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Alt 18.09.2001, 01:35   #1
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Ich bin Anfänger und habe ein Problem mit einem meiner vier Guppyweibchen. Es ist sehr sehr dick und hat besonders abstehende Schuppen. Ist mein Guppsw. etwa krank?

Wenn jemand weiß um was es sich hierbei handelt, währe ich für eine schnelle Antwort sehr Dankbar.
 
Alt 18.09.2001, 01:46   #2
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Hi Matz,

ein Hallo und ein Gruss ist nett und freundlich.

Also: Wie stark stehen die Schuppen ab, fast senkrecht ? Dann, wo am Körper ?

Es gibt eine Krankheit, die sich Bauchwassersucht nennt. Sie macht sich durch starkes Aufschwellen, dick werden des Fisches bemerkbar und durch ein massives Abstehen der Schuppen vor allem im Bauch, Flanken- und gelegentlich sogar Rückenbereichm, hier aber nicht immer. Die Schuppen stehen dabei wirklich fast senkrecht.

Diese Krankheit ist nicht heilbar und hochgradig ansteckend. Befallene Fische sind sofort per Genickschnitt zu töten, um ein weiteres Ausgreifen zu verhindern.

Schau mal in diesen Thread rein, Christian hat dort alles vorbildlich erklärt.

http://www.zierfisch-forum.de/phpbb/...=1421&forum=12

Das muß aber nicht unbedingt der Fall sein. Hat der Fisch vielleicht kurz zuvor massiv gefressen ? Und dann vielleicht Flockenfutter ? Dann kann es auch sein, daß er aufgrund quellenden Flockenfutters etwas auftreibt. Das legt sich dann wieder.
 
Alt 18.09.2001, 01:58   #3
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Hallo Ralf,

ich danke dir für deine schnelle Antwort und entschuldige mich für meine Form.

Aber jetzt zu meinem Fisch, die schuppen stehen am ganzen Körper des Fisches fast senkrecht ab und ich befürchte das es sich wie in deinem Verweiß um die Fischtuberkolose handelt!
Soll ich den Fisch aus dem Aquarium herausnehmen?

-----------
Mit Gruss Matz
 
Alt 18.09.2001, 02:03   #4
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Hallo,

fang das Tier ein, und töte es. Bauchwassersucht ist ansteckend! ein Tier kann, muß aber nicht alle anstecken... ich würde es nicht riskieren... sorry

Gruß
Jacky ist offline  
Alt 18.09.2001, 02:15   #5
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Hallo Matz,

ich kann mich Jacky nur anschließen. Das ist Bauchwassersucht.

Leider Gottes keine Chance für das Tier. Kopf hoch, hatte ich auch schon mal im AQ. Schaffe auf Dauer gute Lebensbedingungen und das Problem löst sich dann von selbst.
 
Alt 18.09.2001, 03:18   #6
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Hallo,

und danke für die schnelle Beantwortung meiner Frage.
Aber ich habe jetzt noch eine Frage: Können sich meine anderen Fische nach der Entnahme des kranken Guppyw. noch anstecken und wenn ja wie halte ich dieses Risiko so gering wie möglich?
-------------------
Gruss Matz
 
Alt 18.09.2001, 16:25   #7
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Matz schrieb am 2001-09-17 21:18 :
Hallo Matz,

> Können sich meine anderen Fische nach der
> Entnahme des kranken Guppyw. noch anstecken

Nach der Entnahme des kranken Fisches nur noch dann, soweit Erreger im Wasser/Becken sind. Die tatsächliche Chance ist aber dann schon gering. Eher ist wahrscheinlich, daß die anderen Fische schon infiziert sind.

Keine Panik jetzt :smile:

Wenn Du den Link gelesen hast, wird Dir aufgefallen sein, daß Bauchwassersucht sowas wie eine regelrechte Schwächekrankheit ist. Das gleiche gilt mit etwas anderen Rahmenbedingungen für Fischtuberkulose.

Schwächekrankheit heißt, daß viele unserer Fische bei vielen Aquarianern in irgendeiner Form latente/dauerhafte Träger der Erreger sind. Die Krankheit bricht aber nur dann aus, wenn sich die Umwelt-/Lebensbedingungen für die Tiere verschlechtern.

> und wenn ja wie halte ich dieses Risiko so
> gering wie möglich?

1. Überbesatz im Becken vermeiden. Die 1cm Fisch / 1 l Wasser Regel ist die wirklich absolute Obergrenze, besser Du bleibst drunter, etwa 0,5 cm Fisch/1 l Wasser.

2. Ausreichend Wasserwechsel (auch wenn die Meinungen hier etwas auseinandergehen). 30 % pro Woche Wasserwechsel mit abgestandenem Frischwasser (aus Kaltwasserleitung) ist im Schnitt ausreichend. Bei sehr starkem Fischbesatz mehr, bei sehr schwachem kann es auch weniger sein.

3. Futter: Die Tiere sehr abwechslungsreich ernähren. Reine Flocken- oder andere Trockenfutternahrung fördert nicht auf die Dauer die Gesundheit der Tiere, dafür ist der Proteingehalt viel zu hoch in dem Futter. Eine ausgewogene Ernährung kann so aussehen (Angaben je Woche). 1 Tag Flockenfutter, 1 Tag Cyclops (Ruderfußkrebse), 1 Tag Wasserflöhe (Daphnien), 1 Tag Weiße Mückenlarven, 1 Tag Schwarze Mückenlarven, 1-2 Hungertage je Woche. Das tierische Futter kann lebend oder als Frostfutter geboten werden. Ab und an das Futter mit Vitamintropfen etwas leicht anreichen (alle 1-2 Wochen). Dann ab und zu noch Artemia (Salinensalzkrebse), mindestens 1 Hungertag die Woche, oft sind bei einer guten Fütterung sogar 2 angesagt.

4. Pflanzenwachstum. Viele Pflanzen haben positiv auf das Wasser wirkende Eigenschaften, sie geben nicht nur Sauerstoff ab, nehmen Kohlendioxid, Ammonium, Nitrit und Nitrat auf, sondern einige geben darüberhinaus auch antibakterielle Wirkstoffe ab, die die Keimzahl im Aquarienwasser drücken. Daher auf guten Pflanzenwuchs achten und mit recht vielen verschiedenen Pflanzen, darunter auch schnellwachsende wie Vallisneria, >Cabomba oder Limnophila.

5. Auf einen intakten Bodengrund achten. Der sollte nicht faulen, also nach Schwefelwasserstoff (faule Eier) riechen, dann kümmern auch meist schon die Pflanzen. Dies heißt nicht, daß man jetzt regelmäßig den Boden reinigt, ganz im Gegenteil, das ist nur eine Sache, auf die man achten sollte.

6. In Deinem konkreten Fall würde ich die kommenden 2-3 Monate vor jeglicher Neuererwerbung von Fischen absehen. Dein Becken gehört solange unter einer Art Quarantäne, bis wirklich mehrere Monate keine Fälle von Erkrnakungen aufgetreten sind. Das ist die auf Dauer beste Maßnahme.

7. Tee trinken, Geduld haben, das läßt sich alles in den Griff bekommen. Ich hatte als Anfänger damals auch Fälle von Bauchwassersucht bei Platys und Fadenfischen und Fischtuberkulose bei einigen anderen. Es geht ohne Probleme ohne jegliche Medikamente, wenn man die oben kurz geschilderten Regeln/Maßnahmen beachtet. Ich habe seit Jahren in unseren AQ keinerlei derartige Erkrankungen gehabt, obwohl ich mir sicher bin, auch bei mir die diversen Erreger durchaus im Becken zu haben. Ein starkes Immunsystem gesunder Fische wird locker mit sowas fertig. :wink:

Du solltest dann weiterhin mal die Rahmenbedingungen Deines Beckens schreiben, in etwa: Größe, Besatz (Art und Menge), Pflanzen (wieviel, Wachstum, welche), Boden (Art und Aussehen Geruch), Pflege (Wasserwechsel wie oft wieviel, welche Pflegemittel), Futter (wie oft welches wie viel), dann, wenns geht noch die Wasserwerte, insbesondere KH, pH und Nitrat. Die kannst Du bei einem guten Fachhändler messen lassen, oft kostenlos als Service, schreibe Dir bitte die Werte dort auf und lasse Dich nicht mit Angaben: alles o.k. abspeisen, das sind unbrauchbare Angaben.

Vor einem eventuellen Neubesatz frage bitte hier noch mal nach, insbesondere wenn Du an Lebendgebärende denkst. Da ist leider zu oft im Handel viel Vorsicht angebracht. Viele Erkrankungen schleppt man sich leider Gottes ein.
 
Alt 18.09.2001, 18:18   #8
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Hallo Matz,

schade mit dem Fisch. Ich würde Dir auch empfehlen mal Jürgens Seite zu lesen, da den Punkt Krankheiten. Da ist sehr gut der Zusammenhang erklärt, der Schwerpunkt liegt nicht in einer Behandlung sondern in der Porphylaxe durch optimale Hälterung und optimale Fütterung.
http://mitglied.tripod.de/juergenboehm

MfG

Bongo
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