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Alt 15.09.2001, 00:41   #1
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Hallo,

So wie im Betreff mein ich das nicht ganz, schon klar, dass man keine Fische "umerziehen" kann.

Ich habe nur etwas beobachtet bei einigen meiner Fische, was ich sehr toll finde.
Nämlich.......soblad ich mit meiner Hand an einer Scheibe meines 160l AQs entlangfahre(nicht stosse), schwimmen sofort meine Trauermantelsalmler und die Afrikan. Schmetterlingsbuntbarsche her, die Platys folgen auch bald.
Der Kampffisch dagegen droht, meiner Hand oder schwimmt weg, die Panzerwelse kriegen Angst und hauen ab (meistens) und den Neons is des "wurscht".

Wieso reagieren die einen Fische so und die anderen ganz anders darauf?
Kann ich meine Fische ,durch z.B. Hand am Becken entlangfahren vor Fütterung, das Verhalten irgenddwie ändern?

Bei Goldfischen im Teich kann man beobachten, dass sie, wenn man vor dem Füttern immer auf einen Stein klopft, sofort her geschwommen kommen.

Vielleicht wisst ihr da was für mich!

Gruß und Danke im Vorraus
Daniel
DanielR ist offline  
Alt 15.09.2001, 00:54   #2
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Hallo Daniel,
das Verhalten der fische richtet sich auch nach deren Temperament. Aber mir ist aufgefallen, dass alle Fische auf ihre Weise zutraulich werden. Manche schneller, manche weniger schnell. Bei manchen heißt das, sie kommen angeschwommen, sobald ich in der Nähe des AQs bin, bei anderen heißt es, dass sie nicht mehr flüchten, wenn ich komme. Meinen dicken Synodontis (Fetti genannt) hatt sich fast ein halbes Jahr nicht blicken lassen, jetzt kommt er aus seiner Höhle, sobald ich in der Nähe bin. Als ich einen chaetostoma mit der flachen Hand ins AQ gesetzt habe, und er sich noch nicht entschließen konnte, wegzuschwimmen, hingen alle schwimmenden Fische an meiner Hand begrüßten den neuen Beckenbewohner und knabberten an meiner Hand herum. Der Gebirgsharnischwels hat sich erst dazu entschlossen meine Hand zu verlassen, als ich ihm einen Unterschlupf gezeigt habe, in dem er auch sofort verschwand. zwei Wochen ward er nicht mehr gesehen, inzwischen streitet er sich mit den anderen Beckenbewohnern ums Futter oder liegt auf dem Stein, den er sich als Lieblingsplatz ausgesucht hat. Meine Dornaugen habe ich auch erst nach Wochen gesehen, aber inzwischen haben sie überhaupt keine Scheu mehr und turnen entgegen den Aussagen in den Büchern auch tagsüber im Becken herum. Meine Bettas kommen ,sobald ich die Futterluke aufmache angeschwommen und warten aufs Futter. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Also ob es sich um Erziehung handelt weiß ich nicht, aber interessant zu beobachten ist es schon.

Ute De-Ku ist offline  
Alt 15.09.2001, 02:01   #3
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Hallo Daniel
Was du mit den Goldfischen beschreibst, ist klassische Konditionierung. Ein Schlüsselreiz wird quasi programmiert, um eine Reaktion auszulösen. Jedesmal nach dem Klopfen auf den Stein (was die FIsche hören können) gibt es Futter. Sogar der dümmste Fisch wird mit der Zeit merken, dass das sehr positiv ist.
Das Steinklopfen wird mit der Zeit automatisch mit Futter in Verbindung gebracht, auch wenn keins da ist kommen die Fische.

Ferner gibt es in der Verhaltensforschung die positive und negative Verstärkung: Die positive Verstärkung ist ein Lob, welches nur beim richtigen Verhalten kommt (zum Beispiel Futter). Das ist der Trick der Dressur. Gleichzeitig wird mit negativer Verstärkung gearbeitet. Darunter versteht man das Ändern eines Verhaltens, um einer negativen Erfahrung auszuweichen. Macht ein Tier etwas falsch und es erhält dafür eine Strafe, wird es das gleiche Verhalten nicht mehr zeigen.

Auch mit FIschen kann natürlich so gearbeitet werden..die Frage ist nur, wie schnell sie sowas kapieren. Gehts um Futter werden sie schnell Tricks herausfinden.
Nicht zu Vergessen sind angeborene Verhaltensweisen (wie sie zum Beispiel der Kampffisch an den Tag legt). Du kannst mal mit Attrappen versuchen, was er alles angreift.. :-)

Gruss Rebei
 
 

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