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Alt 13.06.2001, 01:05   #11
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Hallo Roland,

Du meinst also, ein Ionentauscher würde nur eine begrenzte Zahl von Zyklen funktionieren, weil dann das positive Karma, das er bei der Produktion mitbekommen hat, verbraucht ist?

Nein, mit Esoterik hat Ionentausch nichts zu tun. Beim praktischen Betrieb binden sich die Ionen der Härtebildner am Harz, weil sie die stärkere Bindungskraft zum Harz haben. Beim Regenerieren wird diese Beladung (fast) vollständig rückgängig gemacht, weil die Konzentration der H+ bzw. OH- - Ionen in der Regenerationslösung sehr hoch ist und die gebundenen Härtebildnerionen verdrängen. Du findest das auch hier dc2.uni-bielefeld.de/dc2/iat/ erklärt. Mit Energie beim Herstellen hat das gar nichts zu tun.

Eine Umkehrosmoseanlage ist ein Wasserverschwender ohnegleichen, und die fälligen Ersatzfilter und Ersatzmembranen machen der Betrieb einer UOA auch nicht billiger und umweltfreundlicher als die Verwendung eines Vollentsalzers.

Viele Grüße
Robert
 
Alt 13.06.2001, 03:13   #12
Roland Bauer
 
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Hi, Robert

Zitat:
Robert schrieb am 2001-06-12 20:05 :
Hallo Roland,

Du meinst also, ein Ionentauscher würde nur eine begrenzte Zahl von Zyklen funktionieren, weil dann das positive Karma, das er bei der Produktion mitbekommen hat, verbraucht ist?
mein ich überhaupt nicht so! Nix da mit "Esoterik"!

Zitat:

Mit Energie beim Herstellen hat das gar nichts zu tun.
Ich meine, dass eine VEA kein perpetuum mobile ist! Du musst ja nach einer bestimmten Zeit die Harze regenerieren. Und die wachsen ja nicht auf Bäumen, sondern werden mit Säuren und Laugen regeneriert. Säuren und Laugen sprudeln ja auch nicht einfach so aus Quellen, sondern werden mit Energieaufwand produziert. De facto wird chemische Energie hergestellt, in dem andere Energiearten (elektrisch, mechanisch, chemisch o.a.) auf Ausgangsstoffe einwirken, die deren Reaktionsfähigkeit erhöhen. Beispiel: H2 ist sehr energiehaltig, hat ein hohes Reaktionspotential. Es muss aber erst Wasser (H2O) mittels Elektrolyse behandelt werden, um dieses H2 zu gewinnen. Ich denke, dass ein vergleichbarere Energieaufwand auch bei Herstellung von hochreaktiven Säuren und Laugen aufgebracht werden muss.

Robert, mein Physik-Leistungskurs liegt einige Jahre zurück, insofern sind mir die ganzen Begrifflichkeiten nicht mehr "auf der Zunge liegend". :wink:
Ich hoffe aber, dass du anhand des hier Geschilderten erkennen kannst, was ich mit "Energieaufwand" meine.

Zur "Wasserverschwendung ohnegleichen": ob das Wasser hier - in der Gegend des Oberrheins - nun sofort als Oberflächenwasser in den Rhein fliesst, oder einen Umweg über ein Wasserschutzgebiet ins Grundwasser und von da ins Wasserleitungsnetz und von dort über die UOA in die Abwasserreinigungsanlage nimmt, dass ist wohl im Rahmen der Aquaristik eine vernachlässigbare Grösse!
Wer das Glück hat, ein eigenes Haus zu besitzen, der kann ja das "Abwasser" noch in die WC-Spülung rückführen. :wink:

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 13.06.2001, 04:01   #13
anger
 
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Hallo,

das ist schon klar, dass für die Herstellung der Säuren und Laugen, Energie benötigt wird.

Aber ich denke diesen Energiebedarf kann man im privaten Ionenaustauscherbedarf ebenso vernachläsigen wie, die Wasserverschwendung einer UOA. Um einen Kationenaustauscher mit 3 Liter Harz benötigt zum Regenerieren rund 5 Liter 5%ige Salzsäure. Ein 3 Liter Kationenaustauscher liefert etwas 15.000 (fünfzehntausend) Liter KH freies Wasser.

Um eine UOA (und derren Bestandteile, die ja u.U. nachgekauft werden) Herzustellen wird ebenfalls Energie benötigt.
Der Druck über 4 bar muss ja auch erst zu Stande kommen, sei es durch Pumpen oder sonstiges.
Ganz zu schweigen von der Energie, die u.U zum Aufbereiten des Quellwassers zu Trinkwasser benötigt wird.

Ich glaube fast, dass sich die beiden Varianten in der Energiebilanz nicht viel nehmen.
anger ist offline  
Alt 13.06.2001, 04:25   #14
Roland Bauer
 
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Hi, Christian!

Zitat:
anger schrieb am 2001-06-12 23:01 :
Hallo,

das ist schon klar, dass für die Herstellung der Säuren und Laugen, Energie benötigt wird.

Aber ich denke diesen Energiebedarf kann man im privaten Ionenaustauscherbedarf ebenso vernachläsigen wie, die Wasserverschwendung einer UOA. Um einen Kationenaustauscher mit 3 Liter Harz benötigt zum Regenerieren rund 5 Liter 5%ige Salzsäure. Ein 3 Liter Kationenaustauscher liefert etwas 15.000 (fünfzehntausend) Liter KH freies Wasser.

Um eine UOA (und derren Bestandteile, die ja u.U. nachgekauft werden) Herzustellen wird ebenfalls Energie benötigt.
Der Druck über 4 bar muss ja auch erst zu Stande kommen, sei es durch Pumpen oder sonstiges.
Ganz zu schweigen von der Energie, die u.U zum Aufbereiten des Quellwassers zu Trinkwasser benötigt wird.

Ich glaube fast, dass sich die beiden Varianten in der Energiebilanz nicht viel nehmen.
Danke für die Zahlenangabe. 5 Liter 5%ige HCl auf 15.000 l Wasser: Wirklich eine zu vernachlässigende Grösse. Unter diesen Umständen kann man IMO die Umweltaspekte bei der Entscheidung UOA oder VEA doch ausser acht lassen und sich auf die "pekuniären" Aspekte und das "Handling" konzentrieren.

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 13.06.2001, 04:25   #15
anger
 
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Guten Abend nochmal,

ach ja, weil wir ja gerade über die Energiebilanz von UOA- und VE- Wasser sprechen.

Wir als Aquarianer, glaube ich dürfen, wenn es um das Thema Energie geht ganz still sein!

Schon mal darüber nachgedacht, wieviel Energie wir überhaupt in so ein AQ einbringen? Alleine schon die Beleuchtung, diese kann bei sagen wir mal 4x 30 Watt Leuchtstoffröhren im Jahr gute 600KW betragen.

4x30 = 120 w/h
120 x 14 h/Tag = 1680 w = 1,68 KW
1,68 x 365 = 613,2 KW/Jahr

Und das nur für Licht!


anger ist offline  
Alt 13.06.2001, 05:37   #16
Joachim Mundt
 
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Hallo Christian,

>Ein 3 Liter Kationenaustauscher liefert
>etwas 15.000 (fünfzehntausend) Liter KH
>freies Wasser.

Du meinst wohl eher: ein 3-Liter-Kationenaustauscher liefert etwa 15000 Härteliter!!! Das ist ein gewaltiger Unterschied :wink: Bei einer KH von 10 sind´s dann nur noch 1500 Liter und bei einer KH von 20 sind´s sogar nur 750 Liter VE-Wasser :wink:
Joachim Mundt ist offline  
Alt 13.06.2001, 12:40   #17
anger
 
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Hallo Joachim,

da hast Du jetzt wieder recht. Eigentlich wollte ich das sinngemäß auch so wiedergeben.
Vieleicht hätte ich doch lieber in Bett gehen sollen, anstatt noch (so) einen Beitrag hier zu schreiben.

_________________
Gruß

Christian

<hr>
imagination is more importent than knowledge

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: anger am 2001-06-13 07:41 ]</font>
anger ist offline  
Alt 13.06.2001, 13:20   #18
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Hallo Roland,

>Und die wachsen ja nicht auf Bäumen, sondern werden mit Säuren und
>Laugen regeneriert. Säuren und Laugen sprudeln ja auch nicht einfach so
>aus Quellen, sondern werden mit Energieaufwand produziert.

Salzsäure und Natronlauge sind meines Wissens Abfallprodukte der chemischen Industrie, die massenhaft bei der Produktion anderer Stoffe anfallen, was man auch am geringen Preis erkennen kann. Die Pfennigbeträge, die die Chemikalienkosten bei der Regeneration ausmachen, stehen in keinerlei Verhältnis zu den nicht unerheblichen Kosten für Ersatzmembran und Ersatzfilter, die Dir ja auch nicht zufliegen.

>Zur "Wasserverschwendung ohnegleichen": ob das Wasser hier - in der
>Gegend des Oberrheins - nun sofort als Oberflächenwasser in den Rhein
>fliesst, oder einen Umweg über ein Wasserschutzgebiet ins Grundwasser
>und von da ins Wasserleitungsnetz und von dort über die UOA in die
>Abwasserreinigungsanlage nimmt, dass ist wohl im Rahmen der Aquaristik
>eine vernachlässigbare Grösse!

Mit dieser ach so schön gewissensberuhigenden Verallgemeinerung machen es sich die Befürworter der Umkehrosmose meiner Meinung nach zu einfach. Unsere Wasserwerke fördern das Wasser aus einem nichtregenerativen eiszeitlichen Tiefenwasserreservoir aus fast 200 m Tiefe, das von den Ausflüssen der modernen Industrie und Landwirtschaft vollkommen unbeeinflußt ist. Die von Joachim erwähnten Stoffe sind in unserem Wasser nicht nachweisbar, weil sie sie bei der Entstehung des Reservoirs einfach noch nicht gab, wie auch die Analyse meines Trinkwassers beweist. Und da ich möchte, daß das auch noch lange Zeit so bleibt, und ich keine Lust habe auf eine Brühe, die, wie Joachim erzählt, tödlich auf Fische wirken kann, reduziere ich meinen Wasserverbrauch auf das notwendige Minimum. Ich hätte absolut keine Hemmungen, ein Rheinuferfiltrat durch eine UOA zu schicken, aber mein Wasser ist mir ganz einfach viel viel viel zu schade dafür.

Viele Grüße
Robert

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Robert am 2001-06-13 08:22 ]</font>
 
Alt 13.06.2001, 15:10   #19
Roland Bauer
 
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Hi, Robert

geht klar! Unter diesen Umständen bei deinem Wasserwerk würd ich auch auf eine UOA verzichten.
Weiterhin bin ich jedoch der Meinung, dass gerade für einen Aquarianer, der das Anfängerstadium eben verlassen hat, eine UOA doch das Gerät der Wahl ist.
Dazu kommt meines Erachtens auch, dass die UOA recht bequem ihren Platz unter dem Spültisch in der Küche finden kann, während ich mir - bei mir zu Hause - beim besten Willen nicht vorstellen kann, wo ich die beiden Austauschzylinder in die Wohnungs-, Küchen- oder Badezimmereinrichtung integrieren könnte.
Auch die Auseinandersetzung mit meiner Frau, der ich dann noch die Wichtigkeit, Ungefährlichkeit etc. dieser Anlage erklären müsste, erscheint mir da unproduktiv. Im Gegenteil: Mit Hinweis auf die Mitbenutzung der UOA ihrerseits - sie ist eine passionierte Teetrinkerin einerseits und macht sich Sorgen um die Zubereitung von Babynahrung andererseits - war die Genehmigung der Anschaffung vom Haushaltsbudget null Problem! :smile:
Im weiteren Bewusstsein um Ausgaben, die weitaus unnötiger waren, nehm ich auch die halbjährlichen Kosten für eine neue Vorfiltermembran gern in Kauf, wenn es unseren Fischen damit besser geht!
Was die Beratung der Fragenden hier im Forum angeht, bin ich der Meinung, dass es weitaus besser ist, diesen eine UOA zu empfehlen, anstatt dass diese vor lauter Fragezeichen und Ungewissheiten über das "Handling" einer VEA sich für ein "weder-noch" entscheiden. :smile:

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 13.06.2001, 19:50   #20
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Hallo,

ganz klar, ich empfehle den Anfängern und Fortgeschrittenen auch die UOA, da diese wesentlich einfacher zu handhaben ist.

In machen Fällen kommt man auch nicht drum herrum. In einem anderen Thread habe ich schon mal von einem Bekannten erzählt, der wohl irgendwelche Stoffe im Trinkwasser hatte, die sein AQ-Millieu negativ beeinflusten. Dieser bereitete sein Wasser bisher mit einer VEA auf. Erst der Einsatz einer UOA konnte seine Probleme lösen.

Ich selbst verwende beide Varianten.

anger ist offline  
 

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