist es sogar Tierquälerei, Fische so einzupferchen! Wären wir alle konsequente Tierfreunde bzw. Fischliebhaber, dann müßten wir alle unser Hobby aufgeben.

Wenn ich hier lese, daß Leute heftigst kritisiert werden, weil sie in einem 200l-AQ zu viele Fische haben, aber der Kritisierende ist ja viel besser, er hat ja 400l – echt toll!

Leute, machen wir uns doch nichts vor, wir können die Natur nicht simulieren, 100l, 200l oder 400l, es reicht einfach nicht aus!

Gruß
Didi

PS: Ich hab ein 240l-Becken
 
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Alt 28.08.2001, 15:28   #2
Smatze
 
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Hallo,

du scheinst ein wenig depressiv zu sein, denn wenn man danach geht, wird kein Tier in Gefangenschaft artgerecht gehalten.

Aber dafür kann man versuchen, den Tieren ein möglichst gutes Zuhause zu bieten, um sich an deren Verhalten und Schönheit zu Erfreuen.

Also, Fehler werden überall gemacht, aber man sollte jetzt nicht die Haltung von Tieren insb. von Fischen komplett in Frage stellen.

Smatze
Smatze ist offline  
Alt 28.08.2001, 15:31   #3
GElias
 
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Hallo Didi

Du hast eine Größe von sagen wir mal 1.80m, dein Bett ist 1.40 lang, deine Wohnung 1.40 hoch usw. Das macht ja eigentlich gar nichts, weil es sind eh nur ein paar cm.
(Ich weiß, der Vergleich hinkt aber mir viel kein besserer ein)
Du hast sicher recht, das wir unseren Fischis sicher nicht die Natur zurück geben können. Wir (ich) versuchen es halt, den Fischen es so angenehm (Artgerecht) wie nur möglich zu machen.
Ich besitze auch (nur) ein 112l AQ, habe halt dem entsprechend wenige (kleinwüchsige) Fischis drinnen. Diese paar haben halt kaum Streß und können doch ein wenig im AQ umher schwimmen.

Gruß

Gunter
GElias ist offline  
Alt 28.08.2001, 15:34   #4
kuki
 
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Hallo Marco,
ich hab noch ne zusätzliche Frage, aber an alle:
gibt es sowas wie domestizierte Fische, z.B. wenn sie schon über lange Generationen nachgezüchtet wurden oder sich gut anpassen können?
Z.B. hab ich bei mir das Gefühl (was in dem Fisch vorgeht, kann ich nicht wissen), daß sich ein Teil meiner Fische ganz wohlfühlt, z.B. die Saugschmerlen.
Aber besonders den Haibarben sehe ich es an, daß sie lieber woanders wären.
Ich denke, es gibt Fische, die sollte man nur in sehr, sehr großen Aquarien halten, wenn überhaupt, da zählt für mich die Haibarbe auch dazu.
Bei mir ist es schon deshalb nicht artgerecht, weil ich die asiatischen Fische mit Tanganjikaseecichliden und Antennenwelsen halte.Momentan hab ich keine andere Möglichkeit.Jetzt könnt Ihr über mich herfallen, oder vielleicht findet sich jemand mit einem Riesenbecken, der noch Platz für 3 Haibarben hat.
Wie in der Natur wird sowieso kein Aquarium sein, aber man sollte sich doch bemühen.
Ich denke, hier lesen soviele Leute mit, da kann man viel machen.
Und 20 cm mehr können zumindest für kleinere Fisch schon ne Menge sein.
Gruß Katharina
kuki ist offline  
Alt 28.08.2001, 15:58   #5
Anita
 
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Hallo,

ich hatte bis vor kurzem 5 Kongosalmler in meinem 100cm Becken. Als sie so ziemlich ausgewachsen waren, hatte ich das Gefühl, dass es diesen wunderschönen Fischen einfach zu eng ist, obwohl sie keinerlei Unwohlsein gezeigt haben. Ich habe sie dann an einen Bekannten abgegeben, der ein wesentlich grösseres AQ hat. Ich habe jetzt nur noch Neons und Panzerwelse und möchte für dieses Becken gar keine grösseren Fische mehr, da die Neons so schön harmonisch im Schwarm umherschwimmen können, ohne von grösseren Fischen belästigt zu werden. Den Kongos gehts übrigens super in ihrem neuen Zuhause, sie sind sogar noch etwas gewachsen und sind jetzt auch ruhiger (weniger Stress?)
Ich denke, wenn man seine Fische genau beobachtet, kann man wohl wenigstens so einigermassen abschätzen, ob sie sich wohlfühlen. Die Natur können wir ihnen im Wohnzimmer natürlich nicht zurückgeben.

Ciao, Anita
Anita ist offline  
Alt 28.08.2001, 16:32   #6
Ute De-Ku
 
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Hallo zusammen,
wieso sollen wir uns keine Gedanken darüber machen, wie groß ein Becken zu sein hat?
Selbst wenn wir keine natürlichen Verhältnisse im Becken erreichen können, können wir uns doch bemühen den Fischen das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Natürlich ist es auch, dass größere Fische kleinere Fische fressen und der Überlebenskampf in der Natur hart ist, so gesehen, haben unsere Fische einen Stressfaktor weniger.
Ute De-Ku ist offline  
Alt 28.08.2001, 19:21   #7
bongo
 
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Hallo Didi

>>>ich bin selbst ein begeisterter Aquarianer, aber was ich hier lese über artgerechte Fischhaltung im AQ, ist meiner Meinung nach, entschuldigung, völliger Humbug.<<<

Es ist sicher kein Humbug, wenn man versucht es den Tieren wenigstens einigermaßen artgerecht zu machen.

>>>Wenn ich z.B. lese für einen Feuerschwanz reichen 100 cm Beckenlänge nicht aus, es müssen mindestens 120 cm sein oder Skalare brauchen ein mindestens 50 cm hohes Becken, 40 cm sind zu wenig dann muß ich sagen, wir lügen uns selber an, wahrscheinlich um unser Gewissen zu beruhigen!<<<

Also Mindestmaße anzugeben ist natürlich nicht alles, aber es hilft vielen schon mal weiter. Und besonders den Fischen. Der Unterschied klingt in cm nach sehr wenig, aber überlege doch z. B. mal anders rum: ein 40 cm hohes Becken hat eine frei (d.h. zb für Skalare nutzbare) Wasserhöhe von ca 30 cm (7 cm Bodengrund, 3 cm oberer Rand). Das ist für Fische, die 20 cm hoch werden können gerade mal 5 cm drüber und 5 cm drunter. Wenn das Becken jetzt 50 cm hoch ist, bleiben effektiv 10 cm mehr Wasserhöhe übrig da ja der Bodengrund nicht höher ist und der obere Rand auch nicht. Das bedeutet für den Skalar dann schon doppelt so viel Bewegungsfreiheit wie vorher.

>>>Leute, wo ist der Unterschied, ob ein Becken 1 m oder 1,20 m lang ist? Es ist so oder so keine artgerechte Haltung, eigentlich ist es sogar Tierquälerei, Fische so einzupferchen! Wären wir alle konsequente Tierfreunde bzw. Fischliebhaber, dann müßten wir alle unser Hobby aufgeben.<<<

Tja, oder die passenden Fische einsetzen. Fische die nicht so viel schwimmen, eher ruhig stehen. Kleine Fische mit max 5 cm. Es gibt da viele Möglichkeiten.
Bleiben wir beim Skalar: der bewohnt zwar riesige Flächen, aber der einzelne Schwarm nutz die Fläche nicht sondern bleibt recht stationär in einem Pflanzenfeld oder unter einer umgestürzten Baumkrone. Der Schwarm schwimmt also nicht hin und her.

>>>Wenn ich hier lese, daß Leute heftigst kritisiert werden, weil sie in einem 200l-AQ zu viele Fische haben, aber der Kritisierende ist ja viel besser, er hat ja 400l – echt toll!<<<<

So habe ich das noch nicht gelesen. Die Realtion muß stimmen. Ich kann auch riesige Becken falsch besetzen.

>>>Leute, machen wir uns doch nichts vor, wir können die Natur nicht simulieren, 100l, 200l oder 400l, es reicht einfach nicht aus!<<<

Wir können das natürlich nicht. Trotzdem können wir nahezu optimale Bedingungen schaffen. Auch wenn es aus Deiner Sicht von Übel ist, es ist mit den angesprochenen Voraussetzungen dann zumindest das kleiner Übel, und unser Trachten sollte sein das Übel so klein wie möglich zu halten.

>>>PS: Ich hab ein 240l-Becken<<<

Schön. Und was drin?

MfG

Bongo
bongo ist offline  
Alt 28.08.2001, 20:19   #8
DanielR
 
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Hi Marco und alle anderen,

Deine/Markos Meinung kann ich teilwiese nachvollziehen, weil ich früher mich auch schon öfters damit beschäftigt habe, ob es denn wirklich artgerecht ist Fische in Glaskästen einzusperren.
Und ich muss sagen: Ja aber auch Nein!
Nein sage ich zu Wildfängen, weil man ihnen die Natur in der sie vorher lebten, nicht und niemals ersetzen kann.
Wildfänge sollten nicht an privat verkauft werden, weil es sonst zu so unglücklichen Fällen kommt, wie den Haibarben im 60l Becken.
Ja dagegen sage ich zu Fische die schon ewig im Aquarium leben. Beispiel dafür sind meine Paradiesfische. Die gibts seit über 120 Jahren schon zu kaufen, haben sich , denke ich zumindest, auch den AQs angepasst. Gleiches gilt bestimmt auch für Nachzuchten im Aquarium.
Man kann dann fast von "domestizierten" Fischen reden. Hunde haben auch keine Probleme in "Gefangenschaft"! Gut gepflegten Fischen geht es auf jeden Fall auch besser wie den armen Rindern, Schweinen und Hühnern die unter elendigen und niemals tiergerechten Bedingungen gemästet werden!

So denke ich über das Thema, man kanns aber auch anders sehen.
Selbstverständlich ist eine Haltung im AQ nur unter guten Bedingungen für die Fische vertretbar!

Jetzt tun mir meine Finger weh .....


DanielR ist offline  
Alt 28.08.2001, 21:10   #9
Marco D
Gast
 
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>>>PS: Ich hab ein 240l-Becken<<<

Schön. Und was drin?

[quote]

4 blaue Fadenfische, 3 siam. Rüselbarben, 1 Feuerschwanz, 5 Panzerwelse und 4 Prachtschmerlen!

Zuviel?
Sind 20l Wasser mehr besser?
 
Alt 28.08.2001, 21:19   #10
Mike
 
Registriert seit: 05.06.2001
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Zitat:
Leute, wo ist der Unterschied, ob ein Becken 1 m oder 1,20 m lang ist?
Hallo Marco,

das ist eh relativ.
Dein 120er hat 240l, mein 100er aber 250l (100x50x50), also was solls. Einmal wird auf die Länge gepocht, ein anderes Mal aufs Volumen, wobei ich letzteres angemessener finde, denn so ein 50er Würfel (125l) ist ja auch keine kleine Pfütze.

Gruß
Mike
Mike ist offline  
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